Geschichte der Muttereralm Bahn (1954 - 2001)
Durch die bereits 1933 und 1936 durchgeführten FIS-Meisterschaften auf der Mutterer Alm,
setzten 1948 die ersten Bestrebungen der Stadt Innsbruck ein, diese mit Seilbahnen zu erschließen.
Zu jener Zeit war aber der Wiederaufbau der zerstörten Wohnhäuser in der Stadt noch vordringliches Ziel.
1953 versuchte sich die Stadt aufgrund der besseren Wirtschaftslage erneut an der Verwirklichung des Muttereralm Projektes.
Eigentümer war die Innsbrucker Hotel AG-Sesselbahn Mutters, den Betrieb führten die Innsbrucker Stadtwerke.
Zur Ausführung kam eine Zweiseil-Doppelsesselbahn mit maximal 186 anklemmbaren Sesseln.
Die Strecke Mutters - Nockhof war 1265 m, Nockhof - Muttereralm 1610 m lang.
600 Personen konnten pro Stunde auf den offenen, nur mit einem textilen Dach geschützten Sesseln befördert werden.
Die erste Teilstrecke Mutters - Nockhof ging noch im Dezember 1953 in Betrieb, am 6.
Jänner 1954 folgte der Rest und damit der Gesamtbetrieb.
1961 entschlossen sich die Stadtwerke Innsbruck, die offenen Doppelsessel gegen viersitzige,
geschlossene Kunst-stoffkabinen auszutauschen.
Das Markenzeichen der Muttereralm, die Eiergondeln, war geboren.
Da diese aber schwerer als die Vorgängertypen waren, musste die Anzahl auf 101 Stück verringert werden,
was die Beförderungs- leistung auf 450 Personen/ Stunde senkte.
Zur Ausweitung des Angebotes errichtete die Stadt 1962 den Pfriemesköpfellift, einen 535 m langen Lift mit 93 Sesseln,
der 515 Personen/Stunde befördern konnte.
1979 übergab die Stadt Nordketten- und Muttereralmbahn den IVB, wodurch alle Seilbahnen in einer Hand vereinigt waren.
Im Jahre 1981 wurde der Schlepplift Nockhof-Muttereralm errichtet.
Am 22. Dezember des Folgejahres konnte der Husslboden-Lift für 1000 Personen pro Stunde den Betrieb aufnehmen.
Ab 1988 fuhr die Bahn nur mehr im Winter.
Im April 1993 stellten die IVB den Gesamtbetrieb ein.
Die Baufirma Fröschl kaufte die Mutterer- almbahn im Juni mit der Auflage, nur im Winter fahren zu müssen.
1995 versuchte Fröschl dann die Verbindung zur Axamer Lizum herzustellen, was an Grundforderungen scheiterte.
Nun bot er 1999 die gesamte Anlage der Agrargemeinschaft Mutters an.
Die Agrargemeinschaft Mutters versuchte sofort nach dem Ankauf der Muttereralmbahn einen Betreiber zu finden,
da nicht geplant war, die Anlage selbst zu betreiben.
Aufgrund des Alters der Anlage musste diese im Jahr 2000 abgetragen werden.
Im Jahr 2001 konnte ein Betreiber gefunden werden, der das Projekt - Skiverbindung zwischen der Axamer
Lizum und der Mutterer Alm realisieren wollte - dieses scheiterte jedoch leider
aus verschiedenen Umständen.