Notschrei schrieb:
Ich denke, die wissen schon, was auf die Dauer Sinn macht !
Will ich jetzt nicht grundsätzlich anzweifeln, allerdings gibt es immer wieder Beispiele, wo man nun bereut, dass man die Bahnen vor 10-15 Jahren nicht gleich richtig ausgelegt hat und entsprechende Reserven eingeplant oder die Bahn als KSB gebaut hat.
starli schrieb:
Zumindest kommt mir vor, dass in manchen Skigebieten die Lifte früher für den Skifahrer sinnvoller aufgestellt waren als neubauten in den letzten 20 Jahren, wo es häufig nur mehr darum geht, möglichst viele Lifte mit möglichst wenigen zu ersetzen, was m.E. immer Nachteile hat. Außerdem wird heutzutage immer mehr auf den Sommertourismus geachtet, was im Hinblick auf die Sinnhaftigkeit für Skifahrer oftmals auch in verschiedenen Richtungen geht.
Das stimmt, hat aber sicher auch damit zu tun, dass der moderne Winterbetrieb mit aufwändiger Präparierung und Beschneiung sowie modernen KSBen deutlich kostenintensiver ist, als noch vor 30-40 Jahren. Unter einem gewissem Kostendruck versucht man dann natürlich, nicht jeden Lift 1:1 mit einer modernen, komfortablen Anlage zu ersetzen, sondern zwei mit einer. Wenn dann mal 500 m Piste verloren gehen, ist das auch nicht so tragisch, weil die meisten Leute nicht so sehr darauf achten.
Aufgrund dieser "Materialschlacht" weichen eben immer mehr Bergbahnen zunehmend auf den Sommer aus. 5 MTB-Trails zu bauen und zu pflegen ist eben deutlich günstiger, als täglich zwei Dutzend Kilometer Pisten zu präparieren. Zudem ist in etlichen niedrigen und mittleren Lagen nicht sicher, dass es auch in 20-30 Jahren noch wirtschaftlich tragbaren Skibetrieb geben wird. Letzlich ist es also der Geschäftssinn und der Selbsterhaltungstrieb vieler Bergbahnenunternehmen, der diese Entwicklung entscheidend begünstigt. Wären alle Bergbahner leidenschaftliche Skifahrer, würde sicher so mancher Lift günstiger geplant, aber einige Gebiete würden dann nach ein paar miesen Wintern dichtmachen. Wer das wohl als erstes beklagen würde?
Skiphips schrieb:
Zudem wird auf Facebook auch eine Lösung für Anfänger angekündigt, welche zeitnah publik gemacht werden soll!
Das könnte ja ein entsprechender SL oder gar eine KSB im unteren flachen Teil bedeuten, die das Funifor entlasten sollte.
Je nachdem könnte man natürlich auch "einfach" 3 oder 4 Spuren Funitel bauen, um die Kapazität der SL zu erreichen.
Schneefuchs schrieb:
1200p/h sind für einen Schlepplift möglich. Das sind dann 600 Bügel pro Stunde oder alle 6 Sekunden einer. Häufig wählt man aber auch 7-8 Sekunden.
Auch 1440 P/h (5s Intervall) sind bei beliebten Gletscherliften keine Seltenheit. Mithilfe einer entsprechenden Parallelanlage erreicht man dann (rechnerisch) in etwa die Kapazität einer 6KSB.
Die Kapazität ist natürlich nur theoretisch und setzt voraus das der Lift nicht anhält und alle Bügel mit 2 Leuten besetzt sind. In der Praxis wird man wohl nur auf 1000-1100p/h kommen, eine Anfängerwiese weit weniger.
Beim Funifor ist das auch nicht anders, jede Minute, die länger zum Be-/Entladen benötigt wird, kostet Kapazität, ebenso wie verlorene Stehplätze, weil Skirennläufer übergroße Rucksäcke mitnehmen. Gegen nicht volle Gondeln kann man immerhin mit entsprechenden Zählern vorgehen.