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Neues im Oberengadin

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
Vadret schrieb:
...Ersatz Skilift Languard Pontresina, durch neue Skiliftanlage.
Wieso keine 8KSB mit Sitzheizung und Kindersicherung?
 
Grundsätzlich würde ich neue Kabinen auch interessant finden, da man dann auch was Neues fürs Auge bekommt. Den Antrieb sieht man ja nicht ;-)

Wenn also in dieser Hinsicht jemand mehr erfahrt, nur her mit den Infos…
 
Das haben die aber super hinbekommen. Da drinn fühlt man sich sofort wohl.
 
Nicht direkt im Skigebiet, aber trotzdem wichtig:

25 Jahren sind vergangen seit die ersten Pläne für eine Erweiterung des ehemaligen Hallenbades St. Moritz geschmiedet wurden, viele hitzige Diskussionen an den Gemeindeversammlungen, zahlreiche Volksabstimmungen und Projektwettbewerbe für Erweiterungen des ehemaligen Bades oder Neubauten wurden durchgeführt und geschätzte 5-6 Baugesuche wurden eingereicht bis ein bewilligungsfähiges Projekt auf dem Tisch lag.
Heute, den 02. April 2012 fuhren für das neue Sportzentrum „Ova Verva“ am Standort des rückgebauten Hallenbades endlich die Bagger auf. Die Bauarbeiten für das grösste und teuerste je realisierte Infrastrukturprojekt der politischen Gemeinde St. Moritz (65-70 Mio Fr.) nach dem Parkhaus Serletta & Dorftunnel (40 Mio Fr., 2003-2004) und der Corvigliabahn, ca.25 Mio Fr. 1984-1985) starteten Heute somit offiziell.





 
Schade, daß der eigentlich sinnvollere Bau einer Eishalle trotz eines positiven Votums des Stimmvolks aufgrund der zurückhaltenden Einstellung einiger Bürger nicht umgesetzt...
 
Noch ein paar ergänzende (zum Teil gleiche) Infos aus dem Bericht der Jahreshauptversammlung des Fördervereins
...Info Sesselbahnen: Giachem Bott gibt Auskunft über die Sesselbahnen: Die Sesselbahnen sind zu 66% in der Hand der Öffentlichkeit. Der Winterbetrieb des Skigebietes, wie z.B. der Unterhalt von Pisten und Wegen, verursachen den Gemeinden hohe Kosten. Einen Kilometer beschneite Piste kostet eine Million Franken. Der Wintertourismus ist für das Engadin wichtig und daher drängt sich auch ein Ersatz des Bügelliftes Albanas auf: Die steilen Rampen sind insbesondere für Anfänger schwierig zu bewältigen und auch der Präparierungsaufwand der Pisten extrem hoch weshalb drei verschiedenen Varianten für ein neues Trassee einer Sesselbahn geprüft werden. Probleme von Aushub, Schmelzwasser, Zufahrten brauchen gute Lösungen. Favorisierte Variante: Crasta als Talstation mit kuppelbaren Sesseln mit sicheren Bügeln und Hauben, die vor allem auch für Kinder geeignet sind. Die Höhendifferenz beträgt 608m und es können 720 Pers./Std. befördert werden. Die Kosten belaufen sich auf 7 Mio. Fr. Zur Mit-Finanzierung soll der Landverkauf (Bauparzelle Talstation Alabanas) beitragen, wo mit einem Erlös von ca. 3 Mio. Fr. gerechnet werden kann. Der Rest soll mit einer Beteiligung der Plaiv-Gemeinden und evtl. einer Aktienkapitalerhöhung abgedeckt werden...
Wobei mir die geplante Förderleistung von 720 Pers./Std sehr gering vorkommt!?
 
Nächsten Sommer soll mit dem Bau des 450`000 m³ fassende "Natuspeichersee Corviglia" neben dem Lej Alv begonnen werden. Die grösse des Sees wird den Speichersee Tiefenbach in Sölden im Schatten stellen. gerechnet wird mit Kosten von 15-18 Mio. Fr.

http://www.mountains.ch/de/projekte/speichersee-corviglia/
 
Hallo liebe Freunde des Engadins,
leider bin ich etwas enttäuscht über die spärliche Entwicklung des Engadins. OK, ein Speichersee ist geplant. Macht ja vielleicht auch Sinn bei dem zunehmenden Einsatz an Schneekanonen. Bin selber aber nicht gerade ein Freund des Kunstschnees und der damit einhergehenden Pistenpräparierung. Wer kann mir z.B. sagen, wo es hier noch nennenswerte Buckelpisten gibt? Wann bin ich wohl das letzte mal auf Pulverschneehängen gefahren, die den Namen noch verdienen ...? Nun kann man das Rad der Geschichte wohl auch nicht mehr zurückdrehen...

Was ich aber wirklich vermisse, das sind richtungsweisende Neuerungen. Ich werde immer ganz neidisch, wenn ich mitkriege, wo überall wieder heizbare Sessellifte installiert wurden. Gerade im Engadin mit den zum Teil ziemlich arktischen Temperaturen würde dies Sinn machen. Weltweit gibt es immerhin schon 150 Stück davon, im Engadin noch keinen Einzigen!

Die Funitel Galzigbahn in St. Anton wäre auch so eine erstrebenswerte Neuheit gewesen. Bei ihr entfällt das lästige Treppensteigen. Gerade bei der Diavolezza hätte dies z.B. einen großen Reiz gehabt, da man die Talabfahrt mangels fehlender Lifte häufiger als woanders fährt. Stattdessen wurden hier bei einem Neubau eigentlich nur neue Gondeln eingesetzt. (Ich weiss schon, dass noch ein paar Dinge mehr ausgetauscht wurden.)

Bei anderen Skigebieten gibt es immer mal wieder Erweiterungen des Pistenplanes. Im Engadin sieht es fast andersherum aus. So las man ja schon, dass die Lagalb in einem Kuhhandel aufgegeben werden soll als Kompensation für einen Ausbau der Hahnensee-Abfahrt. Ich hoffe, dass sich im Rahmen der SKI-WM 2017 endlich etwas zum Guten wandeln wird. Meistens gibt es zu solchen Ereignissen ja einen gewissen infrastrukturellen Schub. Allerdings sind die Vorhaben dann ja auch schon mit in die Bewerbungen eingeflossen. Weiss jemand etwas über etwaige Pläne? Wie sah es bei anderen Orten aus, die die WM an Land gezogen haben? Was passierte 1974 bei der letzten WM in St. Moritz?
 
Die Schweiz muss ja kein Österreich Nr. 2 werden! Und zu den Erweiterungen: In der Schweiz kann man nicht einfach sagen: "So bauen wir mal eine Sesselbahn ins Juhee hinauf. Wir haben zwar kein Geld, aber der Staat zahlt das dann schon."

Neuerschliessungen sind bei uns sehr sehr schwer zu machen (Ausser man heisst Cari 2000 :wink:). Bis man da alles umgezozt, geplant und dann noch die Umweltschutzverbände beruhigt hat, vergehen ein paar Jahre, wenn nicht gerade Jahrzente.

Aber zu Lagalb bin ich deiner Meinung: Man kann das doch nicht einfach aufgeben!
 
1972 passierte eine ganze Menge im Pistenbau und hinsichtlich der Erweiterung der Skigebiete, insbesondere Furtschellas.
@Pistenentwicklung im Rückgang: das ist die logische konsequenz aus der Wechselwirkung zwischen modernen, kapazitätsstarken Anlagen, Pistenverschleiß und dem verschleißresistenten Kunst"Eis", den Ansprüchen des Kunden an die Pistenqualität, Kosten je PistenKm etc. All dies zwingt zu immer wenigeren, aber gleichmäßig beschneiten und präparierten Pisten.
Die letzten beiden offiziellen Buckelhänge sind der Starthang Minor am Piz lagalb und Gallerie auf Corviglia.
Da mir diese Entwicklung nicht zusagt habe ich mich in den letzten Jahren eher zum typischen Engadiner Wintergast entwickelt und fahre nur noch wenig Ski dort.
 
Nach dem Zuschlag für die FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaften 2017 sind einige (Gross-) Projekte in der Pipeline die viele Millionen Franken verschlingen werden.
Bekannt sind ja der Bau des riesigen Naturspeichersees Corviglia für 15-18 Mio Fr und der Ersatz und Erweiterung der Signalbahn durch ein neues Bahnsystem. Für Details zu letzterem Grossprojekt ist es noch etwas verfrüht, da derzeit so viel ich weiss eine Gesamtplanung über das Gebiet Talstation Signalbahn läuft. Aber denke es wird nicht mehr lange dauern bis Details publik werden.
Für die Hahnensee-Erschliessung/Verbindung von der Talstation der Signalbahn zum Skigebiet Corvatsch werden derzeit die Voraussetzungen für die Richtplananpassung geschaffen. Wie Schöditaz bereits angemerkt hat, braucht ein solches Verfahren viel Zeit. Bei entsprechender finanzieller Lage -Einsprachen der USO`s vorbehalten- ist angeblich Realisierungsziel bis zur Ski WM 2017, aber wie die Bergbahnen derzeit finanziell dastehen, wissen die meisten, somit ist es fraglich ob man sich derzeit ein solches Vorhaben leisten kann und künftig auch betreiben / unterhalten kann.
 
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