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Neues in Oberstdorf/Kleinwalsertal

Ja wenn alles so schlimm wird dann ist es wahrscheinlich am Besten wenn ich meinen Kindern das Skifaren erst gar nicht mehr beibringe.
Mit dem gespaarten Geld mache ich dann nächsten Winter einen schönen Urlaub in der Sonne (Karibik).
Die Einheimischen sollten sich schon mal auf die länngeren Wachstumsphasen vorbereiten und mehr Saatgut kaufen.
Die durch den zurückgehenden Tourismus (das Klima wird nicht nur wärmer, das Wetter wird auch schlechter) freiwerdenden Arbeitsräfte können ja dann in der Landwirtschaft eingesetzt werden.
Das Arbeitsamt sollte jetzt schon mal mit der Umschulung beginnen.

Na das sind doch mal rosige Aussichten.
 
Ja freunde, ein Hinweis an dieser Stelle solangsam wirds utopisch. Schauen wir alle nochmal den 4.Teil der Piefke Saga und dann gehts uns wieder besser mit dem was aktuell ist und dass des Volkes Stimme noch Gehör hat und erstmal abwarten, was denn so genau passiert.
 
Die Volksabstimmungsbegehren richtet sich ja primär gegen die Panoramabahn und nicht gegen das Ifen-Projekt insgesamt. Ich bin gespannt, wie die Bergbahnen vor der Abstimmung argumentativ reagieren? Ich mutmaße mal, dass die eine vehemente Position dahingehend vertreten werden, dass die bei Ablehnung der Panoramabahn das ganze Projekt fallen lassen... und das kann sich das Kwt nicht leisten. Ich bin mal gespannt, was bei der nächsten (Poker) Runde herauskommt?!

Ich tippe dahingehend, dass im Kwt eine Mehrheit gegen die Pb ist, jedoch eine noch viel größere Mehrheit für das Projekt ohne Pb!!! Doch was wollen die Kwt'er machen, wenn die Bergbahn nur mit Pb investieren...?! Wenn die Pb abgelehnt wird, dann werden die Bergbahnen sicherlich einen hohen Investitionskostenzuschuss von der Gemeinde fordern, wenn man das Projekt im Kwt weiter haben will...
 
Es gibt ja auch noch das Konzept der Haller-Gruppe (Übernahme der Ifen-Bahnen, Anbindung vom Heuberg). Bisher wurde das von der Bergbahn-AG abgelehnt, aber es könnte dann doch zum Zuge kommen.
 
So langsam werden die Kommunen im Oberallgäu wach was die Verkehrssituation in Folge des Ifen-Projektes angeht. Oberstdorf und Fischen reagieren und thematisieren die zunehmende Gesamtverkehrsproblematik auf der B19 ab Sonthofen sowie die Parkplatzproblematik:

http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/rundschau/Rundschau-verwaltung-ifen-parkplatz-fellhorn-tourismus-Ifen-Projekt-Oberstdorfer-Verwaltung-kritisiert-Parkplatzpolitik;art2757,1156903
http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/immenstadt/Immenstadt-landkreis-b19-verkehr-Fischen-regt-Gesamtkonzept-beim-Landkreis-an;art2763,1162688
Ich habe diese Probleme schon vor Monaten hier im Forum dargestellt...

P.S. Der in dem zweiten Artikel genannte Neubau der Nebelhornbahn ist perspektivisch. In den nächsten 5 Jahren ist damit jedoch noch nicht zu rechnen...
 
Das stimmt Manitou, nicht unrealistisch, dass Verantwortliche auch mal hier reinschaun und sich Ideen und Gedanken bedienen. Warum auch nicht, das wäre ja auch eine Auszeichnung für das Gedankengut, was hier fabriziert wird. Es wird unabdingbar sein, dass sich da auch was tut, die Kleinwalser sehen das Problem natürlich außerhalb von ihrem Tal, weshalb Sie natürlich auch finanziell da nichts reinstecken werden/wollen. Im Artikel steht auch was vom Neubau der NH Bahn. Wie war das noch gleich vor 1/2 Jahren, eine Realisierung wurde aus Kostengründen abgelehnt und bei der Bilanz der Marktgemeinde Oberstdorf soll da die Perspektive in 5 Jahren besser sein?
 
Vielleicht sollten die Oberstdorfer als erstes mal dafür sorgen, dass die eigenen Gäste garkeine Autos mehr brauchen um zur Bahn zu kommen. Ein Ausbau der Busverbindungen, der vor allem auch dafür sorgt, dass die Busse nicht mit den PKWs im Stau stehen kann da viel bringen. Oder man leistet sich sogar was noch aufwendigeres, dafür aber auch atraktiveres.
 
Hallo, habe das Forum bislang nur passiv genutzt.
Aber jetzt wollte ich doch auch mal einen Hinweis geben, vielleicht liest es ja jemand von den Verantwortlichen.
Mir ist absolut unverständlich, warum im Skipass Oberstdorf/Kleinwalsertal die Busfahrt von Oberstdorf ins KWT nicht inklusive ist.
Als Gast in Oberstdorf und Skifahrer habe ich demnach zwei Möglichkeiten:
1. Ich fahre zur Fellhornbahn und dann mit Seilbahn und Ski ins KWT, wo im Skibus keiner mehr fragt, woher ich komme.
2. Ich benutze das Auto
Fazit: Bevor die Oberstdorfer ein Verkehrskonzept fordern, sollten sie erst mal selbst für eine attraktive Nutzung der Skibusse sorgen (das Gleiche gilt natürlich auch umgekehrt vom KWT).
 
@neuschnee

Die Bergbahnen übernehmen für Skifahrer die kostenlose Busfahrt von Oberstdorf zur Fellhornbahn und zahlen dem Busunternehmer dafür ne Pauschale pro Saison (dito O-dorf-Söllereck).
Die Buslinie Oberstdorf-Kleinwalsertal (Walserbus) ist eine vorwiegend vom KWT bereitgestellte Busroute. Gäste im Kwt können diese mit Ihrer Kurkarte kostenlos nutzen, nicht jedoch Gäste aus Oberstdorf. Für das Kwt ist die kostenlose Walserbusnutzung für Kwt-Gäste eine wesentliche Maßnahme zur Verkehrsentlastung.

Es hat in O-Dorf mehrfach umfangreiche Disskussionen gegeben, ob man den kostenlosen ÖPNV im Oberallgäu/Kwt in die Kurkarte integriert. Man hat dies jedoch mehrfach verwerfen müssen, weil die Busbetriebe eine zu hohe Pauschale haben wollen, die sich nicht refinanzieren lässt, ohne die Kurtaxe deutlich anzuheben.

Und ein ÖPNV über die Kurkarte schafft immer noch keine Lösung für Tagesgäste...

Das Schimpfen auf die Oberstorfer hinsichtlich der Busnutzung für Skifahrer wird der Sache folglich nicht gerecht. Wenn dann musst Du auf die Bergbahnen schimpfen, doch das würde denen auch nicht gerecht werden!. Die zahlen ja den kostenlosen Bus zur Fellhornbahn - und warum sollen die eine viel höhere Pauschlae ins Kwt zahlen, wenn der Skigebietseinstieg am Fellhorn möglich ist.
 
Danke Manitou für Deine Antwort.
Richtig überzeugen tut mich die Argumentation aber nicht.
Wie kann es sein, dass die Bergbahnen KWT einen hohen zweistelligen Betrag in das Ifen-Projekt investieren wollen, u.a. mit der Argumentation der besseren Verknüpfung der Skigebiete im KWT, und es nicht auf die Reihe bringen, mit den Busunternehmen eine vernünftige Lösung zu finden?
Ich habe selbst schon erlebt, wie auf der Fahrt von Oberstdorf ins KWT am Söllereck praktisch alle Skifahrer im Bus aussteigen (ab dann ja auch kostenpflichtig), der Bus dann fast leer nach Riezlern weiterfährt, und dort wieder Mengen von Skifahrern einsteigen, um z.B. zum Ifen zu gelangen.
Wenn man wirklich Oberstdorf/KWT als ein großes, konkurrenzfähiges Skigebiet entwickeln und vermarkten möchte, dann muss es doch einen Weg für einen Verkehrsverbund (wenigstens für Ski-Pass-Inhaber) geben!
Ein Grund, warum ich öfters nach Oberstdorf fahre, ist die gute Anbindung an das Schienennetz der DB. Umso ärgerlicher, wenn man dann feststellt, welche unnötigen Barrieren vor Ort für den nichtmotorisierten Gast bestehen.
Wie wäre es, wenn Oberstdorf / KWT sich mal ein Beispiel an ALPINE PEARLS nehmen würde? Nachhaltiger Tourismus, der den autofreien Urlaub fördert.
 
Das Du eine bessere Busanbindung forderst ist für mich verständlich. Vielleicht kommt das auch noch im Zuge des Ifen-Projektes.

Bislang ist das aber nicht zwingend notwendig gewesen... und deshalb wohl auch nicht vorhanden. Ich hab immer nur mitbekommen, dass die Verhandlungen mit dem ÖPNV sehr zäh gewesen sind. Ich weiss auch nicht, wie die dazugehörigen behördlichen Strukturen aussehen, doch wahrscheinlich erweisst sich auch die Landesgrenze hier als zusätzliche Hürde.
 
Viel schlimmer find ich, dass ich als Saisonkarten Inhaber nicht mal im KWT die Busse benutzen darf...in welchem Skigebiet darf man im Skiort um von einem zum anderen Lift zu kommen nicht den Bus benutzen?
Und ja ich wurde bereits 2 mal gefragt, ob ich eine gültige Buskarte habe...
 
manitou schrieb:
Das Du eine bessere Busanbindung forderst ist für mich verständlich. Vielleicht kommt das auch noch im Zuge des Ifen-Projektes.

Bislang ist das aber nicht zwingend notwendig gewesen... und deshalb wohl auch nicht vorhanden. Ich hab immer nur mitbekommen, dass die Verhandlungen mit dem ÖPNV sehr zäh gewesen sind. Ich weiss auch nicht, wie die dazugehörigen behördlichen Strukturen aussehen, doch wahrscheinlich erweisst sich auch die Landesgrenze hier als zusätzliche Hürde.

Sehe ich etwas anders. Gerade bisher wäre eine kostenlose Busnutzung wichtig, damit man von Oberstdorf auch zum Ifen fahren kann. Wenn mal alles mit Liften verbunden ist, dann ist das für Schifahrer nicht mehr so wichtig.

Im Übrigen zahlen die Walser einem auch nur den Bus in Österreich, ab der Grenze musste ich zumindest bei meinem letzten Sommerbesuch noch zahlen.
 
Das hat mit dem Ifen-Projekt und den Verkehrsproblemen eher nichts zu tun!

Das Söllereck wird von der Kur AG (ein Unternehmen der Gemeinde Oberstdorf) geführt und für dieses Unternehmen haben die einen neuen Vorstand gesucht (s.a. mein Beitrag in diesem Topic vom 12.1.2012), welcher nun in der Person von Herrn Moser gefunden ist...

Ich wünsche Herrn Moser gutes gelingen! Der Job ist in O-dorf nicht sonderlich beliebt, da der Vorstand kaum Handlungsspielraum hat. Die Gemeinde als Eigentümer hat kein Geld für weitere Investitionen am Söllereck, da man sich wegen einer Fehde beim Kauf des Haus Schönblick übernommen hat. Dieser beengte Handlungsspielraum ist auch Grund für den Rücktritt von Peter Müller gewesen. Er hat sogar kürzlich seinen Job als Vorstand der Gemeindewerke Oberstdorf AG (Strom, Wasser...) gekündigt.

Hinter den Kulissen ist da einiges los in O-dorf...
 
Ok dann war das ein Denkfehler meinerseits. Dachte es gibt einen Zusammenhant, da es ja "Kur- und Verkehrsbetriebe AG Oberstdorf" heißt. Entschuldigt den off-Topic einwurf!

Mark
 
Neuschnee schrieb:
... Mir ist absolut unverständlich, warum im Skipass Oberstdorf/Kleinwalsertal die Busfahrt von Oberstdorf ins KWT nicht inklusive ist. ...
Mitte der 90er Jahre war die Busfahrt ins KWT im Skipass enthalten. Dann gab es Unstimmigkeiten über die Finanzierung, daraufhin hat man das eingestellt.
 
So am 21.Oktober ist es soweit die Gemeindewahlbehörde hat den Termin zur Volksabstimmung über die Panoramabahn gestern festgelegt.
Die konkrete Frage bei der Volksabstimmung wird lauten: "Soll die Gemeinde Mittelberg alle rechtlichen und politischen Schritte setzen, die geplante Panoramabahn zu verhindern?"
 
In anderen Regionen Österreichs hat man wohl keine Probleme, Täler zu überspannen.
http://www.seilbahn.net/sn/index.php?i=1&j=1&news=4295

Ich habe im Netz spontan nichts gefunden, was auf Widerstände in der Bevölkerung oder Sorgen um das Landschaftsbild schließen lässt.
Sicherlich sind die Talräume auch nicht direkt zu vergleichen, obwohl eine Pendelbahn direkt über den Ort auch nicht gerade förderlich für die Privatsphäre der Bewohner ist. :biggrin:
 

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