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Neues im Oberengadin

  • Ersteller Ersteller Anonymous
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Informationsdokument über die neue Gondelbahn Signal:
http://www.mountains.ch/de/projekte/neue-gondelbahn-signal

Hier wird erstmals auch die zusätzliche (oder alternative?) Talabfahrt eingezeichnet.

Hmm… In der Saison 2014/2015 scheint es dann anscheinend wirklich überhaupt keine Signalbahn zu geben. Zumindest wird nichts von einer provisorischen Konzessionsverlängerung der alten Bahn erwähnt. Corviglia würde man dann nur über die Chanterella-Bahn, Celerina und Suvretta erreichen.
 
LGH schrieb:
Informationsdokument über die neue Gondelbahn Signal:
Danke für den Link.
Ich finde es immer interessant, wie in solchen Dokumenten das alte System schlecht gemacht wird, und das neue Bahnsystem gepriesen wird. Die Förderleistung der alten Bahn beträgt nicht 1000, sondern mindestens 1200 P/h. Das die neue EUB weniger Rollgeräusche macht, möchte ich angesichts der zusätzlichen Stützen und Streckenrollen bezweifeln. Außerdem werden für den Bau der EUB einige Bäume weichen müssen. Krass ist der neue Stationskomplex. Wenn ich direkter Anwohner wäre, würde ich genauer hinsehen bei diesem Projekt.
Ich weiß, ich sehe die Sache nicht ganz leidenschaftslos. Eine so leistungsfähige Habegger-PB plattmachen und durch eine 08/15 EUB ersetzen löst bei mir keine Begeisterung aus. An der PB habe ist selbst an Ostern noch nie angestanden, im Gegenteil, für ein Foto der Bahn auf der Strecke musste ich immer lange warten, weil nach Fahrplan gefahren wurde.
 
Und ich finde es immer interessant, dass es Leute gibt, die alten, eckigen, unkomfortablen und nach Fahrplan fahrenden Büchsen (Pendelbahnen) nachtrauern. Für mich völlig unverständlich, die neue Bahn ist doch ein riesiger Qualitätsfortschritt.
Offenbar ist noch nicht entschieden, wer die neue Bahn bauen soll, da auf dem Prospekt sowohl Leitner als auch Doppelmayr abgebildet sind. Oder dann hat der, der den Prospekt gemacht hat, einfach schnell schnell was aus dem Internet zusammengesucht... Man hat sich nicht mal die Mühe gemacht, die Logos der abgebildeten Gondeln (Dorfbahn Königsleiten) zu neutralisieren.
 
Interessante Darstellung.
Klar interessengeleitet werden isoliert die Informationen dargestellt, die die neue Bahn dezenter aussehen lassen.
Die neue Bahn macht eben 8 Stunden Dauerlärm, wäjhrend die alte im Pulsbetrieb natürlich wesentlich dezenter, da oft emissionslos, mit leeren Seilen still stand. Gleiches gilt für die Korridorbreite.
Als Anwohner würde ich übrigens wegen der Dauerbeschallung große Sorgen haben.

Nun aber zur Optik:
Abgesehen von der zukünftig vollgehängten Trasse und dem unkomfortablen Einstieg (ich mocht das hinterhergelaufe in den lärmenden Stationen einer EUB noch nie - erinenrt mich vermutlich immer an Schülerferienjobs in lauten Industriehallen am Fließband) muss ich als bekennender PB-Freund dennoch sagen:
Die Stationen - besonders die am Berg - der alten Bahn haben mich seit jeher gestört. Der riesige Klotz in prominenter Lage war meines Erachtens schon immer unschön und prägte das Bild des Berges zu stark. Das war auch damals eine große Diskussion gewesen.
Natürlich sind die neuen Photomontagen nun so gestaltet, dass die neue Bahn möglichst gut aussieht, aber dennoch wird das oben mE sicher dezenter und harmonischer.
Zum Standort selbst: Für Fußgänger sicher schlechter, als der alte. man kommt zwar etwas besser zur Trutz, aber ansonsten liegt er dann außerhalb des Panoramaweges.
Archictektonisch gefallen mir die neuen Talstationsbauten von der Simulation her besser, als die alten - wenn auch die Parkhäuser (?) arg mächtig sind.
 
3303 schrieb:
Als Anwohner würde ich übrigens wegen der Dauerbeschallung große Sorgen haben.
Ich arbeite ca. 50m neben der Talstation einer 6EUB von Doppelmayr aus dem 2007. Man hört sie, aber nur wenn man sich darauf achtet. Und nur den Motor resp. das Quitschen der Pneus bei der Aus-/Einfahrt. Man gewöhnt sich schnell daran und nimmt das nicht mehr wahr. Mich stört es also überhaupt nicht, obwohl ich meistens täglich 8h davon betroffen bin. Aber wir wissen ja alle, Lärmwahrnehmung ist völlig subjektiv.
 
LGH schrieb:
Informationsdokument über die neue Gondelbahn Signal:
http://www.mountains.ch/de/projekte/neue-gondelbahn-signal

Hier wird erstmals auch die zusätzliche (oder alternative?) Talabfahrt eingezeichnet.

Hmm… In der Saison 2014/2015 scheint es dann anscheinend wirklich überhaupt keine Signalbahn zu geben. Zumindest wird nichts von einer provisorischen Konzessionsverlängerung der alten Bahn erwähnt. Corviglia würde man dann nur über die Chanterella-Bahn, Celerina und Suvretta erreichen.

Ein Jahr ohne Zubringer kann ich mir nicht vorstellen, da ja doch sehr viele Gäste über den Parkplatz einsteigen. Wobei es ja schon sein kann, dass einfach soviel Bauzeit benötigt wird. Wenn man sich mal die Pläne anschaut sieht der neue Talstationskomplex schon sehr groß aus, den stellt man ja sicherlich nicht in einem Sommer hin. Naja vielleicht auch schon, wir werden sehen.

Ich begrüße die neue Bahn auf jeden Fall. Denn wenn es schlechtes Wetter hatte und oben alles nebelig war, musste man bisher immer im Tal warten bis die nächste Kabine abgefahren ist. Jetzt gibt es immerhin eine "Waldabfahrt" mehr mit schneller Bahn dazu. Ich hätte es aber begrüßt wenn man die Bahn bis ganz nach oben durch gezogen hätte und nicht nur bis zur Alp Giop, dort eine Mittelstation und dann weiter bis nach oben. Das hätte mir mehr zugesagt :-)
 
In der Engadiner Post ein Artikel zur Ski-WM 2017 in der die Gemeinde über den geplanten Kredit von 11,95 Millionen SFr. informiert wurde.
Die neue Beschneiungsanlage für 3,4 Millionen Franken für die Rennpiste gab anlass zu reden.

Ansonsten erntete das OK Kritik: «2017 ist lediglich eine Kopie von 2003.» oder «Die Innovation fehlt»

Quelle: http://www.engadinerpost.ch/2013/09/«live-future»-den-worten-folgen-taten.html
 
ski-chrigel schrieb:
Und ich finde es immer interessant, dass es Leute gibt, die alten, eckigen, unkomfortablen und nach Fahrplan fahrenden Büchsen (Pendelbahnen) nachtrauern. Für mich völlig unverständlich, die neue Bahn ist doch ein riesiger Qualitätsfortschritt.
Richtig, ich muss ja immer lachen, wenn einer diese Metallkisten, knallvoll gefüllt mit schlecht riechenden Leuten, verteidigt. :lach:

Und @ Bergstation - da schaue man sich mal am Kronplatz um, wie minimalistisch sowas sein kann.
Schweizerische gefühlte 52 Treppen und Aufzüge sind nicht zwingend notwendig ....
 
Na dann ersetzt mal die Eibseebahn oder die aufs Kleine Matterhorn durch eine EUB! Es gibt nun mal Gelände, da hat eine EUB keine Chance. Ergo haben die Pendelbahnen durchaus noch ihre Existenzberechtigung. Auch beim Transport von Gütern (beispielsweise zur Versorgung eines Restaurants oder gar eines Ortes), sind PBs leistungsfähiger. Viele PB-Kabinen haben einen Wassertank, entweder anhängbar oder sogar fest eingebaut. Da gehen mehrere Kubikmeter Wasser rein, mit einer EUB fährst du ein paar Mal bis du das oben hast. Zum ein- und ausfädeln der Transportgehänge muss zudem meistens die Bahn angehalten werden. Es geht auch ohne, doch dann wird es sehr aufwändig. Das kann man sehr gut an der 6EUB Betten - Bettmeralp sehen.
 
Rüganer schrieb:
Richtig, ich muss ja immer lachen, wenn einer diese Metallkisten, knallvoll gefüllt mit schlecht riechenden Leuten, verteidigt. :lach: ...
Viel musst du noch lernen - junger Jedi.
 
3303 schrieb:
Rüganer schrieb:
Richtig, ich muss ja immer lachen, wenn einer diese Metallkisten, knallvoll gefüllt mit schlecht riechenden Leuten, verteidigt. :lach: ...
Viel musst du noch lernen - junger Jedi.
:lach:

Hab irgendwo mal geschrieben "auf einen richtigen Berg führt kein Sessel oder EUB"

Im diskutierten Fall Signalbahn könnte eine Gondelbahn allerdings die kundenfreundlichere Variante sein. Kenne den Streckenverlauf nicht, da ich immer in Celerina eingestiegen bin.
 
Fab schrieb:
Im diskutierten Fall Signalbahn könnte eine Gondelbahn allerdings die kundenfreundlichere Variante sein. Kenne den Streckenverlauf nicht, da ich immer in Celerina eingestiegen bin.
Auf jeden Fall, Die Trasse dürfte technisch kein Problem darstellen und insgesamt ist das auch keine Geländestruktur, die eine PB oÄ erfordern würde. Wie es mit dem Wald ist, weiß ich allerdings nicht.
 
GMD schrieb:
Na dann ersetzt mal die Eibseebahn oder die aufs Kleine Matterhorn durch eine EUB! Es gibt nun mal Gelände, da hat eine EUB keine Chance. Ergo haben die Pendelbahnen durchaus noch ihre Existenzberechtigung. Auch beim Transport von Gütern (beispielsweise zur Versorgung eines Restaurants oder gar eines Ortes), sind PBs leistungsfähiger. Viele PB-Kabinen haben einen Wassertank, entweder anhängbar oder sogar fest eingebaut. Da gehen mehrere Kubikmeter Wasser rein, mit einer EUB fährst du ein paar Mal bis du das oben hast. Zum ein- und ausfädeln der Transportgehänge muss zudem meistens die Bahn angehalten werden. Es geht auch ohne, doch dann wird es sehr aufwändig. Das kann man sehr gut an der 6EUB Betten - Bettmeralp sehen.
Dein Argument von wegen Topografie, ok, wie zB. am Kl.Matterhorn. Aber das sind Ausnahmen.
Hingegen zieht es nicht in Sachen Materialtransport. Das kann man auch völlig problemlos mit Gondel- oder Sesselbahnen lösen. Schau Dir mal den 6er-Sessel Alp Trida in Samnaun an. Dort wird seeehr viel Material transportiert, alle Restaurants damit versorgt, völlig problemlos, ohne dass der Sessel je anhalten muss, nur für einen kurzen Moment wird die Geschwindigkeit reduziert. Auch die Eisgratbahn am Stubaigletscher hat grosse Transportgondeln, wo ganze Palette drauf Platz haben. Und das kann man auch mit grossen Wasserbehältern.
Pendelbahnen sind mit wenigen Ausnahmen Bahnen von vorgestern, die der heutige Gast nicht mehr will. Der PizValGronda wurde auch nicht freiwillig mit einer unkomfortablen Pendelbahn erschlossen...
 
ski-chrigel schrieb:
Pendelbahnen sind mit wenigen Ausnahmen Bahnen von vorgestern, die der heutige Gast nicht mehr will. Der PizValGronda wurde auch nicht freiwillig mit einer unkomfortablen Pendelbahn erschlossen...

Das sehen vieleicht die Wintersportler so. Viele Pendelbahnen sind dagegen Ganzjahresbahnen und die Fahrt mit ihnen ist aufgrund ihrer kühnen Linienführung schon für sich ein Erlebnis (z. B. Zugspitze, Marmolada, Schilthorn, Diablerets usw.).
 
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