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Neues in Damüls Mellau

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Zusammenschluss: Sorge um Wild-Schutz

In erster Instanz ist der umstrittene Zusammenschluss der Skigebiete Mellau und Damüls genehmigt worden. Landesrat Schwärzler (ÖVP) weist den Vorwurf zurück, dass im Bescheid die Auflagen zu Schutz des Wildes unzureichend seien.

Arbeitsgruppe eingerichtet
Er habe im Landhaus eine Arbeitsgruppe eingereicht, so Umweltlandesrat Erich Schwärzler, die prüfe, welche Ausgleichsmaßnahmen nötig sind. Die Ergebnisse würden dann in einer Verordnung festgeschrieben.

Zunahme des Verkehrs
Dem Thema Verkehr sind im Bescheid zwei Seiten gewidmet. Der Verkehr werde an Spitzentagen um elf bis 13 Prozent zunehmen, so Verfahrensleiter Harald Kappinger von der BH Bregenz. Es wird auf eine Arbeitsgruppe verwiesen, die sich mit der Entlastung der vorgelagerten Gemeinden beschäftigt.

1,1 Mio. Euro für Eingriffe in Natur
Für die Eingriffe in die Natur müssen die Liftbetreiber von Mellau und Damüls 1,1 Mio. Euro zahlen. Im Verfahren wurde der materielle Schaden noch mit 3,9 Mio. Euro angegeben. Es handle sich hier um keine Gefälligkeit für die Lifte, so Kappinger, es gebe eine klare Richtlinie.

Ausgleichszahlungen maximal fünf Prozent
Vorhaben, die im überwiegenden öffentlichen Interesse stehen, dürften nicht so erschwert werden, dass sie nicht realisiert werden können. Die Ausgleichszahlungen für Eingriffe in die Natur dürften maximal fünf Prozent der Baukosten betragen, so Kappinger.

Quelle: ORF
 
Jetzt ist auch die SPÖ auf den Verhindererzug aufgesprungen und hat eine dringliche Anfrage an Umweltlandesrat Schwärzler gestellt.

http://landtag.vlr.gv.at/download/28/2006/29.01.106.pdf inklusive Beantwortung

Daraus ist herauszulesen, dass sich diese Partei gegen Schigebietserweiterungen stellt.

Und wenige Zeit später wird wieder langmächtig gejammert, dass die Landesregierung zu wenig gegen die Arbeitslosigkeit tue. Dass durch Schigebietserweiterungen neue Arbeitsplätze geschaffen werden, haben die GenossInnen offenbar noch nicht überzuckert. Nicht zu fassen.
 
Oh, eine werte Naturschutzanwältin meldet sich zu Wort ...

Anfechtung: Naturschutz gegen Schigebiet Mellau-Damüls

Zwei Wochen nach Genehmigung der Skigebietsverbindung Mellau und Damüls erhebt Naturschutzanwältin Lins gegen den Bescheid Einspruch.

Lins kritisiert zweierlei Maß
Naturschutzanwältin Katharina Lins kritisiert, dass bei wirtschaftlichen Fragen einerseits und bei Naturschutzthemen andererseits mit zweierlei Maß gemessen wird.

Die Interessensabwägung sei im Fall Mellau-Damüls mangelhaft und habe deshalb zu einem falschen Ergebnis geführt.

Wirtschaftlicher Erfolg unzureichend belegt
Die angelblich bedeutenden öffentlichen Interessen dieses Projektes würden durch eine Stellungnahme des Landes zu beweisen versucht. Der Gutachter wird aber nicht genannt, heißt es in der Berufung.

Während die vielzitierten positiven wirtschaftlichen Auswirkungen in keiner Weise belegt sind, spricht die Bezirkshauptmannschaft im Bescheid von teils massiven Beeinträchtigungen der Interessen der Natur, so Lins.

Bescheid soll aufgehoben werden
Lins verlangt deshalb die Aufhebung des gesamten Bescheides. In einer umfangreichen Stellungnahme der Alpenschutzkommission wird außerdem festgehalten, dass die völkerrechtlichen Verträge der Alpenkonvention falsch oder unzulänglich angewendet wurden.

Quelle: ORF
 
In einem Interview mit Wolfgang Beck, seinerseits Fachgruppenobmann der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer und vertritt somit die Interessen von 36 Skigebieten mit über 400 Liften und Bahnen in Vorarlberg, bekundet dieser, dass der Zusammenschluss 2007 umgesetzt wird.

Beim Zusammenschluss Mellau-Damüls hat Wolfgang Beck einen Erfolg gelandet. 2007 soll das Projekt in die Realität umgesetzt werden.
 
Im Sommer soll die Entscheidung fallen:

Mellau/Damüls: Entscheidung im Sommer

Der Unabhängige Verwaltungssenat will im Sommer über die Verbindung der Skigebiete Mellau und Damüls entscheiden. Die Naturschutzanwaltschaft hat gegen den BH-Bescheid berufen.
Die Anerkennung wird nun überprüft, berichtet der ORF.

Die Naturschutzanwaltschaft hat gegen den Bescheid der Bezirkshauptmannschaft berufen, da die wirtschaftlichen Interessen falsch eingeschätzt worden seien.

Das Verfahren laufe noch, so UVS-Präsident Bernhard Röser. Derzeit würden noch Stellungnahmen eingeholt und den Parteien vorgelegt. Dass der UVS ein zusätzliches Gutachten in Auftrag gegeben hat, will Röser so nicht bestätigen.

Es gebe lediglich Erhebungen, wie groß die beanspruchte Fläche ist, so Röser. Von diesem Ergebnis wird abhängen, ob die Berufung von Naturschutzanwältin Katharina Lins eine gesetzliche Grundlage hat.

Sind es mehr als zehn Hektar, wird die Berufung weiter verfolgt, wenn nicht, wird der BH-Bescheid rechtskräftig und die Bauarbeiten können beginnen.

Quelle: VN
 
Nun ein neues Gutachten, das evtl. den Zusammenschluss gefährden könnte:

Neues Gutachten: Geologe ortet labiles Gelände in Mellau-Damüls

Zum Zusammenschluss des Schigebietes Mellau -Damüls ließ der Alpenverein ein Gutachten erstellen. Das Ergebnis könnte einigen Sprengstoff bergen, denn das Gelände sei labil.


Alpenverein: Bewilligung ist rechtswidrig
Das Gutachten des Geologen Karl Krainer von der Universität Innsbruck weist nach, dass sich der bewilligte Zusammenschluss von Mellau-Damüls in eindeutig labilem Gelände abspielt.

Der gesamte Hang zwischen Schlepplift Roßstelle und Kammbereich, einschließlich der geplanten Schipiste, sei labil. Demnach hätte die Bewilligung versagt werden müssen, so der Alpenverein. Denn nach dem Bodenschutzprotokoll der Alpenkonvention sei der Bau von Schipisten in labilem Gelände verboten. Naturschutzanwältin Lins leitete das Gutachten an den Unabhängingen Verwaltungssenat weiter.

Der Unabhängige Verwaltungssenat prüft derzeit, ob die Naturschutzanwaltschaft ein Berufungsrecht und Parteistellung hat. Die Parteistellung der Naturschutzanwaltschaft hängt von der Größe des Projektgebietes ab. Welche Flächen einzubeziehen sind, ist ebenfalls eine Streitfrage. Ein weiteres Gutachten muss zuerst klären, ob das Gebiet größer als zehn Hektar ist. Dann entscheidet sich, ob das Alpenvereins-Gutachten über die Naturschutzanwältin im Verfahren zum Zug kommt.

Quelle: ORF
 
Umweltschützer pochen auf Parteistellung
Nach dem politischen Streit über die Skigebietsverbindung von Mellau und Damüls toben seit Monaten rechtliche Auseinandersetzungen. Streitpunkt: Hat die Naturschutzanwaltschaft noch Parteistellung?


In diesem Streit geht es derzeit noch gar nicht um inhaltliche Fragen, sondern darum, ob die Naturschutzanwaltschaft im weiteren Verfahren überhaupt noch etwas zu sagen hat.


Betreiber: Fläche ist kleiner als zehn Hektar
Die Betreiber, die Liftgesellschaften von Damüls und Mellau, haben zuletzt argumentiert, die verbrauchte Fläche sei kleiner als zehn Hektar, die Naturschutzanwaltschaft habe deshalb keine Parteistellung.


Lins sieht das anders
Naturschutzanwältin Katharina Lins sieht das anders. Demnach sei die Flächenbestimmung im Naturschutzgesetz direkt aus dem Umweltverträglichkeitsgesetz übernommen worden. Deshalb müssten sinngemäß auch die Kriterien zur Berechnung des Flächenverbrauchs übernommen werden. Unter dem Strich, so Lins, wäre der Flächenverbrauch in Mellau-Damüls damit wesentlich größer und die Naturschutzanwaltschaft hätte Parteistellung.


Ähnlicher Fall
Bei dem ähnlichen Fall Rennstrecke in Lech hat der Unabhängige Verwaltungssenat gegen die Naturschützer entschieden.

vorarlberg.orf.at
 
Naturschutzanwältin hat kein Berufungsrecht
Der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) hat die Berufung der Naturschutzanwaltschaft gegen die Skigebietsverbindung von Mellau und Damüls zurückgewiesen.

Flächenverbrauch entscheidend
Die Fläche für die Geländeveränderungen betragen laut UVS weniger als zehn Hektar, die Naturschutzanwältin habe deshalb kein Berufungsrecht. Entscheidend sei dabei, dass nur der Flächenverbrauch für den Neubau von Pisten berücksichtigt wird.

Der Naturschutzbescheid für die Verbindung Mellau-Damüls ist damit rechtskräftig.

vorarlberg.orf.at
 
Naturschutzanwältin schaltet Höchstgericht ein
Eine Abfuhr hat die Naturschutzanwältin Katharina Lins in Sachen Skigebietsverbindung Mellau-Damüls beim Unabhängigen Verwaltungssenat erhalten: Sie hat kein Berufungsrecht, nun will sie sich an die Höchstgerichte wenden.

Enttäuschung macht sich breit
Lins zeigt sich enttäuscht über die Entscheidung des Unabhängigen Verwaltungssenates (UVS). Der hatte nämlich argumentiert, dass sie kein Berufungsrecht hat, weil die Größe der veränderten Pistenflächen weniger als zehn Hektar beträgt.

Lins: Naturschutz wird unterlaufen
Das könne einfach nicht sein, sagt Lins. Jeder Liftbetreiber könnte dann Großprojekte aufteilen - und die Anliegen des Naturschutzes unterlaufen.

Letztlich müsse sich auch der Gesetzgeber, der Vorarlberger Landtag, die Frage stellen, wie ernst er es mit dem Naturschutz meint.

Bauverfahren wird eingeleitet
Wolfgang Beck, Geschäftsführer der Damülser Bergbahnen sagt, er habe die Betreiber immer in einer starken Position gesehen. Jetzt werde man das Bauverfahren einleiten, Baubeginn wäre im Frühjahr 2007.

vorarlberg.orf.at
 
..., Baubeginn wäre im Frühjahr 2007.

das hört sich ja nicht schlecht an, oder?!?
 
Moien,

Im Anhang die Panoramakarte in PDF Format.
Die vorgesehenen Lifte der Skiverbindung Mellau – Damüls sind jetzt als „Projekte“ in die Panoramakarte markiert.
Quelle: Tourismusbüro Mellau.

Weiter folgende Info's im Email:
Sobald ein genauer Termin bzgl. der Verbindung bekannt ist, werden wir dies sicherlich veröffentlichen.
Das Projekt befindet sich derzeit noch beim obersten Gerichtshof und
wird auf Grund des Einspruches der Naturschutzanwältin geprüft
Sollte die Verbindung zu Stande kommen, werden die Bergbahnen Mellau umbauen.

IF Verbindung == true
THEN auch umbau bestehende Anlage :)

a+
 

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Auf dem Plan sieht es fast so aus als ob man die zweite SB zur Bergstation der EUB garnicht bräuchte, aber das liegt bestimmt nur a der Darstellung. Interessant finde ich auch das andere Projekt in Damüls, von einer weiteren geplanten SB wuste ich nichts.

Ist zwar ein bischen OT, aber steht in Faschina jetzt wirklich eine zweite 4er, oder ist das nur falsch dargestellt?
 
vor allem veringert sich die anfahrt jetzt nach damüls..vor allem an tagen mit schneebedeckter strasse sehr interessant...


hoff dass es schnell vorrann geht..
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Interessant finde ich auch das andere Projekt in Damüls, von einer weiteren geplanten SB wuste ich nichts.

Also die Bahn zum Ragezer Blanken war soviel ich weiß stets mitprojektiert... ist auch in sämtlichen Skizzen zu finden (möglicherweise auf Seite 1 des Threads, ansonsten ein wenig googeln - beim ÖAV ist die Karte drin...).

Aber das wird wohl doch noch ein paar Jahre dauern, bis dieser Lift realisiert wird... sind doch recht gewaltige Investitionen für zwei so relativ kleine Gebiete.
 
Ich finds echt spitze das sich die beiden Gebiete zusammenschließen :bindafür:
Sollte die Verbindung über Uga kommen, fände ich es nicht schlecht, die 4KSB Uga mitzuersetzen, da hier oft Wartezeiten von deutlich über 15 Minuten sind, und durch die verbindung die Wartezeiten sicherlich noch länger werden.
 
Die ist zu neu, die kann noch nicht ersetzt werden. Aber vielleicht kann man auch von einer anderen Bahn dort hinunter fahren.
 
auf den skizzen der bregenzerwaldstudie sind auch pisten von der bestehenden hohes licht piste richtung talstationen der zwei neuen 6KSB eingezeichnet.
das wäre gut für die entlastung des uga-liftes, wenn man auch von der hasenbühlbahn zu den zwei neuen pisten käme.
 

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Neue Aufregung um Skigebietsverbindung

Massive Bedenken äußert der Alpenschutzverein gegen die Skigebietsverbindung Mellau-Damüls. Vor wenigen Tagen hätten sich massive Hangrutschungen ereignet. Man habe mit der Prüfung bereits begonnen, heißt es von Seiten der BH.

Meterdicke Gesteinsbrocken
Zwei große Hangrutschungen, eine davon mit Bahnen von 100 Meter Länge, gab es nach Angaben des Alpenschutzvereines vor wenigen Tagen. Außerdem hätten sich meterdicke Gesteinsbrocken gelöst.

Bäume weggerissen
Die abgerutschten Erd- und Gesteinsmassen hätten Bäume weggerissen, so der Alpenschutzverein.

Diese Vorfälle würden zeigen, dass die geologischen Verhältnisse im Bereich der Pisten beziehungsweise der Lifttrasse sehr instabil sind, so Obmann Lothar Petter.

BH: Prüfungen in jede Richtung
Man nehme das Ganze sehr ernst, so Harald Krappinger von der Bezirkshauptmannschaft Bregenz. Das Schadensereignis sei der Behörde bereits bekannt gewesen, man prüfe die Rutschung in jeder Richtung.

Pistenflächen seien nicht betroffen, wohl aber Liftstützenstandorte, so Krappinger. Die Sicherheit der Trasse werde im seilbahnrechtlichen Verfahren ohnedies noch genau geprüft.

Rechtskräftiger Bescheid
Der Bescheid für die Verbindung der beiden Skigebiete im Bregenzerwald ist bereits rechtskräftig.

vorarlberg.orf.at
 
dann muss man halt vor die stützen aus beton so keilförmige mauern hinbauen, wie es sie in anderen gebieten auch zur lawinensicherung gibt, die die schnee-/erdmassen auf beiden seiten der stütze vorbeileiten :angry:
 
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