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Neues in Davos Klosters

Mir kommt die Anzahl an Gondeln doch etwas klein vor. Vielleicht ist man ja so weitsichtig und baut die Garagierung und Anlage so, dass zu einem späteren Zeitpunkt nach Bedarf mehr Gondeln angebracht werden können. Beim Brämer Jet wurden ja zumindest die Hauben nachträglich montiert...
 
Die Bündner Naturschutzorganisationen WWF und Birdlife haben laut Medienbericht im Rahmen des Konzessions- und Plangenehmigungsverfahrens beim Bundesamt für Verkehr Einsprache gegen das Schiferbahnprojekt erhoben. Man sei nicht grundsätzlich gegen das Projekt, es gehe darum, dass die Umweltauswirkungen sauber abgeklärt und ausgewiesen werden müssen, bevor die Baubewilligung erteilt wird. Im Umweltverträglichkeitsbericht zum Projekt müsse noch vertiefter auf die vorhandenen Tierarten, insbesondere auf die Vogelarten, eingegangen werden. Der UVB ist also entsprechend zu ergänzen, was laut DKB aber nicht zu Verzögerungen bei der Projektumsetzung führt.
 
švi-nigel schrieb:
Nach dem grossen Pischa Shitstorm erklärt sich Tourismuschef Branschi ausführlich im SRF Tagesgespräch. IMHO recht zerknirscht und sich immer noch spürbar windend. Eine von ihm lancierte neue Taskforce soll jetz aber die Situation verbessern. Geleitet wird die Taskforce von Michael Ambühl, ehem Chefunterhändler der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Erste Erkenntnisse sollen im Frühling präsentiert werden. Daumen drücken, es kann nur besser werden. :top: https://www.srf.ch/audio/tagesgespraech/reto-branschi-keine-schlitten-fuer-juden?id=12540557
Die Ergebnisse der Task Force wurden gestern präsentiert. Mit zehn Massnahmen will Davos solche Skandale in Zukunft vermeiden. Ende Sommer wird erste Zwischenbilanz gezogen.
https://www.20min.ch/story/verstaendigungsprozess-davos-setzt-auf-verstaendnis-neue-massnahmen-bezueglich-juedischer-gaeste-103142435
https://www.srf.ch/news/schweiz/juden-in-davos-neue-wege-taskforce-stellt-massnahmen-gegen-antisemitismus-vor
 
Ruedi Pfiffner, der Betreiber des Davoser Bergrestaurants Pischa, der keine Sportgeräte mehr an Juden vermieten wollte, wurde wie erwartet wegen Verstoss gegen die Rassismusstrafnorm (Art. 261bis StGB) verurteilt. Gegen den Mann sei ein Strafbefehl wegen Diskriminierung erlassen worden, sagte Franco Passini von der Bündner Staatsanwaltschaft. Pfiffner wurde zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse verurteilt. Der Strafbefehl ist rechtskräftig.
https://www.suedostschweiz.ch/graubuenden/keine-schlittenvermietung-an-juden-in-davos-pischa-paechter-wegen-diskriminierung-verurteilt
 
Skipapi schrieb:
Weisshorn schrieb:
Die (ordentliche) Kündigung beziehungsweise Nichtverlängerung des Pachtvertrags dürfte darum nur noch eine Frage der Zeit sein. Der international erlittene Reputationsschaden ist für Davos einfach zu gross.

https://www.blick.ch/news/aufschrei-nach-schlitten-verbot-fuer-juden-in-davos-paechter-von-bergrestaurant-entschuldigt-sich-fuer-aushang-id19427980.html

Wenn ich in den Kommentaren des Blickartikels schaue wie die Sympathien verteilt sind, so bezweifle ich einen grossen Reputationsschaden. Füsse stillhalten und Gras drüber wachsen lassen, könnte ev. funktionieren. Wenn die Staatsanwaltschaft in 12 Monaten einen Strafbefehl mit bedingter Geldstrafe erlässt, gibt es dann noch eine Randnotiz in der Südostschweiz.
q.e.d.
 
Es hat nicht nur die Südostschweiz darüber berichtet.
https://www.fm1today.ch/ostschweiz/graubuenden/nach-schlittenvermietungs-eklat-in-davos-paechter-wegen-diskriminierung-verurteilt-158309970
https://www.nzz.ch/schweiz/schweiz-bundesanwaltschaft-erhebt-anklage-gegen-mutmasslichen-is-unterstuetzer-er-plante-offenbar-ein-attentat-in-europa-ld.1839578
Weitere Medien dürften noch folgen.

Entscheidend ist für mich, dass es hier zu einer Verurteilung kam: Der Mann ist nun wegen Diskriminierung vorbestraft und die Öffentlichkeit wurde entsprechend informiert.

Gut möglich, dass Pfiffner das Urteil, wie du scheinbar auch, auf die leichte Schulter nimmt und die Busse lachend bezahlt. Davos Tourismus nimmt hingegen das Thema Antisemitismus nun endlich ernst und hat professionell begleitet umfassende Massnahmen ergriffen. Unbelehrbare wird natürlich auch dies am Ende völlig kalt lassen.
 
Wichtig ist für mich auch, dass die Meditation weiter geht. So dass beide Seiten Einblicke und Verständnis für die Kultur und Gepflogenheiten des anderen erhalten.
 
Stand der Umbauarbeiten an der Mittelstation der KSB ins Skigebiet Jakobshorn heute vor einer Woche.

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Ein paar Fakten zur neuen Schiferbahn anhand der Infotafel auf dem Weißfluhjoch.

Talstation
- Neue Talstation wird als Kompaktstation süd-westlich des bestehenden Gebäudes geplant.

- Einstieg für Schneesportler wird auf Pistenniveau verlegt, was eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zum heutigen Einstieg im Obergeschoss darstellt.

- Heutiger Treppenaufgang wird abgerissen und durch einen überdachten Zugang und eine neue Kassenanlage ersetzt.

- Neues Perrongeschoss wird als komfortabler Einstieg in die neue Gondelbahn gestaltet, mit einer Beton-Bodenplatte und witterungsgeschützter Decke.

- Kommando- und Leistungsraum wird als wärmegedämmter Elementbau an das bestehende Gebäude angebaut.

- Für Angestellte wird eine neue Treppe vom Perrongeschoss auf das bestehende Obergeschoss gebaut, als Ersatz für die abzubrechende Treppenanlage. Obergeschoss bleibt Garagierungshalle und Werkstatt.

- Gondeln werden über einen Schrägförderer vom Perrongeschoss ins Obergeschoss transportiert. Dieser wird südlich ans bestehende Gebäude angebaut und witterungsgeschützt abgedeckt.

- Das südlich angebaute Umlenkpodest im Obergeschoss wird überdacht und mit Seitenwänden aus Metall- und Glaselementen versehen

Bergstation
- Die Bergstation der Gondelbahn wird als Kompaktstation konzipiert, um etwa 25 Meter nach Osten verschoben, mit Ausstiegsniveau auf Höhe der Decke der bestehenden Bahn.

- Verschiebung ermöglicht unabhängige Fundamentierung neuer Stützen und bessere Anbindung der Pisten Richtung Davos.

- Bestehendes Gebäudevolumen der Bergstation wird für Garagierungshalle und Werkstatt genutzt.

- Decke muss aufgrund höherer Konstruktionshöhe der neuen Gondeln ersetzt werden, neue Stahl-/Betonverbundkonstruktion geplant.

- Decke wird für schwere Fahrzeuge befahrbar sein und einen Helikopterlandeplatz beherbergen.

- Kommandoraum wird als wärmegedämmte Leichtbaukonstruktion gestaltet, Ausstiegsbereich überdacht.

- Neue öffentliche WC-Anlage auf Höhe des Perrongeschosses geplant, inklusive barrierefreiem Zugang.

- Anbau auf Nordseite erforderlich für Schrägförderer und Zugangstreppe zum Garagierungsbereich im 1. Untergeschoss.

- Werkstatt wird sowohl in neuem Anbau als auch im südlichen Teil der bestehenden Garagierungshalle angeordnet.

- Zusätzliche Werkstatt mit Putzgrube für Pistenmaschinen im 2. Untergeschoss geplant.

- Einfahrtshöhe in bestehende Werkstatt auf Westseite wird erhöht.

Technische Daten
Auffahrseite Rechts
Ø Förderseil 56 mm
Antrieb Berg
Ø Antriebsscheibe 6.35 m
Fahrgeschwindigkeit 7.00 m/s
Spannung Tal
Förderleistung 1800 P/h
Spurweite Strecke 6.40 m
Fahrzeuganzahl 84
Fahrzeugabstand 140.00 m
Horizontale Länge 5134.66 m
Dauerleistung 1081 kW
Fahrzeugfolgezeit 20.00 s
Höhenunterschied 1106.94 m
Fahrzeit 14.09 min
Mittlere Neigung 21.56%
Maximale Seilneigung 61.06%
Schräge Länge 5273.56m
Höchste Stütze: Stütze 21: 34,6m
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wengench schrieb:
Anhang anzeigen 2
smooooke on the waaaaaa (äh....) hiiiiimmmelllll ...

Anhang anzeigen 1
Der vom Rauch verdunkelte Himmel über Invermere, British Columbia
Laut der Zeichnungen kann man insgesamt 123 Kabinen garagieren, da es aber nur 84 gibt wird jeweils die Hälfte in den beiden Stationen garagiert. Vermutlich werden die Kabinen aus der Bergstation im Sommer in dem manuellen Bereich in der Talstation garagiert. Aber warum? Wofür braucht man den Platz in der Bergstation?
 
phifue schrieb:
Laut der Zeichnungen kann man insgesamt 123 Kabinen garagieren, da es aber nur 84 gibt wird jeweils die Hälfte in den beiden Stationen garagiert. Vermutlich werden die Kabinen aus der Bergstation im Sommer in dem manuellen Bereich in der Talstation garagiert. Aber warum? Wofür braucht man den Platz in der Bergstation?
Gute Frage…dafür kenn ich mich vor Ort zu wenig aus.
 
Spontan würden mir folgende Dinge einfallen:
- Ausbau der Bahn zu einem späteren Zeitpunkt mit mehr Gondeln
- Bergstation wird die Fläche für Events, Meetings oder auch Bikes etc benötigt
 
Auf der Madrisa prüft man, den Skilift Glatteggen zur Saison 2025/26 wieder in Betrieb zu nehmen.

Nachzulesen auf Seite 6 des Geschäftsberichts
https://www.madrisa.ch/mm/geschaeftsbericht_23_24_interaktiv.pdf

Dank eines guten Winters hat sich das Jahresergebnis erheblich verbessert. Trotzdem scheint man sehr von Gönnern und großzügigen Aktionären abhängig zu sein.
 
talent schrieb:
Auf der Madrisa prüft man, den Skilift Glatteggen zur Saison 2025/26 wieder in Betrieb zu nehmen.

Wozu soll das gut sein? Die Piste ist von Schaffürgli problemlos erreichbar, nennenswerte Wartezeiten gibt es dort nicht (anders als an schönen Wochenende an der Talstation). Was sie optimieren müssten ist das chaotische Anstehsystem im Tal und, wenn das möglich ist, die Anzahl Gondeln erhöhen.
 
Es geht darum, die alte Piste 6 wieder auf voller Länge in Betrieb nehmen zu können, den Rennpistenbereich dort noch besser vom allgemeinen Pistenbetrieb zu trennen und die Liftauswahl für die Gäste zu vergrössern. Anscheinend ein in letzter Zeit oft geäusserter Wunsch, vor allem von britischen Gästen. M.M.n. eine gute Idee, zumal die nötigen Investitionen gering ausfallen dürften und der Glatteggenlift damit sowohl in seiner Substanz als auch bewilligungstechnisch erhalten bleibt.
 
ich könnte mir auch vortellen, dass die größere Garagierung einer späteren Erweiterung dienen könnte. 1800 Pers/H kommt wir doch ein wenig wenig für so eine neue Anlage vor. Vor allem lässt sich die manuelle Garagierung vermutlich schnell zu einer automatischen umbauen und die vorhandene somit schnell erweitern. Beim Bräma Jet hat man ja auch erst nachträglich Hauben bestellt, die Anlage aber schon zuvor darauf vorbereitet....
 
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