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Neues am Kaunertaler Gletscher

Hier gibts ein paar nette Bilder von der Weißseespitze, unter anderem auch ein recht beeindruckendes Gipfelpanorama.

Interessant finde ich, daß die Jungs über den Westgrat hochgestiegen sind, der auf dem Foto zwar etwas steil aber nahezu eisfrei aussieht...
 
An diesem Punkt endet im übrigen auch der häßliche Skilift, der Skifahrfreuden im Sommer auf den kaum geneigten Resten des Weißseeferners bringen soll. Ich hoffe inständig, daß der Lift auf die Weißseespitze niemals gebaut wird.

Damit (= P. 3111) ist dann wohl die Bergstation der beiden Weißsee-Schlepper gemeint, oder? BTW, die Schönheit liegt wieder mal ganz im Auge des Betrachters :D
 
Danke für den Link, recht guter Bericht, wenn ich auch die Kollegen mit etwas gemischten Gefühlen betrachte. Einerseits scheinen sie schon fit zu sein und technisch nicht unversiert, andererseits schreibt er von einem Grat, der von Spalten durchzogen sein soll, was morphologisch schon ziemlich unmöglich ist, dann die beiden Wegverhauer - naja, kann jedem mal passieren? Der Weißseespitz-Westgrat sieht auf jeden Fall machbar aus, aber die Bilder bestärken mich in meiner Ablehnung eines Skigebietserweiterung dort oben, wenn ich auch nicht so ablehnend gegenüber "hässlichen Liften" und dummen Sommerskifahrern eingestellt bin. Die Weißkugel ist sowieso der wahrscheinlich schönste Gipfel der Ötztaler, übertrifft IMHO egtl an Ästhetik auch den Glockner, aber das ist Geschmackssache... *derbergruft*
 
Marius schrieb:
Die Weißkugel ist sowieso der wahrscheinlich schönste Gipfel der Ötztaler, übertrifft IMHO egtl an Ästhetik auch den Glockner, aber das ist Geschmackssache... *derbergruft*

Da werden wir uns wahrscheinlich nicht einigen, es gibt nur einen König ;-) (siehe meine Avatar; wobei ich gerade den Südseite noch etwas schöner find)

Im übrigen hoffe ich auch dass niemals am Gepatschferner gebaut wird. Skifahren im Sommer = prima, aber nicht immer Wirtschaft über Natur, bitte! Was bringt Sommerskilauf (pur) denn überhaupt noch?
 
Ich find Sommerschifahren irgendwie schon cool! Stylisch oder wie manns nennen will. Ich tendiere mittlerweile aus verschiedenen Gründen dazu, die Erweiterung zu befürworten, allerdings halte ich eine PB auf die Weißseespitze nach wie vor für totalen Schwachsinn (aus diversen Gründen). Allenfalls eine PB Hoher Zahn fände ich akzeptabel.

P.S. Nach meiner Erfahrung sind Winterschiläufer durchschnittlich "dümmer" (um diese Polemik aufzugreifen) als Sommerschiläufer, letzteres sind ja heute wirklich nur noch die Freaks und weniger das breite Massenpublikum.
 
Ich selber bin nach diesen Bildern echt wieder am zweifeln, ob sich das lohnt dort oben zwei Skilifte aufzustellen. Die sind in diesem riesigen Gletscherbecken kilometerweit sichtbar, das würde irgendwie den Charakter dieser Landschaft sehr in Mitleidenschaft ziehen. Andererseits bin ich ja spätestens seit letztem Sommer bekennender Sommerski-Fan, und im Winter als Variante bis zum Stausee runter wäre sicherlich auch nett.
Klar ist für mich allerdings, daß der, der diese Landschaft sehen will, gefälligst zu Fuß hochlaufen soll - eine PB für den Sommertourismus würde ich klar ablehnen. Das steht aber ja bekanntlich nicht zur Debatte.

Jedenfalls bestärken mich diese Bilder in dem Gedanken daß ich da noch hoch muß bevor gebaut wird - wenn ich nur wüßte wann und wie...
 
Also einer diesbezüglichen Expedition würd ich mich anschließen, aber ohne den Herrn M. aus M. a. d. I. werden wir da wohl wenig machen können, hm? ;)

Für mich ist das aber eher für den Vorher-Nachher-Vergleich interessant. Zwei kleine Schlepper da oben stören mich nicht. Hat ja sogar eher was dem Style, der früher gefahren wurde. So RiesenSB Restaurant à la Eisgrat das würd mich nerven. Und wie gesagt, die PB auf den Gipfel ist auch eine Schnapsidee, aber gegen eines etwas dezentere Erschließung hätt ich nichts. Hauptsache es sieht hinterher nicht aus wie am Rettenbachjoch. Und Abfahrtstechnisch dürfte einiges Interessantes bei rauskommen, wenn vielleich auch nicht gerade bei den Schleppern. Desweiteren ist mir so eine Gletscherschließung lieber, als die übliche Baggerei in den empfindlichen Höhenstufen zwischen 1800m und 2700m.
 
Jedenfalls bestärken mich diese Bilder in dem Gedanken daß ich da noch hoch muß bevor gebaut wird - wenn ich nur wüßte wann und wie...

Ja, mich auch, vgl. PN
 
unter anderem auch ein recht beeindruckendes Gipfelpanorama.

Hm. Etwas enttäuschend. Die umliegenden Berge sind so hoch, daß man nicht wirklich weit sieht.. dahat man ja vom Brunnkogel noch mehr aussicht.

Aber gut, das war ja kein 360° - Panorama..

Also ich würd ja gern mal auf die Wildspitze rauf - von da an dürfte die Aussicht doch noch besser sein als sie schon vom Brunnkogel aus ist?
 
dahat man ja vom Brunnkogel noch mehr aussicht.

Ich finde, es bleibt sich gleich, die Aussicht nach Westen und Norden fehlt ja völlig. Das hintere Kaunertal müsste man schon komplett überblicken, nach Westen müsste die Sicht auch sehr frei sein, da kommt lange kein höherer Berg mehr.
Zudem sieht man toll das riesige und einzigartige Gletscherhochplateau des Gepatsch. Wahnsinn..

Die Gipfelphotos von der Weißkugel sind der Hammer, toller Berg.

Noch ein Kommentar zu den Berichterstattern: eine 40° steile Firnflanke auf dem Hintern herunter zu rutschen ist natürlich recht schnell, aber irgendwie ziemlich leichtsinnig. Jeder Alpinlehrplan rät davon ausdrücklich ab.
 
Marius schrieb:
Noch ein Kommentar zu den Berichterstattern: eine 40° steile Firnflanke auf dem Hintern herunter zu rutschen ist natürlich recht schnell, aber irgendwie ziemlich leichtsinnig. Jeder Alpinlehrplan rät davon ausdrücklich ab.

Lol, so weit hab ich gar nicht gelesen. Von Bewusstsein über alpine Gefahren zeugt das wirklich nicht.

@starli: Wenn diese riesige Gletscherfläche und dazu die beeindruckende Flanke der Weißkugel (was ist daran eigentlich kugelförmig?) nicht beeindruckend sind, dann weiß ich auch nicht...
 
k2k: Naja, für mich zählt eher die Anzahl der Gipfel und die Weite, die man von einem Gipfel aus sehen kann. (Daher find ich ja auch die Aussicht in den Kitzbüheler Alpen so toll) Vermutlich sollte ich mich einfach mal in ein Flugzeug setzen und so einen Rundflug buchen :)
 
@Starli: oder schnapp dir einen Bergführer und lass dich bei Traumwetter im September auf die Wildspitze führen, phantastische Rundsicht bis in die Bernina und Silvretta, zur Ortler-Gruppe sowieso.
 
Zitat von Seilbahn.net:

Kaunertaler Gletscherbahnen: Pendelbahn Weißseespitze

Info der Kaunertaler Gletscherbahnen:

Viele von Euch haben es vielleicht schon gehört. Wir beabsichtigen, eine Pendelbahn knapp unter die 3500 Meter hohe Weißseespitze zu errichten

Von dort sind drei Schlepplifte innerhalb der ausgewiesenen Schigebietsgrenzen am Gepatschferner vorgesehen.
Die Menschen hier im Kaunertal leben seit Jahrhunderten im Einklang mit der Natur. Auch wir, die heutige Generation, wollen unseren Kindern und Enkeln eine intakte Landschaft weitergeben. Damit dies überhaupt geschehen kann, ist es notwendig, dafür vorzusorgen.

Strengste Umweltstandards
Diese Erweiterung des touristischen Angebotes soll selbstverständlich unter Wahrung strengster Umweltstandards und im Rahmen des Naturschutzgesetzes, der Raumordnungsbestimmungen und der zu erwartenden Seilbahngrundsätze des Landes Tirol erfolgen.

Absicherung der Talbewohner
Ohne Tourismus wäre das Kaunertal längst entsiedelt und auch Sie als Besucher würden weder Straßen noch Gasthäuser oder Hotels und schon gar keine Aufstiegshilfen vorfinden. So ist die geplante Erweiterung nicht nur für Sie als Besucher ein verstärkter Anreiz, immer wieder zu uns zukommen, sondern auch für die Bürger im Tal eine Absicherung ihrer Existenz.

Wir nutzen und zerstören nichts
Wie immer rufen solche Projekte kritische Geister auf den Plan. Das ist an sich nichts Schlechtes, konstruktive Ideen nehmen wir gerne auf. Viele wohlklingende Ratschläge und Tipps (z. B.: „aktive Ruhegebietspolitik als spannende Nische“) besitzen jedoch nur wenig Umsetzungsgehalt und helfen dem Tal und seinen Bewohnern nicht wirklich. Wenn uns gar „Zerstörung“ vorgeworfen wird, dann ist das eine Polemik, die viele Kaunertaler Bürger kränkt.
Wir stellen uns selbstverständlich jeder Diskussion über die Nutzung unseres Kaunertaler Lebensraumes, denn wir sind ja selbst begeisterte Bergfexe. Und deshalb kennen wir unsere Gletscher und unsere Dreitausender wahrscheinlich sogar besser als andere, die sehr gut davon leben, nur dagegen zu sein.

Wir schonen Berge und Gletscher!
Deshalb haben wir uns auch das Projekt Weißseespitze sehr sorgfältig überlegt. Alles soll so geplant werden, dass kein Schaden an Berg und Gletscher entsteht. Es geht uns vor allem darum, dass wir nicht von jeder vernünftigen und ausgewogenen wirtschaftlichen Weiterentwicklung ausgeschlossen werden – auch im Sinne unserer Jugend. Das wollen wir!

Wir - die 70 MitarbeiterInnen mit ihren Familien – wünschen Ihnen eine schöne Zeit in der Gletscherregion Kaunertal.

'Wir beabsichtigen, eine Pendelbahn knapp unter die 3500 Meter hohe Weißseespitze zu errichten'

Heisst ein Bergstation auf 3499m oder die Zahn variante mit 3440m?

m fr gr
Jeroen

[/quote]
 
^^ Der Text ist schon seit fast einem Jahr auf der Webseite der Kaunertaler zu finden. Ich habe ihn schon auf Seite 9 zitiert. Ansonsten: Nichts genaues weiß man nicht, es war mal vor einiger Zeit von laufenden Vorplanungen die Rede. Das Projekt wird noch gar nicht komplett ausgearbeitet sein.
 
Manchmal ist seilbahn.net echt schnell :P
 
Aus dem ORF-on Tirol:

Gletscherbahn hat "ausgerußt"
Nach 25 Jahren Dieselbetrieb bekommt die Kaunertaler Gletscherbahn Anschluss an das Stromnetz. Ab Herbst fährt die Bahn mit Strom, der nur wenige Kilometer entfernt produziert wird.

600.000 Liter Diesel pro Jahr
Vier Dieselaggregate produzieren den Strom für die Bergstation, das Restaurant für 500 Gäste, die Lifte, die Beschneiungsanlage und natürlich die Gletschbahn selbst. 600.000 Liter Diesel wurden pro Jahr in die Generatoren gepumt - das entspricht der Ladung von als 30 großen Tanklastwagen.

Ein Tanklastwagen pro Woche
Im Winter, wenn alles in Betrieb ist, schleppte sich im Schnitt ein Tanklastwagen pro Woche die Gletscherstraße hinauf zur Weissee Station auf 2.750 Meter Seehöhe.

Energiekosten dürften sinken
Damit soll nun endlich Schluss sein sagt Eugen Larcher, Gründungsvater und Geschäftsführer der Gletscherbahn GesmbH: "Es sind gewaltige Filteranlagen drinnen, aber bei Start oder Überlastung ist immer wieder Rauch rausgekommen. Es hat auch Tage gegeben, wo die Luft gedrückt hat und man hat das immer wieder gerochen. Es ist auch nicht wirklich lärmlos gewesen. Die Verteuerung der Mineralöle ist auch dazugekommen. Wir glauben, dass wir 50 Prozent der Energiekosten einsparen."

Zehn Kilometer Kabel werden verlegt
Die Einspeisstelle für den Strom liegt unterhalb des Kaunertalstausees. Zehn Kilometer Kabel werden von dort hinauf zur Talstation verlegt. Die Verkabelung zur Bergstation Weissee fand schon vor zehn Jahren statt, allerdings reichte damals das Geld noch nicht für den Anschluss ans Stromnetz.

Das Kraftwerk vor der Haustür
Den Stausee und das Kraftwerk vor der Haustür und doch kam 25 Jahre lang der Strom für alles was mit den Gletscherbahnen zusammenhängt aus Dieselaggregaten.

Auch dem Kaunertaler Bürgermeister Josef Raich, war das ein Dorn im Auge: „Es war höchst an der Zeit, dass endlich saubere Energie kommt. Die wird ja im Tal produziert, wir haben seit 40 Jahren einen Stausee und im Kraftwerk Prutz wird die Energie erzeugt. Es war unverständlich, dass die Kaunertaler Gletscherbahnen mit Dieselaggregaten betrieben werden.“

Werbung mit sauberer Engergie
Saubere Energie soll hier in Zukunft alles bewegen. 1,8 Millionen Euro investierten die Kaunertal-Gletscherbahnen dafür. Thomas Schmid, der Marketingleiter, hat dabei aber auch Werbegedanken: „Die umweltfreundliche Technologie wird ein Aspekt der Werbeaussagen des Kaunertaler Gletschers sein.“

Der große Zukunftsplan, bei dem alle Beteiligten leuchtende Augen bekommen, ist eine zusätzliche Bahn ganz hinauf auf die Weissee-Spitze.
 
sind das viel. vorarbeiten für neue anlagen dort oben wo das alte Stromnetz bestehend aus den 4 dieselaggregaten nicht mehr standgehalten hätte?! zustätzlich spart man dann natürlich noch Kosten da die hohen Mineralölpreise wegfallen... würde die ochsenalmbahn eigentlich auch von den dieselaggregaten versorgt oder hatte die im tal schon einen anschluss ans stromnetz?!
 
^^
Damit dürfte die Frage wohl beantwortet sein:

Die Einspeisstelle für den Strom liegt unterhalb des Kaunertalstausees.
 
:gut: Dieses Dieselzeug muss weg aus dem Gletscherbereich. Geht ja nid wenn man über verschmutztes Eis klagr und den Dreck selber produziert. Die meisten Gebiete haben umgerüstet. Glacier 3000 hat noch alle Lifte Dieseldirektantrieben. Zermatt hat umgerüstet alle. Der letzte 2004 Glaub Saas Fee hat noch 2 Diesel-Elektrische.
 
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