Oh, mein Posting vorhin scheint gar nicht angekommen zu sein.
Na ja, noch mal in Kürze:
zu den Übernachtungszahlen im Kaunertal: bemerkenswert und
sehr sehr ungewöhnlich (für einen Skiort) ist die Tatsache, dass die im Sommer genauso viel Gäste haben wie im Winter! Tendenz Sommer: steigend; Tendenz Winter: fallend! Jetzt stellen sich natürlich zwei Fragen: erstens: wie setzt sich die Zahl der Sommergäste zusammen (Skifahrer, Bergsteiger, "Motor"touristen) und wieviele Tagesgäste kommen dazu. Aber im Prinzip könte das zumindest die Pläne mit der Gepatscherschließung logischer machen, gerade in Bezug auch auf Sommerski bzw. gleichzeitig eine echte Skisport unabhängige Attraktion (ein Klein-Klein-Matterhorn

). Könte mir vorstellen, dass die auch darüber rechnen und argumentieren.
Weiterhin zu den Plänen:
Mir erscheinen diese Pläne unausgereift, weil sie eine Menge bestehende Probleme nicht lösen können.
1. Weiterhin lange Abfahrt.
2. Weiterhin ein überdurchschnittlich flaches Gebiet, wenn man mal unterstellt, dass die Skiroute so erstmal nicht als "echte" Abfahrt gelten kann. Das Gletscherschigebiet zerfällt in zwei autarke Teile, die irgendwie beide nicht recht lohnen, weil sie ziemnlich flach sind.
3. Weiterhin im oberen Bereich lifttechnisch ungünstige Erschließung mit Schleppern und dann einer PB für die Wiederholungsfahrten, soltle die Skiroute offizielle Abfahrt werden.
4. Neu noch das Problem, dass eine Gipfelstation auf der Weißseespitze, bzw. die Seile dorthin eine Verschandelung des Kaunertaler Wahrzeichens darstellen, die denke ich in Anbetracht der vielen Somemrtouristen (nichtschiläuferanteil) sicher auch bei den Gästen gemischte Gefühle auslösen dürfte.
Warum also nicht folgende Variante:
neuer Parkplatz im Bereich hinter dem Gepatschstausee (ähnlich wie in meinem Verbindungsplan aus dem Pitztalertopic). Von hier aus eine EUB in 2 Sektionen zum Rand des Gepatschferners. Erschließung des Gepatschferners mit Schleppern, Verbindung zum Weißseeferner über das Nörderjoch. Eventuell eine Ochsenalm 0 KSB (wie in dem genannten Projekt von mir) als zweite Verbindung ins andere Schigebiet.
1. Keine lange Anfahrt mehr (Zeitvorteil im Bereich Faktor 3!).
2. Mehrere lange Talabfahrten werden erschlossen, schitechnisch interessantes Gelände. Außerdem doppelte Schischaukel mit dem alten Gebiet -> interessante Rundfahrt wird möglich.
3. Lifttechnisch eine deutlich komfortablere Erschließung, die zu Wiederholungsfahrten anreitzt.
4. Die Erschließung der Weißseespitze nur mit Schleppliften wahrt deren Optik, insbesondere im Bereich der charakteristischen Nord-Westflanke.
Zusätzlich zu den Vorteilen, die gegenüber nachteilen Effekten der jetzigen Planung enstehen, kommen folgende Vorteile hinzu:
5. Geringe Investitionen bzw. weit geringer bautechnischer Aufwand und zunmindest ein deutlich besseres Preisleistungsverhältnis (Verhältnis Kosten zu Länge und Qualität der neu erschlossenen Pisten.
6. Flexiblere Zugänge ins Gebiet - es können selbst bei deutlich höherer Frequentation als der aktuellen eigentlich keine Schlangen entstehen, weil sehr viele alternative Zugäne bestehen.
Also ich fänd das deutlich besser.
Anmerkungen zu früheren Postings (die ich nicht mehr genau zuordnen kann):
Bezüglich der italienischen Grenze im Gipfelbereich, frag ich mich auch, wie das gehen soll. Wenn der Gipfel tatsächloch direkt per PB erschlossen werden soll, dann nur direkt aufer der Westseite, wo die Felsen schon rausschauen - alles andere kann man aus meinem Blickwinkel bautechnisch knicken (20m Eis - alles klar!). Diese Wetflanke ist aber im Prinzip "zur Hälfte" italienisches Gebiet - da können wir dann also noch etwas warten...

(Nachher scheiterts nicht an den österreichischen Naturschützern, sondern an den italienischen Behörden...

). Ansonsten bliebe nur der Implantation einer Bergstation auf den Felsinseln nord-östlich des Gipfels zwischen dem hohen Zahn und der Weißseespitze, die aber deutlich niedriger liegen als der Gipfel.
@Miki: 100% Deiner Meinung zum Thema Statistiken, was man alles
nicht daraus ablesen kann und wie Politiker und Lobbyisten trotzdem immer wieder versuchen, einem damit irgendwas an der Realität vorbei vorzurechnen (seien es nun Grüne, Rote oder Schwarze).
Ich hofef mal, dass die Straße nicht ausgebaut wird! Sowas regt mich immer auf - die ist wunderschön so, bietet herrliche Ausblicke und fällt auch landschaftlich nicht allzunegativ auf. Und außerdem macht sie einfach Spaß zu fahren!!!
Überall werden in letzter Zeit mehr und mehr die Alpenstraßen ausgebaut (bei Hauptverkehrsadern seh ichs ja noch eher ein), riesige Betonbrücken gebaut, begradigte superbreite Trassen in die Hänge geschlagen mit meterhohen Hangabstüzungen und und und....
Soll der ältere Herr mit seiner E-Klasse doch in Böblingen bleiben, wenn nicht gescheit fahren kann und kein anständiges Auto hertut...
