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Neues in Davos Klosters

ski-chrigel schrieb:
Pilatus schrieb:
Braucht es das Überhaupt? Graubünden scheint mir jetzt Heli-mässig nicht massiv unterversorgt?
Laut Rega sind die Wartezeiten an schönen Wintersporttagen zu lang und weil bisher eine Stationierung zusätzlicher Helikopter auf bestehenden Basen nicht möglich war, wollte man diese Lücke schliessen. Offenbar, so die offizielle Schreibweise, hat sich diese Ausgangslage nun geändert. Man darf nicht vergessen, die Rega ist ein kommerzielles Unternehmen und interessiert an möglichst vielen Einsätzen. Ob es nicht wirklich geeignetere Standorte als Davos gegeben hätte, darf aber durchaus hinterfragt werden. Der Widerstand der Davoser Bevölkerung war enorm.

Das schon, meistens rentiert es sich aber nicht die Infrastruktur auf die Maximalbelastung auszulegen. Eine Priorisierung der Fälle ist ja meistens auch problemlos möglich. Und wenn ich seh was im Alltag alles geflogen wird (auch auf sehr kurzen Strecken) kann die Versorgung nicht all zu schlecht sein.
 
Einen Businessplan hatte die Rega natürlich gemacht. Der Rückzug aus Davos erfolgt nicht aus finanziellen Gründen.
 
Die Flugzeit zwischen dem geplanten Flugplatz in Frauenkirch und den bestehenden Plätzen in Untervaz und Samedan beträgt 8-10 Minuten. Außerdem werden jetzt die bestehenden Plätze ausgebaut und erweitert. Der alte Standort im unbewohnten Flüelatal wäre trotzdem in Ordnung gewesen aber ich meine da gab es Widerstände von einem Grundstückseigentümer (?). Dass ein Heliport mit 3.000 Flugbewegungen im Jahr in direkter Nachbarschaft zu Wohnhäusern auf massive Widerstände trifft war doch klar. Der Standort war einfach schlecht gewählt. Hinzu kommt dass die Planungen lange Zeit im „Hinterzimmer“ stattfanden, erst als sich Widerstand formierte hat man sich um Transparenz bemüht.
 
Also über die Rega brauchen wir eigentlich nicht mehr zu diskutieren. Das Projekt ist ja nun vom Tisch.

Ich war heute an den Generalversammlungen von Pischa und Rinerhorn. Insbesondere bei letzterem tut sich viel. Die Arbeiten am Speichersee scheinen gut vorankommen. Wenn der Grosse Landrat von Davos am 1. Oktober und das Stimmvolk am 29. November dem Rinerhorn das Wassernutzungsrecht erteilen, kann dank Turbinierung fast die gesamte elektrische Energie selber auf dem Berg hergestellt werden. So könnten die Beschneiungsanlagen gleich doppelt genutzt werden.
 
Schöditaz schrieb:
Also über die Rega brauchen wir eigentlich nicht mehr zu diskutieren. Das Projekt ist ja nun vom Tisch.

Ich war heute an den Generalversammlungen von Pischa und Rinerhorn. Insbesondere bei letzterem tut sich viel. Die Arbeiten am Speichersee scheinen gut vorankommen. Wenn der Grosse Landrat von Davos am 1. Oktober und das Stimmvolk am 29. November dem Rinerhorn das Wassernutzungsrecht erteilen, kann dank Turbinierung fast die gesamte elektrische Energie selber auf dem Berg hergestellt werden. So könnten die Beschneiungsanlagen gleich doppelt genutzt werden.
Gab es auch Neuigkeiten zur Zukunft der Pischa?
 
Bezüglich Pischa gab es an der GV keine grossen Neuigkeiten, das meiste wurde schon im Sommer verkündet. Siehe hierzu diesen Artikel aus der Davoser Zeitung:
Screenshot DZ 10.07.2020 3.jpg

(Genehmigung der Redaktion eingeholt)
 
Bleibt also zu hoffen dass eine Renaturierung so teuer ist, dass man dafür auch gleich eine neue PB bauen kann. Gibt es denn Erfahrungswerte wie viel ein Rückbau eines Skigebietes kostet? Auch das Nutzen möglichst vieler bestehender Anlagenteile bei einem Neubau scheint sinnvoll. Am Ende könnte es auf eine ähnliche Lösung wie auf der Madrisa 2005 hinauslaufen. Wobei damals die Gemeinde Klosters viel mehr Engagement für die Madrisa gezeigt hat als die Gemeinde Davos für die Pischa heute.


Wenn man aber dem Berg mal etwas Leben einhauchen wollte, wäre ein Ersatz der gesamten Tal- und Bergstation notwendig, inklusive eines neuen Bergrestaurants.
Eine Öffnung der Pischa zur Sommersaison und ein entsprechender Ausbau der Bike und Wandermöglichkeiten würde helfen den Berg rentabler zu machen. Jeden Sommer kommen mehr und mehr Biker nach Davos, da kann man doch was draus machen. Ein Konzept wie auf der Pischa kann funktionieren, aber dann muss man es auch durchziehen und in das neue Geschäftsmodell investieren. Momentan wirkt das ganze eher wie ein Provisorium bzw. eine Notlösung.
 
Tiob schrieb:
Momentan wirkt das ganze eher wie ein Provisorium bzw. eine Notlösung.

Ein nachhaltig rentabler Betrieb auf Pischa ist heutzutage wohl nur noch sehr schwer vorstellbar, egal mit welchem Konzept. Am Rinerhorn entsprechend zu investieren macht da beispielsweise viel mehr Sinn. Ich befürchte daher, dass auf Stufe Muttergesellschaft der Entschluss, die klapprige und etwas aus der Zeit gefallene Pischa spätestens nach 23/24 endgültig zu demobilisieren, in Wirklichkeit bereits gefallen ist. Erhaltenswerte Pendelbahn hin oder her. Dieser an sich geniale Skiberg wird wohl über kurz oder lang zum ersten veritablen Davoser LSAP und damit inskünftig alleine den Skitürelern etc. vorbehalten sein. Leider! :(
 
Ich war ja im vergangenen Februar einen Tag auf der Pischa zum Freeriden, war grenzgenial (Bericht folgt vielleicht noch), auch wenn das Freeride-Gebiet durch die Westausrichtung und die vergleichsweise nur mäßige Hangneigung insgesamt eher zahm ist. Mit etwas Aufstieg kann man dort aber sehr viel unternehmen. Überhaupt war eigentlich an diesem Tag eine gute Auslastung, viele Tourengeher zum Einsparen einiger Höhenmeter, einige Freerider (eigentlich nur sehr wenige), viele Spaziergänger, Rodler und Fat-Biker. Hat mir ausnehmend gut gefallen, die Stimmung dort. M.E. müsste man dort für den Sommer und Herbst MTB-Trailstrecken anlegen, dann könnte man angesichts des Booms in diesem Bereich vielleicht durchaus positiv bilanzieren. Mir täte es jedenfalls sehr leid um diese Bahn.
 
Basalt schrieb:
Tiob schrieb:
Momentan wirkt das ganze eher wie ein Provisorium bzw. eine Notlösung.

Ein nachhaltig rentabler Betrieb auf Pischa ist heutzutage wohl nur noch sehr schwer vorstellbar, egal mit welchem Konzept. Am Rinerhorn entsprechend zu investieren macht da beispielsweise viel mehr Sinn. Ich befürchte daher, dass auf Stufe Muttergesellschaft der Entschluss, die klapprige und etwas aus der Zeit gefallene Pischa spätestens nach 23/24 endgültig zu demobilisieren, in Wirklichkeit bereits gefallen ist. Erhaltenswerte Pendelbahn hin oder her. Dieser an sich geniale Skiberg wird wohl über kurz oder lang zum ersten veritablen Davoser LSAP und damit inskünftig alleine den Skitürelern etc. vorbehalten sein. Leider! :(

Das würde ich so nicht unterschreiben. Die Pischa erwirtschaftet alles in allem einen positiven Cashflow von 100.000 CHF. Der größte Aufwand ist der Personalaufwand und dieser könnte bei einer Modernisierung reduziert werden. Neuere Pendelbahnen benötigen niemanden mehr der in den Gondeln mitfährt, und man könnte sich überlegen die Kassen durch Ticketautomaten/Online Buchungen zu ersetzen. Bei einem Neubau der Stationen werden die Nebenkosten wie Heizkosten sicherlich auch reduziert. Das Konzept könnte funktionieren, da immer weniger in der Bevölkerung aus demographischen Gründen Skifahren. Trotzdem besteht ein Outdoor Trend, das heißt Winterwandern, Schneeschuhlaufen, und Mountainbiken boomt. Und das sind genau die Segmente auf die die Pischa setzen könnte. Das Gelände ist mit seiner mäßigen Hangneigung, der Süd Ausrichtung, und der geringen Lawinengefahr ideal dafür. Auch im Sommer könnte man mit etwas Willen Mountainbike Routen herrichten und ich bin überzeugt das würde gar nicht so wenig Biker anziehen, denn im Sommer ist der Flüelapass ein touristischer Hotspot. Der abgelegene Eindruck im Winter rührt von der Sperrung des Passes her.

Seilbahnen sind in meinen Augen Anlagen die eine bestimmte Lebenszeit haben, alleine schon aus Sicherheitsgründen. Deswegen finde ich die Pischabahn, auch mit Hinblick auf die vielleicht vorhandene historische Bedeutung, nicht erhaltenswert. Ich bin aber auch kein Seilbahnnostalgiker oder jemand der Glücksgefühle bekommt bei Anblick einer besonders seltenen Seilbahnklemme ;D . Andere im Forum sind da bestimmt anderer Meinung.

Ob die Schließung bei den DKB eine abgemachte Sache ist, wäre ich mir nicht so sicher. Das kommt wahrscheinlich wesentlich auf die Kosten für den Rückbau an. Wenn die Kosten annähernd so hoch wie bei einer Modernisierung ausfallen, wird man bestimmt eine neue Bahn bauen. Die DKB sind in der Ära Schertenleib ja zu dem mit Abstand größten Hotelier in ganz Davos geworden und diese vielen Hotelbetten wollen gefüllt werden. Auf das WEF als Cash-Cow kann man sich nicht dauerhaft verlassen wie man momentan sieht.
 
Tiob schrieb:
Parsenn schrieb:
An der Talstation der Parsennbahn gibt es rechts vom Eingang ein neue Informationstafel. Darauf gibt es Informationen zur neuen Beschneiungsanlage Meierhof.

- Neue Beschneiung der Piste 11 Meierhoftäli
- Neue Beschneiung der Piste 13 Meierhoftäli Wolfgang
- Neue Pumpstation vom Davosersee zum Speichersee Totalp
- Trinkwasserversorgung Wolfgang (Gemeinde Davos)
Interessant, kann davon mal jemand ein Photo machen?

Dass man die eher peripher gelegene Talabfahrt nach Wolfgang beschneit überrascht mich. Die Bergbahnen haben vor ein paar Jahren mal mit einem neuen Zubringer von Wolfgang aus geliebäugelt, vielleicht hat man die Idee noch nicht ganz begraben...

Diese Tafel steht beim Davosersee.

davos_wasser.jpg
 
Zu den Neuerungen im Pistenplan. Leider fallen diese ein wenig kleiner aus als geplant.

Parsenn:
Neue Winterwanderwege 19 (Weissfluhjoch-Totalbar) und 20 (Rundweg Gotschnagrat) bestand nach meinen Kenntnissen bereits.
Leider wurden die Beischneiungsanlagen auf den Pisten 11 und 13 noch nicht realisiert.

Jakobshorn:
Neue Freeride Learnline Nr.14.
Pistenanpassungen Bolgen
Beschneiung Clavadeler Steilhang wurde verschoben.

Madrisa:
Keine Neuerungen

Rinerhorn:
Beschneiung Piste 5 sowie Teile der Trainingspiste :D
Neuer Speichersee Nülli See. Hat jemand Bilder?

Pischa:
Neue Skitouring Learnline Nr.14

Weiss jemand mehr was in den nächsten Jahre für Projekte folgen?
 
Zum Speichersee Rinerhorn: So weit ich weiss wurden dieses Jahr nur die Pumpstation, die zusätzlichen Leitungen zum Leidbach (Wasserfassung) und der "Sockel" des Dammes für den See erstellt. Anscheinend hatten sie einige Probleme mit dem Untergrund und konnten das Erdmaterial nicht direkt zum Bau des Dammes verwenden (haben dann anscheinend Kalk beigemischt um die nötige Festigkeit zu erreichen). Fertiggestellt werden sollte das ganze nun im nächsten Sommer. Trotzdem ergibt sich dadurch eine kleine Verbesserung, da sie nun mit der neuen Pumpstation etwas mehr Wasser zur Verfügung haben um am Juonli zu beschneien (die Leitungen dazu wurden bereits letzten Sommer erstellt).
 
Blablupp schrieb:
Die gelbe Ischalp-Bolgen müsste neu sein?!

Die war auf dem letztjährigen Pistenplan bereits eingezeichnet, aber meines Wissens nie in der Realität umgesetzt.
Parsenn schrieb:
Weiss jemand mehr was in den nächsten Jahre für Projekte folgen?
Das ist pures Kaffeesatzlesen. Was bereits mehr oder weniger klar ist, sind die Investitionen in das Hotel Waldhuus im Umfang von rund 10 Millionen. Was auf dem Berg aber geht, ist eine gute Frage. In den Köpfen der DKB-Oberen geistert die Idee eines Ersatzes der 2. Sektion Jakobshornbahn herum, aber wie, was und wann - keine Ahnung.
Mal angekündigt wurde eine Umgestaltung der Talstation Gotschnabahn in Klosters. Welche Pläne aber dort bestehen: Ebenfalls keine Ahnung.
 
Weiss eigentlich jemand ob die Rodungsarbeiten am Ende der Parsenntalabfahrt (Nr.7) bereits durchgeführt wurden oder hat sich dieses Projekt nocheinmal verschoben?
 
In Davos wurde mit Philipp Wilhelm zum ersten mal seit Jahrzehnten ein SP Politiker als Landammann gewählt. Was das für den Tourismus in Davos bedeutet kann man noch nicht absehen. Auf seiner Website konnte ich dazu keine Positionen finden. Interessant aber: Ehemals ein WEF Gegner, hat er dazu seine Meinung schon geändert.
 
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