swuerrer schrieb:
Preislich dachte ich an 60-120 €.
Also in dieser Preisklasse gibt's ja schon genug Möglichkeiten ein passendes Modell zu finden.
Doppelscheibe, UV-Schutz (auf UV400-Zeichen achten) und Anti-Fog sollten da schon Standard sein. Auch helmtauglich sind inzwischen die meisten Brillen in diesem Preissegment; aber
Achtung: helmtauglich, heißt nicht, dass die Brille auch zu Deinem Helm paßt.
Deshalb ist ganz wichtig, dass Du Deinen Helm, wie missyd schon schrieb, zum Brillenkauf mitnimmst. Eine Brille, die perfekt zum Helm passt, erkennt man beim Anprobieren eigentlich ganz leicht. Zum einen sollte zwischen Brillenpolster und Helmrand an der Stirn kein Spalt mehr frei sein, sonst kann es gerade bei kalter Witterung sehr ungemütlich werden. Oftmals ist das Brillenpolster zu diesem Zweck etwas hochgezogen, damit es mit dem Helm noch gut abschließt, aber zwischen Helmschale und Brillenrahmen noch genug Platz für die Belüftung läßt (andernfalls nützt Dir nämlich auch eine Anti-Fog Beschichtung wenig). Bei manchen Modellen (z.B.: UVEX) hat man auf der Oberseite des Brillenpolsters Abstandshalter aus Kunststoff, die den optimalen Helm-Brillen-Abstand vorgeben; andere Hersteller verlegen die Belüftung teilweise oder ganz nach vorne (in Fahrtrichtung), damit immer genug Luft hinter das Glas kommt. Je nach Empfindlichkeit kann das aber manchmal etwas zugig wirken. Meine Empfehlung wäre daher eine Kombination aus beidem.
Ein weiteres Kriterium für die Helmtauglichkeit einer Skibrille ist die seitliche Befestigung des Kopfbandes. Die Brille sollte in keinem Fall zu breit sein und an den Earpads aufliegen (zu schmal sollte sie wegen des dann eingeschränkten Sichtfeldes aber auch nicht sein), außerdem ist es wichtig, dass das Band entweder nach vorne aus dem Brillenrahmen herausgeführt wird, oder an beweglichen Bügeln fixiert ist, so dass es sauber um den Helm herumgeführt wird, ohne die Brille auseinander zu ziehen.
Deine Frage zu den Wechselscheiben sehe ich allerdings ein bißchen skeptisch. Zwar lassen sich bei den meisten Brillen inzwischen die Gläser austauschen, mit einem Wechselglas, wie man es von "normalen" Sportbrillen kennt, hat das aber nach meiner Erfahrung eher weniger zu tun. Die Gläser sitzen in der Regel in kleinen Kunststoffnasen am Rahmen. Ein häufiges Wechseln im Sinne von "morgens Nebel, mittags Sonne" kann da schnell zum Ausleihern führen, wobei ein vorsichtiger Wechsel die Lebensdauer natürlich entsprechend eher verlängert, als ein übermotiviertes Herausreißen.
Meine persönliche Empfehlung als jemand der immer mit "Schneebrille" (und Helm) fährt geht daher eher zu einem Glas, mit dem man für alle Verhältnisse gut gerüstet ist. Das kann, wie bei mir ein klassisches Orange mit leichter Silberverspiegelung sein, oder aber auch ein selbsttönendes Glas, das sich in Maßen den wechselnden Lichtverhältnissen anpasst. Ein Patentrezept für die Glasfarbe gibt's allerdings nicht, weil jeder ein anderes Farbempfinden und eine andere Blendempfindlichkeit hat.
Viel Grüße
André