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Neues am Pitztaler Gletscher

skwal schrieb:
http://tirol.orf.at/stories/388888/


Das interessanteste ist wohl der Strombedarf....

Sie schreiben der Energieverbrauch sei sechsmal höher als der einer normalen Schneekanone. Aber wie viel mal mehr Schnee kann das Gerät denn im Verhältnis dazu erzeugen? Das wäre doch als Information ganz interessant, ohne diese kann man mit dem reinen Strombedarf null komma garnix anfangen. Sie schreiben nur, dass die Maschine eine Fläche so groß wie ein Fußballfeld beschneien kann (wobei auch nicht jedes Fußballfeld die selbe Größe hat).
 
McMaf schrieb:
skwal schrieb:
Sie schreiben der Energieverbrauch sei sechsmal höher als der einer normalen Schneekanone. Aber wie viel mal mehr Schnee kann das Gerät denn im Verhältnis dazu erzeugen? Das wäre doch als Information ganz interessant, ohne diese kann man mit dem reinen Strombedarf null komma garnix anfangen.

Ich gehe davon aus, dass diese Aussage auf dem Strombedarf je erzeugtem Kubikmeter Schnee bezogen ist (so würd´s zumindest Sinn machen). Das würde auch mit dem Wert von 20,- Euro pro m3 Schnee, den ich in den letzten Tagen in den SN gelesen habe (die Aussage stammt von Gletscherbahnen Kaprun-Betriebsleiter Günther Brennsteiner), zusammenpassen.
 
McMaf schrieb:
skwal schrieb:
http://tirol.orf.at/stories/388888/


Das interessanteste ist wohl der Strombedarf....

Sie schreiben der Energieverbrauch sei sechsmal höher als der einer normalen Schneekanone. Aber wie viel mal mehr Schnee kann das Gerät denn im Verhältnis dazu erzeugen? Das wäre doch als Information ganz interessant, ohne diese kann man mit dem reinen Strombedarf null komma garnix anfangen. Sie schreiben nur, dass die Maschine eine Fläche so groß wie ein Fußballfeld beschneien kann (wobei auch nicht jedes Fußballfeld die selbe Größe hat).


Genau das habe ich vorher auch gedacht. Zudem geht es nicht, dass man Flächen mit Volumina vergleicht.
 
Sehr interessant, die Ganze geschichte mit dem israelischen 'Snowmaker' zu verfolgen. Kaum zu glauben, wie schnell sich das ganze entwickelt - vor weniger als 10 Jahren wurden noch Ideen vom Einsatz von normalen Schneekanonen am Gletscher als Utopie abgestempelt ...

Zwei Fragen /Kommentare habe ich noch zum Thema:

1) Verteilen vom zentral produziertem Schnee: vor nicht allzulanger Zeit haben wir irgendwo hier im Forum (bin jetzt zu faul um das entsprechende Topic zu suchen) gerätselt, wie man das machen wird. Die Ideen gingen in Richtung Förderbänder, Radlader etc. Jetzt sieht es aber doch ganz so aus, als würde man den Schnee ganz konventionell mit Raupen verschieben?

2) Kann mir jemand der sich im Pitztal besser auskennt ekrlären, warum man zuerst die fast 1 km lange und total gletscherfreie Piste entlang der 6KSB beschneit und nicht den kurzen gletscherfreien Abschnitt vom Gletscherende bis zur Talstation der Panoramabahn? IMO htte das mehr Sinn, man könnte evtl. schon ab Mitte September Skibetrieb entlang der ganzen Bahn anbieten und nicht nur bis zur Mittelstation :gruebel: ? Falls man noch 1 - 2 Wochen fleissig mit dem Snowmaker produziert, gleichzeitig aber keine grossen Neuschneemengen oder entsprechende Minusgrade kommen, sieht es doch sehr komisch aus: Skibetrieb entlang der oberen Sektion der Panoramabahn, danach Lücke bis Talstation, und dann wieder eine weisse Piste entlang der 6KSB?
 
@Miki:
Zu 2.) Reines Marketing! Auf dem Vorplatz wo die Bahnen starten kannst du bei der Pressekonferenz keine Nachwuchsrennläufer werbewirksam runterwedeln lassen.
 
@ k2k: Richtig....die lässt man eine schöne Blaue Piste runterfahren.... :D

@ Miki: Auf dem von Starli geposteten Bild ist eine Rutsche aus dem Gebäude drauf. Würde für mich auch Sinn machen, dass zwar der untere Bereich bereits Präpariert ist, jedoch der Bereich zur Bergstation noch nicht. Zuerst habens den Chrushed-Ice Haufen nach unten geschoben, jetzt werdens den neuen Haufen wohl nach oben bis zur Bergstation schieben. Anschliessend wird der Weg zur Talstation GUB dran sein, ist aber auch untwichtig, da der untere Teil der Pisten eh noch ned geht. (gibts da evtl spalten? War nur im Winter dort.) Könnte aber auch sein, dass se von der 6KSB den Weg zum SLt präparieren und die beiden Schneedepots da verteilen.

Auf jedenfall regnets jetzt erst mal da oben, da wird erst mal aus Chrushed Ice eine nett Eisbahnunterlage. :D

Aber ganz ehrlich überzeugt mich die Anlage nicht wirklich. Für diese Lage fände ich die Söldenversion mit Massivem Schneekanoneneinsatz vernünftiger. 3 Tage und die wichtigsten Pisten wären weiß...
 
http://ondemand.orf.at/bheute/player.php?id=tir

In diesem von Starli gepostet Videobeitrag werden die Möglichkeiten der Anlage angesprochen. Für die Pitztaler geht es dabei wohl im Wesentlichen um die Verbindung zwischen Brunnenkogel und Mittelbergjoch. Kann mir vorstellen, dass die Anfang Oktober die Gletscherseepiste und die oberen Pisten im Bereich Mittelbergjoch öffnen.

Ich würde mir ein solches Ding für die Zugspitze wünschen, aber das bleibt wohl ein Wunsch.
 
Kaum zu glauben, wie schnell sich das ganze entwickelt - vor weniger als 10 Jahren wurden noch Ideen vom Einsatz von normalen Schneekanonen am Gletscher als Utopie abgestempelt ...

Ja, definitiv! Im August 2006 haben wir gewagt in einem Artikel im "Ausblick" diese Technologie als mögliche weitere Adaptionsstrategie an die Klimaänderung zu nennen. Drei Jahre später ist es soweit.

Wow! Die Abfahrt an der 6KSB ist bereits ca. 1/3 - 1/2 in der Länge und in der ganzen Breite mit einer (von den Bildern geschätzten) ca. 30cm Schneeauflage beschneit!

Sieht wirklich bereits sehr ordentlich aus. Werbeeffekt und Präsentation für die Weltpresse gelungen, würde ich sagen. Ob die in Zermatt auch so eine Präsentation machen?

warum man zuerst die fast 1 km lange und total gletscherfreie Piste entlang der 6KSB beschneit und nicht den kurzen gletscherfreien Abschnitt vom Gletscherende bis zur Talstation der Panoramabahn?

Meine Vermutung ist, dass es für den Bereich "Mittelstation Panoramabahn" bis Restaurant einfach noch 30-50 cm Naturschnee bräuchte. Der Abschnitt ist relativ lang (wenn auch recht flach), so dass die Snowmaker-Menge dafür wohl allein nicht ausreichen würde. Da ist die Gletscherseeabfahrt schmaler und kürzer.
Ich denke, dass man erst versuchen wird die Gletscherseeabfahrt und die 6-KSB komplett hinzubekommen, damit man auch dort den Betrieb aufnehmen wird können und danach dann die wirklich kurze Lücke zum Brunnkogelferner schließen wird. Wirklich gut wäre es, wenn man dank Snowmaker-Schnee den Zungenzerfall hier etwas verlangsamen könnte und à la Mölltal/Tiefenbachferner ein ganzjähriges, künstliches Firnfeld schaffen könnte.

Bin schon neugierig, wann die anderen Gletscherskigebiete einen Snowmaker aufstellen werden. Sehe v.a. Tux und Stubai als Kandidaten. In Tux könnte man die TFH-Beschneiung damit ergänzen (v.a. für Anfang September) und am Stubaier den Schaufelschußhang früh öffnen oder den Bereich bis Gamsgarten. Bzw. weiter ausapernde Felsen überdecken.
 
miki schrieb:
2) Kann mir jemand der sich im Pitztal besser auskennt ekrlären, warum man zuerst die fast 1 km lange und total gletscherfreie Piste entlang der 6KSB beschneit und nicht den kurzen gletscherfreien Abschnitt vom Gletscherende bis zur Talstation der Panoramabahn?

Könnte auch Kapazitätsgründe haben:
Die Pitzpanoramabahn hat nur 1200 p/h während die 6 KSB 2770 p/h hat..

Hier könnte es dann also gewaltige Staus (und somit unzufriedene Kunden) geben..

Gruß, Jens
 
Kann mir vorstellen, dass die Anfang Oktober die Gletscherseepiste und die oberen Pisten im Bereich Mittelbergjoch öffnen.

Das haben sie letztes Jahr noch mit "normalen" Kanonen geschafft.
In diesem Jahr sieht der untere Teil der Standard-Piste an der Mittelbergjochbahn schon recht verschneit aus.
Ich tippe, die Kanonen, die früher die Gletscherssepiste versorgt haben, stehen nun im unteren Bereich der Piste zur Mittelbergjochbahn, um eine rasche Öffnung zu ermöglichen. Aus Kapazitätsgründen ist diese "Achse" 6KSB und 8EUB (in voller Länge für Wiederholungsfahrten) sicher sehr sinnvoll.
Bei der Pitz Panorama-Bahn sind ja eh hauptsächlich Rennläufer unterwegs ... und das auch nur im oberen Teil.
So hätte man das ganze auch ein bisschen geteilt und für beide Parteien attraktive Angebote:
Rennläufer: Pitzpanorama und Brunkogel SL
Touristen: 6KSB Gletschersee und 8EUB Mittelbergjoch in voller Länge
 
Paar Zooms zur Baustelle am Rifflsee vom Rettenbachferner aus:



^ Zoom zu den Bauarbeiten im Skigebiet Rifflsee vom Rettenbachferner aus


^ Neue Talstation


^ Neue Bergstation, direkt am Gipfel, na wenigstens das...
 
So Leute, jetzt zeig ich euch mal was. War heut oben und, trotz eines super Skitages, doch ziemlich schockiert. Wenn nicht massive Sprengungen stattfinden, könnt ihr in 1-2 Jahren die "rechten" Pisten am Mittelbergjoch vergessen.

April 2006, Bild von molotov:
2006.jpg


Mai 2008, Bilder von starli:
P1260619.JPG

P1260618.JPG


24. Oktober 2009, Bilder von mir: (siehe angehängte Bilder)
2009_1024pitztal0016.jpg

2009_1024pitztal0043.jpg

2009_1024pitztal0052.jpg


Mir ist schon klar, dass im Frühling da noch mehr Schnee liegen wird... trotzdem kann man folgendes feststellen:
- In spätestens 2-3 Jahren ist der Felsriegel durchgehend und man kann eine Felswanderung ohne Eisberührung von der Mittelberg- bis zur GUB-Mittelstation machen.
- Wo früher mal die rote Piste war aus molotovs Bild, ist jetzt eine ca. 30-50 Meter hohe Steilwand
- Die schwarze auf starlis Bild macht's maximal noch diese Saison.
 
@Downhill

molotovs und deine Bilder werden bei mir nicht angezeigt.
Handelt es sich dabei um ein Problem mit dem Upload/Verlinkung oder liegts an mir?
 
Die Attachmentfunktion vom Forum ist leider ein ziemlicher Müll, ich hab's jetzt selber hochgeladen. Sollte jetzt gehen.
 
- Die schwarze auf starlis Bild macht's maximal noch diese Saison.
Na dann sind wir ja schon zwei. Meine Vergleichsfotos hatte ich ja vor wenigen Wochen hier gepostet:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?p=4642085#p4642085

Ich frag mich nur, warum die "alte rote" immer noch in den aktuellen Plänen eingezeichnet ist - mittlerweile kann man da ja fast schon als Verarsche sehen, weil die seit Jahren nun nicht mehr geöffnet werden konnte. Andererseits sind Phantom-Pisten am Pitztaler auch nichts ungewöhnliches, ich sag nur Schwarze Abfahrt von der GUB-Mittelstation runter ...
 
Danke für die leider wirklich schockierenden Aufnahmen! Eigentlich ist das hier der Gletscherskihang der mit am stärksten unter der Abschmelzung zu leider hat, da wirklich die Befahrbarkeit der Abfahrten massiv eingeschränkt ist und nicht der TFH und auch nicht der Stubaier Eisjochhang, denn dort hat man, wahrscheinlich wegen der großen Bedeutung dieser Abfahrten für die jeweiligen Gebiete, mit Hilfe einer Reihe von Maßnahmen versucht die Abfahrten aufrecht zu erhalten (Sprengungen, Umfahrungen, Beschneiung, Vermattung etc.). Ich weiß noch gut, bei meinen beiden Besuchen am Pitztaler 1997 und 2004 war das jeweils der Paradehang. Und auch wenn man alte Photos oder Pistenpläne ansieht: ein ebenmäßig steiler, fast 100 m breiter Traumhang. 1985 gabs hier sogar noch Sommerskibetrieb bis zum Geländeübergang ins Flache!

War die direkte Abfahrt am ehemaligen SL Mittelbergjoch 1 (ich komme mit den Nummern immer durcheinander) wirklich die letzten Jahre kaum mehr befahrbar? V.a. seit Ende des SLtes wird wohl das Interesse der Betreiber am Hang stark gesunken sein, zumal mit der "Macho Macho" (so hieß sie zumindest früher) ein vollwertiger Ersatz besteht. Trotzdem sehr schade: die 8-EUB könnte drei fast vollständig unabhängige Abfahrten bieten.

Was meint ihr: ist in diesem Bereich endgültig Schluß mit Skibetrieb oder kann man mit den genannten Sprenungen oder anderen Baumaßnahmen die Abfahrten reaktivieren (z.B. Ziehwegquerung im Felsriegel, darüber ist ja noch Eis, darunter schon länger Geröll, das man nur planieren braucht), inklusive einer schlagkräftigen Beschneiung für halbwegs frühe Öffnung im Frühwinter (Mitte-Ende November)?
Ich hoffe sehr, dass die Betreiber hier bald etwas unternehmen. Bevor man nämlich neue Berge erschließt, sollte man vielleicht die bestehenden befahrbar halten... Ich nehme aber auch an, dass man Zeit braucht, bis der Abschmelzvorgang einen gewissen Stand erreicht hat, von dem man aus planen kann und die weitere Entwicklung abschätzen kann. Nützt ja wenig hier einiges Geld zu investieren, wenn in fünf Jahren die Abfahrt wieder nicht befahrbar wäre...
 
heilige scheiße, die mittlere piste, unvorstellbar für mich dass ich dieses foto mal gemacht habe...
meine einschätzung: die mittlere rote ist definitiv verloren, da kann man meiner meinung nach auch nix mit sprengungen machen. die von unten gesehen rechte, könnte man noch mit umfangreichen vermattungen einfach retten.
genau das selbe an der linken abfahrt nahe der mittelstation
im übrigen stimme ich völlig mit dir überein downhill, erstmal das bestehende erhalten und vielleicht auch ausbauen, das würde mehr bringen und günstiger sein als irgenwelche ausbaupläne, dazu würde ich auch einen minmalen ausbau des schweizer wegs zählen (paar stufen in den fels schlagen und gehbar halten), den abriss des mittelberg 2 schleppers, da die piste dort auch immer schmäler wird
 
Ich denke, man muss da schon noch ein wenig differenzieren zwischen Herbst und Frühjahr. Wenn der Felsriegel unter 2 m Schnee begraben ist, dürfte man da noch gut fahren können, auch wenn es wohl eher eine Route sein wird als eine breite Carving-Piste. Jedenfalls suggerieren das die Bilder von starli. Natürlich ist der Hang für den Herbstskilauf über kurz oder lang verloren, aber ob man deswegen gleich sprengen muss, da hab ich so meine Zweifel.
Aus meiner Sicht ein Grund mehr, zu versuchen den Frühjahrsskilauf aggressiver zu vermarkten und dafür dem Herbstskilauf keine so übertriebene Bedeutung mehr zu geben.
 
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