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Neues in Jungholz

  • Ersteller Ersteller Anonymous
  • Erstellt am Erstellt am
Grüss euch neueste Info der Betriebsleiter der Jungholzer Skilifte Marco Stecher hat aufgehört sein Stellevertreter auch. Wollen mir sehen wie das weitergeht.

Freundlichen Gruss :D
 
So wie es scheint ist der mögliche Investor (Bauunternehmen Brefa welches auch das Panorama-Hotel und Teile der Liftanlagen im Oberjoch besitzt) wohl abgesprungen. Man ist sich bezüglich Kaufpreis und Vorstellungen des Investors (recht großes Hotel im Bereich der Talstation/Parkplatz) nicht einig geworden. Offiziell wurde bisher aber noch nichts bekannt gegeben.

Viele Grüße
 
Lifte, Pistenbullys, Immobilien: Nach der Pleite wird das Skigebiet Jungholz verkauft: Laut der Bürgermeisterin gebe es Interessenten für einen Weiterbetrieb.
Weiter im Artikel:
- Seit 2023 zu 100% im Gemeindebesitz
- 3,5 MIo. € Schulden
- Skibetrieb dort seit 1948
- Zum Verkauf stehen 4 SL, 2 Vierer-SB, 2 Speicherteiche, Pumpanlagen, 46 Schneekanonen, 12 Schneelanzen, Kinderland, Zauberteppiche, Funpark, drei Pistenbullys, sowie sonstige Fahrzeuge, Maschinen und Geräte
- Einige Anlagen am Ende der Lebensdauer angelangt
- Bei den mehr als 20 Jahre alten SBen höherer Instandhaltungsaufwand
- Auch die Speicherteiche und Pumpstationen sind im schlechten Zustand
- Beschneiungsanlage sei nie vollständig bescheidmäßig fertiggestellt worden (!!!)
- Funktionsfähigkeit der Beschneiungsanlage ist mangelhaft
- Steuerung und Filteranlage funktionieren nur unzureichend bzw. zu stark erhöhten Kosten
- Fazit: Liftanlagen und Speicherteiche sind 0 € wert
- Der Rest wird mit 645.000 € bewertet
- Gutachten für Grundstücke & Immobilien gibt 1,2 Mio. € netto für diese an
- Also zusammen ca. 1,8 Mio. € Kaufpreis
- Bgm. gibt an, dass es Interessenten gebe, die das Skigebiet betreiben wollen
- Diesen Winter kein Skigebtrieb
- Weitere Angaben könnte der Insolvenzverwalter geben, dieser äußerte sich aber nicht
- Da der Käufer nur die Anlagen, nicht das Unternehmen, erwirbt, muss dieser um alle Genehmigungen (Betriebsanlagen, Wasserrecht, Naturschutzrecht etc.) neu ansuchen
- Alleine für die Instandhaltung und Reparaturen sind 1,5 Mio. € veranschlagt
- Szenario 1: Es findet sich ein Käufer
- Szenarieo 2: Es findet sich kein Käufer, dann wird das, was noch da ist liquidiert, ab- und zurückgebaut und der ursprüngliche Zustand von vor 1948 wieder hergestellt

Quelle: Tiroler Skigebiet steht für 1,8 Millionen Euro zum Verkauf
 
Ich befürchte das war’s. Ob da jemand eins5eigt? Ggf dann für den Sommerbetrieb.
 
Also für die Region wäre es ein riesiger Verlust, sollte es soweit kommen.
Dass die technischen Anlagen am Ende ihrer Nutzungsdauer sind und das Skigebiet in einem so schlechten Zustand ist, hat mich doch etwas verwundert. :rolleyes:
 
Das Skigebiet war vor 15 Jahren eines der ersten Gebiete, welches im Allgäu öffnete, damals auch eine sehr moderne Schneeanlage und mit den beiden Kindersesseln und dem Kinderland den meisten Gebieten weit voraus. Was ist nur passiert?
 
Ich vermute mal folgendes:

1. Die Beschneiungsanlage besteht zu einem sehr großem Teil aus alten Schneekanonen von Lenko welche vom Ausbau 2008 kommen, die sind halt gerade im Grenztemperaturbereich welcher immer wichtiger wird schon lange überholt
2. Auch eine Pumpstation will gepflegt und gewartet werden und all das kostet Geld und das nicht wenig.

Einfach mal angenommen es wurde seit 2008 nur das aller nötigste gemacht an Wartung und Verschleißteilen dann würd mich das nicht wundern das so ein zustand zusammen kommen kann.
Wenn dann in den natürlich sowieso engen Beschneiungsfenstern noch n Haufen Störungen dazu kommen dann kann ich natürlich auch nicht so viel Schnee produzieren wie vllt. benötigt

Auch bei Seilbahnen ist die Pflege das a und o, wenn halt vermutlicherweise immer nur das gesetzlich notwendige gemacht wurde dann Stauen sich halt Investitionen auf.
Ich sag nur "Deutsches Bahn Prinzip" = Jahrelang kaputt gespart und jetzt kommt auf einmal alles auf einmal

Wie gesagt sind das aber alles nur Vermutungen von mir und nicht mit Quellen gesichert!!!!
 
Ich weiss nicht, ob es wirklich eine gute Lösung war mit dem letzten Investor nicht weiterzuverhandeln, auch wenn man die "Kröte" eines grossen Hotels an der Talstation hätte schlucken müssen? Aber was bringt es der Gemeinde und dem (Winter-)Tourismus, wenn am Schluss kein Skigebiet mehr vorhanden ist?
 
Schmiddi schrieb:
Einfach mal angenommen es wurde seit 2008 nur das aller nötigste gemacht an Wartung und Verschleißteilen dann würd mich das nicht wundern das so ein zustand zusammen kommen kann.
Wenn dann in den natürlich sowieso engen Beschneiungsfenstern noch n Haufen Störungen dazu kommen dann kann ich natürlich auch nicht so viel Schnee produzieren wie vllt. benötigt

Auch bei Seilbahnen ist die Pflege das a und o, wenn halt vermutlicherweise immer nur das gesetzlich notwendige gemacht wurde dann Stauen sich halt Investitionen auf.
Ich sag nur "Deutsches Bahn Prinzip" = Jahrelang kaputt gespart und jetzt kommt auf einmal alles auf einmal

Wie gesagt sind das aber alles nur Vermutungen von mir und nicht mit Quellen gesichert!!!!

Ich könnte mir auch vorstellen, dass damals die Pumpstation zu klein bemessen wurde. Kenne einige Gebiete, welche in jener Zeit oder eher noch etwas früher Schneeanlagen bauten, im Glauben diese nur als "Lückenfüller" bzw. als Unterstützung zum Naturschnee zu benötigen. Dementsprechend klein und damit auch günstiger kam man damit beim Bau davon. Jetzt ist es aber meistens so, dass man mit dem Kunstschnee in der Regel die ganze Piste herstellen muss, um den Betrieb garantieren zu können. Dafür bräuchte es natürlich viel größere Pumpleistungen und größere Teiche als man damals vorgesehen hat. Folglich kann man die vorhandenen Kanonen nur mit kleinerem Wasserdurchsatz als eigentlich möglich wäre betreiben, was bei immer kürzeren Schneifenstern oder im Grenztemperaturbereich natürlich ein Problem darstellt, da man natürlich viel länger braucht um das Schneiziel zu erreichen, als wenn man eine größere Pumpleistung hätte und damit die kalten Temperaturen auch richtig ausnutzen könnte.

Wieder alles nur Vermutungen da ich deren Anlage nicht kenne, würde mich aber nicht wundern wenn dies Kern des Beschneiungsproblems wäre.
 
Die Frage ist,kann man ein Skigebiet, in dieser Größe überhaupt, rentabel betreiben, damit es sich für einen Investor lohnt?
Bzw. was muss dieser investieren, um rentabel zu werden?
 
Lug-gas schrieb:
Die Frage ist,kann man ein Skigebiet, in dieser Größe überhaupt, rentabel betreiben, damit es sich für einen Investor lohnt?
Bzw. was muss dieser investieren, um rentabel zu werden?

Als erstes vermutlich mal ein großes modernes All-inkl. Hotel an die Talstation bauen... wir befassten uns mal gaanz kurz vor Jahren, als Kidds noch kleiner waren, mit Übernachtungsmöglichkeiten in Jungholz während der Ferienzeiten. Jungholz hat uns nie gesehen...
 
Grüss euch bis 2007 stand mal eine Gastwirtschaft und Hotel beim jetzigen Skiliftparkplatz Jungholz . Das Hotel hies Adler wurde so bis 2000 bewirtschaftet,war sogar ein Schwimmbad dabei.Führer war der Wintersport und die Skilifte ein Goldsegen für Jungholz. Viele Einheimische arbeiteten an den Skiliften und andere waren Skilehrer usw. 2006 kaufte die Skiliftgesellschaft das Lost Place Gebäude und es wurde abgerissen für Erweiterung des Parkplatzes . Ebenfalls nicht weit weg vom Parkplatz und Skilift stand die Gaststätte, Hotel Alpenhof was ebenfalls 2015 abgerissen wurde.

Freundlichen Gruss. :D
 
Ralf321 schrieb:
Das meiste sind da dort die Busse gewesen die das Gebiet sehr gut gefüllt haben..

https://www.spiegel.de/wirtschaft/j...ngebot-a-82989aa3-27f2-4739-a5eb-823cb5390c91

Edit noch eins, da kann keiner sagen er hats nicht gewusst:
https://www.allgaeuer-zeitung.de/fu...-insolvent-kaufen-preise-eroeffnung-104038399

(Fast) ein Schnäppchen: Tirol verkauft ganzes Skigebiet
https://www.schwaebische.de/regiona...ol-verkauft-ein-ganzes-skigebiet-news-3149560

Jungholz wird kein Einzelfall bleiben, wenn es nicht einen schneereichen Winter gibt werden dieses Jahr sehr viele Skigebiete das letzte mal offen haben, da bin ich mir relativ sicher.

In der Industrie gibt es gerade Massenentlassungen, die Energiepreise sind auf einem Rekordniveau, der Wähler jedoch lässt sich begeistern vom Kriegsgeschrei und 100 Milliarden für die Bundeswehr. Das VW - Werk in Osnabrück soll ein Rüstungskonzern übernehmen, noch Fragen?

Europa nimmt gerade eine extrem negative Entwicklung, und das werden meiner Ansicht nach die Skigebiete und der ganze Alpentourismus brutal zu spüren bekommen, was meint ihr? Sehe ich zu schwarz?
Man kann natürlich auch eine andere Entwicklung prophezeien, Deutschland wird zur Luftfahrt - Wüste, Pauschalreisen in ferne Länder werden immer teurer, wird davon der regionale Tourismus profitieren? Ich glaube eher nein...
 
In Jungholz hat man es leider nie geschafft die Schlepplifte gegen eine kuppelbare Anlage zu tauschen. Die ganzen Skigebiete drumherum haben aufgerüstet, in Jungholz waren es maximal fixe Vierer. Die Gäste (die meisten jedenfalls) wollen neben Schneesicherheit eben auch Komfort. Das die Beschneiung schlagkräftig gebaut, aber wohl nie richtig funktioniert hat, ist ein weiterer Grund vom Niedergang. Schnell einschneien ist halt das wichtigste in diesen schlechten Wintern.
Bin mal gespannt ob sich jemand findet zum weiteren Betrieb, da ist doch einiges zu tun.
 
Grüss euch auch wenn die Skilifte stillstehen, der Wirt des Bischlagstadels einer Gastronomie neben der Bischlagbahn Herr Robert Kögel hat die Wirtschaft ab 20. Dezember geöffnet versucht sein Geschäft mit Schneeschuhwandern und andern Abfahrern wo keine Lifte brauchen ,möchte einen Teil des Hanges für Schlittenfahrer dann walzenVielleicht werden auch die Einheimischen auf einen Schnack oder Kaffee und Kuchen vorbeikommen, wäre ihm zu vergönnen. Wird auch die Schroffenhütte merken die fehlende Gäste.
Freundlichen Gruss :D
 
Grüss euch war gestern noch bei einem Besuch im Bischlagstadl habe Kaffee und Kuchen gegessen. Habe mit dem Wirt geredet. Der Wirt hat gesagt man müsse was auspropieren auch wenn die Skilifte auser Betrieb sind. Ja ist so ein ungewohnter Blick ich weiss seit meiner Kindheit sind die Lifte durch gängig gut Unterbrechungen hatte es früher auch gegeben immer in Betrieb ja so schnell ändert sicher etwas.

https://koegl-hubertushof.de/bischlag-stadl/

Freundlichen Gruss :D
 
Gibt es Neuigkeiten vom neuen Investor ?
Was ist wann geplant ?
 
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