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Neues in Saas-Fee/Saastal

talent schrieb:

Der Investor heißt Christian Mars, ist also derselbe, der in Grächen und Belalp im Gespräch ist bzw war.
Laut Medienbericht ein schlechtes Zeichen für den lang gehegten Wunsch, den Magic Pass beizutreten.

https://pomona.ch/story/492419/christian-mars-und-das-n%C3%A4chste-kapitel-im-saaser-bergbahndilemma
 
flughund schrieb:
Die 1000 Betten kommen möglicherweise schneller als wir denken, wenn man all die bewirtschafteten Wohnungen ansieht, die bald kommen sollen (wenn sie denn wirklich kommen): Summum ca. 200 Betten, Navigare ca. 300 Betten, le roc unbekannt aber wohl eher grössenordnung 500 Betten. Und dann gibt es ja noch unzählige kleinere Projekte mit bewirtschafteten Betten (Alphubel, Peak, Astoria, etc.).
Und tatsächlich: das Revier geht in wenigen Wochen auf. Navigare ist schon recht fortgeschritten und gestern war bei der Summum Lodge Spatenstich. Die Projekte waren also nicht nur warme Luft. Es tut sich was in Saas-Fee!
 
Leider überwiegend Projekte für luxuriöse Ferienwohnungen und nicht für Hotelzimmer zu einem angemessenen Preis. Saas-Fee braucht Betten für seine MagicPass-Kunden, nicht um eine neue bürgerliche Klientel nach Zermatter Art zu erfinden.
Eine der Ausnahmen ist das Projekt anstelle des Hotels Tenne.
 
Das ist ein wenig polemisch. Nur mit Jugi und Tenne-Gästen lässt sich eine Destination dieser Grösse nicht betreiben. Es braucht auch die „bürgerliche Klientel“, die Dich zu stören scheint. Nur mit eine guten Mix wirds klappen. Und ganz abgesehen davon: ich sitze selber auch lieber in eine schöne Bergbeiz mit Service (Gletschergrotte) als in eine anonyme Selbstbedienungskaserne (Morenia) und das kostet halt deutlich mehr. Dazu braucht es (auch) die „bürgerliche Klientel“, die solche teureren Angebote fördert. Bin aber auch Deiner Meinung: ein zweites Zermatt braucht‘s nicht. Aber der Betrieb eines 3-Stern-Klein-Hotels im Billigbereich ist leider wirtschaftlich fast nicht mehr möglich. Deshalb gehn die auch alle zu. Familien und Gäste mit begrenzterem Budget werden wohl mehr und mehr auf Wohnungen, von denen es genug gibt, zurückgreifen müssen. Oder es kommen noch mehr Angebote wie‘s Revier (ex Tenne). Aber wie gesagt: Mit der Billigstrategie sind die Bergbahnen vor wenigen Jahren um Haaresbreite dem Konkurs entgangen. Das ist slso auch nicht die Lösung.
 
Es sind nicht die Luxushotels oder die wohlhabenden Touristen, die mich stören. Was mich stört, ist, dass wir uns von einem Reiseziel mit fast 50 Hotels, darunter fast ausschließlich 2-3-Sterne-Hotels, zu einem Reiseziel entwickelt haben, in dem alle Standardhotels geschlossen wurden, um entweder Wohnanlagen oder Luxusresorts Platz zu machen. Saas-Fee kann zwar alle Arten von Gästen beherbergen. Aber die Kunden, die die Bergbahnen "gerettet" haben, sind der MagicPass (und die Skimannschäfte), und die MagicPass-/Skimannschäfte Kunden konsumieren eher 3-Sterne-Hotels als Luxuszimmer. Dies zeigt sich insbesondere am Preis des Abonnements.
Schaut ihr übrigens: Die Luxushotels in Saas-Fee laufen nicht gut (Sunstar geschlossen, The Capra steht oft kurz vor dem Bankrott,...). Nur der Walliserhof, ein historisches Hotel, funktioniert gut.
Und ich glaube nicht, dass ein 3-Sterne-Hotel nicht wirtschaftlich tragfähig ist, vor allem nicht in Saas-Fee. Es ist nur so, dass große Gruppen und Luxusprojekte es sich leisten können, die Grundstücke/Gebäude zu viel höheren Preisen zu kaufen.
Außerdem würde ich auch lieber in der Gletschergrotte oder im Felskinn essen als in Morenia. Aber die Kunden, die im Felskinn essen, das zwar etwas teurer ist als Morenia, aber auch nicht überteuert, wären nicht unbedingt die Kunden eines Luxusresorts.
Außerdem ist Saas-Fee nicht wirklich für den Luxustourismus gerüstet: zu wenig Gourmetrestaurants, zu wenig Luxusboutiquen (ich glaube übrigens, dass das Uhrengeschäft schließen wird) und ein zu altes und zu kleines Skigebiet. Ich selbst liebe Saas-Fee so, wie es jetzt ist. Aber das ist vielleicht nicht der Geschmack von jemandem, der 500.- für eine Nacht bezahlt.
Schau dir übrigens die Straßen in Zermatt an: viele Asiaten, Amerikaner und Menschen in teuren Kleidern.
In Saas-Fee: Snowboarder, Skiteam, Familien, Schweizer aus der Mittelschicht.
 
Ich denke auch, dass die Luxussektor von Zermatt bereits besetzt ist und dass gleich neben diesem Platzhirsch sehr schwierig zu bestehen ist. Mit dem Matterhorn besitzt Zermatt zudem ein unschlagbares USP, das ist es, was die wohlhabenden Reisenden aus den fernen Ländern sehen wollen. Wintersport ist denen hingegen piepegal. In Zermatt hat man das erkannt und baut die Infrastruktur entsprechend aus. Das mag aus skifahrerischer Sicht natürlich bedauerlich sein, wirtschaftlich macht es Sinn!

Was hat das mit Saas Fee zu tun? Nun, ich habe auch den Eindruck, dass man dort versucht, genau die gleiche Klientel anzulocken. Aber das wird imho nicht funktionieren! Dazu ist die Markenmacht und der Sog von Zermatt zu gross. Stattdessen sollte man wirklich mal eine Auslegeordnung machen: Was sind unsere Stärken, was unsere Schwächen, wie ist das Marktumfeld und dann eine Zielgruppe suchen, die dazu passt. Und ja, Asiatische Millionäre sind es nicht! Auch ich sehe die Zukunft in Saas Fee eher in gutbürgerlichen und/oder sportlich orientierten Gästen. Die sind nun mal eher preissensibel.

Es wurden die hohen Grundstück- und Immobilienpreise als Grund für das Verschwinden der * - *** Hotels genannt. Könnte es sein, dass Spekulanten am Werk sind, die nur am Hochtreiben der Preise interessiert sind, aber nicht am Ort und seiner Entwicklung selber?
 
Das sind keine Spekulanten. Haben ja fast alle schon gebaut!

Ich finde auch, dass man Zermatt nicht konkurrenzieren kann oder soll. Machen sie auch nicht. Navigare und Le Roc, also die beiden grössten Projekte, sollen im 4*- Bereich, nicht 5* sein. Das ist also eher „gehoben“ als „Luxus“.

Der Magic Pass war ein absoluter Glücksfall. Alleine darauf setzen sollte Saas-Fee allerdings m.E. nicht. Schau dir mal die Skigebiete im Magic Pass an: 13 im Jura und circa 30 im tief gelegenen voralpinen Gelände. Wie viele von denen es in zehn Jahren noch geben wird, steht in den Sternen und folglich ist auch die Zukunft des Magicpasses in der jetzigen Form keine Bank. Saas-Fee tut deshalb gut daran, die Zukunft nicht daran fest zu machen, das höchstgelegene Skigebiet in einem Verbund zu sein, sondern sollte daran arbeiten, das Saastal auch auf stand-alone-Basis für sich alleine genügend attraktiv zu machen.

Und ich bin völlig bei dir: es ist gerade der Charme von Saas- Fee, dass es nicht Zermatt ist. Es bringt aber nichts, der „Guten alten Zeit“ nachzutrauern und in Schönheit zu sterben und es ist halt leider eine Tatsache, dass all die vielen von dir erwähnten 2-3 Sterne Hotels keine Nachfolger gefunden haben und deshalb geschlossen haben. Und es ist auch richtig, dass sich tendenziell nur Ketten und Grossinvestoren die Preise noch leisten können, was klar eine Entwicklung in Richtung gehobener Tourismus bedeutet. Aber das ist eine allgemeine Entwicklung des Skisports, die Saas-Fee nicht aufhalten kann (Es muss ja nicht gleich so drastisch sein, wie Gurtner das in Aussicht gestellt hat, aber die Grund-Richtung, wohin es geht, ist klar). Im 10 vor 10 hat der Tourismus-Fritz von der HSG es ganz einfach formuliert: wegen der Klimaerwärmung wird es immer weniger Skigebiete geben. Ein kleineres Angebot bei grundsätzlich gleich bleibender Nachfrage führt zu höheren Preisen. Was Saas Fee hingegen tun kann und tun sollte, ist innerhalb dieser Entwicklung nicht Vollgas Richtung Luxus zu fahren, Aber ich habe den Eindruck, dass der Gemeinderat hier durchaus weiss, was er macht.

Und ja, der USP von Saas-Fee ist die wilde Natur, das Spektakuläre. Das haben die aber dirchaus erkannt. Wird ja auch als „Abenteuerdestination“ vermarktet. Was noch mehr kommen muss, ist die Ganzjahres-Bewirtschaftung (sie z.B. Laax) und dafür wäre es schön, wenn das ganze Tal zusammenspannen würde. Wäre sehr schade, wenn Hohsaas nun tatsächlich an Mars ginge. Wird der Destinationsentwockling nicht förderlich sein.
 
Spekulieren kann man auch mit schon stehenden Gebäuden. Es gibt auch Investoren, die nur aufs Grundstück scharf sind. Wenn darauf noch ein Hotel steht - ja nun, dann kauft man das halt mit. Ist ja nicht in Stein gemeisselt, dass das auf immer dort stehen muss!
 
Nein, das ist eher ausgeschlossen. Navigare hat das Land gekauft und hat mit den Bauarbeiten auf allen 5 Baustellen begonnen. Ein Spekulant bemüht sich sicher nicht jahrelang um eine Baubewilligung und gibt dann viel Geld für Bauarbeiten aus, wenn er nur auf den Grundstückgewinn aus ist. Das können wir wohl ausschliessen.

Summum hat diese Woche den Spatenstich vollzogen, kann also wohl auch ausgeschlossen werden.

Von Constantin haben wir gar nichts mehr gehört. Hat vor einem Jahr das Baugesuch eingereicht und seither ist es ruhig. Hier wissen wir also in der Tat noch nichts. Ich hoffe aber das herade dieses Projekt kommt, denn er hat in seinem Projekt auch Unterkünfte für Angestellte vorgesehen, was enorm wichtig wäre.
 
Stellt sich die Frage, von wem Navigare gekauft hat. Direkt von der Hotelierfamilie, oder war da doch noch jemand dazwischen?
 
Christian Mars steht mit einem fetten Check parat. Er will im grossen Stil bei den Bergbahnen Hohsaas in Saas-Grund VS einsteigen. Sein Geld wäre willkommen, es stehen teure Investitionen an. Im Wallis ist der Franzose kein Unbekannter.
m Skigebiet von Saas-Grund stehen wichtige Investitionen an, die die Bahnen allein nicht stemmen können. So muss ein Bügellift erneuert werden. Auch die Pistenfahrzeuge sind in die Jahre gekommen. 5,5 Millionen Franken sind für die beiden Posten nötig. Langfristig will Mars 10 bis 20 Millionen Franken in Saas-Grund investieren. Und damit nicht nur die Lifte, sondern auch die beiden Restaurants modernisieren.
Kommt die Übernahme durch, hat Mars mit 50,33 Prozent eine knappe Mehrheit am Skigebiet. Und die Bahnen könnten die Lifte von der Einwohnergemeinde zurückkaufen.
Quelle: Französischer Investor will Walliser Skigebiet übernehmen
 
GMD schrieb:
Spekulieren kann man auch mit schon stehenden Gebäuden. Es gibt auch Investoren, die nur aufs Grundstück scharf sind. Wenn darauf noch ein Hotel steht - ja nun, dann kauft man das halt mit. Ist ja nicht in Stein gemeisselt, dass das auf immer dort stehen muss!
flughund schrieb:
Nein, das ist eher ausgeschlossen.
Bei der Tenne wurde es aber doch genau so gemacht. Es sei denn, dies gilt nicht als Abriss, weil der Keller stehen blieb...
 
flughund schrieb:
Und ja, der USP von Saas-Fee ist die wilde Natur, das Spektakuläre. Das haben die aber dirchaus erkannt. Wird ja auch als „Abenteuerdestination“ vermarktet. Was noch mehr kommen muss, ist die Ganzjahres-Bewirtschaftung (sie z.B. Laax) und dafür wäre es schön, wenn das ganze Tal zusammenspannen würde. Wäre sehr schade, wenn Hohsaas nun tatsächlich an Mars ginge. Wird der Destinationsentwockling nicht förderlich sein.
Eine Ganzjahresbewirtschaftung wäre ja schön, genauso wie eine Verlängerung der Wintersaison in den Mai hinein. Ich glaube aber nicht, dass es dazu kommen wird. Dafür lieben die Saaser doch viel zu sehr ihre ruhige Zwischensaison...
 
Vielleicht verstehen wir etwas anderes unter „Spekulant“. Ein Spekulant ist für mich jemand, der ein Grundstück bloss wegen der Aussicht auf den Grundstücksgewinn kauft und wieder verkauft aber gerade keine operativen Absichten hat und durch dieses Verhslten die Preise in die Höhe treibt. Die Reviergruppe hat geradezu bewiesen, dass sie nicht zu dieser Kategorie gehört, indem sie ein neues Hotel hingestellt hat und betreiben wird (Auf das ich mich sehr freue, v.a. auf Bar/Restaurant). Auch Navigare gehört offensichtlich nicht in diese Kategorie.

Ganzjahrestourismus wird m.E. immer wichtiger werden. Klar ist Saas-Fee noch nicht so exponiert wie z.B. Gstaad/Saanenland, aber trotzdem wird man auch hier mittelfristig die Auslastung auch im Sommer/Herbst hochschrauben müssen.
 
talent schrieb:
talent schrieb:

Der Investor heißt Christian Mars, ist also derselbe, der in Grächen und Belalp im Gespräch ist bzw war.
Laut Medienbericht ein schlechtes Zeichen für den lang gehegten Wunsch, den Magic Pass beizutreten.

https://pomona.ch/story/492419/christian-mars-und-das-n%C3%A4chste-kapitel-im-saaser-bergbahndilemma

Aus dem Mitteilungsblatt der Gemeinde Saas-Grund vom 8.November:

Abstimmung vom 24. November 2024 Bergbahnen / Burgergemeinde
Am 24. November 2024 stimmen die Burgerinnen und Burger der Burgergemeinde und die Einwohnerinnen und Einwohner der Einwohnergemeinde Saas-Grund (2 Abstimmungen) über das Angebot von der Companie de Montagne Suisse
SA (Herr Mars) ab. Falls die Abstimmungen angenommen werden, zahlt die Companie de Montagne Swisse SA:
▪ CHF 3.4 Millionen für die Bergrestaurants an die Gemeinde
(mit Rückkaufsrecht während der ersten 5 Jahren und danach Vorkaufsrecht)
▪ CHF 3.6 Millionen für die AK Erhöhung an die Bergbahnen Hohsaas AG
(mit Rückkaufsrecht während der ersten 5 Jahre und danach Vorkaufsrecht)
CHF 7.0 Millionen insgesamt
Die ersten Investitionen sind in die Sanierung und den Ausbau der Bergrestaurants Kreuzboden und Hohsaas geplant.
Weitere Investitionen sind in die Modernisierung der Bahn vorgesehen.

(Quelle: https://www.3910.ch/mitteilungsblatt.html)

Wäre interessant zu wissen, welche Modernisierungsmassnahmen bei den Bahnen geplant sind
 
Laut Walliser Bote seien die Chancen aber eher klein, dass das angenommen wird. Wäre für die Vermarktung der Gesamt-Destination „Saastal“ auch eine extrem schlechte Entwicklung. Wäre quasi die Garantie, dass Saas-Grund und Saas-Fee getrennt bleiben. Hoffen wir, dass es scheitert und dass das Saastal sich dann endlich am Riemen reisst.
 
Ja in der Tat, es ist momentan eine Situation im Saastal, die für den Gast sehr ärgerlich ist. Im Speziellen der Fakt, dass der Magic Pass nicht auf Kreuzboden/Hohsaas gilt. Die Trennung würde durch den neuen Investor noch verstärkt werden. Ich hoffe daher auch, dass sich in Saas-Grund die Erkenntnis durchsetzt, dass es nur GEMEINSAM geht.
 
Im Speziellen der Fakt, dass der Magic Pass nicht auf Kreuzboden/Hohsaas gilt. Die Trennung würde durch den neuen Investor noch verstärkt werden. Ich hoffe daher auch, dass sich in Saas-Grund die Erkenntnis durchsetzt, dass es nur GEMEINSAM geht.

Und was tun wenn der GROSSE bei einer solchen Kooperation oder Übernahme nicht mitmacht? Vielleicht ist man sogar noch froh, wenn der kleine Konkurrent aufgeben muss, damit man die eigenen Anlagen noch besser auslasten kann?
Zur Erinnerung. Saas Grund hat sich schon mehrfach für die Aufnahme beim MagicPass beworben, jedoch Saas Fee hat immer das Veto eingelegt.
 
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