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Neues in der Rhön

MajorSchmitt schrieb:
Wenn der Wiegand in seinen Vergnügungspark oder jemand anderes in eine "massentourismustaugliche Sache" investiert ist das Geschrei meisten groß (siehe den sinnlosen Rückbau eines 5x5 Meter Wasserbeckens in einem bebauten Gebiet auf der Wasserkuppe zu einem Sandkasten vor ein paar Jahren und die Schließung des Bikeparks am Feuerberg aus Naturschutzgründen). Wenn jetzt der Wiegand kommt und sagt "Wir bauen einen Sessel mit Sommernutzung für Fußgänger, die Sommerrodelbahn (hat Tradition und ist seit vielen Jahren anerkannt) und Fahrradfahrer, für die wir einen Bikepark in Wald und Wiese rund um die Abstroda Kuppe, 10 Meter von der Grenze des Biosphärenreservartes entfernt legen" befürchte ich große Widerstände, die mit Halbherzigkeit aus Rasdorf sicher nicht zu Händeln sind.

Ok, dass die allgemeine Stimmungslage dort so ist, nimmt man aus der Ferne nicht wirklich war. Als Tourist schätze ich den sanften Tourismus zwar auch (Ski am Kreuzberg oder MTB Touren ohne Lift), aber ein Bikepark würde mich als "sanften Touri" nicht einschränken. Ich ahne aber schon, welche Art von Leuten du meinst und kann mir daher vorstellen wie schwierig dort Erneuerungen sind.
 
kein wunder. wie es in dem artikel schon heisst, man hätte halt den bikepark längst bauen sollen. das gelände ist dafür absolut optimal, länge des lifts, gefälle, untergrund, anfahrtswege, da passt alles. aber was der rhöner nicht kennt... als skigebiet konntest den feuerberg die letzten jahre im grunde genommen vergessen, der lange schlepper nur eine dopplung des extrem langsamen esl, der kurze schlepper ohne eigene piste, dazu keine einzige kanone und minimale präparation und wie gesagt - kam schnee.
 
Ich habs befürchtet dass diese schlechte Nachricht irgendwann einmal kommen wird. Schade, schon wieder ein ESL LSAP.
Die Betreiber haben aber auch alles dafür getan dass es soweit gekommen ist. Gerade was den Bikepark angeht. Für schlechte Winter können sie freilich nichts. :nein:
 
Sehr schade, aber es war ja leider zu befürchten. Wobei ich die Bedenken eher letztes Jahr (3 Tage) hatte als dieses Jahr (14 Tage).
Wenn eine Liftanlage in der Rhön wirklich 30 Tage benötigt um rentabel betrieben werden zu können, dann befürchte ich das noch einige andere Lifte folgen.

Der Feuerberg gehörte zwar nicht zu meinen Favoriten, aber er sorgte zumindest dafür die anderen Berge etwas entlastet wurden.
 
Ich denke, die 30 Tage beziehen sich nur auf die Sesselbahn. Ein Schlepplift hat wesentlich geringere Fixkosten jedes Jahr, dass auch weniger Tage mit Betrieb ausreichen. Aber auf jeden Fall sehr schade.
 
es kommt auch massiv drauf an, wann die 4 oder 14 tage laufen. unter der woche außerhalb der schulferien geht gar nix gästemäßig, dagegen 14 tage weihnachtsferien könnte sicher reichen. die rhön ist perfektes bikeland, alpinski kannst du vergessen.
 
Äußerst bedauerlich.

snowotz bringt es auf den Punkt: Man hat auch das beste dafür getan, dass es soweit kommt.

Ich gehe nicht davon aus, dass sich ein Verein finden wird. Wenn sich auch Kommunen nicht daran beteiligen möchten kann ich mir kaum vorstellen, dass sich ein Verein dieses Verlustgeschäft antun möchte.
Das einzige was ich mir vorstellen könnte ist, dass der Betrieb der (vermutlich) kostengünstigeren Wurzelbrunnen- und Kreuzhanglift irgendwie aufrecht erhalten wird.

Man hätte einfach Frühzeitig auf Beschneiung und Bikepark setzen müssen. Hier wurde seitens der Betreiber schlichtweg Geschlafen und beim Erwachen bekam man dann noch von den undynamischen kommunalen Behörden Knüppel zwischen die Beine geschmissen.

Ich denke, dass die Situation an Kreuzberg und Arnsberg nicht viel besser aussieht. Speziell am Arnsberg hat man im Rahmen der Möglichkeiten ganz gut Investiert, die Betriebstage sind dennoch kaum höher wie am Feuerberg...
 
Gibt es ein Auflistung wer welche Lifte in der Rhön betreibt ?

Ich weiß bisher nur

- Simmelsberg (Vereinsbetrieben: Skiclub Hanau)
- Wasserkuppe (Firma Wiegand)
- Feuerberg
- Kreuzberg (?)
- Arnsberg (?)

Ich hoffe mal das bei vereinsbetriebenen Liften die "Schmerzgrenze" höher ist und die Kosten von Schleppliften deutlich geringer sind. Wäre wirklich schade, wenn die Rhön als Tagesskiausflug wegfallen würde.
 
sehr interessantes Interview. Wenn auch irgendwie widersprüchlich

Und in einem Mittelgebirge wie der Röhn haben wir im Prinzip schon damit gerechnet, dass es irgendwann mal kommt und man eventuell auf einen Sommerbetrieb umstellen müsste.

In der nächsten Antwort

Den Sommerbetrieb haben wir nochmal weggeschoben. Wir haben gesagt, dass wir das jetzt erstmal stehen lassen, vielleicht kommt ja eine kleine Eiszeit - man weiß ja nie.
 
...für mich klingt die "Schließungsaktion" der Feuerberg etwas nach einer taktischen Aufschreimaßnehme, sonst würde man die Lifte abbauen.

Man will offfensichtlich Öffentlichkeit erzeugen, damit in der bay Rhön ein Nachdenken über die bisherige Politik erfolgt. Ohne Beschneiungserlaubnis werden in mittlerer Zukunft auch die Lifte am Arnsberg und Kreuzberg verschwinden, da diese mit Sicherheit nicht erneuert werden, wenn die Altersschwäche irgendwann eintreten wird.
Am Arnsberg könnte mit einer 6KSB Arnsberg1 nahezu alle Pisten bedient werden, auch die meisten Abschnitte der Arnsberg2 Pisten. Der Arnsberg hat m.E. das Potential für das insgesamt attraktivste Skigebiet der Rhön. Vorraussetzung ist die Beschneiung, für die sich der Betreiber langezeit vergeblich bemüht hat.

Der Arnsberg wäre auch aus Thüringen (wo ein gutes Skigebiet im Bereich Oberhof fehlt) über die A71 und Bad Neustadt relativ schnell erreichbar, zumindest deutlich besser und schneller als der Silbersattel.
Wenn die Bayern aktuell eine Grundsatzdiskussion über Naturschutz/Skigebietsausbau am Riedberger Horn führen, dann können die auch das Beschneiungsverbot im Biosphärenreservat By Rhön gern mit einbeziehen. :wink: Ich sehe nicht, wo hier der Naturschutz gefährdet ist, wenn man am Arnsberg ein paar Bergwiesen beschneien täte.
 
bist du schon jemals unter der woche außerhalb der weihnachts- und faschingsferien am arnsberg gewesen? ich vermute nein, denn sonst wüsstest du, dass da am ganzen tag nicht mal die hälfte an kapazität skifährt, die eine 6ksb in der stunde macht. auch die beschneiuungserlaubnis-frage ist im grunde genommen müssig, da selbst bei erlaubnis nie und nimmer mehr als vielleicht eine abfahrt am arnsberg 1 bezahlbar wäre. wenn die konzessionen von den schleppern auslaufen (wie lang geht eigentlich rothang und 3tannen am kreuzberg noch? sind ja schon uralt), dann ist finito. denke die lsap reihenfolge wird sein feuerberg, kreuzberg, arnsberg, dann die hessischen außer waku, übrig bleiben wird die wasserkuppe ohne abtsroda.
 
tom75 schrieb:
bist du schon jemals unter der woche außerhalb der weihnachts- und faschingsferien am arnsberg gewesen? ich vermute nein, denn sonst wüsstest du, dass da am ganzen tag nicht mal die hälfte an kapazität skifährt, die eine 6ksb in der stunde macht.
Ich war zuletzt vor nunmehr 6 Jahren dort bei Top-Schneebedingungen, und zwar wochentags wie am Wochenende. Am Wochenende gabs am A1 ca. 20 Min. Wartezeit (wie auch am langen Kreuzberglift) und auch wochentags war am A einiges los - mehrere Schulklassenbusse. In Willingen fahren wochentags manchmal nicht wesentlich mehr Leute.

Ich denke, dass die Rhön ganz anders von Skifahrern frequentiert werden würden, wenn da nur ein wirklich gescheites und voll beschneites Skigebiet existiert. Und da hätte m.E. der Arnsberg das beste Potential, da hier lange Abfahrten auf unterschiedlichem Niveau existieren und das ganze Skigebiet mit nur einem leistungsfähigen Lift bedient werden könnte. Dazu ein Bike-Park im Sommer und schon rechnet sich eine KSB. Aber bei den gegenwärtigen Restriktionen hinsichtlich Bioshärenreservat ist das alles Utopie.
Bislang wurde die Rhön daher nicht wirklich ernst genommen, ähnlich wie der Wurmberg im Harz - doch seit dem Ausbau dort ändert sich das zunehmend.

Wie ich bereits hinsichtlich des Abtsroda sagte - wahrscheinlich ist es jetzt jedoch zu spät und es wird so kommen wie Du sagst: lsap nach und nach...
 
Ich war zuletzt vor nunmehr 6 Jahren dort bei Top-Schneebedingungen
Schade, dass es in der Rhön nicht allzu oft Top-Schneebedingungen gibt. Bei wenig Schnee kommen auch weniger Besucher, wenn zum Beispiel nur der AII (Doppellift) in Betrieb ist.
Und auch mit Schneekanonen hat man bis zur Talstation auf 600 m auch keine Schneesicherheit. Wer soll den überhaupt die Kosten für eine Vollbeschneiung tragen?
Eine neue 6er-Sesselbahn wäre für die Röhn vielleicht etwas Größenwahnsinnig. Wenn überhaupt, vielleicht eine gebrauchte Bahn.
 
Aus meiner Sicht ist das Konzept was die Firma Weigand auf der Wasserkuppe macht das einzige was in einem Mittelgebirge langfristig Perspektiven bietet!

Man hat in den letzten Jahren dort sukzessive vieles modernisiert und erweitert. Es werden bei den Freizeitaktivitäten vor allem Familien angesprochen, aber auch Firmen. Zum Beispiel der Kletterwald, die Fahrgeschäfte und auch der Rhön Bob, der die Schlepplifte im Sommer nutzbar macht.

Es gibt eine Beschneiungsanlage und es gibt Abendskilauf! Aus SW oder WÜ kann man im Winter locker nach der Arbeit mal Ski fahren gehen. Und die Abendkarte kommt 9€!
Am Sonntag im Hochwinter steht man allerdings viel mehr an als man fährt.

Zudem gibt es die Märchenwiesenhütte die erst wenige Jahre alt ist und wo man super einkehren (und auch Hochzeit feiern ;-)) kann.

Betriebstage sind also immer bei gutem Wetter möglich, der Sommerbetrieb ist wichtiger Bestandteil. Zudem sind die Gastronomie, die weiteren Attraktionen und die Skilifte bei einem Betreiber.
 
Denker schrieb:
Aus meiner Sicht ist das Konzept was die Firma Weigand auf der Wasserkuppe macht das einzige was in einem Mittelgebirge langfristig Perspektiven bietet!

Man hat in den letzten Jahren dort sukzessive vieles modernisiert und erweitert. Es werden bei den Freizeitaktivitäten vor allem Familien angesprochen, aber auch Firmen. Zum Beispiel der Kletterwald, die Fahrgeschäfte und auch der Rhön Bob, der die Schlepplifte im Sommer nutzbar macht.

Ich glaube du hast es vollkommen richtig zusammengefasst. Die Firma Weigand hat es auf der Wasserkuppe geschafft ein Ganzjahresangebot herzustellen und schafft es somit wirtschaftlich rentabel zu sein.
Allerdings würde sich hier wahrscheinlich auch keine 6KSB rentieren. Bisher bietet die Wasserkuppe als einzige dieses Angebot.

Wenn dieses Konzept jetzt allerdings von Arnsberg/Kreuzberg/Feuerberg etc. kopiert werden würde, dann denke ich haben beide Berge ein Problem, da sie sich gegenseitig die Kunden wegnehmen würden.
Man muß es also schaffen ein Ganzjahresangebot herzustellen, welches nicht identisch mit der Wasserkuppe ist aber trotzdem viele Menschen anlockt. Ich tippe darauf, dass ein Bikepark alleine zu speziell wäre.
 
...die Waku lässt sich in der bay Rhön allein aus genehmigungsrechtlichen Gründen wegen der gegenüber der hessischen Rhön deutlich schärferen Naturschutzrestriktionen nicht kopieren - und natürlich machen die Wiegands kaufmännisch alles richtig.
Es geht auch nicht ums kopieren, sondern um ein eigenständiges Angebot. Das wird am Arnsberg behördlich vereitelt, u.a. auch hinsichtlich der Idee eines Bikeparks, wo nicht einmal ein 2. Testtag behördlich genehmigt wurde - siehe hier: https://de-de.facebook.com/bikeparkrhoen/
Auch der Feuerberg durfte sein damaliges Bikepark-Konzept nicht weiter verfolgen und hat nun seine Betrieb eingestellt, da er weder im Sommer noch im Winter was auf die Beine stellen darf. Unabhängig davon braucht es natürlich engagierte Betreiber und ob die bay Liftbetreiber zu einem adäquat kaufmännischen Geschick fähig sind wie die Wiegands, vermag ich nicht zu beurteilen.

Würde der Arnsberg eine Beschneiung und einen Bikepark einrichten dürfen, dann würde sich dort eine KSB rechnen, da diese ganzjähig nutzbar wäre und ein solches Konzept wäre keine Konkurrenz zum ganzjährigen Familienangebot auf der Waku - sondern eine Bereicherung des Rhön-Tourismus. Eine schwere Konkurrenz für die Waku wäre jedoch ein ausgebautes Arnsberg-Skigebiet.

Wo würdet Ihr hinfahren, wenn am Arnsberg 3 beschneite Flutlichtpisten und eine moderne Liftanlage mit Skibetrieb bis 22Uhr existieren - sicherlich nicht zur Waku?!
Das meine ich - der Arnsberg hat ein enormes vereiteltes Potential - die Waku wird als Mittelgebirgs-Skigebiet nicht wirklich ernst genommen. Eine einzige A1 KSB + Beschneiung kann das ganze Arnsberg-Skigebiet einschließlich der blauen Pisten im Bereich A2 erschließen - es bräuchte keine weiteren Lifte - was einen effizienten Betrieb ermöglicht und dann kommen viele Leute aus Rhein-Main, Thüringen und Unterfranken und das ganze würde sich zusammen mit einem Bike-Park und Sommerbetrieb rechnen. Das statistische Einzugsgebiet wäre sogar besser als das des Arbers. Natürlich würde es der Markt nicht verkraften, wenn alle 3 bay Rhön-Skigebiete ausbauen, aber eines hätte in der Rhön funktioniert.
Ware die Restrition in Bezug zum Biosphärenreservat nicht gegeben, die bay Rhön hätte zudem eine ordentliche Ausbauförderung erhalten.
https://www.stmwi.bayern.de/fileadmin/user_upload/stmwivt/Themen/Foerderprogramme/Dokumente/Regionalfoerderung/2016-05-02-Seilbahn-RL.pdf

Es hätte allerdings vor 8-10 Jahren passieren müssen, jetzt ist es zu spät... wie wahrscheinlich auch ein Ausbau des Absroda.
An der Waku würde sich eine KSB nicht rechnen, da sind wir uns einig...
 
Grundsätzlich wären die Gebiete in der bayrischen Rhön mit den vorhandenen pistentechnischen Gegebenheite alle für eine großvolumige Sesselbahn geeignet.

Der Trend wurde verschlafen und zwar von allen Beteiligten. Hätte man mit einem langfristigen Entwicklungsplan ernsthaft versucht in Infrastrukturelle Veränderungen zu investieren bin ich sicher, dass es geklappt hätte.

Stattdessen ruhte man sich in den guten Jahren aus und hat die Kuh gemolken bis es eben nicht mehr geht - wie jetzt der Fall.

Bis Mitte der 2000er waren die Gebiete bei Öffnung ständig ausgelastet, da die Schneemenge idR. auch vernünftige Pistenbedingungen hergab. Das jetzt nicht mehr viel los ist liegt eben auch daran, dass man sich hier im Vergleich eher nach unten entwickelt hat.

Schlechtes Marketing der Gebiete (ausgenommen Zuckerfeld und Wasserkuppe) kommt zusätzlich hinzu.

Alles in Allem haben hier aus meiner Sicht alle beteiligten versagt, am meisten aber die Betreiber selbst!

Die Wasserkuppe ist hier differenziert zu betrachten, die hat mit Wiegand nen starken Investor, der den Skibetrieb aber leider auch nur als Zubrot sieht.
 
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