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Neues in Arosa Lenzerheide

Philipp Holenstein, Direktor der Arosa Bergbahnen, zieht nach 141 Tagen Schneesport eine positive Bilanz der Wintersaison. Besonders hervorgehoben wird die neue, verbreiterte Piste Milchleitung/Scheitenböden, in die rund drei Millionen Franken investiert wurden, sowie die Eröffnung des Arosa Beerenlands als Ergänzung zum bestehenden Honigland. Damit gibt es nun zwei kostenlose Einstiegsbereiche für Schneesportneulinge in Arosa.

Trotz leicht rückläufiger Ersteintritte – 1,417 Millionen im Vergleich zu 1,422 Millionen im Vorjahr (-0,4%) – spricht Holenstein von erfreulichen Zahlen, zumal der Winter lange Zeit schneearm war. Eine kleine Baisse gab es in ganz Graubünden in der zweiten Märzhälfte. Holenstein betont die zentrale Bedeutung der technischen Beschneiung und lobt die Einsatzbereitschaft der Mitarbeitenden.

Auch in den kommenden Jahren werden die ABB kräftig investieren. Für die Saison 2026/27 sind Projekte im Umfang von zehn Millionen Franken vorgesehen, darunter der Abschluss des Scheitabodawegs, der Rückbau des Asphaltbelags am Arlenwaldweg und der Bau der neuen Piste „Mittlere Waldschneise“ (1,1 Mio. Franken). Zudem werden die Sesselbahnen Plattenhorn (1,4 Mio.) und die Tschuggenhütte (1,15 Mio., mit Unterstützung der Stadt Chur) modernisiert.

Ein zentrales Zukunftsprojekt ist die umfassende Erneuerung des Hörnli-Gebiets, mit einer geplanten Gesamtinvestition von 67 Millionen Franken – der grössten in der Geschichte der ABB. Der Start der Arbeiten ist für 2027 vorgesehen, erste Vorleistungen im Umfang von 3,94 Millionen Franken beginnen jedoch bereits im kommenden Sommer.

https://youtu.be/RvZPz8Etvsc?t=2264
 
Die Arosa und Lenzerheide Bergbahnen blicken auf eine solide Wintersaison 2025/26 zurück. In Arosa erreichte der Umsatz per Ende März Fr. 35,2  Mio. und dürfte bis Saisonende über Fr. 37  Mio. steigen. Die 1,418  Mio. Skierdays knüpfen an den Rekordwinter des Vorjahres an, während die Berggastronomie besonders stark performte. Auch die Sommersaison 2025 erholte sich mit 158 '000 Gästen deutlich. Strategisch steht in Arosa die Gebietsentwicklung am Hörnli im Vordergrund: Für rund Fr. 67  Mio. sollen zwei alte Bahnen durch eine neue 10er-Gondelbahn und eine 8er-Sesselbahn ersetzt werden, das Plangenehmigungsverfahren ist für Juli 2026 vorgesehen. Zudem kommt es wie bereits berichtet zu einem Führungswechsel: Ab November 2026 übernimmt Stefan Reichmuth die operative Leitung.

Die Lenzerheide Bergbahnen erwarten trotz höherer Beschneiungskosten ein solides EBITDA. Die Sommersaison 2025 zeigte mit 193 '200 Gästen ebenfalls eine deutliche Erholung. Investiert wird vor allem in die Beschneiung, die Weiterentwicklung der Westseite sowie in das neue Loyalitätsprogramm „Summit Society“. Seit Herbst 2025 führt ein neues Duo – Jürg Rötheli als Verwaltungsratspräsident und Reto Aeschbacher als CEO – die Geschicke des Unternehmens. Das Skigebiet Arosa Lenzerheide wurde zudem bei den Blick Winter Awards 2026 einmal mehr als bestes Ski- und Snowboardgebiet der Schweiz ausgezeichnet.

Parallel zu diesen operativen Entwicklungen richtet ALH seine digitale Organisation neu aus. Unter der Leitung von Christian Wyrsch entsteht mit dem Projekt „al.digital“ eine strukturierte, professionelle Einheit, die sämtliche digitalen Systeme, Daten und Prozesse der Region bündelt. In den vergangenen Jahren wurde bereits eine umfassende digitale Infrastruktur aufgebaut – darunter ein gemeinsames CRM, ein regionales Gutscheinsystem mit über 120 Einlösestellen, eine modernisierte Ticketing-Lösung sowie die Arosa-Lenzerheide-App mit integriertem Loyalitätsprogramm. Mit der neu gegründeten AL Service AG erhält diese digitale Zusammenarbeit eine feste organisatorische Basis. Künftig sollen Funktionen wie Gamification, zusätzliche Systemintegrationen und eine barrierefreie Website das Gästeerlebnis weiter verbessern und die Region digital noch stärker vernetzen.

https://www.schweizeraktien.net/blog/2026/04/29/bergbahnen-arosa-und-lenzerheide-mit-soliden-zwischenbilanzen-72881/
https://www.htr.ch/story/people-events/neue-struktur-fuer-digitales-gaesteerlebnis-in-arosa-lenzerheide-45579
 
Inspiriert von den erfolgreich etablierten Anlässen Arosa Electronica, Life is Live und den zahlreichen Parties in der KuhBar lanciert ALH im Dezember 2026 mit dem "Snowrow Arosa" ein neues Winterfestival mit internationaler Ausstrahlung. Die spanische Eventmarke "elrow" bringt ihr weltweit etabliertes Partykonzept, das insbesondere aus Ibiza bekannt ist, erstmals in die Schweiz. Elrow verbindet elektronische Musik mit einem mehrtägigen Erlebnis in der Bergwelt von Arosa. Das Festival soll die Destination ALH als Ziel für internationale Partyturisten positionieren und elektronische Musik in den alpinen Rahmen von Arosa integrieren. Snowrow Arosa ergänzt somit das bestehende Angebot der Region um einen bedeutsamen neuen Winter-Event.

https://arosalenzerheide.swiss/de/Medien/Medienmitteilungen/Snowrow-Arosa-elrow-feiert-mit-Snowrow-Arosa-seine-Premiere-in-der-Schweiz_pt_23855544
 
Cool. Arosa war in den 70er und 80er schon mal eine heisse Festhütte. Komisch dass man sich erst jetzt wieder so richtig drauf besinnt.
 
Der 200 Mio. Franken schwere Um- und Ausbau des Arosa Kulm Hotel hat begonnen und dauert rund dreieinhalb Jahre. Eröffnung des neuen Luxuspalasts ist für Dezember 2029 geplant.
 
Bei der Talstation Proschieri werden die alten WC saniert. Scheint also nicht, dass der SL bald mal durch eine SB ersetzt wird.
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Wusste ich gar nicht, dass es am Proschieri ein WC gibt.

Auch die Plattenhornbahn wird wohl nicht so bald ersetzt. ;-) Die Anlage aus dem Jahr 2002 wird momentan für 1,4 Mio. Franken technisch umfassend erneuert. Obwohl die Konzession bis 2042 verlängert wurde, müssen verschiedene sicherheitsrelevante Komponenten ersetzt werden, da ihre Nutzungsdauer früher endet. Handlungsbedarf bestand bei Steuerung, Seilrechnung und Mechanik. Deshalb werden die Bahnsteuerung inklusive Frequenzumrichter und Bremshydraulik vollständig ersetzt sowie mechanische Teile wie Getriebe und Hydrauliken revidiert.

Die bauliche Substanz der Stationen und Masten ist weiterhin in gutem Zustand. Garaventa koordiniert das Projekt und die Abstimmung mit dem Bundesamt für Verkehr. Die Bahn ist sowohl für Wiederholungsfahrten als auch für den Transfer zwischen Arosa West und Ost wichtig. Im letzten Winter transportierte sie rund 900 000 Gäste, seit der Eröffnung insgesamt 18,4 Mio. Seit Ende Mai laufen die Arbeiten an der neuen Bahnsteuerung durch Sisag. Der neue Frequenzumrichter, allein 500 000 Franken teuer, bildet das Herzstück der Modernisierung. Parallel werden alle 103 Fahrzeugklemmen vollständig revidiert. Für die gesamten Erneuerungen steht ein Zeitfenster von fünf Monaten bis Mitte Oktober 2026 zur Verfügung.

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Aus dem geschäftsbericht...

...Mittelpunkt...Weiterentwicklung des Hörnli-Gebiets... Ersatz der bestehenden Gondel- und Sesselbahn durch ... 10er-Gondelbahn sowie eine neue 8er-Sesselbahn... Zusammen mit den notwendigen Pistenkorrekturen und dem Ausbau der Beschneiungsanlagen ... Investitionsvolumen von rund CHF 67 Mio. ... Plangenehmigungsgesuch wird Ende Juli 2026 beim Bundesamt für Verkehr eingereicht ... Baufenster sind für Sommer 2027 und 2028 geplant.
 
Aus der gestrigen Aroser Zeitung:

Die Arosa Bergbahnen treiben die Weiterentwicklung ihres Schneesportgebiets voran und setzen im Sommer 2026 die zweite Etappe der Teilrevision der Ortsplanung Arosa Ost um. Kernstück ist die neue, technisch beschneite Pistenverbindung «Mittlere Waldschneise» im Scheitabodawald, die als zusätzliche Abfahrtsmöglichkeit parallel zur stark genutzten Talabfahrt entsteht. Die bisherige, über Jahrzehnte eingewachsene Freeride-Schneise wird auf rund 180 Metern Länge auf etwa 60 Meter verbreitert und zur regulären Publikumspiste ausgebaut. Zudem wird eine rund 300 Meter lange Beschneiungsleitung installiert und an das bestehende Netz angeschlossen. Insgesamt investieren die Arosa Bergbahnen 1,15 Millionen Franken in das Projekt.

Mit der neuen Pistenführung sollen Sicherheit und Komfort erhöht sowie die Gäste besser verteilt werden, insbesondere an stark frequentierten Tagen. Die technische Beschneiung gewährleistet eine zuverlässige Integration ins Winterangebot und stärkt langfristig die Schneesportinfrastruktur. Die Rodungsarbeiten wurden bereits im Vorjahr abgeschlossen, der Bau startete Mitte Juli 2026. Das Aushubmaterial bleibt vollständig vor Ort und wird für Geländeanpassungen genutzt, um eine möglichst natürliche Einbettung sicherzustellen. Die Eröffnung der neuen Piste ist für Dezember 2026 geplant.

Darüber hinaus eröffnet die neue Linienführung zusätzliche Perspektiven für das Freestyle-Angebot. Entlang der Strecke vom Tschuggen über den Tomelihang und den Scheitaboda bis zur Talstation Tschuggen Ost soll ein zusammenhängender Obstacle- und Funpark-Bereich entstehen, der bestehende Elemente wie die Wood Ranch integriert. Das konkrete Design des neuen Obstacle-Runs befindet sich in Planung. Insgesamt zielt das Projekt darauf ab, die Attraktivität des Wintersportgebiets weiter zu steigern und gezielt in Sicherheit, Komfort und Erlebnisqualität zu investieren.

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Fast eingewachsene mittlere Waldschneise vor den Rodungen vom Sommer 2025

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Ich kenne mich in dem Gebiet nicht so gut aus, aber benötigt man wirklich eine parallel verlaufenden 8er Sessel oder hätte eine mittelstation der 10EUB nicht Kapazitätsmäsig ausgereicht?!? Außerdem steht in dem Text dass für die Gondel nur 13 stützen benötigt werden 8O das klingt bei der bahnlänge aber sehr wenig
 
Thunderbird80 schrieb:
Ich kenne mich in dem Gebiet nicht so gut aus, aber benötigt man wirklich eine parallel verlaufenden 8er Sessel oder hätte eine mittelstation der 10EUB nicht Kapazitätsmäsig ausgereicht?!? Außerdem steht in dem Text dass für die Gondel nur 13 stützen benötigt werden 8O das klingt bei der bahnlänge aber sehr wenig
Die gesamte Förderkapazität steigt ja gegenüber heute nicht stark. Aber eine Gondel- oder Kombibahn mit Mittelstation hätte den Vorteil gehabt, dass man die Biketrails im unteren Bereich schon im Frühjahr hätte nutzen können, wenn weiter oben am Hörnli noch viel Schnee liegt. Ausserdem hätte ich die Talstation der neuen Sesselbahn einen Boden weiter unten gesetzt. Die Anzahl Masten der Gondelbahn dünken mich ebenfalls sehr wenig für eine EUB, nur eine mehr als die 2S-Bahn von 1963. Es dürften also ziemliche Monsterstützen werden.
 
Hier auch noch auf der offiziellen Website mit noch ein paar Bildern:
https://arosalenzerheide.swiss/de/Skigebiet/Medienmitteilungen/Das-Hoernli-von-morgen-entsteht-Arosa-Bergbahnen-starten-Generationenprojekt-ueber-67-Millionen-Franken_pt_24554858

Freut mich, dass die Kapazität praktisch unverändert bleibt. Auch die neuen Standorte der Stationen machen Sinn (bei der Talstation gab es vermutlich keine Option). Besorgt bin ich nur, dass laut Text ein paar Pistenvarianten aufgegeben werden...
 
Den Gedanken mit der Mittelstation finde ich auch interessant. Gerade wegen der Bike-Saison hätte das eigentlich einige Vorteile gehabt. Die geringe Anzahl an Stützen bei der EUB ist mir ebenfalls aufgefallen – bei der Länge klingt das wirklich nach ziemlich großen Spannfeldern und entsprechend mächtigen Stützen.

Warum man sich letztlich trotzdem für diese Kombination entschieden hat, würde mich auch interessieren.
 
@Basalt: Ein Boden tiefer wäre halt schon auf Churer Boden. ;-) Sagte nicht Lorenzo Schmid an der GV 2025, dass man das mit den Frühlingstrails bei der Planung nicht wirklich auf dem Schirm hatte? Dass die Gondelbahn weniger Kapazität bekommt als jetzt finde ich seltsam. An Hörnli Tal steht man sich über Weihnachten-Neujahr doch jetzt schon die Beine in den Bauch. Und: Die SB rückt noch näher Richtung Hörnlihütte als der heutige Hex? Mit Antrieb am Berg? Das wird man auf der Hüttenterrasse dann aber sehr gut hören, weis der Skiclub schon davon?
 
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