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Neues in Braunwald

Das wird mir wohl eine schöne Kombianlage :lol: Man würde aber bei einem Neubau die Seitwertssessel besser nur für den Sommerbetrieb verwenden, denn so ist die Bahn ja kaum als Sportbahn zu gebrauchen. Und kann die VR101 stehen bleiben (ich hoffe es!)
 
Die VR101 muss weg. Sonst könnte man nicht die Bergstation weiter verwenden.
Das mit den Umweltverbänden hat sich auch erübrigt, weil die Trasse bestehen bleibt (bzw. minim verschoben wird).

Was mich aber an diesem Prospekt stört, ist dass nur ganz am Rande erwähnt wird, warum man auf dieses Projekt kommt ('aus verschiedenen Gründen konnte das andere nicht realisiert werden')
Seinerzeit beim Verzicht auf den Bau der 6EUB haben sie einen ganzen Roman geschrieben, weshalb es effizienter sei, den Ersatz via Grotzenbühl zu tätigen. Mich würde es wundern, weshalb solche ökonomischen Prinzipien innerhalb von einem Jahr ins andere Extrem ändern können ;)

Zudem hiess es: Für eine 6EUB auf bestehnder Trasse ist kein Geld vorhanden. Ich kenne zwar die Preise nicht genau, aber ich gehe davon aus, dass eine Kombibahn mit Spezialsesseln eher noch teurer zu stehen kommt.
 
Das mit den Umweltverbänden hat sich auch erübrigt, weil die Trasse bestehen bleibt
Sofern die neue Bahn die selbe Förderleistung wie die VR 101 hat. Denn sonst muss der Nachweis erbracht werden, dass die höhere Förderleistung nicht der Natur schadet...
Wobei mit 800 pers/h sollte dies nicht so ein Problem sein. Aber man kann ja nie wissen, denn diese Organisationen haben noch viele Überraschungen auf Lager.
 
Also übertreiben wollen wirs jetzt auch nicht ;) Ich wüsste jetzt keine Ersatzanlage, die lediglich wegen Kapazitätsausbau angeprangert wurde.

Meistens gehts um neue Schneisen oder Neuerschliessungen.
 
Stimmt leider nicht!
Die neue 4CLD in La Dole wurde mit "nur" 1200 P/h gebaut.
Ich weiss zwar nicht was für eine Bahn da vorher stand, nehme mal an ein Schilift, aber das Theater, dass da plötzlich 50% mehr Schifahrer runter fahren......
Dies hat das ganze Bauprojekt letzten Sommer ernsthaft gefährdet! So konnte auch erst sehr spät mit dem Bau begonnen werden.
 
@GAG: Es standen an dem gleichen Hang 2 Skilifte. Waren beides Uralte Stangenschlepper. Warum man da Garaventa gekauft hat ist mir ein Rätsel, denn das ganze gebiet hat sonst nur einen Bügellift von Garaventa und das ist schon ein umgebauter. der Rest ist alles Montaz-Mautino, Montagner oder Poma. Auch die 4er Sesselbahn vor 2 Jahren war eine von Montaz Mautino. Und jetzt eine von Garaventa???
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Wenn die Kapazität so niedrig bleibt stört das wenig, Die Piste zwischen der Talstation Skilift Gummen und dem Grotzenbühl ist sowieso nur ein in den Fels gesprengter weg. über 800p/h mag das gar nicht schlucken. da Spotzt nicht nur der naturschutz sondern auch das BAV.
Renovieren das Ding!! Wir können einem Menschen ein Herz eines anderen Menschen einbauen, wir können im Weltall ein Sonnenkollektor flicken, wir können ein Auto auf den Mars schicken. Aber eine 50 Jährige Sesselbahn hat noch niemand renoviert.
 
In der Regel holt man sich bei einem Bau zunächst verschiedene Offerten ein, und entscheidet dann. Wenn in einem Gebiet schon übermässig viel von einer Marke steht, kann es vorkommen, dass diese quasi meint, sie hätte an diesem Berg ein Abo (würde sowieso gewinnen) und verlangt einen höheren Betrag.
Von daher könnte ich mir vorstellen, dass Montaz-Mautino zu hoch gepokert hatte.
 
Die 2KSB Gumen wurde übrigens dieser Tage abgebrochen!!

Jakob Schuler hat Bilder auf www.skilift-nostalgie.ch veröffentlicht.

Was ich bis dato nicht wusste: Die Bahn hatte ja auch einige Gondeln. Ich war bislang nur mal im Sommer da und hatte keine Gondeln gesehen.
 
Hallo

Erfreulicherweise scheint nun die Zeit der Verwirrung und des Stillstands bie den Neubauprojekten in Braunwald endgültig vorbei zu sein.

Denn vor einer guten Woche, am 15.6.07 fand der Spatenstich für die neue Gumenbahn statt:

"Zwar standen die Begrüssungsworte von Werner Bäbler, dem Leiter der Sportbahnen Braunwald, in harter Konkurrenz zum Trommeln der Regentropfen auf die bunten Schirmdächer der zahlreichen Zuhörenden. Dennoch tat die unwirtliche Witterung der aufgeräumten Stimmung keinen Abbruch: endlich, nach gut zwei Jahren bangem Wartens und ungewissem Auf und Ab, kann begonnen werden mit dem Bau der neuen Gumenbahn, der vergangenen Freitag mit dem blechernen Klang der Baggerschaufel symbolisch eingeläutet wurde"

weiter hier: http://www.fridolin.ch/uploads/pdf-zeitung/seite_59.pdf

Und:

"Stürmischer Neuanfang – Spatenstich neue Gumenbahn
Als ob die wechselvolle Geschichte des Braunwalder Tourismus konzentriert in 30 Minuten nochmals durchlebt werden müsste, ergoss sich ein sintflutartiger Regen bei peitschenden Winden über die Festgemeinde. Doch alle trotzten diesem garstigen Wetter, um das Niederreissen des letzten Gemäuers der 60-jährigen Gumenbahn mitzuerleben, denn ab jetzt heisst es: „Zäme schaffet mir Nüüs“.

http://www.braunwald.ch/files/?id=1987

Gruss Philipp
 

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Ich persönlich fand das zuerst erarbeitete Konzept mit dem Bau einer 8EUB als Ersatz für die GUB und einer 2SB hoch zur Gummen als sinnvoller.
Die Kapazitätsprobleme bei der Talstation sind nun weiterhin nicht gelöst. Klar, es gibt eine Komfortverbesserung mit der neuen Gummenbahn.. aber damit hat es sichs. Schade!!
 
Sportbahnen Braunwald AG: Die neue Gumenbahn

Das vom neuen Verwaltungsrat der Sportbahnen Braunwald AG in Zusammenarbeit mit Bahnbauspezialisten entwickelte Projekt sieht eine neue Kombibahn 2er-Sessel/4er-Gondel mit einer Transportkapazität von 800 Personen pro Stunde auf dem Trassé der bestehenden Sesselbahn vom Leglerberg hoch zum kleinen Gumen vor. Dabei sind 84 Fahrzeuge vorgesehen, wovon ein Viertel 4er-Gondeln und drei Viertel 2er-Sessel sind. Bei den 2er-Sesseln sitzen die Passagiere quer zur Fahrtrichtung nebeneinander, wie dies bei der alten Bahn der Fall war. Damit soll der Charakter und Geist der alten Bahn auf den Gumen erhalten bleiben, und die Gäste können während der Bergfahrt die herrliche Berglandschaft ideal geniessen. Gleichzeitig erlauben diese im Querschnitt schmalen Sessel die Umgehung grosser bautechnischer Probleme im Bereich der Felspassage unterhalb des Skiwegs und in der Bergstation. Bei Schlechtwetter und Nachtbetrieb sind die ebenfalls kompakten 4er-Gondeln vorgesehen; bei Vollbetrieb werden sowohl Gondeln als auch Sessel eingesetzt. Der Antrieb der Bahn und die Garagierung der Fahrzeuge erfolgt im Tal in einem neuen Stationsgebäude, welches das bestehende Gebäude ersetzt. Das bestehende Bergstationsgebäude kann mit einigen baulichen Anpassungen für die neue Bahn weiter verwendet werden, was zu Kosteneinsparungen führt und zudem den Charakter des architektonisch wertvollen Gebäudeensembles auf dem Gumen erhält.

Linienführung

Die Bahn überwindet auf einer horizontalen Länge von rund 1924 m über insgesamt 19 Stützen eine Höhendifferenz von 591 m; sie benötigt dafür 7,6 Minuten. Die Achse der neuen Bahn liegt annähernd auf derjenigen der alten Bahn. Zur Einhaltung der heute erforderlichen Abstände zu festen Hindernissen im Bereich der Felspassage unterhalb des Skiwegs muss die Bahnachse jedoch um 1,50 m (Bergstation) bis 5,00 m (Talstation) Richtung Osten verschoben werden. Die Verschiebung der Bahnachse setzt die Nutzung einer sich nicht im Besitz der Sportbahnen Braunwald AG befindenden Landfläche von 57 m2 voraus. Mit der Besitzerin, der Familie A. Gisler, Braunwald, konnte in verdankenswerter Weise eine einvernehmliche Lösung gefunden werden (Verkauf und Näherbaurecht).

Talstation

Die alte Talstation ist sowohl für Perron/Station als auch als Fahrzeuggarage von den Abmessungen her zu klein für die neue Bahn, sodass der Erhalt dieses Gebäudes ausser Betracht fällt. Für die neue Bahn ist somit ein neues Gebäude vorgesehen, welches sowohl Perron und Antrieb überdeckt als auch die Fahrzeuggarage umfasst. Architektur und Bautechnik des Gebäudes sind einfach und zweckmässig. Durch eine standortgerechte Wahl der Baumaterialien (Holz, Stein) soll das Gebäude der Umgebung angepasst werden. Nebst dem Passagierfluss und der Garagierung dient die Talstation auch dem Güterumschlag für die Bergrestaurants Gumen und Ortstockhaus sowie für Alp- und Forstbetriebe. Entsprechend werden mittels einer überdeckten Verladerampe und entsprechenden Manövrier- und Lagerfläche günstige Bedingungen dafür geschaffen. Gleichzeitig entsteht dringend notwendige Lagerfläche für die Einlagerung von Winterausrüstung der Sportbahnen im Sommer.

Bergstation

Das bestehende Gebäude der Bergstation mit Baujahr 1947 eignet sich mit einigen baulichen Änderungen für die neue Bahn. Die baulichen Anpassungen umfassen vor allem die Aufweitung des Lichtraumprofils der Perronhalle, verbunden mit einer Absenkung des bestehenden Bodens. Daneben wird der ganze Ausgangsbereich für die Bahnpassagiere neu gestaltet. Weiter werden die Fassaden und das Dach des Gebäudes saniert. Die Beibehaltung dieses Gebäudes führt einerseits zu beträchtlichen baulichen Einsparungen; auf der anderen Seite kann der eingesessene Charakter des Ensembles der Bergstation mit dem Bergrestaurant erhalten werden. Der Ausstieg der Passagiere Richtung Skigebiet und Wanderwege bleibt erhalten und trägt damit der langjährigen Treue und Gewohnheit vieler Gäste Braunwalds Rechnung.

Fahrzeuge

Den Grossteil der Fahrzeuge (75%) bilden die seitlichen 2er-Sessel. Die Sessel entsprechen dem Prinzip der alten Gumenbahn, welches von vielen Gästen Braunwalds sehr geschätzt wurde. Die Blickrichtung quer zur Fahrtrichtung eröffnet gerade im Gelände der Gumenbahn auf der Bergfahrt ein herrliches Panorama. Genau wie die alten Sessel sind die neuen vom Förderseil koppelbar und ermöglichen bequemes Ein- und Aussteigen. Das Dach über der Sitzfläche bietet einen gewissen Witterungsschutz. Bei den Gondeln handelt es sich um handelsübliche Fahrzeuge mit vier bequemen Plätzen und automatischer Türöffnung. Auch diese sind koppelbar und ermöglichen bequemes und sicheres Ein- und Aussteigen bei gleichzeitig hoher Fahrgeschwindigkeit auf der Strecke. Die Gondeln bieten insbesondere bei schlechter oder kalter Witterung einen wesentlich höheren Fahrkomfort als die Sessel, wobei bei kalter oder schlechter Witterung ein geringeres Passagieraufkommen da ist und entsprechend auch weniger Fahrzeuge in Betrieb sind. Ski und Snowboard werden bei beiden Fahrzeugtypen abgezogen und in Köcher an den Fahrzeugen eingesteckt. Trotz der zwei unterschiedlichen Fahrzeugtypen kann der Zu-/Abstieg am gleichen Ort erfolgen, was zu kompakten Abmessungen der Stationen führt.

Investitionskosten

Die Kosten der neuen Gumenbahn werden auf 8,1 Mio. Franken (CHF) veranschlagt und setzen sich aus folgenden Kostenelementen zusammen:

Projektierung 170 000.–
Gebühren 10 000.–
Abbrüche und Rodungen 90 000.–
Stationsgebäude 1 050 000.–
Stützenfundamente 600 000.–
Elektromechanischer Teil; Bahnbau 5 7 00 000.–
Elektrische Erschliessung Mittelspannung 140 000.–
Gebühren, Landerwerb, Ertragsausfall 30 000.–
Diverses (Drehkreuze, Absperrungen, Ausrüstungen usw.) 60 000.–
Rundung und Reserve 150 000.–
Finanzierung; Baukredit 100 000.–
Total Kostenvoranschlag (± 10%) 8 100 000.–

Quelle: www.seilbahn.net 14.08.2007 (Hier hat es noch Bilder..)
 
Freut mich, dass hier doch noch etwas zu Stande kommmt. Da bin ich gespannt auf diese spezielle Kombibahn. Ich finde da hat man eine gute Lösung gefunden, bei der trotz einem Neubau der Style der Vorgängerbahn nicht völlig verloren geht.
 
^Es freut mich auch, dass was gebaut wird. Auch freut es mich, dass mal was Spezielles gewagt wird.

Trotzdem: Zweifel bleiben:

1. Eine Förderleistung von 800 Personen pro Stunde

2. Das Problem der GUB wird so nicht gelöst. Wartezeiten bei der Talstation bleiben bestehen, denn alle Tagestouris müssen wohl oder übel mit der GUB befördert werden..

3. Schade, dass keine Lösung gefunden wurde, dass man auch bei einer seitwärtsfahrenden KSB die Skis nicht abgeschnallt werden müssen... Das wäre noch das Krönchen für die aussergewöhnliche Bahn gewesen.
 
hier ein Vorgeschmack auf die neue Gumen Kombibahn....
 

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Danke für die Bilder. Naja, die Sessel sind in etwa so hässlich wie die auf der Cardada... Aber besser als gar nichts.
 
Schön sind die Sessel nicht, dass ist wahr. Allerdings bitte einmal den Innovationspreis an die Bergbahnen Braunwald verleihen! Es bleibt immerhin ein Hauch von Nostalgie... Ich finde das Konzept ziemlich gelungen - Kombibahn mit Sesseln quer zur Fahrtrichtung. Doch, das haut hin!
 
@all

nocheinmal eine Frage bezüglich der Fahrbetriebsmittel: Bisher war immer von 2er Sesseln in kombinationmit 4er-gondeln gesprochen worden....

aus dem obrigen bericht Zitiere ich jedoch mehrfach:
...die insgesamt 21 neuen Gondeln und 63 Vierer-Sesseln besteigen
:?

und
...können die Gäste die neuen Gondeln und Vierer-Sessel benutzen.
:?

Was für Sessel werden denn jetzt schlussendlich verwendet??? 2er oder 4er.... :?:
Eine Frage, die vll. ein Einheimischer kurz erklären könnte
Danke
 
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