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Neues in Braunwald

GMD schrieb:
Ist aus meiner Sicht aber eher ein Luxusproblem. Die sollen sich eher mal um diese zwei uralten DSB kümmern. Die sind zwar für uns Seilbahnfans kultig, und es wäre auch schade, wenn die letzten Streiff-Bahnen auch noch verschwinden würden. Aber ganz ehrlich: Zeitgemäss sind die nicht mehr! Vor allem die Niederhalter. Die von Streiff sind wie wenn man in diesem Namen das r streichen würde! :twisted:

Die beiden Bahnen haben nichts miteinander zu tun. Die Standseilbahn ist eine separate Bahn mit einer eigenen Aktiengesellschaft. Die Trennung der beiden Gesellschaften erfolgt aufgrund der Subventionen für die Standseilbahn weil öffentliche Erschliessung. Die Bergbahnen Braunwald selber kämpfen ums wirtschaftliche Überleben und haben daraus folgend erst recht kein Geld für neue Bahnen, sondern müssen zuerst schauen, dass sie überleben und weiterhin den Betrieb sicherstellen können! Abgesehen davon wurden die beiden alten Sesselbahnen 2011, bzw. 2012 von Garaventa saniert, womit sich ein Ersatz nicht dringend stellt...

Und die Standseilbahn muss auch nicht ersetzt werden wegen Spass an der Freud, sondern weil die Bergstation in einem Rutschhang liegt.

Und daraus folgend geht es beim Ersatz der Standseilbahn bei der Wahl des Transportmittels auch nicht nur, was man gerne hätte, sondern was die schwierige Geologie (das ganze Dorf liegt in einem Rutschhang, welcher in Bewegung ist) zulässt. Und da hat die Gondelbahn mit wenigen Stützen (welche verschiebbar ausgeführt werden können) ihre Vorteile ggü. der Standseilbahn, welche zwingend ein durchgehendes Eisenbahntrasse benötigt. Wie sich das mit Rutschhängen verträgt kann und konnte man an der alten Standseilbahn Lauterbrunnen-Grütschalp feststellen, welche genau deswegen durch eine Luftseilbahn ersetzt werden musste.
 
Wenn das ganze Dorf in einem Rutschhang liegt, sollte man vielleicht zuerst mal die Zukunft des Ortes im Allgemeinen klären. Bringt ja, um es mal sehr direkt zu sagen, auch nichts, wenn der Zubringer sicher ist, der zu erschliessende Ort aber nicht.
 
Die beiden Bahnen haben nichts miteinander zu tun. Die Standseilbahn ist eine separate Bahn mit einer eigenen Aktiengesellschaft. Die Trennung der beiden Gesellschaften erfolgt aufgrund der Subventionen für die Standseilbahn weil öffentliche Erschliessung.

Die Subventionen dürften noch lange nicht der Grund sein, dass es zwei Gesellschaften braucht.
Beispielsweise in der Aletschregion oder Beatenberg funktioniert es auch mit einer Gesellschaft.
Und bei den Bahn- und Buslinien funktioniert es ja auch. Gibt ja auch Linien, wo nur der Teil im Siedlungsgebiet subventioniert ist. Aber trotzdem muss man dann auf diesen Strecken nicht an der Subventionsgrenze umsteigen.
 
TPD schrieb:
Die Subventionen dürften noch lange nicht der Grund sein, dass es zwei Gesellschaften braucht.
Es ist natürlich nicht der einzige Grund. Der Hauptgrund sind die Besitzverhältnisse: Die Standseilbahn gehört zu 100% dem Kanton Glarus. Er ist der einzige Aktionär. Quelle: https://braunwald.ch/files/braunwal.../Standseilbahn/Geschäftsbericht-BRSB_2022.pdf
Die restlichen Bergbahnen dagegen gehören diversen Aktionären. Neben Kanton und Gemeinden auch diversen Privaten.

Warum es diese Trennung braucht, sieht man gerade aktuell sehr gut: Die Bergbahnen sind für den Tourismus notwendig. Die Standseilbahn dagegen ist schlicht die öffentliche Erschliessung von Braunwald. Gehen die Bergbahnen Konkurs, dann ist das bedauerlich. Geht die Standseilbahn Konkurs, sind knapp 300 Einwohner ohne öffentliche Erschliessung von der Umwelt abgeschnitten, Braunwald ist Autofrei.

Die Bergbahnen sind wie erwähnt in finanziellen Schwierigkeiten. Die Standseilbahn dagegen ist von diesen Schwierigkeiten nicht betroffen, weil separate Gesellschaft. Damit ist zum einen sichergestellt, dass die Standseilbahn stets in Betrieb bleibt, zum anderen ist die Finanzierung des Neubaus (ob Gondel- oder Standseilbahn) wesentlich besser gesichert, weil der Kanton nun für die Finanzierung aufkommen muss.

Wenn das ganze Dorf in einem Rutschhang liegt, sollte man vielleicht zuerst mal die Zukunft des Ortes im Allgemeinen klären. Bringt ja, um es mal sehr direkt zu sagen, auch nichts, wenn der Zubringer sicher ist, der zu erschliessende Ort aber nicht.
Dort oben leben und arbeiten Menschen. Denen sagst du nicht einfach so, ihr müsst jetzt gehen. Zudem liegt zwar der Ort in einer geologisch schwierigen Zone, aber man ist meilenweit von Brienzer Verhältnissen entfernt. Der Grossteil des Gebietes wurde mit Entwässerungsstollen sicherer gemacht, es nun nur die Standseilbahn welche nun noch ersetzt werden muss.
 
Gehen die Sportbahnen Konkurs, wird es langfristig auch die Erschliessung nicht mehr brauchen. Jedenfalls nicht mehr eine in dieser Grössenordnung. Denn Braunwald lebt grösstenteils vom Tourismus.
 
Die Braunwaldbahn ist nicht grösser als andere Standseilbahnen, die ebenfalls touristische Gebiete erschliessen. Dieses Potential wird dank dem Tourismus und der dort lebenden Bevölkerung auch bei einem Konkurs - was wir natürlich alle nicht hoffen - gross genug sein, um die Standseilbahn auszulasten.
 
Elektrobüssli statt Gondeln
Familienskigebiet muss Traum von neuer Seilbahn beerdigen
Das beliebte Familienskigebiet Braunwald GL ist notorisch knapp bei Kasse. Eine neue Gondelbahn hätte da Abhilfe schaffen und neue Gäste anlocken können. Daraus wird aber nichts. Kurz vor der Landsgemeinde haben sich die Verantwortlichen auf einen Kompromiss geeinigt.
.....
Minibusse statt Gondelbahn
Die Glarner Landsgemeinde hätte am 4. Mai über die neue Gondelbahn befinden sollen. Doch jetzt wird klar: Ein entsprechender Memorialsantrag – so werden in Glarus Anträge von Stimmberechtigten genannt, über welche die Landsgemeinde befindet – wird zurückgezogen.

Niemand von den Involvierten hat offenbar vor, die Gondelbahn an der Landsgemeinde selbst noch einmal aufs Tapet zu bringen, wie die «Glarner Nachrichten» berichten. Heisst konkret: Hoteliers, Sportbahnen und Gemeinde müssen ihren Gondelbahn-Traum beerdigen. Die Glarner Kantonsregierung hatte sich schon im Vorfeld gegen das Projekt ausgesprochen.
https://www.blick.ch/wirtschaft/elektrobuessli-statt-gondeln-familienskigebiet-muss-traum-von-neuer-seilbahn-beerdigen-id20820702.html
 
Habe ich überhaupt kein Problem mit. Wie ich schon sagte, die haben dringender Pendenzen. Aber was tut sich da? Die beiden DSB dürften so langsam am Ende sein. Den Hersteller gibt es nicht mehr, Ersatzteile könnten ein seriöses Problem sein.
 
Wie schonmal erwähnt:
Die Gondelbahn war eine Idee/Projekt der Bahngesellschaft der Standseilbahn (welche dem Kanton Glarus gehört - darum konnte auch die Landsgemeinde darüber abstimmen) - und nicht der Bahngesellschaft der restlichen Bergbahnen.
Darum haben auch die Sesselbahnen nichts mit dieser Idee zu tun.

Was hingegen ein Problem der Braunwaldbahnen werden wird, ist die Zukunft der Standseilbahn. Die bestehende Bahn kann nur noch bis 2035 betrieben werden. Nachdem eine Gondelbahn als Ersatz gescheitert ist, wird man sich da in den nächsten 10 Jahren andere Lösungen überlegen müssen.
 
Schade, aber absehbar. Die beiden DSB sind vermutlich am Ende angekommen. Deren Hersteller (Streiff) gibt es nicht mehr, und da er auch von einem anderen der Branche übernommen wurde, stellt sich natürlich die Ersatzteilefrage.
 
Sehr, sehr schade. Dieses Gebiet hätte ich gerne mal noch besucht... Eigentlich wollte ich letzten Winter gehen, aber wegen des lamge anhaltendes Schneemangels schaffte ich es leider nie...

Dass die Streiff-SBs wirklich am Lebensende sind, glaube ich nicht. Und etwas fragwürdig ist die Situation natürlich bei der Gumen-Kombibahn, dort hat man eine noch nicht ganz 20-jährige Anlage, die dann zumindest im Winter nicht mehr laufen wird...
Nun gibt es noch die ganz kleine Hoffnung, dass externe Gruppierung Sponsorenbeiträge von 900'000 Franken auftreiben. Aber das kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht wirklich vorstellen...
 
Mal das Pferd von hinten aufgezäumt?
Wurde denn das Potential geprüft die Sesselbahnen im Sommer zu nutzen?
 
Heute hatte es auch in den TA-Medien einen Artikel zur Schliessung des Skigebiets.
Im Artikel wurde auch die beschränkte Förderleistung der SSB erwähnt und deswegen können auch keine zusätzlichen Tagesgäste angelockt werden, da die Bahn schon jetzt an ihrer Kapazitätsgrenze ist.
 
Sehr schade, das Gebiet hat mich von seiner Struktur und Größe sehr gereizt. Wollte letzte Saison hin, hatte auch eine Karte von Ticketcorner, aber hab sie mangels Zeit leider verfallen lassen. Ärgerlich…
 
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