br403 schrieb:
Und dann sagen immer alle Leute die Werkseinbau Navis für x€ wären so schlecht...
Bei unserem "neuen" Auto (ok, ok - der Senic ist auch schon wieder fast ein Jahr alt) hat mein Vater die TomTom-Edition gekauft. So langsam haben wir die Bedienung drauf, aber das ist ein Zwei-Personen-Navi. Das Bedienelement dazu ist an der Mittelkonsole, Tastatur über einen Touchscreen gibt es nicht, es muss alles über so einen Drehknopf eingestellt werden (das Teil erinnert mich an meinen uralten Joystick, der noch aus Win98-Zeiten stammt). Dazu waren die Karten bereits am Auslieferungstag veraltet, neue Karten kosten natürlich, OpenStreetmap funktioniert natürlich nicht. Wie auch starli geht mir der Radarwarner tierisch auf den Nerv, vor allem, wenn du da in Städten unterwegs bist piepst der ständig (argh).
Der GAU an dem Ding ist aber eindeutig das Bedienkonzept. Man kann hier zwar Karten zoomen, aber die Liste der POIs ist eigentlich lächerlich (und auch hier: Update kostet). Die Wegpunktfunktion funktioniert zwar, aber Wegpunkte hinzufügen ist höllisch kompliziert. Denn: Versteckt ist das unter Routenplanung. Gezeigt wird einem nur die Option, Ziele hinzuzufügen - fährt man dann dort hin, heißts anhalten und durch die Untermenüs hangeln bis man wieder bei der Reiseroute angelangt ist (das geht nämlich nicht übers Schnellmenü). Dann heißts: Ziel als besucht markieren und Navigation neu starten. Worauf erst wieder eine Route berechnet werden muss... Wegpunkte hinzuzufügen geht auch - aber in den Routenoptionen. Als ich das herausgefunden habe, kam mir sofort der Gedanke, dass tomtom die GUI-Designer von Skype abgeworben haben muss; sowas grottenschlechtes habe ich schon lange nicht mehr gesehen gehabt.
Kurzum: IMO wären wir besser gefahren, wenn wir das Navi nicht mitbestellt hätten. Das einzig Gute daran ist, dass es automatisch zwischen Tag- und Nachtfarben umschaltet, wenn man das Licht einschaltet. Wobei das ja dann wieder lustig wird, wenn man das Licht wieder an haben muss, auch wenns hell ist...
Und ganz ehrlich: hätten wir damit nicht die Routen für meine L-Ausbildungsfahrten gemacht, wären wir heut wohl nicht so fit im Umgang mit dem Navi. Unser altes Teil (war ein Medion-Gerät) war von der Bedienung her wesentlich einfacher und besser. Leider gabs keine Karten mehr.
Übrigens funfact: Startet die Route auf einer nicht befestigten Straße, fragt das Navi, ob man solche vermeiden möchte. Wählt man da (logischerweise) nein, kann es passieren, dass man ziemlich interessante Abkürzungen zu sehen bekommt
