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Neues in Biel-Kinzig – Bürglen

Wo steht denn dass die Seilbahn wegkommt? Wenn der Weg nur von den Bewohnern genutzt werden darf, dann müssen Wanderer/Touristen ja irgendwie weiterhin hinauf kommen? Oder soll es einen Bus geben?
Vorteil des Weges ist, dass man Güter einfacher transportieren kann (auch ein Bauernhof dort oben braucht technische Geräte), der Krankentransport wird vereinfacht, für die Bewohner ist das Leben oben dann weniger mühsam (Einkäufe etc.).
 
Hier:

An eine zukünftige Sanierung der Personenseilbahn Witerschwanden-Acherberg
(1. Sektion) werden keine Finanzhilfen unter dem Titel "Strukturverbesserungen" geleistet.
http://www.ur.ch/dateimanager/botschaften/botschaft_file_914_8184.pdf

Die Bahnen ist aus den 50er Jahren und wurde in den 70er modernisiert. Sie verkehrt momentan vollautomatisch ohne Personal, 24h am Tag 365 Tage im Jahr. Sie Transportiert mit ca 40PS Antriebsleistung 4 Personen oder eine halbe Tonne Güter innerhalb von 7min auf den Berg.

Das wird so kommen wie üblich, der Steuerzahler bezahlt eine Strasse welche nachher mit einem Fahrverbot belegt wird, die Seilbahn abgebrochen und derjenige der die Strasse bezahlt hat, schaut in die Röhre.

Ich bin grundsätzlich der Meinung, wer eine Strasse zu seiner Hütte will, soll sie selber Zahlen. Die Seilbahn kann man subventionieren falls sie auch öffentlich benutzt werden kann.

Aber mit Steuergeld Landschaft durch Erschliessungsstrassen verschandeln, welche nachher nur von den Anwohnern benutzt werden kann und gleichzeitig noch die Seilbahnerschliessung für die Allgemeinheit, welche ja die Strasse mitfinanziert hat, Kappen ist für mich persönlich ein Nogo.
 
Schade, ich dachte sowas wär bei euch in der Schweiz nicht möglich. :( Ich find's immer faszinierend wenn du Berichte von solchen Anlagen bringst.
Neue, kleine PBs sollte man doch heute recht günstig bauen können. Da nimmt man ein paar Standardteile von DM oder Leitner aus dem EUB Programm und baut daraus eine PB, wurde ja schon gemacht. Hat dann vielleicht nichtmehr so viel Stiel wie die alten, aber auf jeden Fall noch besser als eine Straße.
 
Nur als Beispiel was eine neue CEN Konforme Seilbahn kosten würde:
Dank dieser Genossenschaft wurde die Finanzierung der Anlage von insgesamt ca. 2,4 Mio. Franken sichergestellt. Die Gemeinde Ennenda hat sich mit Fr. 500 000.– am
Genossenschaftskapital beteiligt.
http://www.vtk-uct.ch/index.cfm?action=act_getfile&doc_id=100207&


Die Schotterstrasse kostet 3 Millionen und nachher hat man keine Einnahmen mehr wie bei der Seilbahn. Und dass die Strasse weniger Unterhalt kostet wie eine Seilbahn mag ich jetzt mal bezweifeln.

Es handelt sich um diese Bahn, die erste Sektion Witerschwanden-Acherberg:
http://www.stahlseil.ch/gallery/main.php?g2_itemId=110987

Ab min 6:20
 
Bei uns in der Nähe gibt's ein ähnliches Beispiel, da habe nsie eine Fähre durch eine Brücke ersetzt. Da geht es aber hauptsächlich um einen Radweg, kein großes Verkehrsaufkommen. Die Brücke hat mehrere Millionen gekostet, davon hätte man die Fähre lange betreiben können. Entschieden hat den Bau aber die Gemeinde, die die Unterhaltskosten der Fähre tragen musste, deren Anteil an der Brücke war aber recht gering. Also ist das Projekt eigentlich insgesammt unwirtschaftlich, aber nicht für den, der darüber entschieden hat.
Gibt's sowas bei euch in der Schweiz auch? Also, dass die die jetzt entschieden haben die Straße zu bauen was sparen weil der Bund oder der Kanton was drauf legt?
 
Naja Dein Vergleich hinkt gewaltig. Das man die Fähre ersetzt kann ich jetzt noch nachvollziehen, Immerhin sind die Leute nun schneller drüber über die Brücke.

Deine Vergleich müsste etwa so heissen:

Auf einer Insel stehen diverse Privathäuser. Um diese zu erschliessen gibt es eine Fähre, welche auch von Fussgängern benutzt werden darf. Jetzt wird mit Steuergeld der Stadt die Fähre durch eine Brücke ersetzt, die Brücke aber mit einem Fahrverbot belegt so das nur die Bewohner der Insel rüber dürfen.

OK auch dieer vergleich hinkt, da man ja Zu Fuss über die Brücke laufen kann und so trotzdem noch zum Spaziergang kommt.

Die Seilbahn die hier ersetzt werden soll führt aber über 700HM hinauf was doch ca 1h Fussmarsch zusätzlich bedeutet. OK man kommt mit den 7 noch verbleibenden Bahnen an dem Hang etwas weiter hoch und kann zur Bergstation runterlaufen, aber dennoch Daumen runter.

Damit sind 5 solche Bahnen akkut abbruchgefährdet:

-Tellsplatte-Unteraxen
-Silenen-Chilcherberge
-Bristen-Waldiberg
-Witerschwanden-Acherberg
-Acherberg-Kesselberg

Weiter immernoch auch stark im Roten
Hofstetten-Wilerli und Wissig-Furggelen
 
Seilbahnjunkie schrieb:
aber auf jeden Fall noch besser als eine Straße.
Sicher für den Wanderer. Wenn ich aber da oben wohnen würde weiss ich was ich bevorzugen würde von den beiden Optionen. Hint: nicht die Seilbahn.
 
rower2000 schrieb:
Sicher für den Wanderer. Wenn ich aber da oben wohnen würde weiss ich was ich bevorzugen würde von den beiden Optionen. Hint: nicht die Seilbahn.
Und warum meldest Du dich dann in einem Seilbahnforum an und nicht bei:
http://www.motor-talk.de/

Währst Du sicher besser aufgehoben. :lach:
 
Wäre dir die ungeteerte Strasee auch im Winter lieber? Eine Strasse notabene, die bei der Schneeräumung wohl eher tiefe Priorität hat. Während du noch wartest, bis der Schneepflug es auch zu dir geschafft hat, wärst du mit der Seilbahn zigmal runtergefahren.
 
Und warum meldest Du dich dann in einem Seilbahnforum an und nicht bei:
http://www.motor-talk.de/

Währst Du sicher besser aufgehoben. :lach:
dann wünsch ich dir viel Spass im Suzuki Forum! Du fährst ja auch nicht nur Seilbahn...

Als Ortserschliessung hat die Seilbahn halt einige Nachteile - vor allem für die Bewohner. Da kann ich schon verstehen wenn da jemand einen Weg bevorzugt. Für Wanderer und co ist sicherlich die Seilbahn schöner.

Aus Staatssicht macht eine Unterstützung der Bewohner durch dne Bau einer Strasse auch Sinn, da andernfalls die Sieldung da irgendwann aufgegeben wird. Gibt (ohne Wertung meinerseits) immer weniger Leute die so abgelegen wohnen wollen.
Ich wohn auch lieber im Tal und freue mich, dort bequem überall hin zu kommen und da ich in den Bergen wohne hab ich trotzdem immer noch Seilbahnen etc. um mich rum. Bei uns im Tiroler Unterland haben sie ja im Kaisertal vor ein paar Jahren auch eine Strasse gebaut, für die Bewohner dort (und für die Staatsforste). Touristen nehmen den Wanderweg, die Materialseilbahn ist nun abgebaut worden.
 
Warum soll eine Strasse besser sein als eine moderne Seilbahn, die rund um die Uhr betriebsbereit ist und auf Knopfdruck wie ein Aufzug fährt? Um Gratisfahrten durch Touristen zu umgehen, kann man den Bewohnern beispielsweise einen Schlüssel geben, mit dem sie die Bahn ohne Entgelt benutzen können.
 
bin der gleichen Meinung wie GMD und ATV!

Da stellt sich jetzt schon die Frage, was bequem ist. Über eine holprige, staubige Strasse lange fahren oder schnell und komfortabel mit einer Seilbahn hoch kommen. Ich würde sagen letzteres. Und GMD hat es ja schon angesprochen, im Winter wird es da kein Vergnügen sein, um dort hochzufahren. Die Seilbahn läuft immer, da muss man keinen Schnee räumen. So wird der Zugang zur Alp im Winter erschwert. Und ich glaube, dass die Siedlung ohne Seilbahn eher aufgegeben wird.
 
Naja ich gehe grundsätzlich davon aus, dass Kaldini sich nicht mit der Thematik befasst hat, geschweige denn die Anlagen überhaupt kennt.

Ich kann mir nicht vorstellen, das bequemer ist, als eine Seilbahn, welche Notabene im gleichen Gebäude endet wie der Stall des Hofes, welche 24h am Tag wie ein Aufzug auf Knopfdruck fährt und die Talstation direkt neben der Hauptstrasse am privaten Parkplatz endet. Die Bahn braucht für diese Strecke zwischen 5 und 7 Minuten. Während es mit dem Auto mehr als Doppelt so viel sind. Ich sehe keinerlei vorteil der Strasse. Die Seilbahn ist schneller, umweltfreundlichen günstiger, bring zusätzliche Einnahmen, verschandelt die Landschaft nicht, Man kann grosse Lasten transportieren und vor allem können die Kinder auf dem Schulweg die Bahn zur Bushalte Stelle, notabene gleich im Talstationsgebäude integriert, benutzen. Mit der Strasse müssen die Kinder vom Hof ins Tal gefahren werden. Wie GMD schon gesagt hat, in Winter kein Spass und sehr aufwändig zu räumen.

War heute bei so einer Bahn. 24h Betrieb oben eine Kasse, kein Personal. Hof ist per Strasse erschlossen. Der Besitzer sagt aber er nehme nur die Seilbahn.

Bleibt zu hoffen, dass diejenigen, welche die Strasse auf den Achberg bolzen wollen, nachher auch zum Schluss kommen, dass das doch nicht so eine tolle Idee war und die Seilbahn stehen lässt. Positive Beispiele gibs ja. Steuergelder dafür zu verbraten ist IMO quatsch.

Ein positive Meldung trotzdem:
http://www.wuethrich-ing.ch/pb/Seilbahn_Gruebli_BZ_26_Mai_2007.pdf

Könnte man sich ale Beispiel nehmen.
Vollautomatische Seilbahn 400000.-
Strasse: 3Mille.
 
Das steht ja sowieso in keinem Verhältniss, 3 Millionen zu verlochen, nur damit ein paar Leute an einem unmöglichen Ort wohnen bleiben können.
Da dürfte ja eigentlich gar nichts anderes als eine Seilbahn in Frage kommen, da profitiert wenigstens noch eine etwas breitere Bevölkerungsschicht von der unverhältnissmässigen Steuergeld-Verbraterei...
 
Aus Staatssicht macht eine Unterstützung der Bewohner durch dne Bau einer Strasse auch Sinn, da andernfalls die Sieldung da irgendwann aufgegeben wird.
Da stellt sich eher die Grundsatzfrage, ob es in der heutigen Zeit überhaupt noch Sinn macht, solche Siedlungen mit Steuergelder zu unterstützen ?
 
Ich hab mir die Gegend nun mal bei google maps angeschaut. Der eine Hof, bei dem die Seilbahn direkt im Stall endet, hat sicherlich nicht viele Unannehmlichkeiten durch die Seilbahn (ausser Einkäufe aus dem AUto umladne, dann oben wieder umladen), aber die anderen 8 Bauernhöfe sind doch etwas weiter weg und da heisst es dann aus dem Auto in die Seilbahn, dann oben wieder auf den fahrbaren Untersatz und das ist heutzutage schon recht lästig.

Was ich nicht ganz verstehe, warum der Weg von Riedig nicht verlängert wird. Das sollte nicht so lang sein.
 
Es gibt oben keine Strasse. 4 der Höfe sind direkt an die Seilbahn angeschlossen. Stütze 2 und auf der Sektion 2 Stütze 5 stehen ebenfalls direkt neben der Seilbahn.

Für die 3 Millionen kann man eine neue Seilbahn bauen und dabei gleich direkt bis nach Biel führen. Das würde auch das Nadelöhr Seilbahn Kinzig als Zubringer zum Skigebiet entlasten. Die hier betroffene Bahn dient auch den Skifahrern. Diesen Winter musste ich 3h an der Kinzigbahn anstehen. Mit der Acherbergbahn lässt sich das einfach umgehen.

Übrigens ist auch im Kanton Uri die Empörung gross dass da mit Steuergeldern Privatstrassen finanziert werden sollen die nachher für den normalen Bürger gesperrt wird.

BTW die Kinzigbahn soll demnächst auch mal ersetzt werden. Brauch es für die neue Sesselbahn.

Am Ratzi besteht parallel auch eine Strasse und die alte Seilbahn Spiringen- Kipfen und Kipfen -Tristel. Diese läuft im Sommer automatisch da die Strasse offen ist und ist im Winter bedient. Die Winterzeit ist für die Bahn eine Goldgrube da die Skifahrer die Anlage benutzen damit sie nicht an der Ratzibahn anstehen müssen.
 
ATV schrieb:
BTW die Kinzigbahn soll demnächst auch mal ersetzt werden. Brauch es für die neue Sesselbahn.

Da es mich interessiert:
Ist das eine Forderung von dir oder ist da schon etwas in Planung?
 
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