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Neues in Arosa Lenzerheide

švi-nigel schrieb:
Kulmwiese. Ja klar, das wär ntrlch der Knüller aber ebven ein no-go. Frag mich grad, warum man den HEx nicht von anfang an dort gebaut hatte, als man das noch hätte tun können.
Die Talstation des HEx steht heute „am Wasser“, weil die AG Autobus und Skiliftanlagen Arosa 1945 eine rasch realisierbare und möglichst kostengünstige Möglichkeit suchte, unmittelbar nach Kriegsende auch das Hörnligebiet mechanisch zu erschliessen. Man entschied sich daher etwas kurzsichtig für den Bau eines Gurtenschlepplifts, der ausschliesslich auf Aroser Grundeigentum - also südlich der langen Grenzmauer, welche die Churer Alpen von der Aroser Alp trennt - stehen sollte.

Die genannten Vorgaben führten zur bodengebundenen Linienführung Gründji (Pkt. 1828, alte Talstation direkt an der Plessur) - Mittler Wasserboden - Hörnligrat. Das etwas abgelegene Gründji wurde mit einem einfachen, knapp 1 km langen Pfad - dem Katzenlochweg - vom Kulm her zugänglich gemacht. Da man dann 1963 für die neue Hörnlibahn und den neuen Hörnlilift ebenfalls keinen Churer Alpboden beanspruchen wollte, war auch deren Linienführung im Wesentlichen vorgegeben. Immerhin konnte man mit dem neuen (heutigen) Standort der Hörnlibahn-Talstation den Zugang vom Kulm auf etwa die Hälfte des Wegs reduzieren. Auch war es so möglich, für den Bau der Gondelbahn eine Transportseilbahn vom Büdemji her zu errichten und später mit der Hörnlistrasse eine vollwertige Zufahrt zur Talstation zu realisieren. 1986/87 hat dann der Hörnli Express die Linienführung der Vorgängerbahn praktisch unverändert übernommen.

Hätte man 1945 statt dem klapprigen und nach dem Umbau von 1948 unzuverlässigen Oehler-Kombilift eine kuppelbare Zweiersesselbahn à la Flims - Foppa gebaut (was eine wesentlich komfortablere und nachhaltigere aber initial auch wesentlich teurere Lösung gewesen wäre), wäre unter Inanspruchnahme von Churer Boden wohl eine direkte Linienführung Kulm - Hörnligrat über weitgehend unbebautem Grund noch möglich gewesen, die man heute noch nutzen könnte (also praktisch der vorstehende Standortvorschlag von Benutzer Felsäsepp). Die Kulmwiese selbst hätte man aufgrund der von Benutzer Weisshorn schon erwähnten Skischutzzone, der Lärmimmissionen und des Ortsbilds wohl schon damals nicht direkt in Anspruch genommen.

Wäre, hätte, Velokette.... ;-)
 
talent schrieb:
Ja, Kombianlagen mit Sesseln ab/ bis Mittelstation gibt es schon. Beispiele sind Auenfeldjet/Weibermahd in Lech & Gletscherjet 3+4 am Kitzsteinhorn.
Solche Kombi-Anlagen können eine elegante Lösung sein, sind aber wegen ihrer Komplexität auch ein potenzielles Betriebsärgernis. Verzichtet man deswegen beim Auenfeldjet/Weibermahd inzwischen nicht sogar auf den Durchfahrbetrieb mit den Gondeln?
 
Weisshorn schrieb:
talent schrieb:
Ja, Kombianlagen mit Sesseln ab/ bis Mittelstation gibt es schon. Beispiele sind Auenfeldjet/Weibermahd in Lech & Gletscherjet 3+4 am Kitzsteinhorn.
Solche Kombi-Anlagen können eine elegante Lösung sein, sind aber wegen ihrer Komplexität auch ein potenzielles Betriebsärgernis. Verzichtet man deswegen beim Auenfeldjet/Weibermahd inzwischen nicht sogar auf den Durchfahrbetrieb mit den Gondeln?

Diesen Winter liefen sie nicht im Durchfahrbetrieb, das ist richtig. Grund war allerdings nicht die Technik, sondern der Personalmangel (Durchfahrbetrieb benötigt mehr Leute da komplexer). https://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=144&t=65826&p=5348393&hilit=weibermahd#p5348393
In den Wintern davor war meines Wissens immer Durchfahrbetrieb - ich zumindest habe es nie anders erlebt :wink:
 
Also Ideen gibts viele: Der Ersatz vom Hörnliexpress ist ja bereits auf 2026 terminiert, da gibts wohl eine EUB. Fixe SB hat es ja seit 2019 nicht mehr, daher könnte man Tschuggen Ost durch eine KSB austauschen oder die beiden 3KSB am Piz Scalottas durch eine Kabinenbahn mit Mittelstation ersetzen, da die ja zu ihre bald 30+ Betriebsjahren zusätzlich täglichen Sommerbetrieb haben. Sonst könnte man freilich noch den ein oder anderen SL sinnvoll ersetzen, so zB Scharmoin (ggf mit verlängerter Trasse), Valbella (wobei der effektiv nur Zubringer ist und keine Kapazitätstarke Piste erschliesst), Proschieri (wegen dem Nachtskilauf), Gertrud (in 10 Jahren möglicherweise in Kombination mit Pedra Grossa) oder Dieschen (auch ggf verlängert).
Abgesehen davon wird wahrscheinlich einiges in neue Beschneiung und dem Umbau des ein oder anderen Restaurants fliessen.
Aber man hat ja bekanntlich in dem letzen beiden Jahren an Umsatz einbüssen müssen, deswegen wird man wohl realistischerweise das Geld erstmal sparen oder Schulden abbauen.
 
rxphl schrieb:
Also Ideen gibts viele: Der Ersatz vom Hörnliexpress ist ja bereits auf 2026 terminiert, da gibts wohl eine EUB. Fixe SB hat es ja seit 2019 nicht mehr, daher könnte man Tschuggen Ost durch eine KSB austauschen oder die beiden 3KSB am Piz Scalottas durch eine Kabinenbahn mit Mittelstation ersetzen, da die ja zu ihre bald 30+ Betriebsjahren zusätzlich täglichen Sommerbetrieb haben. Sonst könnte man freilich noch den ein oder anderen SL sinnvoll ersetzen, so zB Scharmoin (ggf mit verlängerter Trasse), Valbella (wobei der effektiv nur Zubringer ist und keine Kapazitätstarke Piste erschliesst), Proschieri (wegen dem Nachtskilauf), Gertrud (in 10 Jahren möglicherweise in Kombination mit Pedra Grossa) oder Dieschen (auch ggf verlängert).
Abgesehen davon wird wahrscheinlich einiges in neue Beschneiung und dem Umbau des ein oder anderen Restaurants fliessen.
Aber man hat ja bekanntlich in dem letzen beiden Jahren an Umsatz einbüssen müssen, deswegen wird man wohl realistischerweise das Geld erstmal sparen oder Schulden abbauen.

Tschuggen Ost und Hörnli sind Teil der Arosa Bergbahnen, die Frage bezog sich aber auf die LLB (Lenzerheide). Alles weitere ist leider Spekulation, oder?
 
Also die SB4 Obertor habe ich mal bewusst exkludiert, da die ja erst 2015(?) gebaut wurde. Man könnte die höchstens à la Saalbach mit einer 10MGD D-Line ersetzen. Aber bevor das passiert, vergehen sicherlich noch 15 Jahre. Da hat man sicherlich andere Projekte weiter oben auf der Prioritätenliste.
Die von mir genannten Anlagen, welche man ersetzen könnte, sind bisher (leider) nur Ideen von mir (abgesehen von Hörnli).
 
švi-nigel schrieb:
HeidFreak schrieb:
Gut das auch die LBB wieder voll auf kurs sind. Schon News/Ideen was auf der Lenzi die nächsten Investitionen in die Infrastruktur sein werden?

In der "Novitats" vom 01.07.2022 war eine Vorschau auf die künftigen Investitionen der Lenzerheide Bergbahnen zu lesen:

- Ersatz 4KSB Stätzertäli im 2024
- Ersatz 3KSB Tgantieni und Scalottas bis 2035
- Ausbau Beschneiung inkl. Speicher (80% des Skigebietes sollen beschneit werden können)
- Hotelprojekte bei den Talstationen Rothorn und Fadail
 
Stand etwas über die Art des Scalottas-Ersatz? Da würde ich mir eine 10EUB wünschen. Stätzertäli wird wohl eine 6KSB.
 
Also wenn man Staätzertäli ersetzt, dann hoffentlich mit Verlängerung nach Parpan und Abbau des SL Proschieri. Dann bräuchte man für den Nachtskilauf nur noch den einen Lift. Lifttyp wahrscheinlich dann 6KSB, vielleicht aber auch ein Achter oder eine Gondel bzw. Kombibahn. Scalottas erst bis 2035 finde ich etwas spät, aber solange man dann eine Gondel mit Mittelstation baut soll es mir recht sein. 2035 ist die untere Bahn dann aber 47 Jahre alt, ob die solange Konzessionen hat weiss ich nicht.
Hotelprojekt am Rothorn passt da auch recht gut hin, besser dort als mitten in einem Ort (und die Ski-in/Ski-out Gäste freut das sicher auch).
 
rxphl schrieb:
Also wenn man Staätzertäli ersetzt, dann hoffentlich mit Verlängerung nach Parpan und Abbau des SL Proschieri. Dann bräuchte man für den Nachtskilauf nur noch den einen Lift.
Dann bräuchte es aber eine Mittelstation für den Zustieg. Nur die Piste 70 führt bis nach Proschieri bei 78, 74 und 73 ist dann eine direkte Wiederholung nicht mehr möglich, und diese sehe ich für Anfänger schon als entscheidend.
 
Dann ist es doch billiger, eine neue Piste Stätzertäli Tal alt - Parpan zu errichten. Das Gelände müsste es ja zulassen.
 
rxphl schrieb:
Dann ist es doch billiger, eine neue Piste Stätzertäli Tal alt - Parpan zu errichten. Das Gelände müsste es ja zulassen.

Man könnte auch einfach von der 78a einen Abzweiger machen, aber für Anfänger ist dieser Hang zu steil. Ausserdem stellt sich dann die Frage der Schneesicherheit, bzw. Schneequalität. Selbst wenn es dort noch Schnee hat, möchte ich nicht unbedingt jedes mal bis auf 1490 m ü.M. runter fahren.
 
ski-chrigel schrieb:
Stand etwas über die Art des Scalottas-Ersatz? Da würde ich mir eine 10EUB wünschen. Stätzertäli wird wohl eine 6KSB.

Nein, mehr stand da nicht zum Scalottas-Ersatz. Die Planung ist wohl noch sehr vage. Ich kann mir vorstellen, dass die Konzession noch bis 2035 läuft. Die Lifte wurden ja vor noch nicht allzu langer Zeit technisch auf den aktuellen Stand gebracht, inkl. Fahrrad-Transport. Für den Fahrrad-Transport könnte ich mir durchaus eine EUB vorstellen. Ich denke jedoch, dass Investitionen in die Beschneiung wichtiger sind und auch teuer werden, denn es müssen entweder die bestehenden Speicherseen vergrössert oder sogar neue erstellt werden.

Stätzertäli 6er würde ich auch tippen. So wie ich die LBB einschätze, ohne Änderungen bei der Linienführung bzw. Stationen.
 
Aber wenn man die Trasse beibehält, warum soll man den Lift 2024 stilllegen? Das Teil ist doch dann keine 30 Jahre alt, da hat es wesentlich ältere Anlagen im Gebiet. Oder ist die Förderleistung einfach zu gering und es bilden sich zu oft zu lange Warteschlangen? Oder weil die Bahn von Leitner ist und man gerne nur noch Garaventa Bahnen betreiben möchte?
 
rxphl schrieb:
Aber wenn man die Trasse beibehält, warum soll man den Lift 2024 stilllegen? Das Teil ist doch dann keine 30 Jahre alt, da hat es wesentlich ältere Anlagen im Gebiet. Oder ist die Förderleistung einfach zu gering und es bilden sich zu oft zu lange Warteschlangen? Oder weil die Bahn von Leitner ist und man gerne nur noch Garaventa Bahnen betreiben möchte?
SB Stätzertäli ist sehr beliebt, kann aber nur 2400 P/h. Aus der Anlage ist nicht mehr rauszuholen. Hier wird man denke ich auf mindestens 2800 P/h aufrüsten wollen. Zudem gehören die Sessel nicht gerade zu den bequemsten am Markt. Hersteller ist grundsätzlich wohl egal. Kehrseite eines Upgrades auf 6/8KSB ist halt, dass in der bereits chronisch vollen Stätzerkammer noch mehr Betrieb auf den Pisten herrschen wird. Die neue KSB nach unten Richtung Proschieri Tal zu verlängern macht aus topografischen und betrieblichen Gründen keinen Sinn. Dann eher später mal den SL Proschieri in passender Weise durch eine KSB ersetzen (und allenfalls bis zum Restaurant Alp Stätz hinauf verlängern, was man ja anscheinend auch schon mal angedacht hat).
 
Weisshorn schrieb:
Kehrseite eines Upgrades auf 6/8KSB ist halt, dass in der bereits chronisch vollen Stätzerkammer noch mehr Betrieb auf den Pisten herrschen wird. Die neue KSB nach unten Richtung Proschieri Tal zu verlängern macht aus topografischen und betrieblichen Gründen keinen Sinn. Dann eher später mal den SL Proschieri in passender Weise durch eine KSB ersetzen (und allenfalls bis zum Restaurant Alp Stätz hinauf verlängern, was man ja anscheinend auch schon mal angedacht hat).

Poscheri nach oben verlängern wäre gut, aber dann sollte man die KSB Stätzerhorn unten wieder kürzen. Ist mir schon klar das man das nicht machen wird, aber es würde die Pisten dort entlasten. Der Flaschenhals ist meiner Meinung nach zwischen Alp Stätz und den beiden Talstationen.
 
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