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Gletscher-Ausbaupläne: Finale im Herbst
Frühestens im Herbst können die Pitz- und Kaunertaler ihre konkreten Erweiterungsprojekte einreichen. Die AK läuft dagegen Sturm.
INNSBRUCK (nie). Sowohl die Pitz- als auch die Kaunertaler wollen ihre Gletscherskigebiete erweitern. Während im Kaunertal eine Seilbahn auf die Weißseespitze entstehen soll, haben die Pitztaler für eine zusätzliche Seilbahn den Linken Fernerkogel im Visier. Eingereichte Projekte gebe es aber vorerst noch nicht, bestätigt Naturschutzlandesrätin Anna Hosp (ÖVP).
Bis vor kurzem konnten Antragsteller, Grundeigentümer, etc. beim Land ihre Stellungnahmen abgeben. Konkret gehe es in beiden Fällen um die Erweiterung der Skiflächen und der Schutzzonen. Wie aus Hosps Büro zu erfahren war, sei die Einreichfrist bereits abgelaufen. Nun würden die Stellungnahmen auf ihre Berechtigung überprüft und mögliche Änderungen eingearbeitet.
Nach der Sommerpause wird sich die Landesregierung schließlich mit den Erweitungsplänen befassen und eine Schutzgebietsverordnung erlassen.
Erst dann können die konkreten Liftprojekte eingereicht werden. In Form eines Einzelbewilligungsverfahrens werden die gewünschten Skigebietserweiterungen überprüft.
Beseitigt seien indes auch die Unstimmigkeiten mit den Pitztalern über das Ausmaß der erschließbaren Gletscherfläche. "Wir sind uns einig, dass aus Sicht des Naturschutzes maximal 250 Hektar für Erweiterungen zur Verfügung gestellt werden können", sagt Hosp.
Den Ausbauplänen nichts abgewinnen kann AK-Präsident Fritz Dinkhauser. "Die Gletscher gehören nicht den Gletscherbaronen und Liftkaisern, sondern allen Tirolern", poltert er.
Das Land sei gefordert, ein regionales Programm für das Pitz- und Kaunertal zu entwickeln. Es gehe nicht an, sich nur auf den Winterfremdenverkehr zu konzentrieren. Von einer Gletschererschließung profitiere primär nur die Seilbahnwirtschaft.
Dinkhauser verlangt eine "bessere wirtschaftliche Vielfalt", damit die Erwerbschancen der Bevölkerung verbessert werden könnten. Ob der schlechten Joblage würden 80% der Talbewohner auspendeln. Einpendeln würden hingegen nur noch "Billiglohn-Empfänger aus der ehemaligen DDR".
2004-07-13 18:21:39
, in http://tirol.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=6&id=330924 zu lesen:Nanu, jetzt ist Stubai auf einmal wieder dabei - die meiste Zeit wird ja nur von Kauner- und Pitztal gesprochen. Falls damit Daunscharte gemeint ist - die kann man ja kaum noch als Gletschererschliessung bezeichnenGegen Ausbau der Skigebiete am Gletscher
Die nationale Vertretung der internationalen Alpenschutzkommission - CIPRA-Österreich protestiert gegen Pläne des Tiroler Landtags zum Ausbau der Gletscherskigebiete im Pitz-, Kauner- und Stubaital.
Das will ich auch stark hoffen"Negative Vorbildfunktion"
Mit der Tiroler Novellierung des Gletscherschutzes sei ein Präzedenzfall geschaffen worden, der den gesamten hochalpinen Raum betreffe, glaubt die CIPRA. Sie befürchtet, dass die Aufweichung des Gletscherschutzes in Tirol international Nachahmer finden könnte.
:einen gletscher kann man nicht zerstören!
milton, vor einem Tag, 3h 40min
Ein gletscher ist nur ein dummer eisklotz. Ob auf ihm ein paar leute herumwedeln tut niemanden weg.
Ein gletscher ist nur ein dummer eisklotz
Bald wird man überall hinfahren können, nur wird es sich nicht mehr lohnen dort anzukommen. (Konrad Lorenz)
Naja, gar nicht soo falsch - den Gedanken kriege ich oft (z. B. wenn ich morgens in den Spiegel schaue"der Mensch ist ein dummer Zellhaufen"
den Gedanken kriege ich oft (z. B. wenn ich morgens in den Spiegel schaue ) ...

miki schrieb:Apropos Konrad Lorenz, von dem habe ich so meine Meinung, halte aber lieber mein Grossmaul weil
@starli: Ich wart' ja nur drauf, dass im Kaunertal der Vollausbau kommt, und die sich dann aufführen, wie jetzt die Stubaier. Denn dann ist für dich wieder nix mit Skifahren.
"Danke! Wir möchten Ihnen danken, dass der AV sich derzeit so vehement gegen die Erschließung des Weißseeferners [sic!] zur Wehr setzt. Ob es etwas nützt, das wagen wir zu bezweifeln. Hier vor Ort herrschen leider andere Gesetze und das Denken ist Glückssache. Nur der momentane Geldfluss für einige Wenige ist interessant. Die Nachbargemeinden, wie unser Kauns haben mit und ohne Gletschererschließung keine Perspektiven was Arbeitsplätze angeht. Wenn es Ihnen gelingt, die Verfahren hinauszuzögern, bevor alles kaputtgemacht wird, dann könnte das Wunder passieren, dass alles doch noch überlegt wird. Freundliche Grüße an alle, die mit uns für den Erhalt der Weißseespitze kämpfen wollen!" H. und B. Wille, Kauns
Laut DAV stand übrigens schon im Mai die ersten Bagger auf der Weißseespitze (mit Photo).
Tyrolens schrieb:@starli: Ich wart' ja nur drauf, dass im Kaunertal der Vollausbau kommt, und die sich dann aufführen, wie jetzt die Stubaier. Denn dann ist für dich wieder nix mit Skifahren.![]()
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starli schrieb:trinc: Was ich so bisher aus Frankreich gehört hab, ist das ja oft so, daß großen Konzernen Lifte, Restaurants und Hotels gehören ....
.. also die Struktur ist da in Tirol schon noch ein bissl anders.....
Was wollen die Kaunertaler dann? Industriegebiete mit rauchenden Schloten? Riesige Holzverarbeitungsbetriebe wie im Zillertal, die im Winter täglich für Nebel sorgen?
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