Neue Sesselbahn ersetzt drei alte Anlagen
Morgen ist Spatenstich für die neue Sechsersesselbahn am Wiriehorn. Sie wird gleich drei alte Anlagen ersetzen.
Morgen macht die Wiriehornbahnen AG einen wichtigen Schritt in die Zukunft: Mit dem Spatenstich wird der Bau der neuen Sechsersesselbahn in Angriff genommen. Und diese wird gleich drei bisherige alte Anlagen auf einen Schlag ersetzen. Es sind dies die alte Zweiersesselbahn und der Bügellift Riedli-Nüegg sowie der Verbindungslift Heiteren. Die Wiriehornbahnen AG spricht von einem doppelten Gewinn: «Einerseits werden die Unterhaltskosten deutlich reduziert und andererseits wird der Komfort für die Kunden erheblich erhöht», teilt sie in einem Communiqué mit. Der Zeitpunkt diesen Sommer für die Ersatzinvestition drängte sich wegen der im Jahre 2009 auslaufenden Konzession und den immer grösser werdenden Unterhaltskosten der alten Anlagen auf.
Kapazität bleibt gleich
Der Bahnbau bezweckt keinen Kapazitätsausbau, sondern eine (rechtlich erforderliche) Erneuerung der Transportanlagen bei gleicher Kapazität. Die grösste bauliche Herausforderung besteht darin, dass das Gelände ziemlich steil ist, heisst es in der Mitteilung. «Der Komfort für die Gäste, seien es Skifahrer, Schlittler, Wanderer oder Biker, wird stark erhöht, da sich die Sessel beim Auf- und Absteigen nur sehr langsam vorwärts bewegen. Zudem wird die Fahrzeit im Winter um mehr als die Hälfe reduziert. »
Die Sechser-Sesselbahn Riedli-Nüegg weist eine schräge Länge von 403 Metern auf und überwindet einen Höhenunterschied von 418 Metern. Besass die alte Seselbahn 16 Stützen, so werden es bei der neuen nur noch elf sein. Die Fahrzeit reduziert sich von bisher 12 bis 14 Minuten auf 5 Minuten und 28 Sekunden, was einer Fahrgeschwindigkeit von 5 Metern pro Sekunde entspricht.
Die neue Anlage trägt den erhöhten Komfortsansprüchen Rechnung. Sie verfügt über Aufhängevorrichtungen für Bikes und hält so die Möglichkeit offen, den in den letzten Jahren stark gewachsenen Biketransport (Downhillstrecke des Vereins Hot-Trail) auszubauen.
Kosten gedrückt
Der Verwaltungsrat der Wiriehornbahnen AG ist weiterhin gefordert. Der Finanzplan sieht eine ausgewogene Finanzierung unter Einbezug verschiedener Geldgeber vor, heisst es weiter. Die Kosten der neuen Bahn konnten durch diverse Sparmassnahmen von 7,8 auf 7,2 Millionen Franken reduziert werden. Finanziert wird die Anlage durch einen Leasingvertrag (2,7 Mio.), ein Darlehen der Gemeinde Diemtigen (1,2 Mio.) und der Bäuerten (0,4 Mio.), ein Aktienkapital von 1,5 Mio. (aufgesplittet in eine AK-Erhöhung von 0,7 und und eine von 0,8 Mio.) sowie ein Investitionshilfe-Darlehen von 1,4 Mio. Die Wiriehornbahnen AG hat sich weiter überlegt, wie Geld für das Bauprojekt generiert werden kann und vermietet die Werbefläche der Sessel und Masten. Es besteht die Möglichkeit, Sponsor eines Teils des Förderseils der neuen Bahn zu werden. Der Preis beträgt einen Franken pro Zentimeter Seil.pd/sp
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