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Neues im Thüringer Wald

Hallo@all..

Ich bin durch Zufall hier über dieses Forum gestolpert und kann nur sagen, die Schneekopfbahnen sind noch nicht vom Tisch. Und auch Oberhof ist sehr an diesem Skigebiet interessiert, da sich dort auch Probleme bei einem Ausbau des Fallbachlift-Gebietes ergeben würden.

Das derzeit größte Problem ist die Tatsache, dass der Schneekopf Trinkwassereinzugsgebiet ist. Aber gerade hier scheint sich derzeit etwas in positive Richtung zu bewegen.
 
@schneekopfbahnen

willkommen im Forum!

Kannst Du mehr über den konkreten Stand der Dinge hinsichtlich des Schneekopfgebietes sagen...?!
Ich interessiere mich sehr für das Projekt und bin das Gelände vergangenen Sommer mal komplett abgegangen... Sofern Du event. Interna kennst, die nicht öffentlichkeitstauglich sind, freue ich mich auch über eine PN.
 
@manitou

http://www.thueringer-wald.com/tw/downloads/100930%20Machbarkeitsstudie%20Schneekopfbahnen%20-%20Abschlussberic~1.pdf

...unter diesem link findest Du die Machbarkeitsstudie.

Wie ich schrieb, ist die größte Problematik derzeit die Geschichte mit dem Trinkwasser. Diese wird/ wurde aber von den Gegnern sehr aufgebauscht.

Von 15 Quellen ist nur eine einzige betroffen.

Der Speicherteich soll 65.000m³ Wasser fassen, nochmal 65.000m³ zusätzlich sind angesetzt/ geschätzt für den Beschneiiungsbedarf einer ganzen Saison. Die Talsperre, welche von den Quellen dort gespeist wird, hat aber ein Stauvolumen von 18 Mill. m³ Wasser. Gegner des Projektes tun gern so, als würde Thüringen verdursten müssen, wenn das Skigebiet kommt. Aber wie gesagt, derzeit kommt positive Bewegung in die Sache.
 
Danke! Die Machbarkeitsstudie kenn ich... Was mich an dieser nach Veröffentlichung fasziniert hat war, dass ich mir zuvor selbst Gedanken über Lift/Pistenführung gemacht hatte und eine 90%ige Deckung mit dem Planer Schweiger ( www.seilbahnprofi.de ) hatte.

Was mich interessiert ist, wer als Investor auftreten soll, wie weit das Finanzierungskonzept ist, da ja die Zeit wegen der EU-Förderung wahnsinnig drückt. Damit die das Projekt noch auf die Reihe bekommen, müssten die eigentlich mit Hochdruck auf allen Ebenen parallel arbeiten. Wie sieht der aktuelle Status hinsichtlich des Widerstandes des Umweltministeriums aus?

Hast Du Infos darüber?
 
130.000 m³ Wasser pro Saison??? 8O 8O 8O
Für die - pardon - paar km Pisten?
Zum Vergleich: Lech am Arlberg braucht 260.000 m³ pro Saison!

Übrigens: Nürnberg als Einzugsgebiet ist zumindest für den Winter lachhaft - erstens ist das Fichtelgebirge näher und sogar mit öffentlichen Verkehrsmitteln und einer VGN-Tageskarte für 17 Euro zu erreichen und wenn man sich schon für 2h oder mehr ins Auto setzt zum Skifahren, dann geht es von N aus gleich in die Alpen.
 
chianti schrieb:
Übrigens: Nürnberg als Einzugsgebiet ist zumindest für den Winter lachhaft - erstens ist das Fichtelgebirge näher und sogar mit öffentlichen Verkehrsmitteln und einer VGN-Tageskarte für 17 Euro zu erreichen und wenn man sich schon für 2h oder mehr ins Auto setzt zum Skifahren, dann geht es von N aus gleich in die Alpen.

Das sehe ich nicht unbedingt so!
Nürnberg ist 160km entfernt und hat eine sehr gute direkte Verkehrsanbindung über die A73 (Autobahnabfahrt in 8km Entfernung zum Skigebiet). Sollte der Schneekopf je realisiert werden, dann warten dort hochattraktive Pisten aller Schwierigkeitsgrade. Der Schneekopf wäre nach Feldberg und Arber die Nr 3 in den deutschen Mittelgebirgen. Dagegen ist das Fichtelgebirge/Ochsenkopf langweilig. Von N ins nächstliegende Alpenskigebiet (GAP) sind es 260km und man muss durch M hindurch, was immer stresst - und es dauert mehr als doppelt so lange wie zum Schneekopf.
 
manitou schrieb:
Was mich interessiert ist, wer als Investor auftreten soll, wie weit das Finanzierungskonzept ist, da ja die Zeit wegen der EU-Förderung wahnsinnig drückt. Damit die das Projekt noch auf die Reihe bekommen, müssten die eigentlich mit Hochdruck auf allen Ebenen parallel arbeiten. Wie sieht der aktuelle Status hinsichtlich des Widerstandes des Umweltministeriums aus?

Hast Du Infos darüber?



Zur Zeit ist von einer "Investorengruppe" die Rede. Auf alle Fälle soll es einen privaten Investor geben.
Der Ort Gehlberg ist relativ "klein" um laut genug zu klappern. Deshalb gibt es im Moment intensivere Gespräche mit Oberhof und der Ferienregion um eine "Lobby" für das Skigebiet zu formieren.
Die endgültige Entscheidung jedoch fällt in der Politik. Reinholz hatte es abgelehnt, es stellte sich aber heraus, dass er nicht "richtig" informiert war was die Wasserproblematik betrifft. Er dachte auch an das "verdurstete" Thüringen. Da werden jetzt gerade die Gespräche wieder aufgenommen, nachdem man dort etwas mehr Klarheit reinbringen konnte.
 
chianti schrieb:
130.000 m³ Wasser pro Saison??? 8O 8O 8O
Für die - pardon - paar km Pisten?
Zum Vergleich: Lech am Arlberg braucht 260.000 m³ pro Saison!

Übrigens: Nürnberg als Einzugsgebiet ist zumindest für den Winter lachhaft - erstens ist das Fichtelgebirge näher und sogar mit öffentlichen Verkehrsmitteln und einer VGN-Tageskarte für 17 Euro zu erreichen und wenn man sich schon für 2h oder mehr ins Auto setzt zum Skifahren, dann geht es von N aus gleich in die Alpen.



Naja, sorry, ich bin nicht der Experte was den Wasserbedarf betrifft. Habe dies nur aus der Studie.

Also von Nürnberg bist Du in weniger als 2 Stunden mit dem Auto am Schneekopf und dank der Autobahnanbindung hast Du ab Autobahnabfahrt Oberhof oder Gräfenroda ca. 10-13km noch zu fahren - abhängig davon, wie und wo man dann die Parkplätze/ Lifte endgültig anlegt.
Ausserdem ist immer noch die Bahnhofsanbindung im Gespräch. Wäre optimal, denn Gehlberg liegt an der Bahnstrecke Erfurt-München - da kann man also raus aus dem Zug und die Ski anschnallen.
 
Ausserdem ist immer noch die Bahnhofsanbindung im Gespräch. Wäre optimal, denn Gehlberg liegt an der Bahnstrecke Erfurt-München

Aus meiner Sicht sollte eine Anbindung des Skigebietes (wenn es denn tatsächlich gebaut werden sollte) an die Bahn unbedingt erfolgen.

Es bietet sich hier doch wirklich an, sowohl Lift- wie Pistenmäßig. Und der mögliche Einzugsbereich ist (siehe o.g. Bezug) glaube ich schon ziemlich groß, ich denke Nürnberg und auch Leipzig ist da nicht zu weit weg. Soweit ich weiß (habe das jetzt schon mehrfach gelesen) wird derzeit gerade auch in den Alpen bei der einen oder anderen Neuerschließung und/oder Ergänzung von Skigebieten der Bahnanbindung eine recht große Bedeutung geschenkt. Ganz aktuell sind diese Gedanken auch bei der eventuellen Anbindung von Brixen zur Plose nicht unbedeutend bei der Planung. Und schlussendlich könnte man dies dann sogar noch ökologisch verkaufen :wink:
 
Dazu kommt noch: solch eine Investition ist ja auf mindestens 30 Jahre gerechnet. Wenn man sich anschaut, wo der Spritpreis vor 15 Jahren war, kann man sich angesichts der Entwicklung in Indien und China leicht vorstellen, dass in 15 Jahren eine Autofahrt von 400km (hin und zurück) zum Privatvergnügen nur einer kleinen Minderheit noch locker ins Budget passt. Da ist der Skipasspreis dann schon fast egal ...
 
jene1 schrieb:
Ausserdem ist immer noch die Bahnhofsanbindung im Gespräch. Wäre optimal, denn Gehlberg liegt an der Bahnstrecke Erfurt-München

Aus meiner Sicht sollte eine Anbindung des Skigebietes (wenn es denn tatsächlich gebaut werden sollte) an die Bahn unbedingt erfolgen.





Ich denke, diese Anbindung hängt von mehreren Faktoren ab, obwohl sie zu begrüßen wäre.
Zum einen befindet sich der Bahnhof auf einer Höhenlage von lediglich 600m. Dies setzt sicher einen ziemlich hohen Beschneiungsaufwand voraus, will man da auch eine Piste bis ins Tal legen.
Dann ist dieses Tal rund um den Bahnhof "sehr eng", man kann also vor Ort keine großflächigen Parkplätze bringen.
Aller "Aufwand" der dort betrieben würde, dient also dann tatsächlich "nur" jenen Skifahrern, die mit dem Zug anreisen. Ob sich dies "rechnet", kann ich nicht beurteilen.
 
Die Anbindung des Bahnhofes ist technisch kein großes Problem.
Alles oberhalb 600m nn. gilt im Tw lt. Wintersportstudie als schneesicher, außerdem haben wir am Bhf. einen Nordhang.

Für die Anbindung an das Skigebiet braucht es eine (gebrauchte) ca. 700m lange 2SB zum "Felsenschlag". Dort hätte sie Anschluss an die anderen Pisten. (Mit dem Titel "Felsenschlag" ist auf Google-Earth an entsprechender Stelle ein Foto gepostet; in der Machbarkeitsstudie Pistenplan S.37 teilt sich an der Stelle die Abfahrt vom Schneekopf zur SB-Schneekopf und SB-Brand)). Neben der 2SB müsste eine Piste zum Bhf. geschaffen werden, die rotes Niveau hätte (700m Länge mit einer Höhendifferenz von ca. 170m). Das wäre außerdem eine interessante Abfahrt. Über Forstwege könnte zudem eine blaue Umfahrung geschaffen werden. Die zusätzlichen Kosten für gebrauchte 2SB samt Beschneiung dürften bei ca. 1,5 Mio€ liegen.
Die Talstation müsste man aus Platzgründen im Bereich der ehemaligen Güterverladegleise errichten.

Bei sehr schlechter Schneelage könnte die 2SB dann auch von Skifahrern talwärts genutzt werden. Letzteres Problem ist jedoch m.e. nicht wirklich relevant, wenn man berücksichtigt, dass der tiefste Punkt des Skigebietes eh bei ca. 660m liegt. Ein 50m tiefer liegender Bahnhof macht da keinen so großen Unterschied mehr aus. Das Tal am Bhf. ist eng und sonnenarm, d.h. geologisch überdurchschnittlich kalt.
 
@manitu....ich habe da keine Kenntnisse, ob sich die Investition mit der Bahnhofsanbindung rechnet.
Dazu käme noch die Frage, ob dort weitere Trinkwasserquellen betroffen wären, dann kann man es wohl gleich vergessen.
Natürlich würde ich die Anbindung begrüßen, aber man wird sich wohl was gedacht haben, sie in der Studie aussen vor zu lassen.
 
Seit wann gibt es denn am Inselsberg ne Beschneiung ???
Skilift Am Großen Inselsberg

Der Schlepplift liegt am Nordhang des 916,5 Meter hohen Großen Inselsberges. Erreichbar ist die Talstation über die Tabarzer Hauptverkehrsstraße in Richtung Brotterode oder über das Plateau des Inselsberges. Parkplätze stehen ausreichend zur Verfügung: Talstation Schenkenwiese (50); Kleiner Inselsberg (250-300). Auf dem Plateau befindet sich überwiegend eine Parkverbotszone.

Höhe: Bergstation: 900 m ü. NN, Talstation: 720 m ü. NN, Gesamtlänge aller Pistenarten: 2.160 m, Farbe: blau-rot-schwarz, künstliche Beschneiung.

Hab die Info auf der HP gelesen---->>>> http://www.tabarz.de/cms/aktiv/loipen-lifte-pisten/
 
Ne einsame Kanone an der Bergstation hab ich dort schon gesehen. Leider hab ich davon kein Bild gemacht. Weitere Schneeerzeuger konnte ich aber nicht erblicken. Letztes Jahr war ich nicht am Inselsberg, aber 2010 sollte es dort schon eine künstliche Beschneiung gegeben haben...

Gruß Nils
 
Kleine Anfrage des Abgeordneten Kuschel der Linken im Thüringer Landtag vom 22.08.2012 und Antwort des zust. Ministeriums vom 08.10.2012, hier durch Staatssekretär Richwien zum Projekt Schneekopfbahnen:

http://www.die-linke-thl.de/uploads/media/dr55095.pdf

Im Kern geht es dabei darum, dass "sofern an der in 2010 vorgelegten Machbarkeitsstudie festgehalten wird - neuere Projektunterlagen liegen nicht vor - aus Naturschutzsicht Anlass zur Sorge gegeben ist, dass die Erhaltungsziele der betroffenen Natura-2000-Gebiete sowie der ökologischen Funktionen der Lebensstätten einiger betroffener europarechtlich geschützter Arten erheblich beeinträchtigt werden könnten".
Bislang läge aber weder eine FFH-Verträglichkeitsstudie noch eine artenschutzrechtliche Bewertung vor. Auch wird in Frage gestellt, dass die naturschutzrechtlichen Bedenken in den erforderlichen Ausnahmeverfahren überwunden werden können. Schließlich würden auch noch forstrechtliche Hürden bestehen.

So wie ich das interpretiere sieht es damit wohl nicht gut aus für das Skigebiet. Allerdings habe ich auch das Gefühl, dass das Projekt nicht mit der entsprechenden Ernsthaftigkeit/ Professionalität betrieben wird. Bereits 2010 hat dieser Linke eine ähnliche Anfrage gestellt - und die damals bereits bestehenden offenen Fragen scheinen bis heute nicht geklärt bzw. angegangen worden. Schade, Echt Schade.

Im übrigen hat sich nun auch noch die jetzige Landrätin des Ilmkreises, Frau Enders (im übrigen auch von der Linken), ganz im Gegensatz zu ihrem Vorgänger, kategorisch dagegen ausgesprochen "Mit ihr sei das Skigebiet nicht zu machen".
 
Wenn man die Anfrageantwort detailliert liesst, dann kann man zwei unterschiedliche Schlüsse daraus ziehen:

1. Es sieht nicht gut aus für das Skigebiet
2. Da die Linke sowieso in Opposition zu dem Skigebiet steht, (anders die Landesregierung), wird taktisch bewusst so geantwortet, damit die LINKEn und Naturschützer keinen negativen Medienrummel erzeugen können, denn das wäre das zum gegenwärtigen Zeitpunkt denkbar ungünstig.

Die Statements zu 1. zeigen nämlich, dass hinter den Kulissen an dem Projekt weiter gearbeitet wird.
Wie verzögernd sich eine Negativkampagne auswirkt, hat sich am Wurmberg im Harz gezeigt.
 
jene1 schrieb:
Im übrigen hat sich nun auch noch die jetzige Landrätin des Ilmkreises, Frau Enders (im übrigen auch von der Linken), ganz im Gegensatz zu ihrem Vorgänger, kategorisch dagegen ausgesprochen "Mit ihr sei das Skigebiet nicht zu machen".


Diese Aussage wurde zur Kenntnis genommen, mehr im Moment auch nicht. Man ist sich darüber im Klaren, dass die Entscheidung in Erfurt fallen wird. Politische "Grabenkämpfe" sollen im Moment vermieden werden, da es einen potentiellen Investor gibt.
 
manitou schrieb:
Die Statements zu 1. zeigen nämlich, dass hinter den Kulissen an dem Projekt weiter gearbeitet wird.



Ja, denn es steht immer noch der Termin des Bürgermeisters mit Reinholz aus, da Reinholz wohl noch immer krank ist.

Erst dann wird man weitere Aussagen treffen können.

Und es steht auch zum Gespräch, dass bei einer derzeit viel diskutierten event. kommenden Gebietsreform der Ort Gehlberg sich Oberhof anschließen möchte, den Schneekopf quasi als "Mitgift" mitbringt.
 
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