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Neues in Oberstdorf/Kleinwalsertal

@ broesl
Am Wh soll ja im Zuge des Ifen-Projektes eine Beschneiung gebaut werden - zunächst an der Talabfahrt und später auch oben, auch eine neue EUB ist bereits lose im Gespräch. Wenn der Gleitweg ausfallen sollte, dann kommen die Skifahrer von der Heubergmulde zunächst über die Verbindungsbahn zur Auenhütte und via Pb zum Wh - das ist also kein Problem.

Bei den ganzem Projekt-Hickhack muss man berücksichtigen, das die KBB primär an Investitionen innerhalb derer eigenen Skigebiete interessiert sind (daher die Pb), denn für jeden notwendigen Transfer von Skifahrern durch die Heubergarena geht denen Geld verloren, was jedoch nicht öffentlich gesagt wird. Fortgeschrittene Skifahrer (d.h. das Hauptklientel der KBB) sind an der Heubergarena ja eher geringfügig interessiert. In diesem Zusammenhang betrachte ich es als geschickten Schachzug der KBB, dass die zunächst sagten, dass der Skibus Fuchsfarm/Auenhütte ausreiche, denn nun finanziert die Gemeinde die Verbindungsbahn, weil alle im Kwt sie haben wollen. Da sparen die KBB ne Menge Geld und haben letztendlich alle notwendigen Verbindungen zum Ifen - clever! Mich täte mal interessieren, was so eine Pb als Pendelbahn ohne Stützen kostet, da hab ich keine Idee?!
Ich kann nur EUB, SB und KSB grob überschlagen, weil ich deren Kalkulationen in diversen Studien gelesen habe.

Du hast mit Deinen Argumenten natürlich auch recht, da sind ne Menge Ungereimtheiten in der Argumentationskette der Bergbahnen...
 
the2b schrieb:
dann wird denke ich umgehend ein Konzept wie von Manitou angesprochen P+R oder

(ich spinn jetzt mal was zusammen) Parkhäuser weit vorne im Tal...

Parkhäuser?! - Du bist im falschen Topic - wir sind hier nicht am Feldberg! :wink:

Im Ernst:
Es gibt keine Möglichkeit von Verkehrsalternativen ins Kwt wg. dem Heiligtum Breitachklamm - und Oberstdorf wird "not amused" sein, fürs Kwt im eigenen Ortsgebiet deren Verkehrsprobleme mit P+R zu bewerkstelligen.
Alle Orte südlich von Sonthofen haben bereits das gemeinsame Problem B19, für welche es diverse kontrovers diskutierte Verkehrspläne bis zum ersten Oberstdorfer Kreisel in den Schubladen der Amtsstuben gibt. Ab da ist kein Straßenausbau mehr möglich... Es sei denn, man lässt den 1. April Realität werden und baut einen Tunnel bis Riezlern. Doch selbst dann finden die Naturschützer irgendwelche bedrohten Erdwürmer...

Es gab im Zuge der 6EUB-Söllereck mal Überlegungen, das Söllereck skitechnisch mit Riezlern zu verbinden, doch das ist wg. Naturschutz vom Tisch und die dafür zu integrierenden Westegg-Lifte in Riezlern wurden ebenfalls stillgelegt.
Allerdings wäre eine solche Skigebietsverbindung für das hier diskutierte Verkehrsproblem die einzig praktikable Lösung. Das Söllereck pfeift finanziell auf dem letzten Loch und braucht dringend mehr Frequentierung. Wenn man das Söllereck zur zentralen Einstiegsstelle für Tagesgäste machen könnte, wäre dem Kwt weitgehend gedient, aber dann gehen die Anwohner in Kornau auf die Barrikaden, wenn die einen Großparkplatz vor die Türe bekommen. Die Nordhänge in Richtung Riezlern sind bis in den April schneesicher und gut geeignet für Verbindungspisten. Allerdings braucht es Lawinensicherung und für die Verbindung nach Riezlern 3-4 Lifte, was nicht ganz preiswert ist. Das alles ist unrealistische Utopie... und die Kosten liessen sich auch rein rechnerisch wohl nicht einfahren!

Fazit: Das weiter zunehmende Verkehrsproblem ist im Konsens kaum lösbar - aber es wird mit der Vernetzung so sicher wie das Amen in der Kirche!
 
Es gäbe sogar eine ganz einfache Lösung: Bei Tageskarten ein Skipass Fellhorn/Kanzelwand, ein Skipass Ifen/Walmendingerhorn/Tallifte. :wink: Hätte ich auch so zwischen den Zeilen der Infoseite der KWTBB herausgelesen.
 
Für die Lösung des Verkehrsproblems wird das Tal weiter bluten, so lange es Gegner geben wird.
Die Medizin wird wie immer nicht jedem schmecken, wie der PB.

Irgendwas muss ja geschehen, und wie weit vorn ins Tal rausgeangen wird habe ich nicht beziffern wollen. Übers Söllereck rein ist ja viel zu weit. niemand wird vom Söllereck die Runde über Ifen und WH machen, das ist ja kaum zu schaffen.
Aber auf halber Strecke zwischen Söllereck und Kanzelwand wäre dann gefühlt die KOmpromisslösung, zumindest den Hauptverkahr zum großteil aus Riezlern abfangen wird doch dann die Strategie sein. Denn der "Urlauber" mag doch keinen Verkehr.

Wie sollte man da anders ansetzen?
 
@thun:
Da stimme ich Dir zu! Derzeit propagiert die KBB plakativ aber das Gegenteil, doch dich sagte ja schon in Sachen Heuberg, dass es für dort separate Karten weiter geben wird und ich möchte fast Wetten, dass die irgendwann auch zu Deiner Lösung gelangen, nämlich wenn das Kwt nach der Vernetzung in der 2. Saison fortwährend in den Blechlawinen der Tagesgäste versinkt.

@the2kb
die Vorlagerung ist für den Verkehr in Riezlern die einzige Rettung - wenn auch eher das kleinste Übel - da es die B19 in Kwt bereits nicht packen würde - und die Vorlagerung dürfte dann logisch geschlussfolgert eine Reaktivierung der Westegg-Lifte mit Anbindung an Riezlern implementieren, da man anders wohl keinen sinnvollen vorgelagerten Einstieg schaffen könnte. Riezlern hätte von einer solchen Lösung andererseits im Winterbetrieb auch Vorteile, da die Übernachtungsgäste dann überall entlang des Ortes einen Skigebietseinstieg haben ähnlich wie Hirschegg und Mittelberg - und das wäre ganz im Sinne des Vernetzungsziels - wieder mehr Winterübernachtungen generieren zu können.

Eine solche Vorlagerung liesse sich jedoch nicht ganz easy mit dem Ticketsplitting a la Thun vereinbaren.
Aber in Richtung dierser beiden Ansätze könnte eine sinnvolle Lösung tatsächlich gehen... Täte mich mal interessieren, was die in der Gemeinde davon halten würden?! Derzeit gibt es dort ja noch keine weitsichtigen Gedanken hinsichtlich dieses Themas - die sind vorerst noch ein weilchen mit der Pb beschäftigt. :wink:
 
Es gab doch 1994 (?) mal eine Abstimmung zu einem Verkehrskonzept. Angedacht war nur noch Anwohner und Quartiergäste ins Tal zu lassen und Tagesgäste auf einem P+R-Platz abzufangen. Soweit ich weiss sollte dieser irgendwo bei den Westeggliften entstehen.

Das Konzept wurde damals abgelehnt, aber vielleicht könnten die Parkplatzplanungen ja reaktiviert werden?
 
Ich schreibs ja immer wieder:
Die Lösung des Verkehrsproblems ist zur Steigerung der Übernachtungszahlen unerlässlich.
Leider besteht hier ein Zielkonflikt zwischen Bergbahnen und Gemeinde.
Ich denke ein Parkplatz vor Riezlern mit Transfer per Bus ist die einfachste und kostengünstigste Möglichkeit.
Man kann ja durchaus die Parkplätze in Riezlern behalten, die am Ifen würde ich jedoch auf ein Minmum reduzieren.

Auch verstehe ich nicht warum die Gemeinde so scharf auf einen Verbindungslift zwischen Heuberg und Ifen ist. Der macht doch ohne neue Pisten so gut wie keinen Sinn.
Ich habe disen Winter mehrmals den Buspendelverkehr zwischen Funchsfarm und Ifen benutzt und finde das vollkommen ok.Besser wäre nur eine Piste vom HeuBERG runter sum Gaisbühllift.
 
snowholgi schrieb:
Auch verstehe ich nicht warum die Gemeinde so scharf auf einen Verbindungslift zwischen Heuberg und Ifen ist. Der macht doch ohne neue Pisten so gut wie keinen Sinn.
Ich habe disen Winter mehrmals den Buspendelverkehr zwischen Funchsfarm und Ifen benutzt und finde das vollkommen ok.Besser wäre nur eine Piste vom Heuberg runter sum Gaisbühllift.
Diese Piste wird allseits abgelehnt wegen umfangreichen Natureingriffen. Ein beidseitig nutzbarer Lift ist hinsichtlich Naturschutz das kleinste Übel. Ich persönlich mag den Bus nicht, mit abschnallen, 200m laufen...etc. und mit diesem Empfinden bin ich sicherlich nicht allein! Es gibt ja sogar ne Menge Skifahrer die bereits ne EUB wg. abschnallen nicht mögen.

Im Pressetext steht:
"Neben dem Ja zur Panoramabahn habe die Gemeinde am Montagabend aber auch verschiedene Maßnahmen und Auflagen beschlossen – wie die nochmalige Prüfung von alternativen Standorten, die Reduzierung der Winterparkplätze und die Ausführung der Ifenbahn als konventionelle Bahn mit paralleler Seilführung."
siehe http://www.vol.at/kehrtwende-im-kleinwalsertal/3207397

Ich nehme an, dass damit die Reduzierung der Winterparkplätze am Ifen gemeint ist - und nicht an den Seilbahnen insgesamt?! Am Ifen werden nach der Vernetzung nur noch wenige Parkplätze benötigt, doch die Folgen im Kwt haben wir vorhin bereits hinreichend diskutiert...

Frage an die Technik-Freaks: Ist mit "konventioneller Seilbahn mit paraller Seilführung" ne EUB gemeint - d.h. eine Zweiseilkabinenbahn wie Kanzelwand wird abgelehnt - oder genau umgekehrt?!

Ich bin mal gespannt, was als neue Hahnenköpflebahn gebaut wird - darüber gibt es noch keine konkreten Angaben und ich habe in meinen Gesprächen auch stets vergessen zu fragen, da andere Punkte dominierten. Es hiess mal, dass eine Kombibahn angedacht ist. Wegen der vielen Winterfußgänger bei schönem Wetter macht das Sinn, doch eine Kombibahn schränkt die Kapazität der Bahn ein. Die obere Sektion mit 5 Abfahrten braucht eigentlich ne 8KSB, wenn man Staus am Lift bestmöglich vermeiden will. Durch PB und neue Ifenbahn wird die Ersteintrittskapazität ja 3-4fach erhöht.
 
Ich schätze, damit ist gemeint, dass keine Dreieckbahn gewünscht ist (geplant war ja eine solche, sprich eine einseitige Mittelstation mit Knick und eine direkte Rückführung Bergstation-Talstation), sondern eben eine normale EUB.

Ich halte auch die Parkplatzreduzierung am Ifen für fragwürdig. Wo sollen die Leute denn dann hinfahren? Nach Mittelberg durchs ganze Tal? Da fahr ich lieber zum Ifen rauf. Mal davon abgesehen, dass der Parkplatz an halbwegs gut besuchten Tagen jetzt schon recht voll ist.
Ich versteh' den Bequemlichkeitswahn nicht, ich hab' schon schlimmere Verbindungsbusse als zwischen Heuberg und Ifen genutzt. Die paar Meter laufen und ein paar Minuten Fahrt ist doch kein Problem. Andererseits ist auch eine EUB, denke ich mal, ok.
 
thun schrieb:
Ich schätze, damit ist gemeint, dass keine Dreieckbahn gewünscht ist (geplant war ja eine solche, sprich eine einseitige Mittelstation mit Knick und eine direkte Rückführung Bergstation-Talstation), sondern eben eine normale EUB.

...also mit einer kompletten Mittelstation an der Ifenhütte für den Einstieg in beide Richtungen?! Diese Lösung vermeidet eine dritte Seiltrasse und damit eine zusätzliche Trassenrodung. Das sieht bestimmt hinsichtlich des Naturbildes besser aus und es gibt weniger Stützen - für den Naturschutz sicherlich eine kleine Erleichterung.

Find ich gut!
 
Muss ja nicht zwingend mit Zustiegen in beide Richtungen sein, ich habe nur den Text interpretiert ohne mehr zu wissen. Ich könnte mir vorstellen, dass das Hauptargument die Rodung ist.
 
Die Verkehrsverlagerung vom Fellhorn nach Riezlern lässt sich relativ einfach eindämmen, man installiert vor dem Kreisel einfach Anzeigen mit den aktuellen Wartezeiten an der Kanzelwand und der Kombibahn. Wenn da mal eine halbe Stunde steht und für Fellhorn keine Wartezeit, dann fahren sicherlich nur noch wenige ins KWT, sicherlich nicht wirklich mehr als heute schon.
Wenn man das Problem mit P+R lösen will, dann muss man die Einfahrt ins Tal für Tagesgäste sperren. Tut man das nicht, dann werden weiterhin Leute rein fahren und sich irgendwo Parkplätze suchen.
 
manitou schrieb:
Ich hab letztere Lösung noch nie gesehen. Ich kenn nur einseitige Mittelstationen, wo sich kein zusätzlicher Richtungsknick befindet.
Eine EUB kenne ich jetzt auch keine, aber bei einer KSB kann man das z.B. so machen:
http://www.lift-world.info/lift-fotos/CH/waltensburg_vuorz/waltensburg__alp_dado-18535.jpg
Das Bild zeigt die Zwischenstation der Sesselbahn Waltensburg - Alp Dado. Wie man sieht hat es auf der Bergfahrtseite eine ganz normale Zwischenstation bei der die Bahn zusätzlich eine leichte Rechtskurve macht (aus dieser Perspektive etwas schlecht zu sehen aber es ist so). Deshalb werden auch die talfahrenden Sessel ausgekuppelt und durchfahren eine leichte Linkskurve. Da dort aber kein Ein- und Ausstieg vorgesehen ist befindet sich die Kuppeltechnik 2-3m höher und ist auch wesentlich kürzer :wink:
Das ganze liese sich so oder so ähnlich denke ich auch auf eine EUB übertragen.
 
Seilbahnjunkie schrieb:
Wenn man das Problem mit P+R lösen will, dann muss man die Einfahrt ins Tal für Tagesgäste sperren. Tut man das nicht, dann werden weiterhin Leute rein fahren und sich irgendwo Parkplätze suchen.

Dann braucht man aber auch einen P+R - Parkplatz. Sonst würde man ja Tagesgäste komplett ausschliessen und das wird man ja wohl nicht wollen. Ich kenne auch keinen für PKW ganz oder teilweise gesperrten Ort der keinen Auffangparkplatz hat.

Einen P+R-Platz halte ich aber an vollen Tagen auch als Ergänzung für sinnvoll. Sowas gibt es beispielsweise in Hintertux (hinter Madseit) oder im Stubai (Volderau).

Hier ist übrigens der offizielle Bericht von der Sitzung (Datei "18. Sitzung..."). Darin heisst es es würde gefordert die Zahl der Winterparkplätze von 1000 auf 800 zu vermindern:

http://www.kleinwalsertal.com/gemeinde/politik/protokolle.html
 
Das Protokoll bringt Klarheit über einiger hier zuvor diskutierten Punkte:

1. Es soll an der Ifenhütte eine normale Mittelstation mit Ein- und Ausstieg geben.
2. Die Liftverbindung Heuberg-Auenhütte ist noch nicht 100% sicher - und die Gemeinde wird eine solche Bahn nun doch nicht finanzieren zu Lasten der KBB.
3. In den Protokoll wird nicht nicht explizit von einer Zustimmung des Sommerbetriebes bis zum Alpbord gesprochen. Es wird lediglich dem Bahnbau zugestimmt!!!
4. Bislang ist ein erhöhtes Verkehrsaufkommen von Tagesgästen durch die Skigebietesvernetzung ins Kwt ein schlafender Hund, dessen Problematik in keinster Weise zur Sprache kommt. Die sorgen sich bisher nur um den Verkehr innerhalb des Tals.

Interessant ist auch das Konsortium, welches den Ifen ohne PB und ohne Alpbord modernisieren und betreiben will - und die massive Gegenwehr der KBB, den Ifen an das Konsortium zu verkaufen!

Was mich ergänzend wundert ist, dass bei aller Vernetzungsnotwendigkeit eine Verbindungsnotwendigkeit Kanzelwand/Parsenn über die Breitach ebenfalls gar nicht erwähnt wird, obwohl hier mehr Skifahrer strömen werden, als vom Wh-Ifen oder Heuberg-Ifen.

Ferner befürchte ich, dass die KBB demnächst aus irgendwelchen Gründen die Verbindung Heuberg-Auenhütte nicht bauen kann und es bei einem Buspendelverkehr bleiben wird.
 
i-Sl schrieb:
manitou schrieb:
Ich hab letztere Lösung noch nie gesehen. Ich kenn nur einseitige Mittelstationen, wo sich kein zusätzlicher Richtungsknick befindet.
Eine EUB kenne ich jetzt auch keine, aber bei einer KSB kann man das z.B. so machen:
http://www.lift-world.info/lift-fotos/CH/waltensburg_vuorz/waltensburg__alp_dado-18535.jpg
Das Bild zeigt die Zwischenstation der Sesselbahn Waltensburg - Alp Dado. ...
In Les Diablerets gibt's bei einer KSB auch eine einseitige Mittelstation mit Richtungsknick.
 
Ihr denkt zu kompliziert, eine normale zweiseitige Mittelstation im Knick, nur halt mit Ein-/Ausstieg nur auf einer (der Auffahrtss-?)Seite ist doch genauso denkbar.
Allerdings weiß ich nicht, ob der einseitige Zustieg, der ja auch zur Planung der Dreiecksbahn führte, zwingend für die Bahngenehmigung ist; steht aber sicherlich irgendwo weiter vorne.
 
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