Hier noch einige Informationen dazu
Quelle: www.tirol.com
Mayrhofen: Hindernislauf zu neuer Ahornbahn
Die Ahornbahn hätte heuer zum Müll oder ins Museum wandern sollen, um einer neuen Bahn Platz zu machen. Daraus wird nichts, der Neubau spießt sich.
Im Jahre 1968 feierten die Mayrhofner die Eröffnung der Bahn auf ihren Hausberg. Seither sind 37 Jahre ins Land gezogen und die Bahn ist hoffnungslos veraltert. Lächerliche 400 Personen befördern die zwei Seilbahngondeln pro Stunde maximal bergwärts.
Die Mayrhofner Bergbahnen wollten daher heuer den Seilbahn-Oldtimer durch eine neue, zeitgemäße Bahn ersetzen. 1200 Personen sollten bereits im kommenden Winter in modernsten Großgondeln stündlich Richtung Ahorn schweben.
Bereits im Mai wurde das Projekt eingereicht. Da sich die Behörden mit ihren Bescheiden Zeit ließen, war der Zeitplan nicht mehr zu halten. Erst am 2. September landete der positive Naturschutzbescheid auf dem Tisch von Vorstand Josef Reiter.
"Es war geplant, sofort mit sämtlichen Baumaßnahmen zu beginnen, um wenigstens bis zum Beginn der Sommersaison 2006 eine Inbetriebnahme der neuen Bahn zu erreichen", erklärt der Bahnchef.
Aber auch daraus wurde nichts. "Leider ist mittlerweile etwas eingetreten, mit dem weder die Marktgemeinde Mayrhofen noch wir gerechnet haben", berichtet Reiter, "es gab beim Bau- bzw. Flächenwidmungsverfahren von einem Anrainer einen Einspruch, der eine neuerliche Verzögerung mit sich bringt."
Für den Vorstand der Bahn ist dieser Einspruch unverständlich, da im Konsensweg Ausgleichsmaßnahmen bezüglich Lärm- und Sichtschutz angeboten worden seien.
Laut Reiter ist nun mit einer Inbetriebnahme der neuen Bahn "nicht vor der nächsten Wintersaison" zu rechnen.
Reiter gibt zu bedenken, dass die Verzögerung auch den ausführenden Firmen schadet. "Die Firmen haben im Vertrauen auf einen positiven Ausgang der Behördenverfahren bereits Vorarbeiten geleistet", erklärt Josef Reiter, "allein bei den Hochbauten für die Bahn und die Beschneiungsanlage wären 60 Mitarbeiter der mit der Ausführung betrauten Firmen über mehrere Monate beschäftigt gewesen."
Quelle: www.tirol.com