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Neues am Stubaier Gletscher

Skiwelt07 schrieb:
Am Fernau könnte ich's nicht genau erkennen, aber ähnlcihe Arbeiten, wenn auch nicht ganz so extrem
Siehe Bescheid:
Durch den laufenden Gletscherrückgang sind Maßnahmen zur Gewährleistung der Seillinie, Standsicherheit der Stützen und des notwendigen Bodenabstandes der Sesselbahn „6 KSB Fernau“ erforderlich. Dabei beabsichtigt die Antragsstellerin folgende Maßnahmen mit Hinblick auf die Stützen:
▪ Stütze 9: Bei dieser Stütze wird die Trommel für das Gletscher-Halteseil demontiert, da zukünftig kein Gletscher- Halteseil mehr notwendig ist.
▪ Stütze 10 G: Die Stütze 10G wird ca. 80 Meter in der Seilachse talwärts verschoben, auf Fels gegründet und erhält einen neuen Stützenschaft. Die vorhandenen Rollenbatterien sowie die Podeste und Stützenjoch können weiterverwendet werden.
▪ Stütze 11G: Die Stütze 11G wird ca. 50 Meter in der Seilachse talwärts verschoben und auf Fels gegründet und erhält einen neuen Stützenschaft.
▪ Stütze 12G: Die Stütze 12G wird ca. 10 Meter in der Seilachse bergwärts verschoben und auf Fels gegründet und erhält einen neuen Stützenschaft.
▪ Stütze 13G: Die Stütze 13G wird ca. 50 Meter in der Seilachse talwärts verschoben und auf Fels gegründet und erhält einen neuen Stützenschaft.
▪ Stütze 14: Die neue Stütze wird sich ca. 10 Meter bergwärts der derzeitigen Stütze 13 befinden. Der Stützenschaft soll eine Länge von 11 Meter aufweisen.
▪ Stütze 15,16,17: Diese Stützen sind nach dem Umbau die derzeitigen Kuppenstützen 14abc und bleiben an Ort und Stelle. Die Fundamente müssen statisch überprüft werden die Stützen, die Stützen 15 und 16 geneigt und erhalten 2 Mal 10T und 1 Mal 8T.
 
Zur Zeit ist dort eine Baustelle.
Sowas sieht nie sehr schön aus. Jedefalls meistens.


Die Frage ist, wie werden die Bereiche hinterher aussehen?
Wie weit wird was angeglichen aufgefüllt, etc.

Ich denke man baut jetzt lieber gleich "richtig", damit man diesen Eingriff nur 1x machen muss.
Wenn man das erst in X Jahren machen würde, könnte es sein, dass die Bergbahnen bis dahin, jedes Jahr Eingriffe machen müßte.
Das wäre sicherlich aufwändiger und für den Gletscher auch nicht besser.
 
Skiwelt07 schrieb:
Wir das wohl im Winter wird, mit den meterhohen Löchern im Geltscher :nein:

Ist das mit den Stützen im Eis nicht quasi der Beweis dafür, dass es kein Gletscher mehr ist? Sonst würde das Eis doch gegen die Stütze "fließen" oder?

Jutta und Jürgen im Herbst...irgendwie müsste man den Leuten beibringen, dass es im Frühling und Frühsommer viel besser zum Skifahren taugt als auf ein paar Eisresten, aber das klappt offensichtlich nicht.
 
Ich frag mich allerdings schon, wie das mit dem von Eis umgebenen Stützen funktionieren soll, so man die Löcher denn wirklich auffüllt. Natürlich wird das Eis irgendwie auf die Stützen drücken. Da wird zwar keinen nennenswerte Bewegung mehr da sein, dass heißt aber nicht das gar keine da ist. Am Stelvio wurden die Stützen doch sogar mal nur von sehr viel Schnee umgedrückt?
 
Am Stelvio sind die Stützen aber auch drehbar auf den Eisankern gelagert und werden hauptsächlich durch das obere mittig verlaufende Stahlseil in Position gehalten. So wie bei quasi jedem Gletscher SL.

Am Hintertuxer sind die Lanzen ja auch auf Stahlrohren tlw. 4m unter Schnee montiert. da habe ich jetzt auch noch keinen verbogenen Mast gesehen.
Bevor der Gletscher im Fließprozess dagegen drückt wird wohl ehr das Eis rundum durch den Wärmeeintrag des Metalls abtauen. Gibt ja genug Praxisbeispiele, die das schon zeigen.
 
Sollten Fundamente im Boden im Vergleich zu den Eisankern da nicht sogar eher problematischer sein? Die sind ja mal überhaupt nicht flexibel. So stell ich mir das zumindest vor, aber das wird sich sicher jemand vom Fach angeguckt haben/angucken.

Wärmeeintrag wird es zusätzlich zur Schmelze auch noch geben, aber vermutlich erst ab dem nächsten Sommer. Wenn ich mir so die Bilder anschaue, das tiefste Loch sind so 10-15m, bei 2-3m Eisverlust pro Jahr ist da in 5 Jahren quasi kein Eis mehr. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie das ganze dann ausschaut, vor allem ob die Stützen dann ungewöhnlich hoch aussehen werden.
 
noisi schrieb:
Ich frag mich allerdings schon, wie das mit dem von Eis umgebenen Stützen funktionieren soll, so man die Löcher denn wirklich auffüllt. Natürlich wird das Eis irgendwie auf die Stützen drücken. Da wird zwar keinen nennenswerte Bewegung mehr da sein, dass heißt aber nicht das gar keine da ist. Am Stelvio wurden die Stützen doch sogar mal nur von sehr viel Schnee umgedrückt?

Gab es nichtmal in Sölden eine Heizung an der Stütze ?
 
Dede schrieb:
noisi schrieb:
Ich frag mich allerdings schon, wie das mit dem von Eis umgebenen Stützen funktionieren soll, so man die Löcher denn wirklich auffüllt. Natürlich wird das Eis irgendwie auf die Stützen drücken. Da wird zwar keinen nennenswerte Bewegung mehr da sein, dass heißt aber nicht das gar keine da ist. Am Stelvio wurden die Stützen doch sogar mal nur von sehr viel Schnee umgedrückt?

Gab es nichtmal in Sölden eine Heizung an der Stütze ?

Die gibts immer noch. An der Schwarzen Schneid der 2 Sektion. Soweit ich weiß, waren diese niemals in Betrieb.
 
s.oliver78 schrieb:
Dede schrieb:
Gab es nichtmal in Sölden eine Heizung an der Stütze ?
Die gibts immer noch. An der Schwarzen Schneid der 2 Sektion. Soweit ich weiß, waren diese niemals in Betrieb.

Das ist korrekt. Der Gletscher ist nach dem Bau der Stütze nie wieder so groß geworden dass das jemals relevant geworden wäre. Und bei den Fließgeschwindigkeiten von quasi Null die im Stubai noch vorherrschen sind die Löscher auch kein Thema. Höchstens die Absperrung in Form von Netzen drumherum.
 
Die offenen Löcher sind sicher kein Problem für die Seilbahn. Ich hatte aber gelesen, dass sie wieder verfüllt werden sollen, auf dieser Basis sind meine Posts zu lesen.
 
So viel kann man da nicht auffüllen. Nur das Betronfundament unten.

Vermutlich wird sich das Eis um die Stütze, so wie in Sölden auch, eher davon entfernen und abtauen. Außer es würde durch Flies geschützt werden, damit das verzögert wird.
 
Werden aufjedenfall interessant hohe stützen für eine Sesselbahn
 
Bin seit längerem spannender Leser des Forums und hab mich entschieden auch mal was beizutragen. Also falls ich was falsch mache geht mit mir nicht zu hart ins Gericht :wink:

Aufjedenfall wollte ich mir das umbedingt ansehen deshalb gibts ein Baustellen Update.
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Start vom Eisgrat
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Anderer Winkel vom Gaiskarferner

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Diese Stützenbaustelle hinterlies Fragezeichen, sind auch viele Bohrkerne rumgelegen

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Ähnlich wie bei der anderen Baustelle auch hier Löcher nur weniger tief
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Übersicht neue „Lifttrasse“ Fernau

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Links waren die Stützen früher glaub ich, gefühlt 10 Meter über der normalen Pistenhöhe

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Hier noch ein Bild Richtung Bergstation

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Hier steht schon der neue Stützen

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Hier ist nicht viel passiert

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Das obere Loch wird interessanterweise aufgefüllt

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Witzigerweise waren in der Station noch die alten Stützen inkl. alter „Achtung Ausstieg“ Schilder

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Windachferner Blick zu DSB Wildspitz

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Wann hier wohl wieder der Schlepplift kommt?
 
Danke für die sehr tollen Bilder, jetzt haben wir die Fernau Baustelle auch von nah gesehen :D

Warum man das obere Loch auffüllt ist sehr fraglich.
 
Skiwelt07 schrieb:
Danke für die sehr tollen Bilder, jetzt haben wir die Fernau Baustelle auch von nah gesehen :D

Warum man das obere Loch auffüllt ist sehr fraglich.

Naja ein Loch kann man ja schlecht da lassen neben der Stütze und die Stütze im Schnee vergraben ist halt auch nicht möglich mit den Dehnungseigenschaften von Metall das dürfte im Frühjahr dann extrem problematisch sein mit den Temperaturunterschieden der Stütze.
 
Das heißt man muss die Schneebrücke nicht mehr länger halten.
Wobei auch dann ein wenig Gletschereis wird weichen müssen
 
Skiwelt07 schrieb:
Das heißt man muss die Schneebrücke nicht mehr länger halten.
Wobei auch dann ein wenig Gletschereis wird weichen müssen
Dazu im Bescheid:
Zugehörige Schipiste
Die derzeitige Piste ist aufgrund des Gletscherrückgangs jährlich großen Veränderungen unterlegen. Durch die Verlegung der Talstation wird auch die Pistenführung in einer Art und Weise angepasst werden, dass zukünftige Geländeveränderungen durch den Gletscher keine bzw. weniger nachteilige Auswirkungen haben. Der Einstieg zur Piste Windach ist derzeit im Bereich zwischen der Bergstation Eisjoch und Jochdohle und soll dort verbleiben. Die derzeitige, gerade Pistenführung in Richtung Bestandstalstation Wildspitz wird zunächst für ca. 305 m beibehalten. Erst im Bereich des Schneedepots schwenkt die Pistenführung nach links (Süden) Richtung neue Talstation Wildspitz ab. Ab der Gletschergrenze windet sich die Piste in einer langgestreckten S-Kurve zur Talstation.

Auf der Gletscherfläche finden keine pistenbaulichen Maßnahmen statt. Ab dem Ende der Gletscherzunge wird mit vor Ort aus Aushüben gewonnenem Material ein Pistenkörper hergestellt. Diese Strecke weist eine Länge von 128 m auf. Zusammen mit dem Abschnitt über den Gletscher (188 m), welcher derzeit nicht befahren wird, weist die Piste nach Abschluss des Baus eine Gesamtlänge von etwa 581 m auf. Im gletscherfreien, modellierten Bereich ist die Piste mindestens 20 m breit und geht, nach dem steilen Gletscherabschnitt, in den Auslaufbereich und schlussendlich in den Anstellbereich über. Auf den Gletscherflächen sind die Neigungen durch das Gelände vorgegeben und betragen maximal 49%. Insgesamt überwindet die Piste eine Höhendifferenz von 133 m. Gleich am Beginn der modellierten Piste sind die Querneigungen maximal (10 %), um ein günstiges Abfließen der Lawinen aus dem Gletscherbecken zu erzielen. Nach Überquerung der Lawinenmulde reduzieren sich die Querneigungen wieder auf einen Durchschnittswert von 2%.
Quelle: Wintersport Tirol AG & Co. Stubaier Bergbahnen KG, Neustift im Stubaital; Verlängerung 2 CF Wildspitz am Stubaier Gletscher; Verfahren nach dem UVP-G 2000; BESCHEID
 
judyclt schrieb:
Skiwelt07 schrieb:
Wir das wohl im Winter wird, mit den meterhohen Löchern im Geltscher :nein:

Ist das mit den Stützen im Eis nicht quasi der Beweis dafür, dass es kein Gletscher mehr ist? Sonst würde das Eis doch gegen die Stütze "fließen" oder?

Jutta und Jürgen im Herbst...irgendwie müsste man den Leuten beibringen, dass es im Frühling und Frühsommer viel besser zum Skifahren taugt als auf ein paar Eisresten, aber das klappt offensichtlich nicht.
So wird es sein. Von oben kommt nichts mehr daher drückt auch nichts mehr. In der Mitte ist ein Felsschrofen. Und oberhalb und unterhalb in der Senke nur mehr Toteis. Und Toteis bewegt sich nicht weil es tot ist. Daher braucht man auch die Stützen nicht heizen. Das Eis verschwindet auf natürliche Weise.

Das mit dem Herbst müssen die Leute selber durch schlechte Erfahrungen merken.
Das Marketing der Bergbahn wird immer den Herbstskilauf, den Gletscherwinter und den Gletscherfrühling schönreden.
 
Das obere Loch wird interessanterweise aufgefüllt

Das wird tatsächlich interessant. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dann das Fundament dort ohne Weiteres gegründet wird. Wenn das Eis mal weg ist, zerbröselt ja sonst die Aufschüttung unter dem Fundament.
Evtl. wird hier noch mit Betonbohrpfählen gesichert.
Hoffentlich gibt's in den nächsten Wochen noch Bilder, die das dokumentieren.
 
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