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Neues am Kranzberg – Mittenwald

DAB

Gaislachkogl (3058m)
Registriert
13. Juli 2007
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3.209
Reaktionspunkte
226
Merkur schrieb:
Herzstück ist eine Seilbahn mit Acht- bis Zehn-Personen-Kabinen. Von der Talstation beim jetzigen Luttensee-Lift soll sie die Fahrgäste (maximal 1000 pro Stunde) über die Mittelstation (oberhalb der Korbinianhütte) auf den Kranzberg-Gipfel (1391 Meter) befördern. Geschätzte Kosten: 13 Millionen Euro. Im Umkehrschluss bedeutet das: Die Tage des bisherigen Einer-Sessellifts (Baujahr 1950), der ohnehin seit zwölf Jahren stillgelegten Gipfelbahn und des Korbinianlifts sind gezählt.
Eine EUB auf den Kranzberg ist sicherlich der richtige Weg, aber wie schon DAB angemerkt hat: Ihre Talstation gehört unbedingt in den Ort. Sie am Luttensee statt im Ort zu platzieren wäre fatal - dadurch würde der Ort im Winter final von seinem Familienskigebiet abgeschnitten und würde im Sommer auch nur reduziert von Nutzungsvarianten wie MTB, MountainCart o.ä. profitieren. Ich fände es sinnvoll, die aktuell zwei Talabfahrtsvarianten nach Mittenwald auf eine zu reduzieren und dafür mit leistungsfähiger Beschneiung analog Oberaudorf/Hocheck auszustatten. Die Höhenlage der aktuellen ESL-Talstation auf fast 1000 m und die Ostausrichtung der Abfahrt sollten das zulassen. Eine EUB am Luttensee wäre nur für Tagesgäste attraktiv - denen ist egal, wo sie zum Skifahren am Kranzberg parken.
 
Gescheitert ist hingegen ein Konzept für die umweltverträgliche und naturnahe touristische Nutzung des bayerischen Tourismusgebiets Mittenwalder Kranzberg, das Klenkhart & Partner gemeinsam mit der Hochschule München erarbeitet hat. Vorgesehen war eine sanfte Modernisierung mit einer ganzjährigen touristischen Nutzung auch abseits des Wintersports. Ein Grundbesitzer stemmte sich aber mit einem Veto dagegen.
Quelle: Tiroler Konzept für bayerischen Tourismus
 
DAB schrieb:
ob sich am Kranzberg jemals wieder Skifahrer tummeln werden, man weiß es nicht...

https://www.skiparadies-kranzberg.de
Nun wurde Insolvenz angemeldet:
Seit Jahren kämpft Familie Wurmer gegen die Unbilden der Natur, versucht, ihre Liftanlagen am Wilden- und Luttensee in der Wintersaison in Schwung zu halten. Nun hat die gleichnamige GmbH Insolvenz angemeldet.
Der Rechtsanwalt drückt es folgendermaßen aus: „Es ist noch nicht ganz klar, in welche Richtung es gehen wird.“ Entweder gelingt es, die in Schieflage geratene Gesellschaft über einen Insolvenzplan zu sanieren, oder ganz brutal ausgedrückt: Es droht der Ausverkauf. „Vor Beginn der Wintersaison sollten wir eine Lösung finden“, verdeutlicht Hänel, der von „vielen und langen Gesprächen“ mit den Wurmers spricht.
Quelle: Dunkle Wolken über dem Kranzberg-Skigebiet in Mittenwald
 
Betreiben die auch den ESL oder nur die Schlepper?

Auf jeden Fall sehr traurig.
 
GIFWilli59 schrieb:
Betreiben die auch den ESL oder nur die Schlepper?

Der ESL wird meines Wissens nach von den Mittenwalder Gemeindewerken betrieben, ist also unabhängig.
 
Skilifte = Wurmer
ESL = Gemeinde
Seilbahn am Krangberggipfel = einem Zahnarzt, dessen Vater betrieb früher die Wildenseelifte.


Mittenwald schafft sich ab, leider:

- Kranzbergskigebiet ? Wohl stillgelegt (vermutlich)
- Dammkar (wird nicht mehr gesichert gegen Lawinen)
- Schwimmbad - abgerissen
- Eisstadion - geschlossen

Wie lange es noch Ersatzteile für den ESL gibt?
 
Das hatte ich heute auch schon gelesen. Die Stimmung in der Öffentlichkeit scheint ja eher dedämpft, zumal die Mittenwalder mit ihren fremmen Investoren nicht immer nur die besten Erfahrungen gemacht haben. Man wird sehen. Für die Mittenwalder Familien würds mich freuen. Sommers gibts da auch einiges an Potential, aber es ist halt fraglich, ob der Gemeinderat den wie auch immer gearteten Plänen dann auch zustimmt. Veränderungswille ist nicht gerade die erstgenannte Tugend im Isartal …
 
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Reaktionen: DAB
Rusty1 schrieb:
Das hatte ich heute auch schon gelesen. Die Stimmung in der Öffentlichkeit scheint ja eher dedämpft, zumal die Mittenwalder mit ihren fremmen Investoren nicht immer nur die besten Erfahrungen gemacht haben. Man wird sehen. Für die Mittenwalder Familien würds mich freuen. Sommers gibts da auch einiges an Potential, aber es ist halt fraglich, ob der Gemeinderat den wie auch immer gearteten Plänen dann auch zustimmt. Veränderungswille ist nicht gerade die erstgenannte Tugend im Isartal …


…und genau diese Angst vor Veränderung ist einer der Gründe, warum man im Isertal auch immer „Pech“ mit Investoren hatte… die Karwendelbahn ist jetzt sehr krasses Ding, was da gelaufen ist.
 
Neues von den Investoren, die nicht so genannt werden wollen:

Die Bezeichnung Investor lehnen Ernst August Werner und seine Frau Sabine entschieden ab. Für die beiden Rheinländer ist das Kranzberg-Skigebiet eine „Herzensangelegenheit“. Nun treten die Geldgeber, die im Sommer 2024 den Liftbetrieb gerettet haben, nach über einem Jahr aus der Deckung heraus.
https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/mittenwald-ort29073/wintersportgebiet-kranzberg-skilift-retter-treten-ans-licht-der-oeffentlichkeit-94047682.html

Klingt alles ganz gesund und positiv.
 
Hätte ich selber hunderte von Millionen,hätte ich das auch gemacht.ich würde sogar noch Jungholz dazu nehmen und die krinnenlifte in Nesselwängle und den grünten
 
zonk schrieb:
Hätte ich selber hunderte von Millionen,hätte ich das auch gemacht.ich würde sogar noch Jungholz dazu nehmen und die krinnenlifte in Nesselwängle und den grünten

More power to you! :bindafür:


Die beiden haben wohl eher nicht Hunderte von Millionen, aber bestimmt ein paar. Umso lässiger finde ich, wie er da rum steht, in Mittenwald in seiner Campagnolo-Jacke.
Blender im Anzug haben wir hier schon mehr als genug.
 
Es ist halt wahnsinnig anstrengend,in Deutschland Schneekanonen zb zu bekommen.überhaupt Genehmigungen für allerlei klumpatsch zu erhalten.
Mit so gönnern mit entsprechend Kleingeld hätte ich,wäre ich so einer und ,wenn's wie in Österreich flutschen würde,da schon längst 2 oder 3 Vierersessel mit 40 Schneekanonen hingestellt :lol:
Kannste analog aber blind auch bei den anderen von mir oben genannten Skigebieten einsetzen.40? Ach,wat,100
Irgendwelchen grundstückseigenern,die immer rumnölen,würde ich einfach das 5fache geben ,für was auch immer.
Diesen Typen,diese Zicke am sudelfeld ,die hätte ich schon längst reichgekauft.weil:ich hätte es ja eh dicke
 
Nach seinem triumphalen Wahlsieg hat die Realität Bürgermeister Enrico Corongiu (SPD) schneller am Wickel, als der es sich gedacht hat. Drei Wochen, nachdem Liftbetreiber Klaus Wurmer aus wirtschaftlichen Gründen das drohende Ende des knapp 60 Jahre währenden Skibetriebs angekündigt hatte, haben der Rathauschef und seine Verwaltung alle Unterlagen der erst 2024 gegründeten Familienparadies-Kranzberg-GmbH angefordert. Denn nichts wünschen sich die Gesellschafter Kathrin Wurmer sowie das Aachener Unternehmerpaar Sabine Tramm-Werner und Ernst August Werner mehr, als dass die Kommune in die GmbH einsteigt – am besten in führender Position. „Die Gemeinde muss tätig werden“, betont der führende GmbH-Mitarbeiter Klaus Wurmer. „Daran führt kein Weg vorbei.“
Quelle: Drohendes Skilift-Ende: Rathaus sichtet Unterlagen – „Müssen uns Zeit nehmen“
 
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