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Neues in Oberstaufen

Eine 6KSB da hinzustellen find ich mutig. Persönlich denke ich, dass am Hochsiedel mit einer Länge von nur ca. 600m eine deutlich preiswertere 4SB ausreichen würde. Das Skigebiet war noch nie stärker frequentiert, ist mit ca. 1100m das Niedrigste "größere" Skigebiet im Allgäu und zudem stand ja vor gar nicht allzulanger Zeit sogar mal das Gerücht im Raum, dass Thalkirchdorf zumachen wollte.
 
Die versuchen wohl die Flucht nach vorne. Mit einer guten Beschneiung geht's wohl noch ein paar Jahre, aber ob das reicht die Anlage zu amortisieren?
 
Letztes Wochenende konnte ich noch keine Bauarbeiten am Hündle für die neue 6er Sesselbahn entdecken. Für die kommende Saison wird es dann also noch nichts werden?
 
br.wildlife schrieb:
Letztes Wochenende konnte ich noch keine Bauarbeiten am Hündle für die neue 6er Sesselbahn entdecken. Für die kommende Saison wird es dann also noch nichts werden?
Ich glaube, dass auch niemand hier im Forum davon ausgeht, dass es bereits im kommenden Winter erfolgen soll. Der 6er-Hochsiedel-Sessel wird vielmehr werbewirksam an der Talstation als Vorankündigung platziert.
 
So wie es aussieht haben die Bauarbeiten für die Hochsiedel KSB begonnen. An der Bergstation konnte ich von der Straße aus einen großen Aushub erkennen, zudem wurden die Bäume oben an der Kuppe links des Ausstiegs sowie das Liftwärterhäuschen entfernt.

Ziemlich fragwürdige Investition, wenn man bedenkt dass sowohl die Skilifte Thalkirchdorf als auch die Hochsiedellifte (inkl. Beschneiung) vergangene Saison keinen einzigen (!) Betriebstag hatten.

Viele Grüße
 
tobi27 schrieb:
So wie es aussieht haben die Bauarbeiten für die Hochsiedel KSB begonnen. An der Bergstation konnte ich von der Straße aus einen großen Aushub erkennen, zudem wurden die Bäume oben an der Kuppe links des Ausstiegs sowie das Liftwärterhäuschen entfernt.

Ziemlich fragwürdige Investition, wenn man bedenkt dass sowohl die Skilifte Thalkirchdorf als auch die Hochsiedellifte (inkl. Beschneiung) vergangene Saison keinen einzigen (!) Betriebstag hatten.

Viele Grüße

Auweh :o , ob die dann den nächsten schwachen Winter laufen wird???
Insgesammt ist zu sagen, dass wir im Allgäu nächste Saison doch einige Neubauten bekommen.
 
Naja ich glaube keiner bei den Bergbahnen geht aktuell davon aus, dass ab jetzt jeder Winter so wie der letzte wird. Thalkirchdorf/Hündle hatte in den letzten 10 Jahren ja auch durchaus gute Saisonen.
Aber man kann sich schon fragen, warum solche Bauprojekte genehmigt werden, andere in Gletscherskigebieten aber abgelehnt werden. :?
 
Julian96 schrieb:
Naja ich glaube keiner bei den Bergbahnen geht aktuell davon aus, dass ab jetzt jeder Winter so wie der letzte wird. Thalkirchdorf/Hündle hatte in den letzten 10 Jahren ja auch durchaus gute Saisonen.
Aber man kann sich schon fragen, warum solche Bauprojekte genehmigt werden, andere in Gletscherskigebieten aber abgelehnt werden. :?

Naja, vielleicht wird es mal bessere Winter geben, aber die grundsätzliche Tendenz ist eben negativ. Kann diesen Invest daher auch nicht wirklich nachvollziehen, auch wenn ich das Gebiet und die Hochsiedellifte sehr schön finde. Immerhin wird das Hündle damit auch ohne Talabfahrt deutlich attraktiver.

Ich schätze aber mal, dass die Beschneiung dann nochmal aufgerüstet wird und ein Schneiteich kommt.
 
Julian96 schrieb:
Aber man kann sich schon fragen, warum solche Bauprojekte genehmigt werden, andere in Gletscherskigebieten aber abgelehnt werden. :?

Wann wurde denn das letzte Bauprojekt in einem Gletscherskigebiet von deutschen Behörden abgelehnt?
 
Von deutschen vielleicht nicht, unser Gletscher auf der Zugspitze ist ja fast nicht mehr erwähnenswert :lol: .
Ich hab das jetzt eher allgemein auf alle höheren Lagen der Alpen bezogen... man sollte ein solches Projekt in dieser Höhe einfach echt hinterfragen.
 
Ich meinte ja eher damit, ob die neue Bahn die beste Investition von Seiten der Betreibern wird. (Betriebstage usw.)
Zudem ist es ja keine Neuerschließung sondern eine Modernesierung und moderne Lifte regen das normale Puplikum mehr an.
(Ist aber dennoch echt schade :sniff: , wegen den Doppelschlepper, aber immernoch besser als wenn der komplette Skibetrieb irgendwann eingestellt wird.)
 
Bergfreund 122 schrieb:
Ich meinte ja eher damit, ob die neue Bahn die beste Investition von Seiten der Betreibern wird. (Betriebstage usw.)
Zudem ist es ja keine Neuerschließung sondern eine Modernesierung und moderne Lifte regen das normale Puplikum mehr an.
(Ist aber dennoch echt schade :sniff: , wegen den Doppelschlepper, aber immernoch besser als wenn der komplette Skibetrieb irgendwann eingestellt wird.)
In dem Fall habe ich eher die Befürchtung, dass die neue Anlage die Einstellung des Skigebietes mittelfristig fördert.
 
So ein quatsch..
Würde es sich nicht rentieren, dann würde man wohl kaum investieren..Die verdienen dort ja nicht erst seit gestern ihr Geld.. Das Hündle ist ein Paradebeispiel: voll investieren oder zusperren wie beim österreichischen Nachbar in Alberschwende, bzw skibetrieb einstellen wie am Alpsee, Mittag usw
In Steibis hat sich der 6er auch mehr als rentiert und das Skigebiet is voller als früher, da ansprechender.
Klar gibts auch schlechte Winter aber die gab es immer schon.. klima hin oder her..
Ich persönlich glaube dass das nicht der letzte 6er Sessel ist den wir in dem Gebiet sehen werden und diese Investition einfach richtig und wichtig ist für das Gebiet..
Und die Höhenlage ist doch wurst.. Schnessicherheit sollte im langjährigen schnitt einfach passen und wie man gut im Sauerland sieht rechnet sich das auch in geringen Höhen sonst würde man wohl kaum investieren..
 
Ja klar wird es sich noch lohnen. ich weiß nicht auf was für einen Zeitraum so eine neue Bahn normalerweise abgeschrieben wird, aber wenn es 10-15 Jahre sind kann man schon davon ausgehen, dass es da noch einige Winter vernünftigen Skibetrieb geben wird.
Hinterfragen kann man es aus Umwelttechnischer sicht auf lange Zeit gesehen trotzdem :)
 
d-florian schrieb:
So ein quatsch..
Würde es sich nicht rentieren, dann würde man wohl kaum investieren..Die verdienen dort ja nicht erst seit gestern ihr Geld.. Das Hündle ist ein Paradebeispiel: voll investieren oder zusperren wie beim österreichischen Nachbar in Alberschwende, bzw skibetrieb einstellen wie am Alpsee, Mittag usw
In Steibis hat sich der 6er auch mehr als rentiert und das Skigebiet is voller als früher, da ansprechender.
Klar gibts auch schlechte Winter aber die gab es immer schon.. klima hin oder her..
Ich persönlich glaube dass das nicht der letzte 6er Sessel ist den wir in dem Gebiet sehen werden und diese Investition einfach richtig und wichtig ist für das Gebiet..
Und die Höhenlage ist doch wurst.. Schnessicherheit sollte im langjährigen schnitt einfach passen und wie man gut im Sauerland sieht rechnet sich das auch in geringen Höhen sonst würde man wohl kaum investieren..
Da gebe ich dir ja recht und ich meinte ja damit, dass ohne Modernesierung der Skibetrieb sich bald nicht mehr lohnen wird.
 
Der Imberg ist ja das beste Beispiel. Dort steht man jeden Tag lange an der 6KSB an, da seit deren Bau einfach extrem viele Leute das Gebiet (wieder)entdeckt haben. Ähnliches auch in Ofterschwang. Mit der neuen Sesselbahn am Hündle erschließt man sich quasi den Paradehang des Skigebietes. Nun wird sich auch eine massivere Beschneiung lohnen, die ja an der Gondelbahn auch dafür gesorgt hat, dass Skibetrieb möglich war.
Würde man jetzt noch in Thalkirchdorf die beiden längeren Schlepper, z.B. mit einer EUB mit Mittelstation, ersetzen, dann wäre das neue Skigebiet quasi so beliebt wie Ofterschwang. Die Beschneiung würde man ja logischerweise mit entsprechenden Speicherteichen massiv aufrüsten.
Wie bereits oben erwähnt gilt hier: Massiv Investieren oder ersatzlos im Winter dicht machen. (Imberg vs. Mittagbahn)
 
Das sehe ich etwas anders. Diesen Winter beispielsweise war an der Gondelbahn nur mit aller größter Gewalt ein schmaler weiß-brauner Streifen möglich trotz Vollbeschneiung in diesem Gebietsteil.
In Thalkirchdorf war die Beschneiung, wenn auch nicht ganz so gut ausgebaut dort, völlig vergeblich, es blieb bei ein paar jämmerlichen Schneehaufen auf der grünen Wiese.
Die Gondelbahn am Hündle rechnet sich durch die sehr ergiebige Sommersaison. Während Anfang April die höheren Gebiete noch bei bestem Schnee Skibetrieb anbieten, kann man am Hündle schon für Krokuswanderungen hochfahren.
In Thalkirchdorf eine Bahn hinzustellen wäre auch alleine in Blick auf den Sommerbetrieb schon kritisch. Im Vergleich zur hohen Konkurrenz am Imberg, Alpsee, Mittag, aber auch bei den deutlich höheren und spektakuläreren Bergen in den Allgäuer Alpen und im Bregenzer Wald, wird einfach viel mehr geboten, in Thalkirchdorf hätte man nicht einmal einen Ausblick auf die Nagelfluhkette.

Und ein 8er-Sessel dort oben schließt ja eine Sommernutzung sowieso schon aus. Im besten Fall wird er ein Vierteljahr von Mitte Dezember bis Mitte März genutzt. Wenn es doof läuft, und die Wetterlage wie letzten Winter einen warmen Dezember bringt, dann bringt die ganze Beschneiung nichts, es verschiebt sich der Saisonstart bis in den Januar hinein und lässt das Weihnachtsgeschäft liegen.

An schneereichen Tagen wird das Gebiet auch trotz den vielen Schleppliften sehr gut besucht, man muss ja nicht immer das Maximum aus allem herausholen, um dann hinterher auf der Schnauze zu landen.
 
MichiMedi schrieb:
Mit der neuen Sesselbahn am Hündle erschließt man sich quasi den Paradehang des Skigebietes. Nun wird sich auch eine massivere Beschneiung lohnen(…)

MichiMedi schrieb:
Würde man jetzt noch in Thalkirchdorf die beiden längeren Schlepper, z.B. mit einer EUB mit Mittelstation, ersetzen (…)

MichiMedi schrieb:
Die Beschneiung würde man ja logischerweise mit entsprechenden Speicherteichen massiv aufrüsten.

Faszinierend.

Wie soll denn so etwas bitte betriebswirtschaftlich abgebildet werden? Dir ist die Größe des Gebiets, die Umsatzzahlen 2019 und 2020 (mieser Winter / Corona) und das Potential schon bewusst oder? Solche Träumereien gehören für mich eher ins Utopie-Topic...
 
jwahl schrieb:
MichiMedi schrieb:
Mit der neuen Sesselbahn am Hündle erschließt man sich quasi den Paradehang des Skigebietes. Nun wird sich auch eine massivere Beschneiung lohnen(…)

MichiMedi schrieb:
Würde man jetzt noch in Thalkirchdorf die beiden längeren Schlepper, z.B. mit einer EUB mit Mittelstation, ersetzen (…)

MichiMedi schrieb:
Die Beschneiung würde man ja logischerweise mit entsprechenden Speicherteichen massiv aufrüsten.

Wie soll denn so etwas bitte betriebswirtschaftlich abgebildet werden? Dir ist die Größe des Gebiets, die Umsatzzahlen 2019 und 2020 (mieser Winter / Corona) und das Potential schon bewusst oder?

Jetzt ist ja erst mal die Sesselbahn im Bau, auch wenn du wahrscheinlich noch gerne weiter wie vor 30 Jahren Schlepplift gefahren wärst. Und es ist ja wohl für jeden normal denkenden User klar, dass diese Sesselbahn nur gebaut wird, wenn dort eine entsprechende Beschneiung eingerichtet wird, die den Betrieb der Sesselbahn genau so sichert, wie es bei der Gondelbahn mehr oder weniger gelungen ist.
Damit hat man dann eigentlich schon den wichtigsten Teil des Gebietes erledigt. Die von mir angesprochene Option in Thalkirchdorf ist natürlich noch sehr weit entfernt. Aber wie haben denn dann die in Ofterschwang in einem Jahr plötzlich eine neue 6KSB und eine 8EUB mit Mittelstation aufgebaut? Ganz einfach, weil man wusste dass man ohne Investition unter geht und man daher erst mal kräftig investieren muss, auch wenn man das Geld zunächst nicht hat. Das nennt sich Kredit, und macht hier auch wirklich Sinn, da bei den daraufhin extrem steigenden Besucherzahlen und höheren Ticketpreisen das Geld nicht zu lange auf sich warten lässt.
 
Nebenbei, es gibt nun sogar einen neue Website für Hündle und Imberg.
Sieht recht gut aus, aber natürlich keine Infos über die neue Bahn
https://www.huendle-imberg.de/
 
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