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Neues am Kaunertaler Gletscher

@ HBB: Der Snowboardmarkt schrumpft sich gerade gesund. Viele Wandern in den Freeskierbereich ab. Das tut auch gut, wenn ich mir anschau, was Burton + Co tw. für eine Menge Kohle für Billigschrott verlangen nur weil das Burtonlogo drauf ist.

Sogesehen wird der Snowboardsport nur noch eine Nischensportart werden. Zumindest solange bis die Freeskier Out sind und das Boarden wieder In wird.

Sogesehen verseh ich trotzdem ned, warum am Kaunertaler dermassen viel Boarder sind. In Tux gibts nen riesen Park und die Anfahrt ist wesentlich kürzer.
 
Gründer schrieb:
Funpark zieht immer. Sah man im Frühjahr am Stubaier, die neuerdings oder seit wenigen Jahren am Gaiskar so einen riesigen Funpark haben.

Zudem haben die Hintertuxer ja im Sommer ihren Funpark größtenteils oder tw. komplett geschlossen. Da wär am Geptasch was drin. Und verglichen mit Dachstein wäre das Angebot am Gepatsch zig mal besser :)
 
Man kann den Umweltbehörden wirklich keinen Vorwurf machen, dass sie hier auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung drängen.

Wie die Kaunertaler Gletscherbahnen auf die Idee kommen konnten, sich ohne eine solche durchzumogeln, nur weil man keine Stütze braucht, ist mir sowieso schleierhaft. Das ist schon eher dreist...

Auch nimmt das bloße Erfordernis der UVP das Ergebnis ja noch nicht vorweg. Allerdings, die Kaunertaler werden schon wissen, warum sie's lieber ohne probieren wollten... ;-)
Man denke nur an die Stollenbahn von Sportgastein aufs Schareck, die hätte man nicht einmal sehen können.


Ich meine aber, dass sich die Skigebietsbetreiber ohnehin umorientieren müssen. Sommerski ist weitestgehend passé. Mit der Klimaerwärmung geht der Trend m.E. weniger in die Höhe, als vielmehr zur technischen Schneeerzeugung. Oft sind auch die natürlichen Skibedingungen zwischen 1.500 und 2.000 Metern besser als weiter oben, wo der Untergrund felsiger ist und der Wind den Schnee wegweht. Die Winterberger zeigen, wie man sozusagen auf Meereshöhe - Klima in, Klima her - anständige Skibedinungen schaffen kann. Das hätte doch in den neunziger Jahren keiner gedacht, dass man heute in NRW noch skifahren kann... mit kuppelbaren Sesselbahnen und Funpark....

Björn
 
Ich sehe schon... wenig freestyle begeisterte hier. :mrgreen:

Eine Frage hätte ich noch: Ihr sagt Die Kaunertaler und Pitztaler Gletscherbahnen seien das gleiche Unternehmen, tatsächlich sind beide Bergbahnen eigenständige Unternehmen. Wer ist dann der Mutterkonzern? und welche Skigebiete gehören noch zu diesem Mutterkonzern?
 
starli schrieb:
Gründer schrieb:
Funpark zieht immer. Sah man im Frühjahr am Stubaier, die neuerdings oder seit wenigen Jahren am Gaiskar so einen riesigen Funpark haben.

Zudem haben die Hintertuxer ja im Sommer ihren Funpark größtenteils oder tw. komplett geschlossen. Da wär am Geptasch was drin. Und verglichen mit Dachstein wäre das Angebot am Gepatsch zig mal besser :)

Dem stimme ich komplett zu! Sowas fehlt uns einfach, die Rennsuperhelden bekommen ja auch ihre eigenen Pisten.. Ich denke schon das man damit gut Geld machen könnte, grade weil man im Sommer fast keine Konkurrenz hat (nur Dachstein oder Tux teilweise..), die Nachfrage aber immer steigt.

Af schrieb:
Das tut auch gut, wenn ich mir anschau, was Burton + Co tw. für eine Menge Kohle für Billigschrott verlangen nur weil das Burtonlogo drauf ist.


Das belegst du wie? Also ich bin zum Beispiel mit Burton Handschuhen sehr zufrieden, obwohl ich andere billiger oder kostenlos bekommen würde. Es ist nicht alles schlecht was nicht zum Mainstream gehört (zugegeben, Burton ist schon fast für die breite masse da..)
 
Wenn man etwas tiefer in die Snowboard-Materie einsteigt, erkennt man klar den Trend weg von Burton, hin zu "angesagteren" Firmen, die sich im "Core"-Bereich positioniert haben. Diese Firmen sind meist klein und leben einen nachhaltigen Lifestyle vor. Viele professionelle Snowboarder ziehen ihre eigenen Firmen auf, diese müssen dann auch keinen Wasserkopf an Verwaltung ernähren, sondern lediglich eine handvoll Personen. Burton ist ganz klar für die Masse, einige Produkte mögen auch garnicht so schlecht sein, preise sind mit denen anderer "Markenbekleidung" weitestgehend identisch. Ich bin gewiss kein Burton-Fan, aber ohne diese Firma wäre der Sport nicht dort wo er heute ist. Ob sich diese kleinen Firmen am Markt halten können wird sich zeigen.

@ Skimax: Die Rennsuperhelden mieten ja auch ihre pisten. Weiß jemand zufällig wieviel die Rennsportler dafür bezahlen?
Tux wird meines Wissens garnicht richtig geshaped im Sommer. Aber ein Blick nach Les Deux Alpes zeigt was im sommer möglich ist... :mrgreen: Da können alle anderen Gletschergebiete einpacken. :D
 
@ Burton: Klar gibts bei denen auch viele qualitative gute Waren. Aber leider auch sehr viel Schrott auf dem nur das Logo gepappt wird. U.a. berichteten Bekannte von mir über kapuute Stiefel nach 2-3 mal fahren, zerissene neue Jacken, undichte Handschuhe etc.... und Die Leute gehen mit ihrem Zeugs aber vorsichtig um. Andererseits hat ein anderer Kumpel von mir ne Burton Kombi incl. Weste+Jacke, die mittlerweile kanpp 10 Jahre alt ist und noch gut hält...

@ Parks: Tux würde den Park sofort aufmachen, wenn man damit Gewinn einfahren würde. Aber das allabendliche Shapen wird eben nicht wirklich günstig sein, und die Kosten der Parkbesucher wohl nicht zur Deckung der Ausgaben reichen. Ausserdem ist die Gästeanzahl im Park im Sommer doch sehr gering. (zumindest die letzten Male als ich im Frühjahr in Tux war)

@ Pitztal + Kaunertal: Würde mich jetzt auch mal genau interessieren. Dachte der Betreiber des Pitztaler Gletschers hat den Betrieber des Kaunertalers aufgekauft.
 
Danke! :)
Gibt es in Österreich eine Veröffentlichungspflicht für GmbH? Mich würden mal die Jahresberichte interessieren...
 
Gründer schrieb:
Danke! :)
Gibt es in Österreich eine Veröffentlichungspflicht für GmbH? Mich würden mal die Jahresberichte interessieren...

ja, und diese müssen auch laut EU-Richtlinie elektronisch veröffentlicht werden. Leider für Ö kostenflichtig auf www.handelsregister.at. In D ist es kostenlos.

Grüße,
Markman
 
@Gründer
Wenn Du Dich für die Thematik interessierst, bitte: Offenlegungspflicht von Jahresabschlüssen :biggrin:
Wie das elektronisch einsehbar ist, hat ja markman schon geschrieben.
Ansonsten ist der Jahresabschluss beim zuständigen Firmenbuchgericht (=Handelsregistergericht) einsehbar. Kannst da ja mal hinmarschieren und Dich schlau machen.


Skimax schrieb:
Ich denke schon das man damit gut Geld machen könnte, grade weil man im Sommer fast keine Konkurrenz hat (nur Dachstein oder Tux teilweise..), die Nachfrage aber immer steigt.
Das halte ich für eine gewagte These; wo soll denn bitte die Nachfrage steigen? Die Zahl der Boarder ist doch in den letzten Jahren exorbitant geschrumpft. Natürlich ist Freestyle ein aktueller Trend, aber lange nicht so populär, um die Boarderzahlen von Ende der 90er zu erreichen. Ich würde also eher meinen, die Nachfrage schrumpft - und das ganz gewaltig.
 
Ich bin kein BWLer, aber so wie ich die neueste erhältliche Bilanz (Jahresabschluss per 31.08.2009) lese, weist man ein Minus vor Steuern von knapp 870.000 Euro auf, im Jahr davor etwa die Hälfte. Nur dank Steuergutschrift und eines Gewinn-/Verlustvortrags aus dem Vorjahr von ca. 3,6 Mio. kommt man am Ende auf einen Bilanzgewinn von ca. 3 Mio. Und nein, ich werde das PDF hier nicht veröffentlichen.
 
Af schrieb:
@ Parks: Tux würde den Park sofort aufmachen, wenn man damit Gewinn einfahren würde.
Ich vermute andere Gründe ... Gletscher(spalten), Sicherheit, Einstieg am SL ... könnte auch alles der Grund sein.

Hat jedenfalls den Vorteil, dass man am Olperer nur noch selten Wartezeit hat, wenn der (große) Park mal zu ist. Weil eben weniger Leute dort sind.
 
Wenn (angeblich) im Sommer eine so große Nachfrage herrschen würde, wie von einigen Usern hier suggeriert, dann ist es aber überraschend, dass die unmittelbaren Nachbarn im Pitztal seit bald 20 Jahren im Sommer ihre Panoramabahn ohne Skifahrer betreiben und die Söldener Kollegen, denen man ja nicht ein wenig geschäftstüchtiges Gebaren nachsagen kann, vor einigen Jahren damit aufgehört haben. Schneemäßig könnten m.A. beide Gebiete einen Snowpark im Sommer betreiben, wenn das gewünscht wäre.
 
Kein "normaler" Skifahrer geht im Sommer skilaufen, das ist einfach out!
Mit normal mein ich die Skifahrer/Snowboarder, die im Winter mal 1-2 Wochen Ski/Snwoboard-"Urlaub" machen.

Burton ist die größte Marke, und ja bei anderen Herstellern bekommt man das gleiche für weniger Geld, aber Burton so krass ins Aus zu schieben, halte ich für sehr unangebracht.

SommerPark: Les2Alpes hat nen riesen Park mit diversen SummerCamps und da brennt immer die Bude (leider noch nie da gewesen). Dachstein kann im Juli au nimmer viel da nur auf 2700m.
Ein Park zwischen 3400 und 3500m im Kaunertal wäre klasse (aus meiner Sicht).
z.B. nen paar jungs und ich wollten dieses We ins Schnalstal, die haben bis zum Juli nen guten park, aber das Wetter spielt leider nicht mit. Da ich es nicht einsehe über 50€ für 2 Tage zu bezahlen, wenn nicht wikrlich gutes Wetter ist und man nur von 8-13 Uhr fahren kann.
Und genau da liegt das Problem. Ich zahle 364€ von Oktober-Mai, will ich jetzt im Juni oder Juli fahren, bezahle ich für 2 Tage mindestens 50€ (an Zermatt gar nicht zu denken). Wenn ich allerdings 500€ im Jahr zahlen würde und das GANZE Jahr im Kaunertal nen Park vorfinden kann im Sommer kleiner als im Winter, wäre das deutlich atraktiver!
Aber genau da liegt auch wieder das Problem an den Saisonkarten verdient das Gebiet nicht viel...aber vielleicht könnte man sich für den Park große Sponsoren RedBull,Burton,... an Land ziehen. Oder extra Sommer-Saisonkarten, die im Anschluß an Tirol und Allgäuer karte gelten.

Vor letztes Mai Wochenende im kaunertal hat man gesehen, dass 100 Rennläufer da waren. 100 Freestyler, davon mind. 50% mit Saisonkarte und 10 Touris.

Wenn im Sommer Skilauf, dann nur über Freestyler, was anderes geht nicht und wenn man das richtig anpackt (Camps, Side-Events im Tal, günstige Packages (die leute brauchen meißt nur nen Zelt...)) dann rechnet sich es und nur dann !
 
Powderjunky schrieb:
Kein "normaler" Skifahrer geht im Sommer skilaufen, das ist einfach out!
Mit normal mein ich die Skifahrer/Snowboarder, die im Winter mal 1-2 Wochen Ski/Snwoboard-"Urlaub" machen.

sehe ich anders. Der Großteil der 1-2 Wochen Ski/Snowboard-Urlauber weiß gar nicht, dass z.B. der Hintertuxer Gletscher ganzjährig geöffnet ist. Die wissen gar nicht, das es Sommerschi überhaupt gibt. Es ist alle eine Frage der Vermarktung. Beispiel: Ein Kunde von mir fährt extra in Tuxertal, weil der HSV dort irgend ein bescheuertes Trainingslager macht. Er übernachtet in Landersbach. Als er mir das zufällig erzählte, meinte ich, er solle sein Ski mitnehmen. Der schaute mich recht verdutzt an, weil er bis dato nicht wusste, was dort möglich ist. Nun fährt er mit Fußballtrikot und Ski ins Tuxertal, ein Skifahrer mehr.

Gruß,
Markman
 
Ich möchte Powderjunkie in allen Punkten zustimmen!
Les2Alpes ist einfach unglaublich! :D ein Traum für jeden Parkinteressierten Schneesportler! :) Vormittags bei 12°C durch den Park cruisen und nachmittags bei 27°C im Freibad brutzeln! 8)

Für das Basecamp in Sölden oder das Gap1328-Camp auf der Zugspitze bin ich leider zu jung, das waren noch zeiten... :mrgreen: Jedoch hatte das GapCamp sehr viel Zulauf, musste aufgrund des schneemangels leider schließen. Sölden hatte meines erinnerns auch Umweltaspekte als Grund der Schließung genannt.

Dass die Gletschergebiete der Alpen im Sommer außer den Rennsportlern nahezu keine Gäste haben liegt meiner Meinung nach am falschen Angebot und an der fehlenden Vermarktung. In Zermatt und Saas-Fee liegt es dazu noch am hohen Preisniveau. Ich glaube man sieht das Potential einfach nicht und weiß gleichzeitig auch nicht wie man es ausschöpfen kann. Früher dachte auch niemand, dass Snowparks mal eine signifikate Anzahl Besucher in ein Wintersportgebiet locken.
Man wird keine zig Millionen damit verdienen, aber ein rentabler Betrieb sollte möglich sein.
 
Emilius3557 schrieb:
Schneemäßig könnten m.A. beide Gebiete einen Snowpark im Sommer betreiben, wenn das gewünscht wäre.
Beide Gebiete haben allerdings extreme Spaltenprobleme, dass das eben leider nicht so einfach möglich ist. Ok, ich sag nicht, dass am Olperer keine Spalten sind. Und ok, im letzten Sommerbetriebsjahr war am Park am Rettenbachferner auch nicht viel los.

Ok, ich hab keine Ahnung, welche Spalten es am Gepatsch gäbe.
 
Beide Gebiete haben allerdings extreme Spaltenprobleme, dass das eben leider nicht so einfach möglich ist

Mag sein, aber wenn gewünscht, sollte es klappen. Anfang September können die Pitztaler ja auch den Brunnkogelsteilhang (zwar mit großem Aufwand) wieder als Piste herrichten. Warum sollte es dann im Juli oder August nicht möglich sein? Mehr Schnee liegt zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht.

In Sölden könnte man das im oberen Bereich Tiefenbachferner veranstalten. Neuer (improvisierter) Mitteleinstieg am SL Mutkogl, oder eine Renaissance des SL Tiefenbachkogl... Egal, das ist OT und (vergangenheitsbezogene) Utopie.

Eine reine Ausflugsbahn auf die Weißseespitze würde zwar die Attraktivität des Kaunertals heben (Publicity, z.T. negative wahrscheinlich...), die Gegend ist aber trotzdem zu abgelegen um von den typischen Strömen zahlungskräftiger Hochgebirgstouristen à la Jungfraujoch, Aiguille du Midi, Kleinmatterhorn oder Titlis aufgesucht zu werden. Die viel schwächere Ausprägung dieser Klientel in Österreich im Vergleich zur Schweiz haben wir ja bereits in einem anderen Topic diskutiert. Ich würde sagen, das Panorama Weißseespitze ist besser als Hinterer Brunnkogel oder Innere Schwarze Schneid und auch als Schaufeljoch im Stubai, ob es jedoch die deutlich weitere Anfahrt für signifikante Gästegruppen aufwiegt? Zumal ansonsten dort oben nichts oder nicht viel geboten wäre (kein Restaurant etc.). Und dies zu einer Zeit in der uns die Tourismusforschung berichtet, dass mit reiner, uninszenierter Natur nicht mehr viele Leute hinter dem Ofen hervorzulocken seien und sehr viele Bergstationen entsprechend erweitert/umgestaltet/attraktiviert werden.
Bezüglich der Eigentümerstruktur würden die Pitztaler Betreiber auf jeden Fall ihren eigenen sommerlichen Ausflugsverkehr kannibalisieren.
 
M.E. könnte die Attraktivität einer derartigen Ausflugsbahn durchaus die der Zugspitze oder der Großglockner-Straße entsprechend. Ich hab keine Ahnung, wie es der Großglockner-Straße touristisch geht, aber ich denke nicht schlecht. Und am Kaunertaler hätte man ähnliches, eine Hochgebirgsstraße (die vermutlich sogar höher ist) und eine Gondelbahn in Gletscherregionen, bei der man vmtl. sogar mehr Gletscher sehen kann als von der Großglocknerstraße (? Ich kenn weder Gepatsch noch Großglocknerstraße, daher das "vermutlich" jeweils). Natürlich nicht von heute auf morgen, das braucht 10-20 Jahre, bis sich das herum gesprochen hat.
 
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