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Neues in Braunwald

Kanton Glarus: Mitwirkungsprozess Erschliessung Braunwald gestartet

Wie wird Braunwald zukünftig erschlossen?
Es stehen 4 Varianten zur Auswahl:
1. + 2. entsprechen der heutigen Standseilbahnstrecke mit minimaler Verlegung der Bergstation.
3. ist eine verlängerte Standseilbahn bis Hüttenberg und Zwischenstation an der GUB. Die aktuelle Bergstation wird nicht mehr bedient.
4. entspricht einer Güterstraße ab der Klausenpass-Straße und einer 10-EUB für den Personentransport.

Variantenkurzbeschreibung
EUB-Varianten
Erschließungsstudie TYTEC
Erschließungsstudie TOSCANO AG
 
Erschliessung Braunwald: Zwei Varianten im Fokus
13. September 2021

Braunwald
Eine Erschliessung von Braunwald via Strasse wird nicht mehr gefordert

Regierungsratssitzung 7. September 2021

Der Schlussbericht zur Mitwirkung Erschliessung Braunwald wird vom Regierungsrat zur Kenntnis genommen. Herauskristallisiert haben sich zwei Varianten, die jetzt detailliert abgeklärt werden.

Im Dezember 2020 wurde ein externer Berater beauftragt, zur künftigen Erschliessung von Braunwald einen freiwilligen Mitwirkungsprozess durchzuführen. Ziel war es, die betroffenen Anspruchsgruppen zu den umfangreichen Abklärungen zur Erschliessung Braunwalds anzuhören, die im Projekt Erneuerung Zubringer Braunwald während der letzten zwei Jahre erarbeitet wurden. Der Regierungsrat sollte Mitte 2021 im Wissen um alle Meinungen und Ansichten einen Entscheid für das zukünftige Vorgehen in der Planung und Realisierung der künftigen Erschliessung von Braunwald fällen können.

Der Schlussbericht empfiehlt nach der Mitwirkung und gestützt auf die technischen Möglichkeiten, nur noch folgende zwei Varianten weiterzuverfolgen:

Variante A: Neubau einer 10er-Einseilkabinenbahn
- Neubau einer 10er-Einseilkabinenbahn, vorwiegend für Personentransporte und leichte Güter
- Ertüchtigung der bestehenden Standseilbahn als Bahn für schwere und sperrige Güter sowie Personentransporte in reduzierter Art und Weise (primär für einen Notbetrieb)
=> von über 90% der Stellungnahmen gefordert

Variante B: Neubau Standseilbahn auf bestehendem Trassee mit einem Neubau Bergstation
- Neubau der Standseilbahn auf dem bestehenden Trassee
- Neubau der Bergstation westlich oder östlich der heutigen Station
Bei der Weiterverfolgung der Variante B ist gleichzeitig aufzuzeigen, wie der Weitertransport von Personen zum Hüttenberg beziehungsweise zum Grotzenbüel erfolgen soll.

Strasse vom Tisch
Weil alle weiteren Varianten, so auch die Strassenerschliessung vom Urnerboden her, von keiner Anspruchsgruppe mehr forciert wurden, werden sie nicht weiterverfolgt. Es sollen nur die beiden erwähnten Varianten weiter ausgearbeitet werden, bis sie auf vergleichbarer Tiefe abgeklärt sind und einander nach allen relevanten Beurteilungskriterien gegenübergestellt werden können. Diese weiteren Abklärungen werden mindestens ein Jahr in Anspruch nehmen.

Bestehende Bahn muss ertüchtigt werden
Ein zentraler Punkt dieser Abklärungen wird sein, in welchem Ausmass die nötige Ertüchtigung der bestehenden Standseilbahn ausfallen muss, um auf der einen Seite einen ausfallsicheren Betrieb sicherstellen zu können, ohne auf der anderen Seite Kosten zu generieren, die bei einem Entscheid zur Realisierung einer Gondelbahn und einer «Standseilbahn light» doppelt anfallen könnten. Die vordringlichste Aufgabe der Projektverantwortlichen besteht nun darin, den Umfang dieser jetzt anstehenden Ertüchtigung zu definieren.

https://www.gl.ch/public/upload/assets/37656/Schlussbericht%20Braunwaldbahn%20Mitwirkungsverfahre.pdf
https://www.gl.ch/public/upload/assets/37657/2021_09_09%20Medientreff%20nach%20Entscheid%20Regierung%20Pr%C3%A4sentation.pdf
 
Standseil­bahn nach Braunwald wird saniert in den kommenden 2 Jahre.

Die Braunwald Standseil­bahn AG hat mit der 10,8 Millionen Franken teuren Sanierung der Standseil­bahn von Linthal (GL) nach Braunwald begonnen. Dies obwohl der Kanton Glarus derzeit zwei andere Varianten für die künftige Erschlies­sung von Braunwald prüft.

Die Standseilbahn benötige die umfassende Sanierung, damit der Betrieb bis zum Ende der Konzessionsdauer im Jahr 2035 bei höchster Verfügbarkeit gewährleistet werden könne, schrieb der Kanton Glarus am Freitag in einer Mitteilung.

Die Sanierung würde den zwei Projekten, die derzeit geprüft werden, nicht in die Quere kommen, sagte Regierungsrat und Verwaltungsratspräsident der Braunwald Standseilbahn AG.

Nach einem Mitwirkungsverfahren vertieft der Kanton derzeit zwei Projektvarianten zur künftigen Erschliessung des Bergdorfs: Eine Gondelbahn für Personentransporte, die neben der Standseilbahn gebaut würde und den Neubau einer Standseilbahn auf dem bestehenden Trassee.

Bei beiden Varianten verkehre auch nach 2035 eine Standseilbahn. Deshalb werde mit dem aktuellen Projekt kein Entscheid vorweggenommen. «Von den 10,8 Millionen Franken der Sanierung müssten wir 61 Prozent bis 2035 sowieso investieren. 39 Prozent reichen sogar bis 2045», so der Verwaltungsratspräsident.

Behindertengerecht dank Sanierung
Bei der Renovierung werden die Ein- und Ausstiegsstationen in Linthal und Braunwald dem geltenden Behindertengleichstellungsgesetz angepasst. Weiter müssen sicherheitsrelevante Infrastruktur, die Stationen, die Güterlogistik und die Elektromechanik erneuert werden.

Am aufwändigsten dürfte die Sanierung des Tunnels werden. Weil die Grösse den aktuellen Vorschriften nicht mehr entspricht, müssen viele Kubikmeter Fels herausgesprengt und der Tunnel verbreitert werden.
Quelle: https://www.suedostschweiz.ch/sendu...d-fuer-108-millionen-franken-saniert-28-01-22
 
Der autofreie Glarner Ferienort Braunwald wird auch in Zukunft mit einer Standseilbahn erreichbar sein. Vom Tisch ist eine Gondelbahn als Ersatz.

Die Regierung entscheidet sich zur Erneuerung des Zubringers nach Braunwald (ERZUB Plus) für die Variante der Standseilbahn. Gründe sind die gegenüber einer Gondelbahn kürzere Verfahrensdauer, das geringere Verfahrensrisiko sowie die halb so hohen Investitions- und Betriebskosten.

Der Regierungsrat setzt eine Projektorganisation zur Erarbeitung einer Landsgemeindevorlage ein.

Gemeinde und Bahnen müssen mitziehen

Von entscheidender Bedeutung ist, dass die Gemeinde Glarus Süd ihre Nutzungsplanung anpasst sowie die Hochwassersicherung für die Talstation der Standseilbahn vornimmt. Zudem ist die dorfinterne wie auch die Notfallerschliessung in bzw. von Braunwald eine Gemeindeaufgabe.

Ebenfalls ist entscheidend, dass die Entwässerungskorporation Braunwald das Entwässerungsprojekt Braunwald zeitnah umsetzt.

Die Planung und Realisierung der weiterführenden touristischen Erschliessung ab der Bergstation Standseilbahn ins Wander- und Skigebiet ist grundsätzlich Aufgabe der Sportbahnen Braunwald AG. Sie soll dabei in raumplanerischen Fragen seitens des Kantons und der Gemeinde Glarus Süd durch die erwähnte Projektorganisation unter Leitung des Departements Bau und Umwelt (DBU) unterstützt werden. Ausserdem stellt der Kanton der Sportbahnen Braunwald AG in Aussicht, sie bei ihren Bahnprojekten auch im Hinblick auf die Realisierung einer möglichen Mitfinanzierung zulasten der Mittel für touristische Kerninfrastrukturen zu unterstützen.

Die Braunwald-Standseilbahn AG wird verpflichtet, ein Konzept für eine durchgehende, integrierte Logistikkette zu prüfen und zeitnah laufend mögliche Optimierungen für die Erschliessung von Braunwald umzusetzen. Zu diesen Optimierungen gehören die Themen Betriebszeiterweiterung, Fahrplanverdichtung, Automatisierung, neues Stosszeitenregime und digitales Reservationssystem.

Erste Sanierung Standseilbahn bis 2024

Die Braunwald-Standseilbahn startete bereits im 2021 das Projekt "Ertüchtigung Braunwaldbahn" parallel zum Projekt ERZUB Plus des Kantons. Ende Januar 2022 wurde das Projekt vom Verwaltungsrat beschlossen. Die bestehende Standseilbahn zwischen Linthal und Braunwald wird bis Ende 2024 umfassend saniert. Vorbehältlich der Plangenehmigung durch das Bundesamt für Verkehr (BAV) und der Finanzierungsbeschlüsse ist damit bis 2035 für Einheimische und Gäste weiterhin eine zuverlässige Verbindung nach Braunwald gesichert. Das Projekt ist inhaltlich und zeitlich so ausgerichtet, dass es optimal in die Realisierung der nun vom Regierungsrat beschlossenen Variante Standseilbahn einfliessen kann.

Quelle: https://www.gl.ch/public-newsroom.h...regierung-sichert-erschliessung-von-braunwald
abgerufen am 24.05.2023
 
Standseilbahn oder Gondel? Landsgemeinde 2025 fällt Variantenentscheid

Regierungsratssitzung 20. August 2024 • Die Art der künftigen Erschliessung von Braunwald soll von der Landsgemeinde 2025 diskutiert und beschlossen werden. Ermöglicht wird dies mit einer Revision des Gesetzes über den öffentlichen Verkehr. Die Erschliessungsvariante wird im Gesetz festgeschrieben.

Die künftige Erschliessung von Braunwald ist ein in der Politik und der Öffentlichkeit breit diskutiertes Thema. Folglich soll die Landsgemeinde beim Entscheid über die Erschliessungsvariante mitreden können. Ermöglicht wird dies mit einer Revision des Gesetzes über den öffentlichen Verkehr. Mit der Aufnahme eines neuen Artikels über die Erschliessung Braunwald kann diese vor die nächste Landsgemeinde getragen werden.
Memorialsantrag war rechtlich unzulässig

Die Forderung einer Mitsprache der Landsgemeinde wurde bereits in einem Memorialsantrag gestellt, der allerdings nicht mit der Kantonsverfassung vereinbar war. Er wurde in der Folge zurückgezogen (Medienmitteilung 16. April 2024). Die Aufnahme der Erschliessung Braunwald in einem neuen Gesetzesartikel fällt dagegen in den Kompetenzbereich der Landsgemeinde.

Regierungsrat hält an Variante Standseilbahn fest

Nach einer längeren Evaluationsphase entschied sich der Glarner Regierungsrat für die Variante einer neuen Standseilbahn, welche die Erschliessung von Braunwald sicherstellt (Medienmitteilung 23. Mai 2023). Vorteile gegenüber der ebenfalls geprüften Gondelbahn waren insbesondere die tieferen Investitions- und Betriebskosten. Der Bau der neuen Standseilbahn kostet geschätzte 24 Millionen Franken als Investition und 3 Millionen Franken für den jährlichen Betrieb. Eine Variante mit einem Neubau einer Einseilkabinenbahn und einer weiteren Ertüchtigung der Standseilbahn ist fast doppelt so hoch, mit geschätzten 45 Millionen als Investition und 5 Millionen für den jährlichen Betrieb. Zudem beträgt die Verfahrensdauer bei der Variante Standseilbahn rund sechs statt zehn Jahre. Und das Verfahrensrisiko ist klein. Als vorteilhaft könnte sich zudem der Bau einer automatisierten Standseilbahn erweisen, was eine fahrplanunabhängige Nutzung, auch während der Nacht, ermöglichen würde.

Sollte die Landsgemeinde im kommenden Jahr eine Erschliessung mittels einer Gondelbahn ins Auge fassen, würde der Regierungsrat eine Richtplananpassung anstossen, damit die Grundlagen für eine alternative zusätzliche Erschliessung über eine Gondelbahn planerisch ermöglicht werden kann. Der Regierungsrat beauftragt das Departement Bau und Umwelt, das totalrevidierte Gesetz über den öffentlichen Verkehr betreffend Erschliessung Braunwald zu ergänzen.
Quelle: Medienmitteilung vom 21.08.2024 vom Kanton Glarus
 
Chlosterdörfler schrieb:
Der Bau der neuen Standseilbahn kostet geschätzte 24 Millionen Franken als Investition und 3 Millionen Franken für den jährlichen Betrieb. Eine Variante mit einem Neubau einer Einseilkabinenbahn und einer weiteren Ertüchtigung der Standseilbahn ist fast doppelt so hoch, mit geschätzten 45 Millionen als Investition und 5 Millionen für den jährlichen Betrieb.
Wieso muss beim Neubau einer EUB die Standseilbahn noch mal ertüchtigt werden? Dann hätte man ja 2 parallele Anlagen...
 
Weil die Standseilbahn praktisch den gesamten Warentransport nach Braunwald übernimmt. Mit einer Kabinenbahn kann man nur leichte und kompakte Güter transportieren. Es stand auch mal eine Variante mit nur einer Kabinenbahn zur Auswahl. Zusätzlich hätte man aber noch eine Strasse gebaut, was weit teurer gekommen wäre als die Standseilbahn zu ertüchtigen. Diese Variante ist schon seit längerem vom Tisch.
 
Jahres Abo-Zwang für jedes Hotelbett und jede Ferienwohnung.

Info mit Umfrage: https://www.nau.ch/news/schweiz/braunwald-gl-pro-bett-ein-abo-fur-ferienhausbesitzer-66852948

Interims-Geschäftsführer Christian Dachs wünscht sich Schnee und 4000 Gäste wie in den 1990er und 2000er Jahren. Auch wurden leichtere Pistenfahrzeuge angeschafft für die kommende Wintersaison.

Zum Artikel: https://www.fridolin.ch/zeitung/publizierte-news/2757-zurück-zu-den-wurzeln

Mein Kommentar: Laut Artikel liegt das Verhältnis der touristischen Wertschöpfung bei den Sportbahnen derzeit noch bei 30 Prozent Sommertourismus zu 70 Prozent Wintertourismus. Die Abonnementspflicht wird jedes Gästebett dort oben verteuern, auch wenn der Preis noch nicht bekannt ist. Auch für Vermieter von Ferienwohnungen könnte es schwieriger werden, wenn sie diese verkaufen wollen. Also wenn es nicht rasch gelingt, den Sommer attraktiver zu machen, könnte der Schuss nach hinten losgehen.
 
Dann sollte dieses Abo aber übertragbar sein, damit auch die Mieter von Ferienwohnungen und Hotelgäste sie benutzen können. Ansonsten ist es reine Abzocke. Oder was soll ein Hotelbesitzer mit all den Abos, die nur er nutzen kann, machen?
 
Es dürfte sich um spezielle Ganzjahres-Abonnements handeln. Die dann auch von den Ferienwohnung und Hotelgästen benutzt werden können. Das Ganze muss noch beschlossen werden.
 
Was ist mit Anschluss ans Skigebiet via Hüttenberg gemeint? Man kann doch schon heute praktisch ausserhalb der Bergstation der SSB die Skier anschnallen und zur Talstation der unteren GUB fahren. Oder ist das nicht mehr so?
 
Es geht um einen direkten Anschluss ins Skigebiet. Idealerweise eine Gondelbahn von Linthal direkt bis Hüttenberg oder so. Heute steigt man aus der Standseilbahn, fährt mit Skis zur GUB, dann wieder umsteigen auf die obere Bahn, mühsam. Im Sommer noch unpraktischer ohne die untere geschlossene GUB, vor allem für Leute welche nicht so aufwärts laufen mögen zur Talstation der oberen GUB.
 
Ist aus meiner Sicht aber eher ein Luxusproblem. Die sollen sich eher mal um diese zwei uralten DSB kümmern. Die sind zwar für uns Seilbahnfans kultig, und es wäre auch schade, wenn die letzten Streiff-Bahnen auch noch verschwinden würden. Aber ganz ehrlich: Zeitgemäss sind die nicht mehr! Vor allem die Niederhalter. Die von Streiff sind wie wenn man in diesem Namen das r streichen würde! :twisted:

Die Bahn aus dem Tal ist für Braunwald vital, da es ja keine Strassenanbindung gibt. Eine EUB fände ich darum nicht optimal. Die Versorgung des Ortes könnte sich aufgrund der geringeren Ladekapazität schwieriger gestalten. Und dann wäre da noch der Punkt Windanfälligkeit. Eine weiteres, wenn auch kleineres, Ungemach wäre die längere Fahrzeit. Auch kann man eine pulsierend verkehrende Bahn wie eine SSB wesentlich einfacher mit dem Fahrplan der Züge an Halltestelle neben der Talstation abstimmen.

Edit: Zum letzten Punkt ist mir noch etwas in den Sinn gekommen. Da die Standseilbahn eben nicht kontinuierlich in Betrieb ist, sondern einzelne Fahrten durchführt, konnte sie in den gesamtschweizerischen Fahrplan integriert werden. Man kann in jeder elektronischen Fahrplanauskunft (bspw. www.sbb.ch oder www.bahn.de) einen Reise bis Braunwald abfragen. Das geht mit einer Umlaufbahn nicht. Klar, bei der Anreise kein Problem, man nimmt einfach die Kabine, die gerade durch die Station fährt. Aber in die umgekehrte Richtung sieht das dann schon ganz anders aus, wenn man wissen möchte, wann man in der Bergstation sein sollte, um den Anschlusszug nicht zu verpassen. Dazu müsste man in die Fahrplandatenbank quasi fiktive Kurse eintragen. Aber bei Andrang kann es dann doch sein, dass man zu spät dran ist. Natürlich existiert dieses Problem auch bei einer SSB. Aber wenn die Betriebsführung flexibel ist, schaltet sie rechtzeitig eine Zusatzfahrt ein, damit die Zugreisenden nicht in der Schlange hängen bleiben.
 
@GMD

Es ist falsch, dass EUB nicht im Fahrplan der SBB sind. Vergl. bspw. Wasserfallenbahn oder Firstbahn.

Gruss Chrigi
 
Gleich mal am Beispiel Wasserfallenbahn angeschaut. Die haben es sich einfach gemacht: Da fährt einfach jede Minute eine Bahn. Dann noch eine Mindestumsteigezeit an der Talstation definiert, fertig ist Kiste.

Das Problem sind die allfälligen Warteschlangen. Nehmen wir mal an, es warten zur im Fahrplan angegebenen Zeit 100 Leute in Braunwald auf die Talfahrt. Bei der aktuellen SSB kein Problem, die kommen alle mit und die Zugreisenden erwischen ihren Anschluss. Nun stellen wir uns das ganze bspw. mit einer 10EUB vor. Selbst für den unrealistischen Fall, dass alle Kabinen gefüllt werden, dauert es bei einer Kabinenfolge von sagen wir 30 Sekunden (realistisch?) 5 Minuten bis der letzte Passagier in einer Kabine sitzt. Für Zugreisende kann das dann schon bedeuten, dass er oder sie von der Kabine aus die Ein- und Ausfahrt seines Zuges beobachten kann. Obwohl zur im Fahrplan angegebenen Zeit an der Bergstation leider in der Warteschlange hängen geblieben. Da kann man nur hoffen, dass sich nicht zufällig viele Autofahrer auch gerade zu dieser Zeit anstellen, sondern vor oder nach der deadline für die Zugreisenden weg geschaufelt werden.

Allenfalls müsste man sich halt sowas wie eine Priorität für Reisende mit Zugfahrkarte überlegen. Was allerdings auch Missbrauchpotential hat. Das Generalabonnement (Schweizer Gegenstück zur Bahncard 100), welches in der Braunwaldbahn gültig ist (weil die Bahn den Ort erschliesst, gilt sie als Teil des ÖPNV), ist sehr populär. Da könnten dann mit dem Auto angereiste Inhaber einer solchen Karte bei Andrang auf falsche Gedanken kommen.
 
Bei der aktuellen SSB kein Problem, die kommen alle mit und die Zugreisenden erwischen ihren Anschluss.
Und was machst Du bei einer SSB wenn vor Dir 120 Personen anstehen und der Wagen nur 114 Personen fasst? Macht sicher auch Sinn rechtzeitig bei der Station zu sein, damit man dann nicht zu den Looser gehört.

Bei einer 10EUB werden mit 12 Gondeln 120 Personen weggeschaufelt. Jetzt kann man mit den Folgezeiten spielen, um auszurechnen wie lange das dauert.
Bei 30 Sekunden wären es 6 Minuten. Da man ja eh 2-3 Minuten vor der fahrplanmässigen Abfahrt an der Haltestelle/Bahnsteig stehen sollte, wäre es jetzt nicht mal so tragisch wenn sich da ein paar ahnungslose Touristen allzu strikt an die Angaben im Onlinefahrplan halten. Und wenn die Umsteigezeiten grosszügig berechnet sind ist es dann auch nicht so tragisch wenn man anstatt der 12. Gondel erst mit der 13. fahren kann.
 
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