Moment, da hammers doch:
Eine Pistenverbindung vom Gepatschferner zum bestehenden Schigebiet ist an der Ostseite des Zahn zur Nörderscharte hin möglich, scheint allerdings nur im Winterbetrieb geeignet.
Wäre also eindeutig ungefähr meine blaue Variante. Nicht so wie ihr (Marius, k2k) euch das vorgestellt hattet.
Ich denk mal, daß meine grüne/pinke Variante evtl. eine Skiroute werden könnte. Wär doch nicht uninteressant
Nebenbei:
ist ebenso wie für die Bergstationen zweier Schlepplifte (Vorprojekt Seilbahnbüro Gröbner, April 2004) zu klären, ob sie nicht auf italienischen Staatsgebiet liegen
d.h. der Doppel-SL würde sicher nicht direkt am Rand des Gletschers verlaufen, weil dort die Bergstation ja auf jedenfall in Österreich wäre!
k2k schrieb:
Und daß mit dem reinen Sommerskilauf nix mehr zu holen ist, ist ja hinlänglich bekannt.
Hä? Ich dachte, dieses Argument hätte ich (und nicht nur ich) heuer des öfteren eindrucksvoll widerlegt???? 30-45min Wartezeiten in L2A und Tignes, in Hintertux bei Nebel und Nieselregen alle 4 Schlepper in Betrieb, weils voll genug ist. Wie bitte soll sich das nicht mehr lohnen?
k2k schrieb:
Meine Meinung: Rein skifahrerisch betrachtet wär's sicher nett, der so einträgliche Herbstskilauf dürfte aber trotzdem auf allen anderen Tiroler Gletschern deutlich attraktiver bleiben. Wer fährt schon gern mit der Pendelbahn hin und her?
Noch so ein super Argument. Gegenargument: Wer stellt sich denn gern 30 Minuten an der EUB an, um in Tux oder Stubai ins Tal zu fahren? Wer steht schon gern 30 Minuten im Stau, nach einem Skitag im Sölden?
Argument zählt also nicht so ganz.
Wäre denn der Kaunertaler Gletscher attraktiver, wenn 2 Sessellifte mehr oben wären? Sagt ihr nicht alle selbst, daß das größte Manko die Tatsache ist, daß man jeden Tag die Gletscherstraße rauffahren müßte? (BTW, in Sölden stört das auch keinen, oder?

)
Nebenbei: Im Sommer und Herbst gibts eine TOTAL anderere Zielgruppe.
(Alle %-Angaben hab ich mal so aufgrund meiner Eindrücke geschätzt)
Was auf den Gletscherskigebieten im Sommer vorhanden ist:
ca. 60% Trainingsmannschaften, davon 50% Jugendliche (Trend: vermutlich gleichbleibend)
ca. 30% Funpark-Freaks (zumeist Snowboarder) (Trend: in den letzten Jahren gestiegen, wird die nächsten Jahre in etwa gleich bleiben)
ca. 10% Abfahrtsskifahrer-Individualtouristen (davon 80% Osteuropäer) (in den letzten Jahren gesunken, kann nicht mehr viel sinken, wird also vermutlich gleich bleiben)
Und im Herbst steigt der Anteil an Individualtouristen - je nach Gletscher - auf 50 bis 90%. (vermutlich 50% z.B. im Kaunertal, 90% oder mehr im Stubai)
Was wollen nun die einzelnen Zielgruppen im Sommer+Herbst:
Individualtouristen wollen (größtenteils):
- großes Skigebiet
- viel Varianten
- kurze Anreise
- bequeme Liftanlagen
- Apresski
- Weniger wichtig: Preis, Schneequalität
Funpark-Benutzer wollen:
- einen geilen Funpark
- einen großen Funpark
- kurze Anreise
- Apresski
- Weniger wichtig: Preis
- Total unwichtig: bequeme Liftanlagen. Die meisten steigen eh am Funpark zu Fuß wieder rauf.
Trainingsgruppen wollen:
- möglichst früh, um 7 Uhr, skifahren, wg. Schneequalität
- harten Schnee
- eine Piste, auf denen sie ihren Parcours stecken können
- zumindest "dunkelblaue" Steilheit. Rote bevorzugt.
- günstige Preise (da zumeist Jugendgruppen!)
- vorzugsweise Schlepper (sind schnell und man muß die Skier nicht abschnallen, kann unter der Fahrt ein- und aussteigen)
- Weniger wichtig: Länge der Piste (nur bei gewissen Trainingsarten wichtig)
- Total unwichtig: bequeme Liftanlagen, Apresski, Funpark, Varianten, Skigebietsgröße
Legen wir das jetzt mal auf die 3 gegensätzlichen Erweiterungsmöglichkeiten am Kaunertaler um.
1. Sesselbahn Karlesspitz o.ä.:
Positiv:
- Bequemlichkeit (-> Individualtouristen)
Neutral:
- alle anderen Punkte wie Größe und Abwechslung würden sich nicht ändern.
2. Sesselbahn Weißseejoch (oder was das war, was da noch innerhalb der Skigebietsgrenzen wäre):
Positiv:
- Bequemlichkeit (-> Indiv.)
- Größe des Skigebiets (-> Indiv.)
- Varianten (-> Indiv.)
Neutral:
- Sommer- und Herbst, da reiner Winterlift
3. Erschließung Gepatschferner:
Positiv:
- Größe des Skigebiets (-> Indiv.)
- Verlängerung der Saison in den Sommer (-> Trainingsgruppen, evtl. Funparkfreaks, falls Funpark oben)
- Varianten (-> Indiv.)
- Schneequalität (-> Indiv., -> Trainingsgr.)
- neue Zielgruppen (* siehe unten)
Neutral:
- Bequemlichkeit
- und alle anderen Punkte
*) Neue Zielgruppen? Ich denk jetzt an meinen Sommer-Besuch an der Aiguille du Midi heuer. Da gabs einen Haufen Leute, die am Gletscher waren. Camps mit Zelten, (Touren)Skifahrer, Gletscherwanderungen und so weiter. Hier dürfte eine PB auf die Weißseespitze doch etliches an Potential für eine neue Zielgruppe haben: Breite, unsteile Fläche (wie an der Aig. du Midi), großes unberührtes Areal, da die Lifte nur eine kleine Fläche ausmachen...
Zudem: Die ganzen Skitourengeher! Skitourenmöglichkeit in die "Breite" (richtung Wildspitze, Weißkugel, ..), und Skitourenmöglichkeit in die "Tiefe" im Winter und Frühjahr auf dem Gepatschferner runter zur Gletscherstraße. Schaut mal, wieviel Skitourengeher vom Pitztaler aus zur Wildspitze rüberziehen! Die hätten von der Weißseespitze auch ein großes Areal ...
Fazit:
Die Erschließung der Weißseespitze würde eindeutig am meisten bringen.
Ach, und meine Wunschpriorität:
1. Neue Sesselbahn im Skigebiet (Karlesspitz, ..)
2. Erschließung Gepatsch
3. Vergrößerung Winterskigebiet