Ich weiss nicht, ob dieser Text bereits im Forum stand, aber wenn er schon drinnen ist kann ich ihn ja wieder löschen.
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SMI: Beschneiung Glacier 3000
Ein SMI Projekt ist die Beschneiung vom „Glacier 3000“ – und hierbei besonders die Talabfahrt der Oldenalp-Piste, welche mit einem Höhenunterschied von 1000 m besonders spektakuläre Anforderungen an die Wintersportler stellt.
Spektakulär ist aber auch die Schnee-Anlage, die vor allem wegen seiner aufwändigen Wasser-Zuleitung außergewöhnliche Leistungen erforderte: Das Wasser wird vom Sanetsch-Stausee entnommen und dann per Leitung durch den See selbst und in der Folge durch diverse Tunnels und vertikal aufgehängte Felsleitungen in einer Gesamtlänge von 8 km bis zum Einsatzgebiet geführt.
Wie bereits erwähnt, wird das Wasser dem Sanetsch-See entnommen: Von einem neu errichteten Pumpwerk führt eine 1,1 km lange Seeleitung direkt durch den See selbst und wird dann mit einem Maximaldruck von 100 bar über den Sanetsch-Pass bis nahe zum Tsanfleuron-Gletscher geleitet – es gibt kaum ein vergleichbares Referenzprojekt für See- und Druckleitungsbau in dieser Seehöhe.
Die Rohre wurden auf einem „Ponton“ auf dem Sanetsch-See zusammengebaut und mit Gewebeschalungen versehen. Mit Auftriebskörpern wurde die Leitung dann über den See gelegt und in der Folge kontrolliert bis an den Seegrund abgesenkt – so waren z. B. permanent sechs Taucher eingesetzt. Unter Wasser wurden die Gewebeschalungen dann mit Flüssigbeton ausgegossen. Die Leitung ist also nicht eingegraben, sondern wird von den Betonblöcken fixiert.
Nach dem Austritt aus dem See gibt es eine „konventionelle“ Leitung über 6 km, die das Wasser von einer Seehöhe von 2.000 m auf 2.700 m bringt. Die Leitung führt über den Sanetsch-Pass, wo das Wasser zudem die Kantonsgrenze von Wallis nach Bern überschreitet. Hier wurde ein 270 m langer Stollen mit einem Durchmesser von 3 m aus dem Felsen gesprengt. Und in der Folge wird das Wasser über eine 260 m hohe, vertikale Felsleitung zum Verbindungsschacht der „Tube“ geführt: Von dort wird der ganze Oldenkessel mit 66 Beschneiungslanzen versorgt.
Die Felsleitung gilt als das technisch anspruchsvollste Teilstück der Anlage: Da in diesem Bereich mit einem Druck von 45 bar gerechnet werden muss, war die Befestigung der Rohre in dem felsig-lockeren Gestein äußerst problematisch – und wurde mit einer speziellen Seilbrücke gelöst. Neben den diversen technischen Spezialisten kamen dabei u. a. 10 Bergführer permanent zum Einsatz.
Insgesamt wurden bei der Anlage fast 40 km Rohre (Beschneiungsleitung, Kabelschutzrohre und Druckluftleitungen) verlegt. Und neben den technischen Anforderungen kamen Faktoren wie Höhenlage, Unzugänglichkeit, Wetterlage, Lawinengefahr oder Schneeschmelze dazu – das ganze Projekt war also nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch eine Sonderleistung in perfekter Planung/Koordination und ausgeklügelter Logistik: So musste ab dem Umschlagplatz Col du Pillon das gesamte Material per Helikopter ins Gelände geflogen und montiert werden.
In den kommenden Jahren wird die Beschneiungsanlage von der Oldenalp weitergeführt - bis nach Reusch, dem Einstieg in das „Glacier“-Gebiet von der Berner Seite und von der Oldenegg durch das Martistal bis hinauf zur Cabane.
Weiter wird das PW Sanetsch auf 6 Pumpen à 355 kW FU-gesteuert ausgebaut und es kommen weitere 145 SMI Airstick Schneilanzen und SMI Snow Bunker Zapfstellen zum Einsatz.
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