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Neues im Oberengadin

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
j-d-s schrieb:
Das müsste dann aber auch die Bundesebene (eine Behörde bzw. die Regierung, die gewählt ist) überprüfen bzw. bemängeln, nicht selbsternannte demokratisch nicht legitimierte Umweltschutzverbände.
Entscheiden tun am Ende die Gerichte und nicht die Umweltschutzverbände. Und das dies nicht demokratisch legitimiert ist stimmt eben nicht, es war das Schweizer Stimmvolk welche sie in einer Abstimmung legitimiert hat.
 
@ski-chrigel

Wenn es sinnlose Fundamentalopposition ist, stimme ich dir zu. Das kommt leider vor. Es kommt aber auch vor, dass gewisse Dinge von Behörden als bewilligungsfähig bezeichnet wurde, die Verbände Einsprache erhoben dagegen und dann vor Gericht Richt bekamen...

@j-d-s

Das mit dem demokraktisch nicht legitimiert, kannst du eben gerade vergessen. In der Schweiz wurde die Abschaffung abgelehnt und damit sind sie demokratisch automatisch legitimiert.

Gruss Chrigi
 
Nein, sind sie nicht, weil das dafür nicht ausreicht. Die Klagemöglichkeit mag demokratisch legitimiert sein, die Verbände an sich und deren Handlungen sind es aber nicht. Die Verbände werden ja nicht von der Allgemeinheit gewählt, sondern das sind private Vereine, die Partikularinteressen vertreten und die Klagemöglichkeit missbrauchen.
 
Die Verbände entscheiden ja auch nichts, das machen die Gerichte. Die wiederum handeln auf Basis von Gesetzen die unsere Legislative beschlossen hat, alles demokratisch. Auch Einzelpersonen können ja klagen, das wäre ja auch undemokratisch.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Die Verbände entscheiden ja auch nichts, das machen die Gerichte. Die wiederum handeln auf Basis von Gesetzen die unsere Legislative beschlossen hat, alles demokratisch. Auch Einzelpersonen können ja klagen, das wäre ja auch undemokratisch.

+1

Das Gegenteil ist der Fall, das Verbandsbeschwerderecht führt zu mehr Demokratie. Und das darum, weil am Schluss immer ein demokratisch legitimiertes Gericht entscheidet, ob ein Projekt demokratisch legitimierten Gesetzen entspricht. Das Verbandsbeschwerderecht ist sinnvoll, weil damit zum einen übergeordnete Interessen gewahrt werden, und zum anderen, weil langjährige Gerichtsverfahren direktbetroffene Einzelpersonen oft physisch, psychisch und finanziell überfordern.

Gegen das Verbandsbeschwerderecht sind eigentlich immer ungefähr die Gleichen. Nämlich die, die etwas zu ihrem Vorteil möglichst ohne Mitsprache anderer durchdrücken wollen. Undemokratisch wäre es, nicht zu prüfen, ob diese Interessen mit demokratisch legitimierten Regeln des Landschafts-, Natur- oder auch Denkmalschutzes vereinbar sind.

j-d-s schrieb:
Das müsste dann aber auch die Bundesebene (eine Behörde bzw. die Regierung, die gewählt ist) überprüfen bzw. bemängeln, nicht selbsternannte demokratisch nicht legitimierte Umweltschutzverbände.

Also vom funktionieren eines (föderalistischen) Staates hast du offensichtlich mal gar keine Ahnung. :lach: Wie soll das funktionnieren? Soll jede Entscheidung auf kommunaler Ebene durch weitere Beamte auf kantonaler und bundesebene erneut geprüft werden? Wofür?
 
Nein. Nicht jede Entscheidung. Sondern halt die, wo Bundesrecht betroffen sein könnte.

Und ich muss eben beim Verbandsklagerecht sagen, dass es eben dem Prinzip zuwiderläuft, dass man in einem Rechtsstaat nur dann Klagen kann, wenn man beschwert ist. Ein Grundbesitzer, über dessen Grund eine Piste verlaufen soll, ist beschwert. Aber ein Umweltschutzverband ist nicht beschwert, weil er eben kein öffentliches Interesse vertritt, sondern Partikularinteressen, wie der Lobbyverband der Autoindustrie oder ähnliche. In Österreich haben sie sowas ja auch mit demokratischer Legitimierung (sog. Umweltanwälte).

Aber ein großes Problem ist, dass die Verfahren massiv in die Länge gezogen werden. Und häufig gehts ja den Umweltschützern auch nur darum, dass man wenn man es schon nicht verhindern kann, wenigstens die Baumaßnahme um viele Jahre rauszögert. Hier müsste man festlegen, dass die Einspruchsfristen stark verkürzt werden und die Gerichte schneller entscheiden, und zwar auf allen Ebenen. Sodass man spätestens nach einem Jahr (nach Einreichung des Antrags durch den Bauherren) ein rechtskräftiges Urteil hat.

Siehe auch hier, das Projekt Hahnensee-Verbindung wird doch auch schon Jahrzehnte geplant und man kommt auf keinen grünen Zweig. Das muss gestrafft werden, damit man schneller weiß was Sache ist.
 
@Pilatus: Was du da von dir gibst ist doch nur pures Wunschdenken. Das gilt übrigens auch für Projekte in Stadt und Agglomeration.

Sätze und Aussagen wie: Wir sind der Meinung, in unseren Augen, es hat doch schon genug, man muss doch nicht überall, etc. bedeuten doch nichts anderes als dass bei der Einsprache schon direkt zugegeben wird dass es gar kein Gesetz, Bundesverfassungsartikel oder höheres Interesse gibt die Sache zu verhindern. Wäre das so würde es doch heissen das Vorhaben verstösst gegen A oder es entspricht nicht B.

Damit wir wieder zu Thema kommen: Mich interessier einzig und alleine ob das Projekt Hahnsee den jetzigen Bestimmungen entspricht oder falls diese speziell dafür geändert werden diese Änderungen nicht gegen sonst was wichtigeres verstossen.
Was wichtiger ist als anderes hat im übrigen schon Vorgängig das Volk zu entschieden, die Richter haben nur auszuführen sind aber nicht legitimiert Gesetzt zu erlassen.

Wem etwas nicht gefällt obwohl es Gesetzeskonform ist interessiert mich nicht. Mir gefällt auch nicht alles und überall.
 
@ Theo: Was ist Wunschdenken? So funktionniert es nunmal... und betrifft im Endeffekt wohl viel häufiger städtische Regionen als berggebiete. Und so wenig rechtliche Grundlage gibt es wohl nicht, sonst wäre z.B. das Hahnenseeprojekt längst gebaut.
 
Hahnensee Express jetzt im 10-Minutentakt:
https://www.corvatsch.ch/service/winter/hahnensee-express/

(Wenn ich das richtig verstehe, würden beide Linien 1 und 6 als „Hahnensee-Exptess“ gelten, und wären dann auch in den Tageskarten inbegriffen und auch direkt vom Signalparking erreichbar statt nur vom Kreisel. Und hätten auch keine Zwischenstopps außer dem Camping.)

Abfahrt wäre dann immer :06 :16 :26 :36 :46 und :56.

Die Linien :06 :26 und :46 hätten jedoch das alte Problem des :46, nämlich dass man bei der kleinsten Verspätung die Gondel verpassen wird. (Besonders wenn der Kabinenführer keinen Blick durchs Fenster wirft.)

Trotzdem finde ich den „Dauerfahrplan“ an sich eine super Sache, weil man praktisch gar nicht mehr auf die Uhr schauen muss, sondern einfach einsteigen kann.
 
LGH schrieb:
Trotzdem finde ich den „Dauerfahrplan“ an sich eine super Sache, weil man praktisch gar nicht mehr auf die Uhr schauen muss, sondern einfach einsteigen kann.
Doch, man muss eben weiterhin auf die Uhr schauen, damit man den :16, :36 oder :56 erwischt. Die anderen kann man mental grad streichen, weils bei den ignoranten Typen bei der Bahn dort eh nicht reicht...
 
Naja, Bus im 10-Minuten-Takt bringt eh nix, weil die Seilbahn im 20-Minuten-Takt fährt.

(Und damit nichtmal 1/3 der Betriebszeiten überhaupt läuft, ist schon unverschämt, so ein Takt.)
 
ski-chrigel schrieb:
Doch, man muss eben weiterhin auf die Uhr schauen, damit man den :16, :36 oder :56 erwischt. Die anderen kann man mental grad streichen, weils bei den ignoranten Typen bei der Bahn dort eh nicht reicht...

Naja, ich werd's nicht mehr tun. Ich habe bei mir zuhause auch einen Bus, der 10-Minutentakt fährt; das empfinde ich gar nicht mehr als Fahrplan sondern als Shuttle-Betrieb. So genau werden die Zeiten eh bei Bussen nie eingehalten, dass die da noch wirklich relevant sind. Wenn du dich z.B. doch nach dem unbeliebten :46er richten würdest und dann um :42 an der Haltestelle bist, kann es genauso gut passieren, dass du einen verspätetem :36er erwischst und dann die :00 Pendelbahn locker erwischst ;)

Das Problem liegt jetzt wirklich nicht mehr beim Fahrplan des Busses, sondern beim 20-Minuten-Takt der Gondel…
 
Warum fährt denn die Bahn so selten? Und warum lässt man den Buss doppelt so oft wie die Bahn fahren, wegen der Gegenrichtung?
 
Weil der Kundenorientierungsgedanke am Corvatsch weit hinter dem Rentabilitätsgedanken liegt.
 
Macht aber auch keinen richtigen Sinn, dann lase ich nämlich die Busse nicht so oft fahren, das ist teurer hals ein dichterer PB Takt.
 
Das mit dem Rentabilitätsgedanken am Corvatsch muss man leider komplett zurückweisen. Die Corvatschbahn hat seit sehr vielen Jahren nie eine Dividende ausgezahlt und hat in vielen Jahren einen Verlust erwirtschaftet.
Nur Dank der Geldspritzen der Niarchos Familie ist die Bahn noch nicht insolvent.

Da die Fahrtzeit der 1. Sektion Murtel mit Ein- und Aussteigen knappe 10 Minuten beträgt, ist der 20 Min Takt bei wenig Andrang ziemlich verständlich, sonst würde die Bahn ja fast nonstop fahren.
 
Sorry, aber das ist Unsinn. Die 1.Sektion ist nicht länger als viele andere PBs auch, die alle einen 15min-Takt fahren. Kleines Beispiel:
Arosa Weisshorn 2.Sektion: 2640m Länge, Fahrzeit 6.5min, 10min-Takt
Surlej Corvatsch 1.Sektion: 2700m Länge, Fahrzeit 6.7min, 20min-Takt.
Noch Fragen????

Wenn man kundenorientiert wäre, hätte man den 15min-Takt schon längst eingeführt. Wie in Sils auch.
Dass sie finanzielle Hilfe benötig(t)en ist wohl kaum auf diesen Takt zurückzuführen, auch wenn man dadurch natürlich ein paar Franken spart.
 
snowworld schrieb:
Das mit dem Rentabilitätsgedanken am Corvatsch muss man leider komplett zurückweisen. Die Corvatschbahn hat seit sehr vielen Jahren nie eine Dividende ausgezahlt und hat in vielen Jahren einen Verlust erwirtschaftet.
Nur Dank der Geldspritzen der Niarchos Familie ist die Bahn noch nicht insolvent.

Da die Fahrtzeit der 1. Sektion Murtel mit Ein- und Aussteigen knappe 10 Minuten beträgt, ist der 20 Min Takt bei wenig Andrang ziemlich verständlich, sonst würde die Bahn ja fast nonstop fahren.

Die Fahrzeit der 1. Sektion beträgt ca. 5:30-5:45 Minuten, hab ich selbst gestoppt und getrackt. Rein rechnerisch sind es sogar nur etwa 4:30 Minuten (Streckenlänge 2719 Meter, Geschwindigkeit 10 m/s), selbst mit Be- und Entladen und Beschleunigungs- und Abbremszeitraum kommst du nichtmal in die Nähe von 10 Minuten.

Demgegenüber ist die PB in Laax mit 4100 Metern deutlich länger (und hat auch ne längere Fahrzeit) und selbst die hat nen Takt von 15 Minuten, und das auch noch obwohl man auch mit Umlaufbahnen hoch kann.
 
Laax hat nur bei den ersten drei Fahrten am Morgen einen 15min-Takt, danach einen 20min-Takt, was ich angesichts der Länge nachvollziehen kann, auch wenn mir der durchgehende 15min-Takt lieber wäre.
 
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