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Diese Aussage wird durch Wiederholung nicht wahrer. Es hängt vom Land ab und da dann meist noch vom einzelnen Gebiet - siehe auch den von ThomasZ verlinkten Artikel.
Hier im SW haben wir in der Beziehung zum Glück null Probleme mit den Betreibern.
Für mich sind diese Menschen Zechpreller, da sie eine extrem kostenintensive Leistung (präparierte Pisten) in Anspruch nehmen, ohne auch nur einen Cent hierfür zu zahlen.
Woher weißt du, dass die nichts bezahlt haben?
Ich habe eine TSC. Darum gehe ich ja abends oder morgens. Tagsüber nutze ich die Lifte
Wenn ich morgens gehen und da ist ein Pistenbukky zu sehen, mache ich da einen gaaaaamz großen Bogen drum.
Es sei denn, der hängt am Seil. Dann mach ich einen noch größerern Bogen.
Es sind nicht alle, die (außerhalb des Liftbetriebs) auf der Piste hochgehen bekloppt oder lebensmüde.
Die Situation ist regional sehr unterschiedlich. Im Großraum Innsbruck sind Konflikte schon seit einigen Jahren an der Tagesordnung; im Unterland und Oberland gibt es nur gelegentlich Probleme.
Das finde ich besondes schräg. In der Region ist doch fast jeden Tag irgendwo Tourenabend. Allein in Imst Mittwoch, Freitag, Samstag, die Rauthütte hat jeden Tag auf (und gesperrt ist die Piste nie, glaube ich)...
Evtl. bin ich hierbei etwas kompromisslos, aber für mich gehören Tourengeher nicht auf eine Piste.
Zumal ja ausreichend ausgeschriebene Alternativen vorhanden sind:
Auf die Gefahr, mich hier unbeliebt zu machen, aber mir gehen Pistentourengeher seit einigen Jahren nur noch auf den Sack. Mit was für einer Chutzpe die meinen, einen mit viel Aufwand präparierten und gesicherten Hang kostenlos in Anspruch nehmen zu können, sucht schon seinesgleichen. Dann kommt ja noch dieses Kirchentagsgrinsen und Gelaber vom einzig wahren Bergsport dieser fashion-victims dazu.
Bis vor einigen Jahren habe ich noch jeden Tourengeher am Pistenrand gegrüßt, das kam ja früher nur zweimal in der Woche vor, manchmal hat man kurz angehalten und geschwatzt, Skifahr-Latein ausgetauscht.
Heute stemmen sich ja ganze Busladungen mitten auf der Piste hoch. Gerade vor zwei Wochen musste ich aus flüssiger Abfahrt einen Sprung in die schwarze Piste abbrechen, weil so ein Honk hinter der Kuppe quer aufgestiegen ist. Wenn man die auf die Gefährlichkeit einer solchen Aktion anspricht, ist man schnell am Rande einer Schlägerei.
In meinen Augen haben da jetzt die gleichen Oberehrgeizlinge auf die Ski gefunden, die im Sommer in ihrem lächerlichen Trickots auf Rennrädern rücksichtslos durch die Innenstadt brettern und sich für das Zentrum des Universums halten. Dann sollen sie halt auf einen unpräparierten Hang gehen und sich da austoben. Unglaublich diese Typen in dem Video! Nutzen aus Bequemlichkeit die Piste und wähnen sich aber im Recht, weil der Berg ja jedem gehört.
Das Ganze ist natürlich ein wenig überspitzt von Kreon100 - im Grunde fehlt einfach das Verständnis des "Miteinanders" gepaart mit fehlendem Fachwissen und Können (auf teilweise beiden Seiten), man muss manchmal schon sehr vorsichtig agieren um niemanden zu gefährden.
Das sehe ich auch so. Wer jedenfalls bei einem "Sprung" in eine uneinsehbare Stelle aus "flüssiger Fährt" die alleinige Schuld bei der anderen Person sieht, der sich an dieser Stelle aufhält, sieht die Sache wohl sehr einseitig nur aus seinem Blickwinkel.
Stimmt, es könnte ja auch einfach jemand hinter der Kuppe uneinsehbar hingefallen sein, das muss man immer beachten. Oder jemand vor einem macht einen Schwung quer über die Piste, womit man nicht rechnet.
Was die aufgeführt haben, war absolut deppert. Aber die Piste ist nicht dein Privatgarten. Vor allem da es ja zig ausgewiesene Verbotsbereiche in Liftnähe gibt, mit Hinweis auf die Pisten die ja schon soviel Natur wegnehmen, die armen jeden Winter durchgefutterten Tiere die so gestört werden, usw.
Dass das walzen und beschneien Aufwand ist, ändert nicht am Status dass die Fläche von allen benützt werden darf. Man zahlt für die Lifte, nicht für die Pisten (die Pistenfläche pro Luftkapazität nimmt eh seit Jahren ab). Dass man da nachts eh schon Benutzungsverbot hat, ist eh rechtlich schon eher im Graubereich.
:lol:
Da hast du Recht Pancho, aber ich halte mich auch immer daran. Ich fahre auf eine Kuppe immer nur sprungbereit zu, rechne aber mit dem schlimmsten, also einem Snowboarder, der da sitzt, einem Tourengeher, einem Show-Mobil oder einem Kind, das dort die Talstemme übt. Letztere haben sowieso immer Narrenfreiheit und da schwinge ich auch gerne ab. Bei den anderen ärgert es mich, kann mir aber nicht den Skifahren verderben
Es ist dennoch erstaunlich, welche Reaktionen und Diskussionen solch ein Whats-App Video erzeugen kann.
Für mich auf jeden Fall ein Vorstoß in die richtige Richtung. Und den Tirolern traue ich zu, dass solch ein Verbot auch mal schnell umgesetzt wird. Das hat uns die Erfahrung im letzten Jahr ja auch auf den Straßen gelehrt.
Also ich stelle mich da ganz klar auf die Seite der Skigebiete. In eigentlich jedem Skigebiet das ich kenne steht ganz offiziell geschrieben, dass die Pisten meist eine halbe Stunde nach Liftschluss gesperrt werden und gesperrt heißt gesperrt. Missachtet man dieses Verbot in egal welcher Form betritt man im weitesten Sinne unerlaubt private Grundstücke.
Man lässt ja auch sein Auto nicht nachts im geschlossenen Parkhaus stehen. Und in Zeiten in denen Unternehmen verklagt werden wenn sich jemand am Coffee to go Becher verbrannt hat kann ich voll nachvollziehen, dass sich da jedes Skigebiet absicher will.
Es gab vor einigen Jahren (konkret: 1.2.2015) eine Sendung im SRF, wo die Kosten im Skigebiet Arosa-Lenzerheide so genau wie möglich aufgedröselt wurden... Fazit: Das Bergauffahren kostet etwa gleich viel wie das Bergabfahren.
Aber offiziell zahlt man tatsächlich für die Bahnfahrten. Schliesslich kostet es auch nicht nur die Hälfte, wenn ich mit der Bahn rauffahre und dann runter irgendwo im Gelände rumkurve... hingegen ist es (noch ) gratis, wenn ich raufmarschiere (oder den Helikopter nehme) und die Piste runterfahre.
So schaut’s aus. Sicher dass das ein Graubereich sein soll? Man nimmt ja eine Dienstleistung in Anspruch- man begeht ein extra für Skifahrer bearbeitetes Gelände. Wieso soll der Dienstleister hier keine Regeln aufstellen dürfen?
Sehe ich genauso. Selbst wenn man nur für die Liftfahrt zahlen würde, muss man doch sehen, dass erhebliche finanzielle Mittel in die Bereitstellung einer Abfahrt gesteckt werden, die man dann aus Fairness-Gründen auch honorieren sollte.
Ich als eher seltener Pistentourengeher wäre auch durchaus bereit, einen finanziellen Ausgleich für die Herrichtung der Piste zu zahlen. Natürlich sollte der nicht zu hoch sein, maximal die Hälfte des regulären Tageskartenpreises, eher noch weniger, weil ich erstens seltenst einen ganzen Tag unterwegs bin und zweitens der Verschleiß an der Piste ja wesentlich geringer ausfällt (weniger Fahrten).
Die zahlen zwar miete, aber da gehts offiziell um den Ausgleich, den sie anrichten durch umgraben, entforsten, Leitungen usw. Pisten sind Nutzflächen wie Äcker , nicht Baugrund.
Wenn schon zahlen, dann für Parkplatz, dass ist voll verständlich. Ist wie Loipen Gebühr, da wird kein Gebiet zur höchsten Instanz, weil wiederspricht der Wegefreiheit, obwohl es hier ja noch deutlich klarer ist bezüglich Aufwand. Mal abgesehen von Loipen in einem Stadion, wirklich Privatgrund auf Bauflächen und eben nicht auf Forststraße.
Aber die Wegefreiheit einschränken, dafür gibt es leider eine große Lobby