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xcarver schrieb:auch von mir besten dank an den naturschutzanwalt![]()
sind sie ja immerhin zu etwas zu gebrauchen![]()

Quelle: ORFMellau-Damüls: Widerstand gegen Skigebietsverbindung
Die Gegner der Skigebietsverbindung Mellau-Damüls geben nicht auf, obwohl die Bauarbeiten im Gang sind. Ein Komitee hat eine Beschwerde an den Petitions- und Beschwerdeausschuss des Europäischen Parlaments gerichtet.
Vorwurf: Verschweigen von Fakten
Das Aktionskomitee kritisiert, dass die Umweltverträglichkeitsprüfung durch das Verschweigen wichtiger Fakten verhindert worden sei. So seien etwa bereits eingeleitete Landschaftseingriffe den Behörden nicht gemeldet worden. Der Beschwerdeausschuss soll die Petition Ende Oktober verhandeln.
Quelle: ORFDamülser Seilbahnen: "Vorwürfe haltlos"
Die Verantwortlichen der Damülser Seilbahnen weisen Vorwürfe zurück, wonach beim Baubescheid für die Schiliftverbindung Mellau-Damüls getrickst worden sei. Es sei alles den korrekten Behördenweg gegangen.
Hintergrund: Beschwerde an Brüssel
Gegner der Skiliftverbindung Mellau-Damüls hatten gegen das Projekt Beschwerde an den Petitions- und Beschwerdeausschuss des Europaparlaments in Brüssel eingereicht: Der Baubescheid soll mit "Tricksereien" erwirkt worden sein.
Mit der Petition nach Brüssel will das Aktionskomitee auf Ungereimtheiten im Bewilligungsverfahren hinweisen. So sollen frühere Landschaftseingriffe im Skigebiet und notwendige Parkplätze nicht miterfasst worden sein, um eine Umweltverträglichkeitsprüfung zu verhindern.
So entsteht besipielsweise auf knapp 1900 Metern Seehöhe ein 85.000 Kubikmeter großer Speichersee für die Beschneiungskanonen. Das ist Munition für die Gegner: Im Behördenverfahren ist dieser Speicher nicht erwähnt.
Beck: "Alle Verfahren ordnungsgemäß"
Wolfgang Beck, Geschäftsführer der Damülser Seilbahnen, weist diese Vorwürfe entschieden zurück. Er erklärte gegenüber Radio Vorarlberg, alle Verfahren seien ordnungsgemäß abgewickelt worden, es sei nichts verheimlicht oder verzögert worden.
Man habe seit mehreren Jahren aufwändige behördliche Verfahren durchlaufen und letztlich für alle Verfahren rechtsgültige Bescheide erhalten. Der in der Beschwerde kritisierte Speichersee werde nicht für die Verbindung mit Mellau gebaut.
Na gut, dann will ich mal nicht länger warten lassen:xcarver schrieb:*giernachfotos*
Stimmt, hier bei der Elsenkopfbahn ist es ein Fehler von mir ... in Serfaus sind die Schächte um einiges größer und da es es für das Förderband.Xtream schrieb:@snowflat: ich glaube du hattest es auch schon ins serfaus topic gepostet mit "dem schacht fürs förderband"! ich glaube allerdings das diese schächte nicht für ein förderband sind.... dafür wären sie IMHO viel zu kurz! denke dort werden die durchgangsschranken installiert.... der öffnungsmechanismus bzw antrieb wird dann in dem betonschacht montiert! das gibt dann die variante wo die schranken auf bauchhöhe enden..... die andere variante wo kein schacht benötigt wird hat die mechanik ja oberhalb vom kopf des einsteigenden!![]()
Quelle: VN"Gigantische Zerstörungen"
Mellau-Damüls - Vehement, aber vergebens hatte der Alpenschutzverein vor den Folgen der Skigebietszusammenlegung Mellau-Damüls gewarnt - und den Baubeschluss hinnehmen müssen.
Bauarbeiten in Mellau-Damüls schocken NaturschützerVMHMittlerweile sind die Arbeiten in vollem Gange. Dieser Tage ging Alpenschutzvereinsobmann Lothar Petter nun zur Ugaalpe, um sich ein Bild vom Ausmaß des Projektes zu machen. Ebendort soll oberhalb der Waldgrenze ein Speichersee gebaut werden; ein Speichersee zur Beschneiung der Skipisten. „Und was ich sah, war schockierend“, sagte Petter gestern sichtlich erschüttert, „alle verträglichen Grenzen werden mit diesem Projekt gesprengt, die Schmerzgrenze ist überschritten.“ Einen derart schlimmen Landschaftseingriff, eine derart gigantische Landschaftszerstörung, habe er in den 30 Jahren seiner Tätigkeit bis dato nicht gesehen: „Und das will etwas heißen.“ Dieses Projekt sei mit dem Natur- und Landschaftsschutz in Vorarlberg nicht einmal mehr ansatzweise zu vereinbaren. „Und es stellt sich die Frage, was unsere Gesetze überhaupt noch taugen, wenn solche Eingriffe möglich sind“, sagt der Dornbirner verbittert.
Harte Kritik an Politik
Petter nimmt die verantwortlichen Politiker ins Visier: „Die sollen auf die Ugaalpe gehen, noch bevor der erste Schnee fällt - und sich vergegenwärtigen, was sie da genehmigt haben, wie gewaltig die Zerstörungen im Gebirge sind.“ Selbstverständlich habe der „Eingriff in einer bis dato völlig unberührten, sensiblen Natur schwerste Folgen auf den Landschaftshaushalt“, auch auf den Lebensraum der Wildtiere: „Doch das interessierte die Politiker offensichtlich nicht im Geringsten.“ Petter setzt seine Hoffnung nun auf den Petitions- und Beschwerdeausschuss des EU-Parlaments, an den sich der Alpenschutzverein vor Kurzem gewandt hatte. Aussicht auf Erfolg habe er, ist sich Petter sicher: „Denn Gemeinde-Verantwortliche und Betreiber haben ja getrickst, um eine Umweltverträglichkeitsprüfung zu umgehen.“ Eine solche Prüfung ist erst ab einem Projektausmaß von 20 Hektar erforderlich: „Also hat man wesentliche Teile des Projektes verheimlicht - beispielsweise diesen gigantischen Speichersee auf der Ugaalpe.“ Stoppen, geschweige denn gutmachen lasse sich das Projekt allerdings nicht mehr; am Ende könne bestenfalls eine Rüge der EU stehen.
Petter hat dennoch eine Hoffnung: „Wir haben eine Unterschriftenaktion gestartet, hoffen auf breiten Zuspruch, um Umweltzerstörungen künftig von Anfang an unterbinden zu können.“ Die Silvretta-Arena habe erst jüngst bewiesen, was sich alles erreichen lasse: „Da hat sich gezeigt, wie starker öffentlicher Druck solche sinnlosen Projekte verschwinden lässt.“
Quelle: VNGrüne fordern sofortigen Baustopp
Nach dem Alpenschutzverein melden sich nun auch die Vorarlberger Grünen bezüglich der Großbaustelle "Mellau-Damüls" zu Wort. Sie fordern einen sofortigen Baustopp und eine rechtmäßige Abwicklung des Verfahrens. „Es wurde mit falschen Karten gespielt, um eine Umweltverträglichkeit zu umgehen! Die angerichteten Zerstörungen gehen über jedes vertretbare Maß hinaus und waren im Antrag so nicht enthalten“, so Johannes Rauch im VOL Live-Interview.
Auch die Reaktion von Umweltlandesrat Schwärzler in dieser Causa verursacht bei den Grünen Kopfschütteln. „Sein Job wäre es, Natur vor der Zerstörung zu bewahren, nicht diese zu fördern“, so Rauch weiter.
Laut den Vorarlberger Grünen sei ja zudem das aktuelle Ausmaß an Geländebewegungen noch nicht einmal der größte Eingriff in die Natur. Diese Arbeiten – wie zum Beispiel das Wegsprengen einer halben Bergkuppe, oder die Neuerschließung Ragazer – stehen ja noch bevor.
Reaktionen auf Mellau-Damüls
Die Arbeiten zur Zusammenlegung der Skigebiete Mellau und Damüls sind in vollem Gange - hier die Reaktionen der einzelnen Parteien.
SPÖ-Aussendung: Befürchtungen rund um Mellau-Damüls werden wahr
Die schlimmsten Befürchtungen, die rund um die Schigebietszusammenlegung Mellau-Damüls gehegt wurden, werden nun wahr. Eine unglaubliche Zerstörung von Naturräumen findet statt. Ich fordere deshalb, dass die Kompetenzen der Naturschutzanwaltschat erheblich erweitert werden“, zieht die Umweltsprecherin des Sozialdemokratischen Landtagsclubs LAbg. Mirjam Jäger eine erste, vernichtende Bilanz der aktuellen Maßnahmen.
Jäger fordert deshalb, dass der Naturschutzanwaltschaft nun umfassende Parteistellung zuerkannt werde. Denn wären diese Kompetenzen bereits im Zuge der Behördenverfahren zu Mellau-Damüls vorhanden gewesen, wäre eine derartige Umweltsünde möglicherweise nicht passiert.
Dass offenbar im Land Vorarlberg bezüglich Schigebietserweiterungen beliebig vorgegangen werde, zeige auch die Diskussion rund um das Projekt Diedamskopf. „Meines Informationsstandes zufolge ist der Eingriff in die Natur, was die Erschließung unberührter Gebiete anlangt, beim Projekt Mellau-Damüls wesentlich bedeutender. Die Landesregierung soll mir deshalb erklären, warum das Projekt Mellau-Damüls auf Biegen und Brechen durchgedrückt wurde, beim Projekt Diedamskopf jedoch plötzlich Bedenken bestehen“, so Jäger zu den Ungereimtheiten in der Bewertung beider Projekte.
Schlussendlich sei grundsätzlich zu überlegen, ob mit einer qualitativen Offensive im Schiliftbau nicht das Auslangen gefunden werden könne. Denn immerhin habe Vorarlberg ein exorbitant dichtes Netz an Aufstiegshilfen. Die SPÖ-Umweltsprecherin dazu abschließend: „Wir haben meines Erachtens bereits genügend Aufstiegshilfen. Ich denke mir, wir werden mehr an der Qualität als an der Quantität arbeiten müssen. Eine Forderung bleibt aber aufrecht, um in Zukunft nicht wieder Wahnsinnsprojekte, wie Mellau-Damüls, zu genehmigen. Nämlich die Naturschutzanwaltschaft mit mehr Rechten auszustatten.“ (Quelle: SPÖ Vorarlberg)
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