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Neues in Savognin

  • Ersteller Ersteller Anonymous
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Was läuft in Savognin? In den letzten Jahren hatten die Gäste wohl nicht zu Unrecht das Gefühl, dass nach einem wichtigen Schritt vorwärts wieder zwei oder sogar drei Schritte zurück gemacht worden sind.

Das Danilo Hotel ist geschlossen und wird künftig wohl kein Hotelbetrieb mehr werden nach geplantem Neubau auf dem Areal. Meiner Meinung nach ein grosser Verlust.
Jetzt gibt es aber wieder Anzeichen für Verbesserungen. Nachdem sich die Jufa-Hotels im Frühling 2025 per Ende Sommersaison im Oktober aus dem Schweizer Markt zurückgezogen haben, hat das Aves-Hotel den Standort Savognin übernommen und betreibt ihn seit Dezember. Das Tgesa Romana im Zentrum von Savognin ist im Sommer 2025 komplett renoviert worden und seit Dezember wieder eröffnet mit Ferienwohnungen und Gastronomie. In diesem Frühling ist auch Bewegung in die schier endlose Cube-Geschichte gekommen: die Stimmbevölkerung der Gemeinde Surses hat an der Gemeindeversammlung anfang März und an der Urnenabstimmung am letzten Wochenende klar JA gesagt, dass die Gemeinde Surses das ehemalige Cube-Hotel mit Nebengebäude kaufen kann. Die Gemeinde wird das ehemalige Hotel Cube sanieren und für die Wiedereröffnung als Jugendherberge bereitmachen. Die Eröffnung durch die Schweizer Jugendherbergen soll im Dezember 2026 sein. Das Nebengebäude wird vermietet als Gewerbefläche und Personal-Wohnungen.

Ebenfalls im Frühling 2026 soll Baubeginn sein für die stark verzögerten Ferienwohnungen Viols. Ein Schweizer Investor wird die 80 Ferienwohnungen mit Gastronomie, Wellness und Bad oberhalb vom Badesee erstellen. Die bestehenden direkt angrenzenden rund 70 Wohnungen Surses Alpin hat der Investor ebenfalls übernommen.
Wie wichtig eine Beschneiung und Erneuerung der Bahnanlagen in Radons wären, hat man in diesem lange schneearmen Winter wieder eindrücklich gesehen. Offensichtlich laufen aber auch in dieser Beziehung wieder viele Gespräche, um vorwärts zu kommen.
Ich denke, die Savognin Bergbahnen sind gefordert, zusammen mit der Gemeinde Surses Lösungen erarbeiten zu können.
 
Und ganz hinten in Radons laufen die uralten Doppelschlepper weiter? Gibt es für diese alten Städelis überhaupt noch Ersatzteile? Eher kurz als langfristig stellt sich da die Frage nach einem Ersatz. Aber bitte, bitte, nicht dem gegenwärtigen Trend zur EUB folgen; KSB sind dort goldrichtig!

Langfristig sollte man sich auch Gedanken über einen zweiten Zubringer machen. Für ein mittelgrosses Skigebiet wäre alleine schon von der Kapazität her sowas wünschbar. Von der Redundanz her erübrigt sich m. E. die Diskussion. Streikt die 10EUB, ist das ganze Gebiet unerreichbar!
 
GMD schrieb:
Gibt es für diese alten Städelis überhaupt noch Ersatzteile?

Da steckt hauptsächlich Garaventa-Technik drin bzw. ist je eine Anlage ohnehin komplett von Garaventa gebaut. Da gibt's Massenweise Teile für, abgesehen davon dass die "Panzertechnik" auch in 30 Jahren noch problemlos laufen würde...

Viele Grüße
 
GMD schrieb:
Langfristig sollte man sich auch Gedanken über einen zweiten Zubringer machen. Für ein mittelgrosses Skigebiet wäre alleine schon von der Kapazität her sowas wünschbar. Von der Redundanz her erübrigt sich m. E. die Diskussion. Streikt die 10EUB, ist das ganze Gebiet unerreichbar!

Früher gab es ja neben dem Lift nach Tigignas als Hauptzubringer eine Seilbahn bis Radons. Aber heute? Solange die 10er EUB läuft, wer soll denn mit einem zweiten Zubringer fahren? Und eine Piste würde sie auch nicht erschließen, eine mit Schnee schon gar nicht.

Redundanz braucht es dort nicht.Tigignas und sogar Radons sind bereits jetzt im Winter mit dem Bus erreichbar. Das ist zwar regulär kein großer Autobus, aber die Strecke nach Tigignas sollte auch für einen normalen Bus machbar sein. Kunstschnee gibt es auf der Straße ja nicht.
 
Die Strasse ist vielleicht nicht so ein Problem, aber das Wenden in Radons vielleicht schon.
 
GMD schrieb:
Die Strasse ist vielleicht nicht so ein Problem, aber das Wenden in Radons vielleicht schon.

Man würde ja auch die Skifahrer nur bis Tigignas zur Bahn nach Somtgant bringen, alles andere wäre ja Quatsch. Und beide Bahnen würden ja kaum gleichzeitig ausfallen, die sind ja unabhängig voneinander. Und wenn doch, dann kann man das Gebiet irgendwann auch einfach dichtmachen.
 
Ich wohne in Savognin und war diesen Winter 19 mal im Gebiet. Jeden Winter fällt mir mehr auf, wie sich das Gebiet verschlechtert. Die Bergbahnen geben sich meiner Meinung nach viel zu wenig Mühe und machen nicht alles, was möglich wäre.

Zum Beispiel:
- Die Rennstrecke unterhalb von Somtgant war diesen Winter keinen einzigen Tag ausgesteckt oder präpariert, obwohl es Schneekanonen in der Nähe hätte und die Schneelage seit Mitte Februar sowieso genügend gut gewesen wäre.

- Die einzige schwarze Piste im Gebiet (Crest' Ota) war trotz ausreichender Schneelage den ganzen Winter über geschlossen.

- Der Snowpark ist seit ein paar Jahren faktisch inexistent. Auf Somtgant war das ein attraktiver, gut besuchter Snowpark mit dem einzigen Nachteil, dass man jeweils bis nach Tigignas für eine Wiederholung fahren musste. Aus diesem Grund wurde er in den Tigignas Park verlegt, weil es dort ein Kinderlift für Wiederholungen gibt. Nir sind die Schanzen viel kleiner und es wird auch viel weniger benutzt, weil es abgelegen ist und man extra mit dem Kinderlift hochfahren muss. .an hätte den Lift im Tigignas Park einfach aif Somtgant verlegen sollen. Im Tigignas Park fuhr seit der Schliessung des Cubes eh niemand mehr.

- Die Skilifte in Radons und Laritg fahren immer langsamer. Es fällt wirklich auf und es ist somit viel anstrengender als früher und erst recht nicht mehr zeitgemäss. Die Lifte sind jetzt eindach uralt.

- Letzten März wurde plötzlich nur noch alle 2 Tage präpariert. Es gab wohl viele Reklamationen, dieses Jahr wurde zum Glück wieder täglich präpariert.

- Early Bird findet seit diesem Winter nur bis Anfangs März statt. Früher war das bis zum Saisonende.

- Die Lichttafel in Tigignas mit den offenen Bahnen und Pisten war den ganzen letzten Winter kaputt und auch dieses Jahr funktioniert es nur so halb.

Meiner Meinung nach sollte jetzt wirklich dringend investiert werden. Diese Investitionen finde ich am dringendsten:
- Ersatz Skilifte Radons
- Beschneiung Radons inklusive Rückbringerpiste(n).
- Neubau Restaurant Somtgant
- Neue Attraktionen im Sommer (Seilpark, Wasserspielplatz, Biketrails etc.)

Bezüglich Zubringer nach Radons bin ich zwiegespalten. Einerseits würde es den Restaurants in Radons sicher nützen, v.a. im Sommer. Andererseits sind für ein Gebiet wie Savognin zwei Zubringer wohl zu viel. Die 10-EUB ist nie überlastet.

Somit ergeben sich folgende langfristige Investitionen:
- Zubringergondelbahn Radons
- Neuerschliessung Surcarungas
- Beschneiung und Ersatz Skilift in Laritg

Heute waren meine Eltern mit dem Gemeindepräsidenten in der Gondel. Sie haben über diese Themen geredet und auch er war von gewissen am Anfang genannten Themen enttäuscht (Rennstrecke, Crest'Ota). Eine andere Aussage macht mich aber weniger optimistisch: Die Bergbahnen seien die einzigen gewesen, die investiert haben. Solange man nur streitet wer als nächstes investieren soll, passiert leider nichts.

Das grosse Problem von Savognin sind die zu tlefen Frequenzen. Deshalb rentieren sich Investitionen nicht und deshalb sieht es in Radons immer noch wie in den 70er Jahren aus. Ich hoffe sehr, dass der Magic Pass bald auch in Graubünden einzug hält. Das würde endlich mehr Leute ins Gebiet holen.
 
Pilatus schrieb:
Radons ist grossartig. Diese Pistenfläche pro Liftkapazität ist bald einzigartig. Um so länger die Schlepper bleiben desto besser :mrgreen:
Mag man ja individuell so empfinden (ich hab die Piste auch gerne für mich alleine), aber man sollte auch bedenken, dass das wirtschaftlich nicht funktionieren kann und daher gerade nicht für die Ewigkeit taugt. Weiter in Radons (liftgestützt) skifahren funktioniert nur mit solventen Bergbahnen. Und das setzt ein zukunftsfähiges Konzept für das Gebiet voraus.
 
Nur weil in Radons neu Sesselbahnen wären, heisst das ja nicht, dass all diese Pisten wegfallen. Im Gegenteil, diese wären besser ausgelastet und würden so eher noch länger bleiben.
 
Savognin ist ein sehr gutes Skigebiet, aber kein sehr attraktiver Ferienort. Das Dorf und seine Lage sind halt nur so mässig, dazu oft kein Schnee und damit keine Winterstimnung.

Das Skigebiet würde in Tagesausflugsdistanz zu einer grossen Agglomeration sehr gut funktionieren, aber nicht in einer Region wo man hauptsächlich von Feriengästen abhängig ist. Es gab schon ein paar vergleichbare Skigebiete, wo grosse Investitionen in die Infrastruktur nicht zur wirtschaftlichen Prosperität geführ haben sondern der entgültige Nagel im Sarg waren. Die Skilifte dürfen sehr günstig zu betreiben sein, ganz im Gegensatz zu jeglicher anderer Lösung.
 
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