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Neues in Savognin

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Schleitheim schrieb:
Offenbar wird die Beschneiung von Radons etwas konkreter. Der Botschaft zur Gemeindeversammlung der Gemeinde Surses vom 26.08.2019 ist folgendes zu entnehmen:
Am 7. Februar 1969 haben die zwei ehemaligen Gemeinden Riom und Savognin der Stadt Zürich das Recht erteilt, die Wasserkraft der «Ava da Nandro» von ca. Kote 1796 m ü. M. bis ca. Kote 1161 m ü. M. (Einmündung in die Julia) zu nutzen. Die Ausnutzung der Wasserkraft erfolgt gemäss bereinigter Wasserrechtsverleihung zum Zwecke der Erzeugung elektrischer Energie im Juliawerk Marmorera und nachher in der Zentrale des Juliawerkes Tiefencastel Ost.
Nun plant die Savognin Bergbahnen AG neu auch das Skigebiet in Radons technisch zu beschneien. Aus diesem Grund hat die Gesellschaft das ewz um Lieferung von 150’000 m3 Wasser pro Jahr ab der Wasserfassung Nandro ersucht. Die Stadt Zürich steht dem Gesuch wohlgesinnt gegenüber, vorbehalten bleibt jedoch die Einwilligung der Gemeinde Surses. Damit das ewz Wasser zu Beschneiungszwecken an Dritte abgeben kann, bedarf es einer Anpassung der gültigen Wasserrechtsverleihung der Gemeinde Surses (ehemals Gemeinden Riom und Savognin).
Quelle: https://www.surses.ch/uploads/files...a-radunanza-communala-digls-26.08.2019_de.pdf

Die Gemeindeversammlung der Gemeinde Surses hat am 26.8.2019 dem Nachtrag zur bereinigten Wasserrechtsverleihung einstimmig zugestimmt und damit dem ewz erlaubt, eine Wassermenge in untergeordnetem Mass an Dritte abgeben zu dürfen. Somit ist die rechtliche Grundlage geschaffen, damit die Savognin Bergbahnen AG vom ewz Wasser beziehen können für die technische Beschneiung im Gebiet Radons. Der definitive Entscheid zu diesem Sachgeschäft liegt bei der Urnengemeinde Surses.

"Änderung der Wasserrechtsverleihung zwischen Gemeinde und ewz Einstimig hat die Gemeindeversammlung dem Nachtrag zur bereinigten Wasserrechts-verleihung vom 7. Februar 1969 zwischen der Gemeinde und dem ewz für die Nutzung der Wasserkraft der “Ava da Nandro” genehmigt. Mit diesem Nachtrag wird dem ewz erlaubt, eine Wassermenge in untergeordnetem Mass an Dritte abzugeben. Somit ist die rechtliche Grundlage geschaffen, damit die Savognin Bergbahnen AG vom ewz Wasser beziehen können für die technische Beschneiung im Gebiet Radons. Der definitive Entscheid zu diesem Sachgeschäft obliegt der Urnengemeinde Surses."

Quelle: https://www.surses.ch/uploads/files/2019-08-26-medienmitteilung-der-gemeinde-surses-nr.-06-2019-betr.-gemeindeversammlung-vom-26.08.2019-de.pdf
 
Bin am Sonntag an Savognin vorbeigefahren und habe ein Foto aus größerer Entfernung aufgenommen:
xouVTUV.jpg

Seil ist fast komplett drauf. Was auffällt ist die extrem niedrige zweite Stütze... wohl um eine Stromleitung zu unterqueren.
 
Schmuck schaut sie aus, die neue Talstation - gefällt mir ganz gut. Ein neues Skidepot mit Depotschränken wird es ja im Wasescha-Sport Mietcenter gleich bei der Talstation der neuen 10-er-Gondelbahn geben, die Schränke können für einzelne Tage oder ein ganzes Jahr gemietet werden.

Die Infrastruktur-Projekte im Tal kommen auch schrittweise voran: Für das Ferienresort "Viols" läuft das Baueingabe-Verfahren, ebenso wie für das Mövenpick-Hotel. Beim Hotel Grava soll es auch demnächst weitere Infos geben (Abarbeitung Baueinsprache).

Das Hotel-Restaurant Arlos hat Ende September 2019 den Betrieb wieder eröffnet, auch die Hotelzimmer können ab Dezember 2019 gebucht werden (www.arlos-savognin.com). Das Restaurant ist sanft renoviert, ich war bereits einmal dort zu Gast....hat mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen, ein Besuch kann ich daher durchaus empfehlen.
 
Das Hotelprojekt der Familie Uffer hat in diesen Tagen eine weitere Hürde überwunden und nähert sich Schritt für Schritt der Realisierung. Die Baubewilligung für das neue Hotel mit rund 200 Betten im Raum "Grava" in der touristischen Kernzone von Savognin liegt in rechtskräftiger Form vor. Baubeginn ist im Frühjahr 2020, eröffnet wird die neue Ferienanlage auf die Sommersaison 2021 hin.

Das neue Hotel wird schlüsselfertig in ausgestattetem Zustand von der einheimischen Uffer AG mit der Familie Uffer an der Spitze als Totalunternehmerin entwickelt, geplant und realisiert. Der Baustoff Holz wird dabei eine zentrale Rolle übernehmen, soviel wie möglich werden Fichten- und Lärchenstämme aus dem gemeindeeigenen Wald und Naturpark verbaut, geheizt wird später mit Holzabfall aus der regionalen Forst- und Holzindustrie. Erstellt wird das Hotel von der Uffer AG im Modulsystem Quadrin, die Investitionskosten für das Hotel betragen rund 19 Millionen Schweizer Franken.

Die Familie Uffer hat auch über den Investor und den Betreiber informiert. Als Investorin steht die ITW Ingenieurunternehmung AG aus dem liechtensteinischen Balzers fest, die in jüngster Zeit in St.Margrethen/SG das Mineralheilbad wiedereröffnet hat und dieses mit einem Hotel ergänzen wird. Auch in St. Moritz arbeiten sie gemeinsam mit der Klinik Gut an einem Projekt mit Gesundheitshotel.

Für den Betrieb des Hotels konnte die österreichische Jufa-Gruppe gewonnen werden, die in Savognin den Einstieg in den Schweizer Markt realisieren wird. Die Jufa ist einer der Marktführer in Europa für Familien- und Gruppen-Tourismus und betreibt derzeit über 60 Hotels, eines auch in Malbun/FL. Für das Jufa-Hotel Grava in Savognin hat die Jufa einen Mietvertrag über 25 Jahre abgeschlossen. Das ist für den Tourismus in Savognin zweifellos ein starkes Signal!

Quellen:
www.uffer.swiss (mit Medienmitteilung und zahlreichen Visualisierungen des neuen Hotels)
https://savognin.graubuenden.ch/de/news-tipps/2019/11/gruenes-licht-fuer-quadrin-hotelprojekt-savognin
 
Der Spatenstich für das Jufa-Hotel Grava in Savognin ist bereits erfolgt, bereits im Winter beginnen die Erdarbeiten auf dem Areal.

Allenfalls steht die Wiedereröffnung des aktuell geschlossenen Hotel Cube bevor - es wird Personal gesucht für die soeben angelaufene
Wintersaison 2019/20. Bin gespannt, ob hier demnächst mehr Informationen erfolgen zu einer allfälligen Wiedereröffnung des grössten Hotels in Savognin.
 
Interessant interessant

Wenn die jetzt tatsächlich den Betrieb wieder aufnehmen, hat man in ein paar Jahren schon fast ein Überangebot, ausser Savognin wird in den nächsten Jahren einen neuen Boom erleben.
 
Baumi99 schrieb:
Allenfalls steht die Wiedereröffnung des aktuell geschlossenen Hotel Cube bevor - es wird Personal gesucht für die soeben angelaufene
Wintersaison 2019/20. Bin gespannt, ob hier demnächst mehr Informationen erfolgen zu einer allfälligen Wiedereröffnung des grössten Hotels in Savognin.

Das tönt ja wirklich interessant... wo hast du das mit der Personalsuche gelesen?
 
ronyspin schrieb:
Baumi99 schrieb:
Allenfalls steht die Wiedereröffnung des aktuell geschlossenen Hotel Cube bevor - es wird Personal gesucht für die soeben angelaufene
Wintersaison 2019/20. Bin gespannt, ob hier demnächst mehr Informationen erfolgen zu einer allfälligen Wiedereröffnung des grössten Hotels in Savognin.

Das tönt ja wirklich interessant... wo hast du das mit der Personalsuche gelesen?

Meine Quelle für die Personalsuche vom Hotel Cube ist von hier:
https://hoteljob-schweiz.de/jobs_alle-stellenangebote,38,,Savognin,21.html

Ansonsten habe ich in der Webcam gesehen, dass das Cube offensichtlich beheizt wird und auch Licht drin ist am Abend.
Also, es scheint sich schon was zu tun....auf der Webseite vom Cube ist noch nichts ersichtlich, ebenso habe ich noch nichts gelesen in Online-Medien.
Bin aber die nächsten Tage mal in Savognin auf der Skipiste, vielleicht erfahre ich vor Ort mehr ;-)
Es bleibt auf alle Fälle mal spannend, gut für den schönen Ort wäre es, keine Frage.
 
Sehr gut, jetzt ist das leidige Thema Zubringer endlich erledigt. Hoffentlich schafft man die Wende, und hat damit zukünftig die Möglichkeit Investitionen zu tätigen die einen wirklichen Mehrwert für die Destination bedeuten.
 
Baumi99 schrieb:
ronyspin schrieb:
Baumi99 schrieb:
Allenfalls steht die Wiedereröffnung des aktuell geschlossenen Hotel Cube bevor - es wird Personal gesucht für die soeben angelaufene
Wintersaison 2019/20. Bin gespannt, ob hier demnächst mehr Informationen erfolgen zu einer allfälligen Wiedereröffnung des grössten Hotels in Savognin.

Das tönt ja wirklich interessant... wo hast du das mit der Personalsuche gelesen?

Meine Quelle für die Personalsuche vom Hotel Cube ist von hier:
https://hoteljob-schweiz.de/jobs_alle-stellenangebote,38,,Savognin,21.html

Ansonsten habe ich in der Webcam gesehen, dass das Cube offensichtlich beheizt wird und auch Licht drin ist am Abend.
Also, es scheint sich schon was zu tun....auf der Webseite vom Cube ist noch nichts ersichtlich, ebenso habe ich noch nichts gelesen in Online-Medien.
Bin aber die nächsten Tage mal in Savognin auf der Skipiste, vielleicht erfahre ich vor Ort mehr ;-)
Es bleibt auf alle Fälle mal spannend, gut für den schönen Ort wäre es, keine Frage.
Der Blick weiss das auch schon:
https://www.blick.ch/news/wirtschaft/geisterhotel-cube-in-savognin-gr-trotz-schulden-suchen-besitzer-wieder-mitarbeiter-id15680541.html
 
Aha, der Blick hat auch noch abgeschrieben.... :-(
Die könnten ja jetzt auch mal etwas recherchieren statt nur abschreiben, hier gäbe es Potential für fundierte Journalisten-Arbeit!

Also das Sportgeschäft "Cube Active" direkt vor dem Hotel Cube hat gestern 26.12.2019 wieder eröffnet. Beschriftet ist es wieder mit Cube Active gewesen,
die Kartons auf den Paletten aus den Waren-Anlieferungen ums Haus rum waren adressiert an die S1 Hotelerrichtungs AG - also auf die gleiche Firma wie zuvor. Dann
könnte es tatsächlich darauf hindeuten, dass an einer baldigen Wiedereröffnung gearbeitet wird - und wenn dann die Rahmenbedingungen für Hr. Tucek auch wieder stimmen,
dürfte er bestimmt auch Einigungen finden für die offensichtlich noch offenen Gelder....dass das Hotel Cube nicht wirtschaftlich betrieben wurde zuvor, war ja nicht
bekannt - es war nur die Rede von Rahmenbedingungen, die nicht mehr stimmen würden. An diesen Rahmenbedingungen bzw. Meinungsdifferenzen oder was genau
dies auch ist, kann ja auch gearbeitet werden. Eine Wiedereröffnung in nächster Zeit wäre bestimmt positiv und würde die aktuell positiven Impulse in der Ferienregion weiter stützen.
 
Fundierte Journalisten-Arbeit und der Blick, jetzt verlangst du aber etwas gar viel. :twisted:

@Tiob die Gondel bringt der Destination definitiv einen Mehrwert. Nämlich allen Schlittlern, Fussgängern und Bikern.
Man hat ja jetzt das Recht Wasser aus dem Nandrobach zu beziehen. Somit wird die Beschneiung in Radons auch nur noch eine Frage der Zeit sein.
 
Der Neubau vom "Jufa-Hotel-Grava" in Savognin ist planmässig schon während der in diesen Tagen wegen des Corona-Virus jäh vorzeitig abgebrochenen Wintersaison gestartet. Die attraktive neue Ferienanlage unweit der im kürzlich beendeten Winter neu eröffneten Talstation der 10-er-Gondelban Savognin-Tigignas soll pünktlich auf die Sommersaison 2021 eröffnet werden.

Hier ist der Link zur eingerichteten Bau-Webcam der lokalen Firma Uffer AG, die den Hotel-Neubau als Total-Unternehmerin schlüsselfertig und in ausgestattetem Zustand entwickelt, geplant und auch erstellen wird:

https://uffer.roundshot.com/panorama/
 
Hoffen wir, dass in den nächsten 5 bis 10 Jahren auch die langersehnte KSB oder EUB in Radons auf den Piz Cartas gebaut wird.

Sollte sie nicht in den nächsten 10 Jahren gebaut werden, befürchte ich, dass nie eine kuppelbare Bahn in Rados stehen wird.
Wie komme ich auf diese Befürchtung?

Die Betriebsdauer der ehemaligen KSBs in Savognin war wie flolgt:

3-KSB Somtgant: 28 Jahre (1984 - 2012)
4-KSB Tiginas: 32 Jahre (1987 - 2019)

Die KSB auf den Martegnas wurde 1998 gebaut und hat momentan eine Konzession bis 2042.
Genau wie die 3-KSB Somtgant und die 4-KSB Tiginas gehört auch die 6-KSB Martegnas zu den ersten Bahnen ihrer Art.
Eine Betriebsdauer von über 40 Jahren wäre deswegen eher ungewöhnlich.
Ich nehme an, dass die Sesselbahn auf den Martegnas spätestens 2038 ersetzt wird. Ebenfalls wurde die KSB Tiginas nicht bis zu ihren Konzessionsende im Jahr 2024 betrieben, sondern 5 Jahre früher ersetzt. Ein verfrühter Ersatz macht dann Sinn, wenn man weiss, dass die Bahn in absehbarer Zeit sowieso erstzt werden muss und gegen Ende hin nochmals Investition in die alte Bahn anfallen würden. Dies war auch der Fall bei der KSB Tiginas.

Zwischen dem Bau der Sesselbahn Martegnas und der EUB Somtgant sind 14 Jahre vergangen. Sollte man wieder solange Warten, würde die nächste Bahn in Savognin erst Mitte der 2030er Jahre gebaut werden - dies wäre dann altersbedingt vermutlich ein Ersatz für die Sesselbahn Martegnas. Dann wären auf der Hauptachse Savognin - Piz Martegnas bereits 2 Generation kuppelbarer Bahnen errichtet worden und es stellt sich hernaus, dass Savognin nicht die finanzielle Kraft hat, noch eine weitere kuppelbare Achse zu unterhalten.

Auch zwischen dem Bau der KSB Somtgant und Martegnas sind 11 Jahre vergangen - zwischen dem Bau der beiden EUB Sektionen 7 Jahre.

Somit komme ich zu der bereits zu Beginn erwähnten These, dass der Bau einer kuppelbaren Bahn inklusive Beschneinung in Rados in 5 bis 10 Jahren erfolgen müsste.

Weshalb braucht es denn meiner Meinung nach unbedingt eine Kuppelbare Bahn in Radons?
Die heutigen 2 Sektionen Doppelskilift sind nun 51 Jahre alt und vor allem bezüglich Konfort nicht mehr Zeitgemäss.
Mir ist kein anderes Gebiet bekannt, welches ebenfalls noch 2 Sktionen Doppelbügelskilifte aufweist, die auf über 3 km Länge 800 Höhenmeter überwinden.
Im Allgemeinen sind Doppelbügelskilift immer seltener geworden (ausser auf Gletscher natürlich, wo KSBs nur mit grossen Aufwand - wenn überhaupt - möglich sind).
In der Schweiz wären dies noch folgende Gebiete (Übungs- ungd Gletscherlifte ausgenommen):

Grosse bis mittelgrosse Gebiete:
Scuol, Rinnerhorn, Sörenberg, Elsigenalp, Wiriehore
Kleine Gebiete:
Rosswald, Marbachegg, Tschappina, Engstligenalp

Wobei auch bei den verbleibenden Anlagen teilweise ein Ersatz bald stattfinden wird, so zum Beispiel in Scuol.

Zur Vollständigkeit erwähne ich auch noch die Gebiete mit Doppeltellerlift in der Schweiz:
4 Vallées, Portes du Soleil, Villars, Les Moses

Man sieht, dass Bügellifte ihre Funktion als Hauptbeschäftigungsanlagen immer mehr verlieren. Damit will ich auf keinen Fall sagen, dass Bügelskilifte in Zukunft nicht mehr existieren werden. Sie werden nach wie vor häufig in Skigebieten anzutreffen sein.

Savognin sollte hier die Entwicklung nicht verschlafen und in Radons investieren. Das Gebiet hat ja nur zu genüge Bewiesen, dass es innovativ sein kann - man denke nur an die erste Grosskunstschneeanlage Europas. Sowohl bei den 3er, 4er und 6er KSBs als auch bei der 10er EUB zählte es zu den Pionieren in der Schweiz.
 
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