Chasseral schrieb:
Ich habe gerade nochmal Jojos Homepage intensiv studiert und dabei erstmals so richtig festgestellt, dass sich St. Luc / Chandolin auch in Zukunft gezielt als Schleppliftgebiet positionieren will. Eine mutige Entscheidung - finde ich. Man will wohl das Pistenangebot (durch neue Schlepplifte) weiter verbessern anstelle einer kostenaufwändigen Komfortsteigerung bei den Beförderungsanlagen. Mir persönlich gefällt diese Strategie besser als das genaue Gegenteil (das in Cervinia praktiziert wird). Bleibt aber abzuwarten, wie "der Markt" reagiert. Andererseits: Es ist in der Regel nicht schlecht, genau das Gegenteil der anderen zum machen - nur "schlafen" darf man nicht.
Ich glaube das größte Problem in St.Luc-Chandolin ist einfach das Finanzielle! "paddy" erzählte mal, dass bei der Fusion von St.Luc und Chandolin festgelegt wurde, dass sich die neue Gesellschaft nicht verschulden darf. Ich bin zwar kein BWLler, aber das ist doch betriebswirtschaftlich nicht besonders schlau?!
Man muss aber trotzdem die Verbesserungen im Skigebiet sehen, sei es damals um die Höherverlegung der Talstation des Skiliftes "Pas de Boeuf", die sich im Nachhinein als voller Erfolg erwiesen hat oder den Ausbau der Beschneiungsanlagen an genau den richtigen Stellen (wie oft waren vorher die Piste "Prilet" oder die am "Forêt", sowie "Tignousa" nicht mehr oder nur sehr schlecht befahrbar!). Da in diesem Sommer auch noch die "Rotzé" mit Beschneiungsanlagen ausgestattet wurde, sehe ich nun keinen akuten Handlungsbedarf mehr was die Beschneiungsanlagen im Skigebiet betrifft.
Chasseral schrieb:
Auch die PB-Verbindung Grimentz-Zinal ist sehr mutig unud dürfte das Skigebiet in die Region der abwechslungsreichsten der Alpen katapultieren.
Was meinst Du mit "mutig"?! Finanziell gesehen?!
Ich bin der Meinung, dass diese Verbindung die beiden Gesellschaften, aber v.a. auch die ansässigen Hoteliers, Gaststätten, Geschäfte, etc... weit voranbringt. Man hat dann ein Skigebiet von 120km Pisten, Zinal scheint bei den Schweizern sowieso recht beliebt zu sein.
Ich persönlich habe halt die Angst, dass durch die Verbindung der Charakter, welcher die Gebiete in meinen Augen auszeichnet, verloren gehen könnte.
Aber wie gesagt, wirtschaftlich wird es sicherlich weiter gewinnbringend sein. Grimentz "boomt" in den letzten Jahren ja sowieso schon ziemlich, werden jetzt auch noch ein neues "Chalet-Areal" und in den nächsten 2 Jahren ein 4-Sterne-Hotel gebaut.