Salzprinz schrieb:
Was an dem Argument einer Talabfahrt schwachsinnig sein soll, erschließt sich mir nicht ganz. Eine lange Talabfahrt ist für viele Skifahrer der Grund für den Besuch eines Skigebiets
Nur wenn man halt einen Großteil der Talabfahrt vergessen kann, dann nützen einem die lange Talabfahrt nix. Und nachdem die Talabfahrt die einzige Piste auf dem ganzen Berg ist...
im Bereich über 800 m ist die Abfahrt aber mindestens so attraktiv wie z.B. eine Grubersunkabfahrt am Feuerkogel.
Und das bedeutet, dass viele Höhenmeter ziemlich unattraktiv sind. Und damit hat man eben ein Proble. Wenn die Katrin eine attraktive Abfahrt hätte, würde sie auch nicht an den Problemen laboriert, an welchen sie teilweise laboriert. Sie ist kein typischer Schiberg und eine Attraktivierung wäre nur mit viel Geld und Gewalt (Sprengen) möglich.
Deine Negativ-Sicht bezüglich Katrin kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Vergleiche mal die Katrin mit anderen 2-Lift-Schigebieten. Wo sonst hast du eine 1000hm Abfahrt? Ich finde die Abfahrt insgesamt nicht unattraktiv. Und sicher auch nicht gefährlicher als sonst wo.
Sei mir nicht böse, 1000 Höhenmeter Abfahrt schön und gut, aber wenn sich die Abfahrt gefühlte 500 Höheneter im Hohlweg serpentinenähnlich sich den Berg runterschlängeln, dann ist das Schifahrerisch uninteressant. Mehr als einmal am Tag brauchte ich das nicht (und offensichtlich nicht nur ich).
In meinem Bekanntenkreis - wie auch ich - meiden die meisten den Feuerkogel, weil es keine vernünftige Talabfahrt gibt und man nicht mit der Gondel vom Gipfel ins Tal fahren will.
Ich finde das irgendwie lustig, dass sich alle hier an die Talabfahrt klammern. Eine Talabfahrt ist nicht alles! Lieber ordentliche Pisten am Berg und dann mit der Gondel runter, als einen Schiberg, der nur eine Talabfahrt hat, die im unteren Teil nichts zu bieten hat.
Unbestritten scheint mir jedoch die Bedeutung der Katrin auch im Winter (der Sommerbetrieb ist ja vorerst nicht in Frage gestellt) zur Bereicherung des Angebots für Touristen und natürlich auch für Einheimische (wovon viele selbst Schuld sind am Sterben der Seilbahn, wenn Sie die Katrin lieber für Touren benutzen, Anm.) - im Gegensatz zum Grünberg, der im Winter aufgrund seiner Höhenlage völlig bedeutungslos ist.
Ja wenn die Katrin und ihre Seilbahn eine derart große Bedeutung für den Wintertourismus in Ischl hat, warum schreibt die Bahn dann rote Zahlen? Schlussfolgerung: für den Wintertourismus (Kurtourismus!!!) in Ischl bedeutungslos.
Da man die Katrinseilbahn auf kurz oder lang ohnehin erneuern muss, würde ich - mit Untersützung des Landes -einen Neubau mit neuer Trassenführung und Mittelstation bei gleichzeitiger Stilllegung des Sessellifts für sinnvoll halten - damit würde sowohl der Winter- als auch der Sommerbetrieb profitieren sowie die Betriebskosten gesenkt werden. Von dieser einmaligen Investition würde man lange profitieren.
Kirchturmhorizontpolitik.... Wenn du jetzt eine neue Bahn baust, bedeutet das nicht, dass du aus den roten Zahlen rauskommst. Du wurstelst weiter wie vorher. Und in 20 Jahren (nach etlichen weiteren Jahren mit roten Zahlen) ist die neue Bahn auch alt und die Diskussion geht wieder von Vorne los. Das kann keine Lösung des eigentlichen Problems sein.
Und warum soll unbedingt das Land da überall mittun müssen? Warum muss immer der Steuerzahler draufzahlen? Wenn die Katrin der Bevölkerung derart wichtig ist, dann sollen die Verantwortlichen über ein PPP nachdenken, und nicht wieder das Land Oberösterreich in die Pflicht nehmen.
Aber eines ist schon klar. Die Katrin wird nie wirklich Schiurlauber anziehen. Das würde so oder so immer ein Gebiet für die locals bleiben.
Eben. Einzugsgebiet Bad Ischl und Umgebung ist für einen kostendeckenden Betrieb offenbar zu wenig. Und wenn es sich nicht rechnet, dann muss man daraus die Konsequenzen ziehen. Und die sind imo. völlig korrekt, den Winterbetrieb in Frage zu stellen.
MFG Dachtein