Bergbahnen Planai vor neuem Investitionsschub
von Günter Fritz
Steiermark: Die Bergbahnen Planai GesmbH versteht sich nicht nur als Impulsgeber für die regionale Tourismuswirtschaft. Sie will sich auch als „grüne Seilbahn“ positionieren.
Schladming. Mit ambitionierten Plänen geht die Planai Hochwurzen Bergbahnen GmbH ins neue Jahr. Nachdem schon in den vergangenen zehn Jahren rund 75 Millionen € investiert wurden, werden 2008 weitere 20 Millionen € in neue Projekte gesteckt: So wird in Schladming ein Parkhaus für 500 Pkw errichtet und auf der Hochwurzen eine neue Seilbahn samt Piste und Ersatzinvestitionen in die Beschneiung. Am Dachstein wird die Gastronomie um- bzw. ein neuer Lift gebaut. Eine Innovation ist der sogenannte Hochwurzen Sun-Jet, eine Kombinationsbahn aus Sechsersessellift und Achtergondel.
„Wir haben eine auf sieben bis zehn Jahre ausgerichtete Investitionsplanung und immer einige Projekte in der Schublade, falls sich kurzfristig etwas zerschlägt", sagt Bergbahnen-Geschäftsführer Albert Baier. Man verstehe sich als „Impulsgeber für die gesamte Region" und unterstützte auch andere Tourismusbetriebe bei der Ansiedelung - z. B. durch temporäre Zurverfügungstellung von Grundstücken. „Wir wollen damit zeigen, dass Investoren willkommen sind."
Die Planai Bergbahnen haben sich aber nicht nur wie viele ihrer Mitbewerber kontinuierlichen Investitionen und Innovationen verschrieben, sondern auch dem nachhaltigen Wirtschaften. Baier: „Wir hatten schon immer einen Schwerpunkt in diese Richtung, kooperierten mit Alpenverein und Bauern und geben Studien zum Klimawandel in Auftrag."
Zu diesem Selbstverständnis als „grüne Seilbahn" komme die Maxime, sich nicht abzuschotten und „Informationen von aussen einzuholen".
So wurde bereits 1982 ein lokaler Skiverbund mit Hauser Kaibling und Reiteralm ins Leben gerufen und 2000 war man Mitgründer des überregionalen Zusammenschlusses Ski Amadé (Schladming-Dachstein, Salzburger Sportwelt, Gastein, Hochkönig und Großarltal). Baier: „Wir haben den Ehrgeiz, Österreichs Seilbahnen-Leitbetrieb zu sein und zu diesem Zweck eine eigene Mitarbeiterakademie ins Leben gerufen."
Rekord geplant
Wirtschaftlich hat sich diese Einstellung für den 300 Mitarbeiter-Betrieb (davon 165 Ganzjahreskräfte) ausgezahlt: Bis zum Winter 2005/06 gab es kontinuierlich steigende Umsätze bis zuletzt 22 Millionen €. Nur im schneearmen Winter 2006/07 musste ein Einbruch auf „unter 18 Millionen" hingenommen werden. Für die heurige Saison sind hingegen wieder 22,6 Millionen € eingeplant. Baier: „Wir haben den Betrieb auf Grund der frühen Schneefälle schon Ende Oktober gestartet und sind sehr zuversichtlich."
04.01.2008 | 13:59