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Neues in Lungern – Schönbüel

Was von den Einheimischen höchstens geschätzt wird (besser: geschätzt worden war), ist die Möglichkeit, auch mal kurz an einem Nachmittag "vor der Haustüre" Ski fahren zu gehen. Diese Zeiten sind jetzt aber sowieso vorbei...
 
So ein schneller Abbruch der Skilifte? Dann wird eine spätere Rückkehr zu einem Skigebiet aber immer schwieriger...
 
Na ja, ich glaube nicht, dass dieses Skigebiet irgendwann mal mit den vorhandenen Liften rentabel betrieben werden könnte und insofern ist der Abbau nachvollziehbar. Insofern ist die neue Strategie nachvollziehbar und hoffen wir mal, dass es klappt.
 
Auslöser war ein kürzlicher Bericht im Beobachter. Leider finde ich den online nicht, werde ihn scannen. Der war absolut vernichtend und haarsträubend, was da abgeht. Verwundert mich bei Niederberger aber gar nicht...
 
Sonntagszeitung 27.10.13:
Seit März steht alles still. Damals entzog das Bundesamt für Verkehr (BAV) der Panoramawelt Lungern Schönbüel AG vorläufig die Betriebsbewilligung für die Bahnen. Seit Mai ist auch die Energiezufuhr gekappt. «Im gegenseitigen Einverständnis», wie das Elektrizitätswerk Obwalden betont. Zuletzt suchte Geschäftsführer Paul Niederberger einen Käufer für das Ski- und Wandergebiet. Verkaufspreis: 4 Millionen.

Der 54-Jährige selbst hat Obwalden den Rücken gekehrt und im Emmental den Gasthof Schlossberg übernommen, wie die «Wochen-Zeitung für das Emmental und Entlebuch» berichtet. Derweil stehen bei der Teilsame Lungern-Obsee (Korporation) als Landbesitzerin und der Garaventa AG als Besitzerin der Sesselbahn noch Forderungen aus. Und wie geht es in Lungern auf dem Berg weiter - die Wintersaison steht vor der Tür? Paul Niederberger selbst will gegenüber unserer Zeitung keine Auskunft geben. Auch zu Kaufinteressenten aus Asien, wie er sie vor einigen Monaten angekündigt hat, ist nichts zu erfahren.

Aufgrund der aktuellen Situation werde die Bahn im Winter wohl kaum laufen

2001 hatte Paul Niederberger von der sich in Liquidation befindenden Bergbahnen Lungern-Schönbüel AG (BBLS) die Gastwirtschaftsbetriebe und die Pendelbahn für 2,55 Millionen Franken aus der Konkursmasse übernommen. Das zeigt ebenfalls ein Blick ins Handelsregister. Noch 1998 hatte der BBLS-Verwaltungsrat 13 Millionen Franken in die Erneuerung der Bahnen investiert. Die Lungerer Gemeindekasse sowie der Kanton gehörten beim BBLS-Konkurs zu den grossen Verlierern.
 
Ein Konkurs wird mangels Aktiven eingestellt, wenn der Schuldner nicht genügend liquide Mittel besitzt, um die Kosten für das summarische Konkursverfahren zu decken. Das Konkursverfahren wird nur durchgeführt, falls ein Gläubiger dies verlangt und einen entsprechenden Kostenvorschuss von 8000.-- SFr. leistet.

Quelle: http://www.luzernerzeitung.ch/nachr...all-Schoenbueel-wird-eingestellt;art95,481892

Für 1.-- SFr. und Schreibgebühr gibt es die Anlagen für einen Käufer der Solvent ist falls es einer gibt.
 
Wie geht es da jetzt weiter?
Wenn niemand die Anlagen "kauft" und entfernt, dann vergammelt das alles da oben? Oder wie läuft sowas? Wer bezahlt den Abbruch, falls es niemand will?
Hat nicht Garaventa noch Anspruch auf die Sesselbahn?
 
Garaventa hat für die Sesselbahn einen Betrag von 700`000.-- SFr. als Gläubiger ausgewiesen. Ein weiterer wichtiger Gläubiger ist der Landeigentümer worauf die Anlagen stehen.

Im Schlimmsten fall werden die Steuerzahler für den Rückbau aufkommen.
 
Für einen Neustart braucht es ca. 6 Mio. Sfr. auch der Rückbau kommt auf über 1 Mio. Sfr. zu stehen.

Gemäss BAV Auskunft müssen bald die Seile runter von den Anlagen.

Quelle: Regionaljournal Zentralschweiz vom 16.02.2015 Abendausgabe.
 
Wird der Seilrückbau noch zu Juristenfutter?

Das Bundesamt für Verkehr verlangt den Abbau der Bahnseile. Doch niemand will zuständig sein. Ein Rechtsstreit droht oder rettet ein Fahrplan der Regierung alles?
Quelle: https://www.luzernerzeitung.ch/impo...rden-Seile-zu-Juristenfutter;art128786,504452

Aktuell gehören die Seile noch der Panoramawelt Lungern Schönbüel AG (Innhaber Paul Niederberger) bis die AG erloschen ist und das wird anfangs Mai der fall sein. Danach können sich die Juristen darüber beugen wer der Seilrückbau zahlen muss oder darf. Ausser die Regierung vom Kanton OW hat doch noch ein Investor gefunden was den eine grosse Überraschung wäre.
 
Imho gibt es doch einen Fond in den alle Seilbahnen einzahlen müssen, damit bei einer Pleite der Rückbau gesichert ist. Oder liege ich da falsch? :gruebel:
 
^^
Ja, ein solcher Fonds war mal angedacht.
Aber auf Druck der Seilbahnlobby wurde dieses Vorhaben in einer Schublade versenkt.
 
So wie es aussieht werden in nächster Zeit die Seile an beiden Bahnen demontiert
 
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