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Neue Bahn aufs Jungfraujoch!

TioManolo

Massada (5m)
Salü
habe jetzt gerade im Radio gehört das die Jungfraubahnen eine zweite Erschliessung des Jungfraujochs mit einer neuen Bahn prüfen!

News

05.02.2008
JB prüfen futuristische Projektidee: Ergänz. Schnell-Verbindung auf das Jungfraujoch

Die Jungfraubahn Holding AG will die futuristische Idee einer leistungsfähigen Schnellverbindung auf das Jungfraujoch als Ergänzung der historischen Zahnradbahn prüfen lassen. Eine solche Verbindung würde neue Wachstumsperspektiven eröffnen und die touristische Attraktivität der Jungfrau Region ohne Beeinträchtigung der einmaligen Hochgebirgslandschaft stärken. Eine Machbarkeitsstudie soll nun die Realisierbarkeit dieses Vorhabens aufzeigen. Die weiteren Abklärungen werden in enger Zusammenarbeit mit der Region und den interessierten Verbänden und Organisationen erfolgen.

Die Idee einer ergänzenden Schnell-Erschliessung des Jungfraujochs knüpft an die Tradition des Bahn-Gründers Adolf Guyer-Zeller an, der vor über 100 Jahren eine damals völlig futuristische Vision initiierte. Die geplante Ergänzungserschliessung mit dem weltweit längsten Tunnel-Liftsystem würde eine noch bessere Nutzung des Marktpotentials praktisch ohne Beeinträchtigung der Landschaft ermöglichen.

Die touristische und historische Attraktivität der Zahnradbahn soll dabei gestärkt werden, indem Gäste entweder bei der Berg- oder Talfahrt den Schnell-Lift benutzen können. Durch die erwartete klare Reduktion der Fahrzeiten würde die Reise auf das Jungfraujoch –Top of Europe auch als Halbtagesausflug möglich.

Die Geschäftsleitung der Jungfraubahnen hat nun die Ingenieurunternehmung Bern AG (IUB) mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Diese soll zeigen, ob und wie eine solche neue Tunnelverbindung – zum Beispiel als Schnellaufzug oder Standseilbahn – vom Lauterbrunnental auf das Jungfraujoch realisiert werden kann, ohne dass bisher unberührte Flächen im Hochgebirge tangiert werden. So soll die einmalige Landschaft in und um das UNESCO-Welterbe nicht beeinträchtigt werden.

Bevor eine Realisierung in Angriff genommen werden kann, müssen geologische Gutachten erarbeitet werden und die ganze Anlage mit all ihren Aspekten in enger Zusammenarbeit mit den Behörden, Umweltorganisationen und Landeigentümern geplant werden. Auch die medizinische Verträglichkeit einer raschen Überwindung von 2600 Höhenmetern in einem Schnellaufzug müssen geprüft werden. Bis zum heutigen Zeitpunk ist mit Ausnahme einer groben geologischen und technischen Beurteilung noch keine weitere Planung erfolgt.



Quelle
>>>>>>>> http://www.jungfraubahn.ch/de/desktopdefault.aspx/tabid-1/6_read-6752/
 
Bereits vor dem Bau der Zahnradbahn auf das Jungfrauchoch erhielt Eduard Locher (Erfinder eines bekannten Zahnstangensystems) die Konzession für den Bau einer Luftdruckbahn auf das Jungfraujoch.
Zwei Tunnelröhren sollten gebaut werden, in diesen 50 Personen fassende Kabinen installiert werden und wie bei einer Rohrpost sollten die Kabinen nach oben geschossen werden. "Flugzeit": 15 Minuten. Leider hätte die Sache kein Mensch überlebt - eine der "Bergbahnutopien".
Dresdner
 
Von 800m auf 4000m in 15 Minuten ohne Druckausgleich ist eine extreme Belastung für den Körper. Da wären die Passagiere vermutlich reihenweise umgekippt.

Genau die gleichen Bedenken habe ich auch bei der aktuellen Idee. Ich war bisher zweimal dort oben. Beim ersten Besuch habe ich auf der kleinen Scheidegg eine Stunde Aklimatisationspause gemacht, beim zweiten Mal verzichtete ich darauf. Resultat: Beim zweiten Besuch merkte ich die Höhe stärker als beim ersten! Probleme hatte ich zwar, ausser einer extremen Kurzatmigkeit, auch beim zweiten Mal fast keine. Nur einmal bezwang ich ein Treppe über zwei Stockwerke etwas zu forsch, da wurde mir für circa eine halbe Minute etwas dusselig. Doch bei jedem Besuch sah ich andere Gäste mit grösseren Problemen. Beim ersten Mal rannte ich sogar zu einem der zahlreichen Alarmknöpfen weil vor meinen Augen ein Asiat sich schwer atmend auf eine Bank setzte und gleich darauf zusammenklappte! Zum Glück kam er kurz darauf, noch bevor der Sani eintraff, wieder zu sich. Aber es zeigt doch, dass die grosse Höhe nicht unproblematisch ist. Auch ist der relativ langsame Aufstieg mit der Zahnradbahn für den menschlichen Organismus sicher eine Erleichterung.
 
GMD schrieb:
Von 800m auf 4000m in 15 Minuten ohne Druckausgleich ist eine extreme Belastung für den Körper.
Wenn das mit den 800m stimmen sollte, dann muss die Talstation dieses Shuttles in Lauterbrunnen sein. Grindelwald liegt ja noch ein wenig höher.

Das mit der extremen Belastung kann ich bestätigen. Ich war zwei Mal oben. Das erste Mal 1983 als Touri. Papa hat bezahlt. Morgens mit dem ersten Zug von Grindelwald non stop hoch.
Das zweite Mal dann nur ne Talfahrt. Wir (meine Bruder und mein Papa) waren vorher vom Grimselpass gekommen und noch schnell auf dem Mönch gewesen.
In beiden Fällen kann ich mich sehr gut an viele, ziemliche ekelige, Haufen von Erbrochenem erinnern.
Was mich nur ein wenig wundert. Die o.g. 4000m stimmen ja nicht ganz. Lt. Wikipedia ist das Jungfraujoch "nur" 3471m und die "Sphinx" 3571m.
Die eben beschriebenen Hinterlassenschaften habe ich aber weder im Pitztal (3440m) noch am Klein Matterhorn (3883m) beobachtet. Und hierhin gelangt man wesentlich schneller, als mit der langsamen Jungfraujochbahn.
Ist es der Höhenunterschied? Interlaken - Jungfraujoch sind immerhin fast 3000m.
Oder sind es die wohl im Durchschnitt eher untrainierten Besucher?

Ach ja, falls Ihr meine Meinung zu dem Projekt hören wollt. Ich find die Geschichte ziemlich irrsinnig. Es wird wohl kaum jemand bereit sein, noch mehr Geld für die Bergfahrt zu bezahlen, nur weil es ne Stunde schneller geht. Oder ist es für die Japaner (und vielleicht in Zukunft auch für die reichen Chinesen) von Vorteil, wenn sie im Berner Oberland nicht so lange aufgehalten werden und noch mehr Sehenswürdigkeiten filmen und knipsen können?
 
Bin eher negativ diesem projekt gegenüber. Die Jungfraubahnen sollen besser mal die sauteuren Preise senken als eine neue Bahn planen.
 
War vor Jahren auf dem Jungfraujoch und bin dann vom Bahnhof, Oli`s Höhenangaben sind richtig, noch zur Mönchsjochhütte (3650 m) gestapft.
Hab gar nix gemerkt, bin aber wg. fotografieren auch langsam unterwegs gewesen.

In Zermatt am Kl. Matterhorn (3820 m Station) hab ich, speziell wenn die Gondel im Winter voll war, schon oft was gemerkt. Da haben auch ganz junge Leute Schwächeanfälle bekommen. Sind aber Ausnahmen.

Ich glaube daß das Zermatter Turmprojekt (117m Turmhöhe) zur aufstockung des Kl.Matterhorns a. 4000 m die Jungfraubahnen aktiv werden läßt, da man diese Konkurrenz wohl fürchtet.
 
Als ich 2003 aufm J'joch war, wandelten Inder in Saris und Seidenschühchen da oben aufm Gletscher rum, amerikanische Studenten waren halbtot auf ihrem "Europe in 10 Days" Trip da oben angekommen und ne Gruppe Japaner machten johlend ne Schneeballschlacht - diese Zielgruppen würden wahrscheinlich auch mehr für ne schnellere Fahrt bezahlen.
Ich führ mein Teil bin dagegen. :!:
 
Die erwähnte Rohrpostbahn von Edouard Locher sollte von Lauterbrunnen auf die Jungfrau führen. Das wären dann eben von 800m auf über 4000m.

Auch die heutige Zahnradbahn sollte bis zur Jungfrau führen. Erst als sich die Bauarbeiten viel länger als geplant hinzogen und klar wurde, dass das Geld nie bis zum Gipfel reichen würde, änderte man die Pläne und wählte das Joch als Endpunkt. Deswegen heisst sie ja auch bis heute Jungfraubahn und nicht Jungfraujochbahn!
 
Ich denke auch, dass mit einer schnelleren Bahn viele Leute Probleme mit der Höhe bekommen. Ich war vor Jahren mal oben, quasi ohne Akklimatisierung direkt aus dem Flachland kommend, bei Interlaken übernachtet und dann am nächsten Morgen in 3 h von Wilderswil aus bis auf's Jungfraujoch gefahren. Ich kann mich nicht erinnern, jemals solche Probleme mit der Höhe gehabt zu haben wie an diesem Tag. Und ich bin in der Höhenlage ja auch schon bergsteigerisch unterwegs gewesen, meist völlig problemlos. Man sollte das also nicht unterschätzen.
Im übrigen finde ich, wer da hoch will soll sich auch ein bisschen Zeit dafür nehmen.
 
@k2k: Meine Rede! Wie schon im zugehörigen Umfragetopic erwähnt: Wer auf einem Berg steht, sollte sagen "Guckt mich an, ich bin fit genug, um hier hochzukommen!", nicht "Guckt mich an, ich habe genug Geld, um mich hier raufkarren zu lassen!"
Aber da das Jungfraujoch schon zugebaut ist, sollen sie meinetwegen so viele Lifte rauffahren lassen, wie sie wollen, solange sie die Gletscher und Berge in der Umgebung in Ruhe lassen, insofern finde ich eine Tunnel-SSB sehr gut. Außerdem brauchen Standseilbahnen meiner Einschätzung nach auch weniger Energie als eine Zahnradbahn (Gegengewicht usw.), und wenn man vom Bauaufwand einer Tunnelbahn absieht, macht sie das sinnvoller.
 
Muß ich erhrlich sagen wundert mich direkt, daß als ich auf der Aiguille d Midi war, kein einziger Mensch irgend n Problem hatte. Ich hatte auch schon Bedenken, in guten sag ma 30 Min. ( eine Gondel Pause an der Mittelstation ) von 1030 - 3776 m... das iss noch höher als die Jungfrau, aber etwas weniger als das Kleine Matterhorn. ich hab von Leuten gehört, denen iss schlecht geworden bei der Auffahrt . Die Matterhornbahn hat Sauerstofflaschen. Ich selber war noch net oben. Nur am Schwarzsee.

Andrerseits, Zugspitz, da hab ich die Höhe auch a bisserl bemerkt, von 1000 - 2966 m in 10 Minuten, oben gleich wie daheim die Treppen raugstürzt... oh oh, a bisserl langsamer wär besser...

Aber die Idee mitm Aufzug, ich weiß net, sowas hat ma ganz früher am M.Blanc auch mal überlegt. Das wär ja noch um einiges krasser. Damals hat ma anscheinend gedacht, die Leut halten alles aus. So wie ich als Kind, warum gibts denn keine Seilbahn zum Mt. Everest...

Warum baut ma keine Luftseilbahn, dann sieht ma wenigstens was. Viel Geld für ne reine Tunnelfahrt... da iss mir Seilbahnfahrn viel lieber.

Kann das mit den Höhenproblemen evtl am Wetter liegen ? daß z.B. bei Föhn mehr Leut schwindlig wird, als bei stabilem Herbstwetter ? i hab da ehrlich gsagt wenig Ahnung.
 
Oder ist es für die Japaner (und vielleicht in Zukunft auch für die reichen Chinesen) von Vorteil, wenn sie im Berner Oberland nicht so lange aufgehalten werden und noch mehr Sehenswürdigkeiten filmen und knipsen können?

imho Bingo!

Anscheinend ist das Jungfraujoch ein beliebter Punkt bei der Europa Reise.

Allerdings nimmt das halt den ganzen Tag in Anspruch - das rauf und runterfahren dauert halt schon ganz schön lange.

Wenn die Rauf mit dem Zug und runter mit der neuen Bahn fahren würden sind das bestimmt 2H Zeitersparnis. Und dann könnte man bestimmt für eine Hin und Rückfahrt ab Lauterbrunnen 150 statt 100€ verlangen.
 
Wegen der hohen Preise war ich noch nie auf dem Jungfraujoch. Mir sind auch die 50 Franken Anschlussgebühr auf die Skikarte zu hoch, nur um einmal kurz die Aussicht zu Geniessen.
Dass die Preise so hoch sind, kann ich aus marktwirtschaftlicher Sicht nachvollziehen, da jeder wahrscheinlich nur einmal aufs Jungfraujoch fährt. Trotz der hohen Preise bestehen ja anscheinend schon fast Kapazitätsengpässe.
Viel lieber sehen würde ich es, wenn für das Geld ein Gletscherskigebiet erschlossen würde. Damit würde Grindelwald an zu den anderen Top-Ressourts wie Zermatt und Chamonix aufschliessen können. Aus fast der ganzen Schweiz und aus Deutschland wären Tagesausflüge in ein Gletscherskigebiet möglich.
Auch für die Dauergäste würde die Jungfrauregion deutlich aufgewertet. Es gäbe eine 100% Garantie auf Schnee und im Winter auch auf Pulverschnee. In Zeiten des Klimawandels ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
 
Viel lieber sehen würde ich es, wenn für das Geld ein Gletscherskigebiet erschlossen würde.
Nur in diesem Fall müsste sich die Region entweder für das Gletscherskigebiet oder für die UNESCO entscheiden. Beides können sie nicht haben.
 
Sollen sie doch die Preise erhöhen. Ich habe kein Interesse an einer Bahnfahrt. Und je teurer es ist, desto lauter lache ich die Touris aus, wenn ich mir in ein paar Jahren den Traum erfülle, zu Fuß / per Kletterroute da raufzugehen. Bis dahin fehlt aber noch Erfahrung und Training.
 
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