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Neues im Oberengadin

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
3303 schrieb:
Was mich übrigens wundert ist, dass sie diese Saison überhaupt läuft - die "Mountains" wollten sie ja eigentlich nicht mehr betreiben.

Das war ja Teil der Einigung. Wobei es sicher günstiger ist, die noch eine Saison zu betreiben und sie dann an einen anderen abzutreten, als den ganzen Rückbau zu finanzieren. Sollte sich ein Rückbau später doch als unausweichlich entpuppen, muss den wohl die neue Gesellschaft tragen.
 
Gemeinsames Auftreten für "Corvatsch - Diavolezza - Lagalb":
http://www.suedostschweiz.ch/panorama/2017-02-03/neue-bergwelt-im-oberengadin

Hier ein weiterer Artikel, mit Video:
http://www.rtr.ch/novitads/grischun...al-nov-mund-alpin-corvatsch-diavolezza-lagalb
Da ich kein Romanisch verstehe (und auch nur einzelne Brocken in den Interview-Passagen auf schwyzerdütsch ;D ) : falls da irgendwas interessantes erwähnt wird, das uns noch nicht bekannt war, könnte das bitte jemand übersetzen?

Im ersten Artikel steht übrigens auch diese Passage:
Alle Gäste profitieren von einem 365-Tage-Bergbahnen-Angebot, sieben Monaten Skibetrieb, fünf Monaten Sommerbetrieb.
Das steht doch eigentlich im Widerspruch zu der laut http://www.engadin.stmoritz.ch/files/berge/Betriebsdaten_Winter_17_18_DE.pdf geplanten Diavolezza-Schließung am 8. April 2018. Vielleicht ändert sich ja da noch was…
 
Meili kündigt an, durch den Zusammenschluss von Piz Nair und Corviglia im Sommer mehr Potentiale für Angebote zu sehen. Der Freie Fall wird genannt, aber konkret wird nichts beschrieben. Er sagt, man freute sich, dass Lagalb weiterläuft und erwähnt, dass die ESTM auf der Diavolezza und mit dem Ganzjahresbetrieb im Engadin etwas geleistet haben. (zu einer seiner Äußerungen sage ich jetzt mal nichts ;)
Moser sagt, dass der Winterbetrieb auf Lagalb nun gesichert sei. Der Sommer ist offen. Er erwähnt die Bikeangebote der Vergangenheit bzw. die Pläne, die es wohl für die Zukunft einmal gab. Konkretes beschreibt auch er nicht.

Das muss sich nun erst einmal einspielen, würde ich sagen.
Insgesamt positiv. Meine Sorge ist lediglich, dass der Frühwinter und der Frühling auf der Diavolezza momentan als nicht gesichert bewertet werden müssen. Anfang Dezember bis Anfang Mai wäre dort schon wünschenswert aus meiner Sicht.
 
Jetzt bleibt es also beim Status quo.
Ich wage mal die Prognose, dass sich die Ertragslage der Lagalbbahn nicht wesentlich verbessern wird.
Die Hahnenseebahn ist viel wichtiger, und eine Schließung der Lagalbbahn als Bauernopfer wäre verkraftbar gewesen.
Diavolezza hätte man dann eben eher auf den Sommertourismus ausrichten müssen, das Potential ist auf jedenfall da mit dem fantastischen Panorama auf den vergletscherten Piz Palü ( sozusagen als Bündner Jungfraujoch).
Chance vertan, schade!
 
Das sehe ich auch genau so. Lagalb hätte ich gegen Hahnensee gerne geopfert. Aber ob die viel zu mächtigen Umweltverbände den Deal überhaupt eingegangen wären, ist mehr als fraglich. Insofern ist es vielleicht nicht schlecht, das Pfand noch ne Weile länger zu halten.
 
Glaubt Ihr wirklich, die Familie Niarchos tauscht Piz Nair gegen Diavolezza und Lagalb, nur um dann Lagalb zu schließen? Dann hätten sie damit warten können, bis die Engadin St. Moritz Mountains den für sie den unangenehmen Teil der Arbeit erledigen.
 
Nein, natürlich nicht, schreiben wir ja beide auch nicht, sondern finden es schade. Somit wird eben ein Deal die nächsten Jahre sicher nicht möglich sein. Aber was in 5 Jahren mit Lagab sein wird, weiss heute niemand. Vielleicht kann man das Pfand DANN noch brauchen.
 
Also wenn ich den Worten des Herrn Meili, GF der Engadin St. Moritz Mountains, lausche, dann ist die Lagalb für die Destination sehr wertvoll. Auf die Frage nach der Kopplung der Genehmigung des Hahnensee-Projekts und der Schließung der Lagalb-Bahn anwortet er:

[url=http://reise-stories.de/st-moritz-vor-der-alpinen-ski-wm/ schrieb:
Reise-Stories.de[/url]"]Wir hätten das auch nur sehr ungern gemacht. Die Lagalb bietet mit den sportlichen Abfahrten, darunter der Schwarze Hang, die mit 86 % steilste Piste Graubündens, vor allem dem anspruchsvollen Gast ein Erlebnis. Solche Abfahrten brauchen wir, um allen Besuchern, deren Wünsche sich infolge der besseren Pistenpräparation und des weiterentwickelten Schneesportmaterials massiv verändert haben, entgegen zu kommen.
2.Januar 2017
:roll: :?: :mrgreen:

Wer bitte wollte eigentlich noch vor einem Jahr die Lagalb ersatzlos schließen?
 
@NeusserGletscher:
Danke, interessanter Artikel :)

Stimmt, die Lagalb-Passage klingt schon etwas lustig, wenn man weiß, dass man sie schon einmal fürs Tauschgeschäft einsetzen wollte, und einmal aus wirtschaftlichen Überlegungen aufgeben wollte ;)
Wobei ich Herrn Meili natürlich trotzdem abkaufe, dass man es nicht sonderlich "gerne" getan hätte…

Interessant fand ich auch folgende Passagen:

Weiter, als es in der Öffentlichkeit den Anschein hat. In fortgeschrittener Planungsphase ist bereits eine Beschneiungsanlage der beliebten Hahnenseepiste von Giand‘ Alva nach St. Moritz-Bad. Was das Bewilligungsverfahren für dieses Teilprojekt betrifft, sind wir guten Mutes, weil in diesem Fall der Einfluss auf Eidgenössischer Ebene bedeutend geringer ist, aber diese Beschneiungsanlage eine wesentliche Grundlage für die Hahnenseebahn in Richtung Corvatsch ist.
Ich wäre schon froh, wenn tatsächlich eine solche Anlage gebaut würde, und die Verbindung so zumindest in einer Richtung viel systematischer über die ganze Saison hinweg möglich ist. Das ermöglicht es, innerhalb eines Skitages Corvatsch und Corviglia sehr gut kombinieren zu können. Ganz besonders für jemand, der in Sils oder Silvaplana startet. Mich nach einem gelungenen Skitag dann abends in den Engadin-Bus zu setzen, stört mich jetzt nicht SO viel. Gut, für Leute die in St. Moritz oder Celerina starten, ist es natürlich doof, dass sie den Skitag immer noch mit einer Busfahrt unterbrechen müssten, aber immerhin kämen sie auch schonmal über die Piste zurück zu ihrem Ausgangspunkt.


Dazu zähle ich am Corvatsch die neuen Kabinen der Furtschellas-Bahn und zwei neue Sessellifte
Stimmt, die Kabinen waren ja schon für letzte und dann für diese Saison angekündigt. Irgendwie ähnelten die neuen Kabinen den alten aber sehr, ich hab's diesen Winter gar nicht bemerkt, dass die gewechselt wurden ;D


Dass wir nicht aufgeben, zeigt auch der Planungskredit, den die Gemeinde aufgenommen hat, um in naher Zeit doch noch eine Ski-Talabfahrt bis ins Dorf St. Moritz zu schaffen.
DAS hingegen habe ich bislang irgendwie ganz verpasst. Ist da bekannt, wie die verlaufen soll? Entsteht da womöglich eine interessante Piste, oder nur ein Ziehweg?


@ski-chrigel:
Ich hätte mich natürlich auch über Hahnensee-Bahnen gefreut. Wäre dies auf Kosten der Lagalb gegangen, dann aber schon mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Lagalb ist ein toller Skiberg, wild, hoch gelegen, wenig verbaut, mit grandioser Aussicht auf den Lago Bianco, und mit mehreren langen und schön steilen Abfahrtspisten. Ich verstehe, dass du als Tagesgast eher zu Corviglia (und ev. Corviglia-Corvatsch) gehst, aber als Wochengast bietet die Kombi aus Diavolezza und Lagalb einen unwahrscheinlich abwechslungsreichen Tagesausflug in einem Urlaub, wo man ansonsten auch viel das gleiche fährt. Denn seien wir ehrlich: SO groß sind Corviglia und Corvatsch auch wieder nicht.

Allerdings haben die Umweltverbände ja auch ziemlich deutlich gemacht, dass sie an einem Tauschgeschäft Hahnensee gegen Lagalb überhaupt kein Interesse hatten. Ansonsten hätten die Mountains diesen Joker sicher noch weiter versucht in der Hinterhand zu behalten, statt die Lagalb einfach so schließen zu wollen.


Hier auch noch ein neues Promo-Video für die Dachmarke "Corvatsch - Diavolezza - Lagalb":
https://www.facebook.com/corvatsch3303/videos/10155025384474600/

Nettes Video, auch wenn ich mir auch noch eine Furtschellas-Erwähnung gewünscht hätte ;)

So, wie die momentan anfangen, das ganze Thema zu vermarkten, scheinen die schon trotz der Tatsache, dass die gewünschte Kapital-Erhöhung noch aussteht und man noch bis Ende Februar Aktien zeichnen kann, recht zuversichtlich zu sein, die Lagalb zumindest mal die nächsten Jahre tatsächlich zu betreiben.
 
LGH schrieb:
@ski-chrigel:
Ich hätte mich natürlich auch über Hahnensee-Bahnen gefreut. Wäre dies auf Kosten der Lagalb gegangen, dann aber schon mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Lagalb ist ein toller Skiberg, wild, hoch gelegen, wenig verbaut, mit grandioser Aussicht auf den Lago Bianco, und mit mehreren langen und schön steilen Abfahrtspisten. Ich verstehe, dass du als Tagesgast eher zu Corviglia (und ev. Corviglia-Corvatsch) gehst, aber als Wochengast bietet die Kombi aus Diavolezza und Lagalb einen unwahrscheinlich abwechslungsreichen Tagesausflug in einem Urlaub, wo man ansonsten auch viel das gleiche fährt. Denn seien wir ehrlich: SO groß sind Corviglia und Corvatsch auch wieder nicht.
Wirklich verbunden hätten sie aber eben schon eine attraktive Grösse. Und die Grösse scheint auf dem heutigen Markt einfach extrem wichtig zu sein.
Natürlich hast Du Recht, dass ich als Tagesgast Lagalb links liegen lasse. Und Du weisst ja auch, dass ich bisher nur ein einziges Mal dort war. Ist mir einfach zu wenig attraktiv. Und eben nicht nur mir, wie die Zahlen zeigen. Insofern behaupte ich schon, dass der Verlust der Lagalb durch den Gewinn eines grösseren zusammenhängenden Skigebiets mehr als nur wettgemacht worden wäre. Natürlich, wenn man den Fünfer und das Weggli haben könnte, dann beides.
 
Aus meinem eigenen subjektivem Erleben ist mir der Erhalt von Lagalb/Diavolezza wichtiger als die, für mich trotzdem gekünstelte, Direktverbindung von Corviglia/Corvatsch-Furtschellas.
Für mich sind die Teilgebiete groß genug für einen schönen Skitag.

Wie gesagt - ein subjektiver Blick.
 
Fab schrieb:
Aus meinem eigenen subjektivem Erleben ist mir der Erhalt von Lagalb/Diavolezza wichtiger als die, für mich trotzdem gekünstelte, Direktverbindung von Corviglia/Corvatsch-Furtschellas.
Für mich sind die Teilgebiete groß genug für einen schönen Skitag.

Wie gesagt - ein subjektiver Blick.
Ich persönlich bräuchte sie auch nicht, aber heutzutage ist eben ein großes zusammenhängendes Skigebiet ein starkes Verkaufsargument.
Also kommt die Beschneiung Hahnensee jetzt? Wer bezahlt das eigentlich, die Mountains AG oder die Corvatsch AG?
 
Tiob schrieb:
Also kommt die Beschneiung Hahnensee jetzt? Wer bezahlt das eigentlich, die Mountains AG oder die Corvatsch AG?

Scheint so, dass vor allem die Mountains AG hier die treibende Kraft ist. Wobei natürlich auch eine Kooperation der beiden Gesellschaften denkbar wäre, so wie beim Hahnensee Express.

Reine Spekulation meinerseits: Vielleicht baut die Mountains AG sie jetzt, und verleiht sie zwischenzeitlich an die Corvatsch AG (oder stellt zumindest Strom und Wasser in Rechnung). Und wenn sie dann doch eines Tages dort Bahnen bauen dürfen, haben sie schon die Anlage.

Spontaner Gedanke: könnte man möglicherweise von einem alten Pumpwerk profitieren, das früher Wasser zu den Signal-Hängen hochpumpte und nun dank neuem Speichersee auf dieser Talseite überflüssig wurde?
 
Erfolgreiche Aktienkaptial Erhöhung. Für das neue Unternehmen Diavolezza Lagalb wurde mehr Aktien gezeichnet als erwartet. Das Ergebnis sind 3610 Namenaktien a 500.-Fr. =1805000.-fr. 70 Ideen für die Lagalb sind eingegangen. Unteranderem Reaktivierung des Club 8847. Damit nun alle Aktien bekommen wird nochmals das Kapital um 625000.-fr. erhöht. Quelle von http://www.engadinerpost.ch
 
Sehr gut!
Hoffen wir auf einen guten Start und dann auch wieder mehr Engagement für das Gebiet als die Mountains an den Tag legen.
 
plateau-nair-fan schrieb:
Den Pistenchef vom Piz Nair mitnehmen das wäre schon ein grosser Schritt.
Das scheint ein guter Mann zu sein?
Solange es nicht der ist, der entschieden hat, Gallerie als letzte Schwarze Buckelpiste abzuschaffen, gerne ;)
 
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