• ⛷️ Alpinforum-Tippspiel: Skiweltcup 2026/2027 🏆

    Am Wochenende startet der Ski Weltcup in die neue Saison! Auch dieses Jahr veranstalten wir wieder unser beliebtes Tippspiel unter Freunden – alles für einen guten Zweck.

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Steht denn der alte Lift noch oder gibt das, falls da nicht weitergebaut wird nächste Saison ein riesiges Problem?
 
Baustopp am Fellhorn: Was bedeutet die Gerichtsentscheidung für die Wintersaison?

Quelle: Allgäuer Zeitung

- Gericht hat Baustopp angeordnet
- will damit Zeit für eine endgültige Entscheidung schaffen
- fraglich, ob dann noch für dieses Jahr mit einer Fertigstellung gerechnet werden kann
- alte Sessel sind bereits vom Seil, Reaktivierung offen
- Pistenarbeiten und Anpassungen sind nicht betroffen und können finalisiert werden

Artikel ist hinter paywal
 
Das ist natürlich extrem ärgerlich.
Auf der anderen Seite muss man aber auch durchaus sagen, dass solche Dinge vorab von der beschließenden Behörde geprüft werden müssen!
Der Schaden liegt bei der Bergbahn, die Schuld dafür nicht bei den Klägern und sondern bei der Politik, die ein Gesetz verabschiedet, dass vielleicht nicht EU-Konform ist. Erinnert mich an die PKW-Maut...
 
Witzig wirds erst wenn man die Bierenwangbahn abbauen muss da sie bereits an den Käufer versprochen ist, andererseits aber die neue Scheidtobelbahn nicht bauen darf. Könnte im Fall der Fälle am Wochenende/Ferien für lange Wartezeiten an den Hauptbahnen sorgen, andererseits wären dann die Pisten mal zur Abwechslung mangels Überkapazität nicht schon um 11 komplett hinüber :mrgreen:

Viele Grüße
 
Wenn sie die neue Scheidtobelbahn jedoch nicht rechtzeitig zur kommenden Saison fertig bekommen, bleibt als einzige Verbindung die einspurige Pendelbahn mit viel zu geringer Kapazität und eine Abfahrt über den schmalen Gipfelgrat. Na dann mal Prost Mahlzeit :-D
 
Ob in Tschechien oder der Slowakei diese EU-Regularien auch so konsequent in Landesgesetze umgemünzt würden?.....
 
Wäre wahrscheinlich gar niemand aufgefallen das es vielleicht nicht passt, wenn da nicht eine gewisse Gruppe geklagt hätte.
Dem LBV ist es ja immer noch nicht genug mit dem Baustopp, sie fordern ja jetzt noch das die Pistenbaumaßnahmen auch gestoppt werden, obwohl die ja schon durchs Gericht sind.
 
Das ganze Thema ist für mich sinnbildlich für das, was in unserem Land abgeht. Hier wird im bestehenden Skigebiet eine Modernisierung vorgenommen mit überschaubarem Eingriff in die Natur im vergleich zu anderen Projekten in den Alpen und eine einzelne Organisation versucht dies mit allen Mitteln zu verhindern. Denken diese Leute auch mal an die Konsequenzen? Bauunternehmen, Hotels, Bergbahnen etc. die durch diese Entscheidung nicht wissen wie es weiter geht und vorallem wie der kommende Winter aussieht. Natürlich ist es richtig, das Gesetze eingehalten werden, aber wenn den Bergbahnen eine gültige Baugenehmigung vorliegt, so ist für mich unverständlich das dieser Streit jetzt auf deren Rücken ausgetragen wird.

Grundsätzlich finde ich, dass das Allgäu in den letzten Jahren auch aufgrund solcher Organisationen von anderen Regionen im Alpenraum angehängt wird.
Überall im Alpenraum und sogar im Mittelgebirge wird investiert in Mountainbike, großen Spielplätzen und anderen Attraktionen für Familien im Sommer. Es gibt familienfreundliche Tarife bei Bergbahnen und in vielen Teilen Österreichs und Südtirols einen sehr gut ausgebauten und häufig kostenlosem Nahverkehr mit Wanderbus etc. der im Allgäu faktisch so gut wie nicht vorhanden ist.
In den letzten Jahren wurden so einige Investitionen von Unternehmern im Allgäu verhindert (Grünten, Verbindung Balderschwang mit Grasgehren, jetzt das Fellhorn, ausbau von Beschneiung)
Wenn man mithalten möchte, muss man aus meiner Sicht in einigen Bereichen aufholen. Die Marke Allgäu alleine und die Natur für sich wird auf Dauer nicht den Lebensunterhalt für die Einwohner erwirtschaften.
Ja Regeln für Bauvorhaben in sensiblen Räumen sind wichtig und richtig, aber grundsätzlich gegen alles zu klagen finde ich fraglich.
 
tobi27 schrieb:
Witzig wirds erst wenn man die Bierenwangbahn abbauen muss da sie bereits an den Käufer versprochen ist, andererseits aber die neue Scheidtobelbahn nicht bauen darf. Könnte im Fall der Fälle am Wochenende/Ferien für lange Wartezeiten an den Hauptbahnen sorgen, andererseits wären dann die Pisten mal zur Abwechslung mangels Überkapazität nicht schon um 11 komplett hinüber :mrgreen:

Ich würde sagen halb so wild. Die alte Scheidtobelbahn wurde selten für Wiederholungsfahrten genutzt. Problem ist die Verbindung vom Fellhorn zur Kanzelwand.

Laut skiresort.de schafft die Fellhorn-Gipfelbahn 400 pers/h, die alte Scheidtobelbahn 1.200. Da bleibt nur ein Viertel über.
 
basti.ethal schrieb:
Ob in Tschechien oder der Slowakei diese EU-Regularien auch so konsequent in Landesgesetze umgemünzt würden?.....
Als ich das letzte mal geguckt habe, lag Bayern noch nicht in Tschechien oder der Slowakei. Aber wir können das gerne noch weiter fassen, z.B. ob in Somalia überhaupt irgendwelche Gesetze und Regularien angewendet werden?

Ich bin jedenfalls froh, dass wir in einem Land leben in dem Gesetze (weitestgehend) konsequent angewendet werden und Gerichte auch entsprechend urteilen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Wenn wir das anders wollen müssen wir uns nicht beschweren, wenn mit anderen und noch wichtigere Regularien genau so verwahren wird und dann herzlich willkommen in der Bananenrepublik!

Absurd ist in den Fall allerdings schon, dass der erheblich größere Eingriff, der Pistenbau, bisher weiterläuft aber der Ersatz einer Liftanlage gestoppt wird. Absurd ist auch, das Schutzgebiet im schmalen, lichten Waldstreifen zwischen Seeeck und Schneidtobel sowie am Gipfelhang - aber gut, das wurde so gewollt.
Da können sich die Bergbahnen bei der unbedarften Wählerschaft und natürlich CSU bedanken, die vermutlich sowohl auf komnunaler-, auf landesebene und auf EU-Ebene daran beteiligt war.
Wir brauchen Gesetze, die vereinfachen, keine die die bestehende Bürokratie noch weiter verschlimmern. Wenn dann demnächst vielleicht mal noch größere Idioten an die Macht kommen, wird dieses Land komplett stillstehen.

Hoppernkopf schrieb:
In den letzten Jahren wurden so einige Investitionen von Unternehmern im Allgäu verhindert (Grünten, Verbindung Balderschwang mit Grasgehren, jetzt das Fellhorn, ausbau von Beschneiung)
Wenn man mithalten möchte, muss man aus meiner Sicht in einigen Bereichen aufholen. Die Marke Allgäu alleine und die Natur für sich wird auf Dauer nicht den Lebensunterhalt für die Einwohner erwirtschaften.
Ja Regeln für Bauvorhaben in sensiblen Räumen sind wichtig und richtig, aber grundsätzlich gegen alles zu klagen finde ich fraglich.

Das Problem sind doch die Menschen selbst. Als der Alpenplan beschlossen wurde, haben viele Menschen gejubelt, endlich werden unsere Berge und unsere Heimat geschützt! Wenn genau das, was vorher bejubelt wurde dann Bauprojekten im Weg steht ist das gejammere dann groß. Was man da bejubelt hat, wurde natürlich nicht so wirklich durchgelesen.
Entweder will man dies oder das - und vieles was beschlossen wird, ist einfach wahnsinnig schlecht gemacht.
 
Ja und die meisten wo für solche Naturschutzsachen sind bzw. am lautesten gegen solche Projekte schreien, betrifft es meist nicht ob ein Wirtschaftlicher Schaden entsteht oder nicht.
Hat man ja am Grünten gesehen bei den Demos, die meisten kamen von überall nur fast keiner aus der Region. Klar wenn man nicht davon lebt kann man ja dagegen sein.
 
Vor allem wurden im Allgäu recht viele touristisch genutzte Areale der Natur zurückgegeben: Gschwender Horn, Tegelberg, Alpsee Bergwelt, Grünten um mal die bekanntesten Beispiele zu nennen. Und dann wird auf der anderen Seite bei einem ERSATZneubau in einem eh schon (über)erschlossenen Gebiet so ein Zinnober gemacht.
 
Die Allgäuer können einem schon leid tun.
Potential ohne Ende und alles wird Ihnen unnutzbar gemacht....
Den Gast juckts nur wenig, der fährt ein paar Kilometer weiter nach AT.
 
basti.ethal schrieb:
Den Gast juckts nur wenig, der fährt ein paar Kilometer weiter nach AT.

Jein, es würden einerseits nicht alle dort rüberfahren alleine aufgrund der etwas längeren Anfahrt und zudem sind die Tagesgastkapazitäten vor allem an den Hochsaisontagen in Vorarlberg auch schon komplett erschöpft. Also ein geschlossenes Nebelhorn könnte man vermutlich noch recht gut puffern. Aber ein Gebiet wie das Fellhorn ist schwer auszugleichen.

Also wenn von 10.000 Gästen am Fellhorn 7.000 nach Vorarlberg weiterfahren, dann reicht die Kapazität dort nicht aus. Dafür bräucht es 30-50 zusätzliche Pistenkilometer dort.
 
Für mich als local ist das ehrlichweise ein Irrsinn...
Zum einen weil das ganze Verfahren eine Farce darstellt, welcher Unternehmer investiert zukünftig noch ohne Rechtssicherheit?
Zum anderen aber auch das Thema Umweltschutz: Wenn man sich auf alten Bildern und Plänen ansieht wie viele der Flächen speziell im KWT früher für Landwirtschaft und auch Skibetrieb genutzt wurden und wie viel davon mittlerweile an die Natur zurückgegeben wurde dann muss ich sagen ist das mehr als genug...
Natürlich konzentriert sich die Nutzung jetzt auf das Kerngebiet, aber das ist aus meiner Sicht auch gut und richtig so. Dann muss aber das Kerngebiet auch entwickelt werden dürfen und das ist so nicht möglich...

Eine weitere Komponente ist die finanzielle Sicherheit... Die Gemeine Mittelberg ist mit ca. 20% bei der Bergbahn eingestiegen und muss jetzt mit einem erhöhten Risiko leben. Wenn das schlagend werden sollte muss das die Allgemeinheit tragen...

Alles in allem äußerst unbefriedigend!
 
Ich finde es schon erstaunlich, und erschreckend, wie vieke auf einmal gerne in einer Bananenrepublik wohnen würden, wenn es ihnen grad in den Kram passt. Die gleichen Leute schreien dann ganz schnell wieder Rechtsstaat, wenn das besser passt. So wollten allen voran die bayrischen Politiker die hier offenbar EU rechtswidtige Gesetze geschaffen haben vor kurzem noch Leute dafür in den Knast stecken, dass sie friedlich auf Straßen saßen.
 
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