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Neues am Kaunertaler Gletscher

ski-chrigel schrieb:
Naja. Die Zufahrt von Norden her ist ja für die Zukunft nicht gesichert. Da würde ich auch auf eine Erschliessung von Süden her setzen... Und ich könnte mir auch vorstellen, dass das Einzugsgebiet im Süden interessant ist.

Wobei sich da sicher ein Weg finden lässt. Denn es würde ihnen sonst auch viel zu viel Kohle mit der Mautstraße im Sommer flöten gehen!
 
Hochzeiger schrieb:
Und die "Südzufahrt" durch das Langtauferer Tal ist, was Lawinenhänge angeht, sicherlich auch nicht zu verharmlosen!

Ich glaube, die Straße im Langtauferer Tal ist relativ unkritisch, was Lawinen angeht. Von den Nordhängen kann nichts auf die Straße kommen, weil die Straße nördlich oberhalb des Baches verläuft. Und an den Südhängen hat es zumindest im unteren Bereich nur selten viel Schnee.
 
Weißseejocherschließung klingt ja wirklich interessant ... Allerdings werden 2 neue Bahnen auch nicht gerade leichter zu finanzieren...
 
http://seilbahn.net/sn/index.php?i=61&kat=4&news=6183

Fristgerechte Stellungnahme der Oberländer Gletscherbahn zur Seilbahn Melag-Karlesjoch sowie der Pistenführung vom Weißseejoch...

Die Erschließung des Weißseejochs von der Kaunertaler Seite her findet allerdings nirgendwo Erwähnung. Warum hält man eigentlich beim Karlesjoch als Bergstation der Langtauferer Bahn fest anstelle diese auch aufs Weißseejoch zu führen? Wäre für Wiederholungsabfahrten sicher attraktiver...
 
Hochzeiger schrieb:
Die Erschließung des Weißseejochs von der Kaunertaler Seite her findet allerdings nirgendwo Erwähnung.
Das liegt ja jenseits der Grenze in Österreich und somit außerhalb des Zuständigkeitsbereiches der Südtiroler Behörden.
Und warum sollte man sich offiziell zu etwas äußern, was einen formal nichts angeht. Das bringt nur Ärger.

Hochzeiger schrieb:
Warum hält man eigentlich beim Karlesjoch als Bergstation der Langtauferer Bahn fest anstelle diese auch aufs Weißseejoch zu führen? Wäre für Wiederholungsabfahrten sicher attraktiver...
Zwei Gründe sprechen für das Karlsjoch:
- Am Karlsjoch hat man heute schon Lift- und Pistenanschluss an das Gletscherskigebiet. Nach der Fertigstellung der Bahn kann man sofort den (Ski-)Betrieb aufnehmen.
Am Weißseejoch dagegen hat man keinen Anschluss ans Kaunertaler Gletscherskigebiet sondern müssten diesen erst mit einem NEUBAU von Lift und Piste herstellen. Und ob hier die Österreicher (Behörden, Naturschützer etc.) mitspielen ist offen und das würde dauern.
- Ferner hat man am Karlsjoch einen besseren Anschluss ans Skigebiet für den Frühlings- und Herbstskilauf. Am Weißseejoch müsste man erst noch den Umweg über die Ochsenalm nehmen.
 
Wie ist denn momentan der aktuelle Stand? Ich finde leider keine aktuellen Berichte, ob jetzt eine Entscheidung getroffen wurde..
 
Die Verbindung von Langtaufers zum Kaunertaler Gletscher wurde nun endgültig von der Landesregierung in Bozen abgelehnt. :|
 
Die Presse dazu:
„Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile sind wir zum Ergebnis gekommen, dass die Nachteile überwiegen“, betonte der Südtiroler Umweltlandesrat Richard Theiner in einer ersten Stellungnahme. In ihrer Sitzung behandelte die Südtiroler Landesregierung gestern die geplante Skiverbindung zwischen dem Kaunertal und Langtaufers – und erteilte dem Vorhaben eine Absage.
Absage an Skiverbindung mit Langtaufers
 
Ich sehe diese Entscheidung mit gemischten Gefühlen:
Zum einen empfinde ich diese Bahn als Belebung für den Kauntertaler Gletscher, welcher es ja bekanntlich schwer hat gegen die anderen Tiroler Gletscherskigebiete. Auch für die Region Reschensee sehe ich touristische Vorteile.

Andererseits bin ich kein Freund von immer größer... So gesehen finde ich es gut, dass dem Ausbau/Verbindungswahn ein Riegel vorgeschoben wird. Nur trifft es hier wahrscheinlich die Falschen.
Während bei den Großen immer weiter zusammengeführt und ausgebaut wird (St-Anton/Zürs; ggf. Pitztal/Sölden, Kitzbuehl, Wilder Kaiser, Saalbach...etc.) so kämpfen die Kleinen/Mittleren um sinnvolle Überlebensfusionen, um nicht immer mehr Gäste an die Großen zu verlieren. Der Irrsinn der Großen hätte aus "Umweltgründen" schon vor vielen Jahren gestoppt werden müssen, aber Kleinen die Fusionen zu verweigern/erschweren, die unter Druck geraten, das find ich fragwürdig.

Der Verdrängungswettbewerb nimmt zu und jede neue Bahn treibt die Skipasspreise in die Höhe. Tatsächlich braucht nur eine Minderheit am Tag mehr als 30 Pistenkilometer. Wer schafft an einem Tag die Runde von Leogang/Hinterglem und zurück? - oder einmal Hin/Rück von Elmau nach Hopfgarten, von Kitzbuehel ins Pinzgau, oder von Warth die Lech/Zürs Runde?

Ich bin ein Liebhaber von kleineren und mittlerern Skigebieten. Ich will Genuss-Skifahren und keinen km-Marathon absolvieren...
In diesem Sinn hoffe ich, dass die Verbindung Sölden/Pitztal nicht kommt, denn dann ist es mit der Ruhe auf meinem Lieblingsgletscher vorbei.

Der Kaunerlaler mit seiner unvorteilhaften Anfahrt könnte mit der Bahn jedoch ein ganz neues Einzugsgebiet akquirieren.
 
Vielleicht steigen damit die Chancen auf eine Realisierung der Gepatsch-Erschließung, dann würde ich das Ergebnis positiv sehen..
 
manitou schrieb:
Der Kaunerlaler mit seiner unvorteilhaften Anfahrt könnte mit der Bahn jedoch ein ganz neues Einzugsgebiet akquirieren.

Naja, in diesem Einzugsgebiet gibt es aber, je nach Jahreszeit, schon Sulden, den Schnalstaler Gletscher und das Stilfserjoch.
 
starli schrieb:
Vielleicht steigen damit die Chancen auf eine Realisierung der Gepatsch-Erschließung, dann würde ich das Ergebnis positiv sehen..

Oder sie sinken. Warum eine umstrittene Erweiterung genehmigen, wenn das bisherige Skigebiet seltenst ausgelastet ist und es keinen zweiten Zubringer gibt?
Ich mag es am Kaunertaler, aber wenn er sich mit einer schwarzen Null in der Bilanz halbwegs trägt, warum nicht den Status quo eines ohnehin auf der eistechnisch gesehen langfristigen Todesliste der österreichischen Gletscherskigebiete weit oben stehenden Gebietes so lange wie möglich konservieren anstatt Millionen zu investieren?
 
Vielleicht weil die heutige Situation der Grund ist, dass es so wenige Leute anlockt? Ich bin mit Bestimmtheit nicht der einzige, der den Kaunertaler am wenigsten attraktiv von den fünf Tirolern findet, was durch eine Neuerschliessung schlagartig ändern könnte.
 
bastian-m schrieb:
starli schrieb:
Vielleicht steigen damit die Chancen auf eine Realisierung der Gepatsch-Erschließung, dann würde ich das Ergebnis positiv sehen..

Oder sie sinken. Warum eine umstrittene Erweiterung genehmigen, wenn das bisherige Skigebiet seltenst ausgelastet ist und es keinen zweiten Zubringer gibt?
Ich mag es am Kaunertaler, aber wenn er sich mit einer schwarzen Null in der Bilanz halbwegs trägt, warum nicht den Status quo eines ohnehin auf der eistechnisch gesehen langfristigen Todesliste der österreichischen Gletscherskigebiete weit oben stehenden Gebietes so lange wie möglich konservieren anstatt Millionen zu investieren?

Für den sterbenden Gletscher sind die Kauenertaler aber schon ziemlich gut vorbereitet. Sie sind bei der Öffnung des Skigebietes im Herbst gar nicht mehr auf Gletscherpisten angewiesen. Bei Saisoneröffnung wird inzwsichen die Karlesjochbahn zuerst geöffnet, und deren Pisten führen bekanntlich gar nicht mehr über Gletscher.

Geplant war ja offenbar auch eine Erschließung des Weißseejochs von der Kaunertaler Seite aus, da die Talabfahrt ins Langtauferer Tal dort und nicht am Karlesjoch starten sollte. Meiner Meinung nach wäre eine Überlegung wert, diesen Bereich auch ohne Verbindung nach Südtirol zu erschließen. Zwischen Weißseejoch und Mittelstation der Ochsenalm-KSB liegen doch interessante Hänge.
 
Die Entscheidung der Südtiroler Regierung ist sehr schade. :( :( :(

Von der Wertschöpfung wäre es für den Kaunertaler Gletscher die beste Erschließung gewesen mit dem Zugang zu neuen Kundengruppen und auch für das Vinschau wäre es toll gewesen mit einer Verlängerung der Saison. Der größte Nachteil ist die tägliche weite Anreise zum Gletscher. Die gibt es am Stubaier Gletscher aber auch.
Aus diesem Grund sollte jetzt eine Erschließung Richtung Gepatschsee erfolgen.
 
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