Durchfahrtsrecht in den Wennerberg für die Hochzeiger Bergbahnen
Am 28. März traf sich der Ausschuss der Agrargemeinschaft Wald. Obmann Daniel Schwarz, Josef Krabichler, Leopold Raggl, Hubert Raggl, Herbert Stocker und Andreas Gabl vergeben einstimmig ein Durchfahrtsrecht in den Wennerberg für die Hochzeiger Bergbahnen - und lassen sich das versilbern. Während der zweijährigen Bauphase bei der geplanten Skigebiets-Erweiterung zahlen die Bergbahnen 40.000 Euro jährlich, später 3500 Euro pro Jahr - sofern heuer noch begonnen wird.
Der Beschluss sorgt für Empörung. Der Grund: Anfang Februar fand die Vollversammlung der Agrargemeinschaft statt. Mit keinem Ton wurde dort dieser Deal erwähnt - auch wenn er in den Grundzügen schon bekannt war. Das bestätigt auch Obmann Daniel Schwarz: "Es gab ein zeitliches Problem, das Thema noch auf die Tagesordnung zu bringen."
Aber bereits wenige Tage nach der Vollversammlung traf sich der Ausschuss wieder - auch wegen dem Durchfahrtsrecht. Dabei glauben manche, dass diese "heiße Kartoffel" doch eher eine Vollversammlung zu entscheiden hätte.
Nicht so Schwarz: "Ich habe mich dann informiert, der Ausschuss kann diese Entscheidung alleine treffen." Genau das passierte dann in einer zweiten Ausschuss-Sitzung am 28. März.
Hat der Ausschuss in dieser heiklen Sache die Mitglieder in der Vollversammlung dumm sterben lassen? Schwarz lässt diesen Vorwurf nicht gelten. "Jeder kennt doch dieses Projekt. Es hätte bei der Versammlung jeder fragen können, was los ist", spielt er den Ball zurück und wundert sich, "dass ich Kritik immer aus zweiter Hand erfahre. Man kann ja auch direkt mit mir reden."
Schwarz verweist zudem darauf, dass jedes Mitglied einen Einspruch machen kann. "Das ist bis jetzt aber nicht passiert", erklärt er.
Doch das wird sich ändern. Zumindest drei Einsprüche sollen bereits auf dem Postweg sein. "Der übliche Weg ist, dass die Einsprüche mit einer Stellungnahme des Obmannes der Agrarbehörde übermittelt werden", erklärt Peter Raggl von der Bezirkslandwirtschaftskammer. "Allerdings gibt es keinen rechtlichen Anspruch auf eine agrarbehördliche Verfügung."
Von einem Wahnsinn für Wald spricht indessen Edith Pfausler, Aktivistin gegen die Wennerbergerschließung. "Der ganze Baustellenverkehr wird einfach durch unseren Ort geschleust. Das ist nicht zu akzeptieren, dagegen werden wir uns mit allen Mitteln wehren", ruft sie zum Widerstand auf.