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Neues in Sölden

snowflat schrieb:
Und noch was ... die Bergbahnen haben beantragt, den natürlichen Rettenbachsee (Wasservolumen von ca. 700.000 m³) im Rahmen einer geregelten Entnahmemenge für die Beschneiung nutzen zu dürfen, eine UVP ist nicht notwendig:
Die Ötztaler Gletscherbahn GmbH & Co KG, vertreten durch DI (FH) Philipp Falkner MBA, Dorfstraße 115, 6450 Sölden, beabsichtigt die Entnahme von Wasser aus dem Rettenbachsee zum Betrieb von Beschneiungsanlagen. Mit Schreiben vom 27.10.2025 hat die Ötztaler Gletscherbahn GmbH & Co KG die bescheidmäßige Feststellung beantragt, ob für dieses Vorhaben eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorzunehmen ist.
Feststellung:
Es wird festgestellt, dass für das Vorhaben „Rettenbachsee – Nutzung als Beschneiungsteich“ nach Maßgabe der signierten Projektunterlagen „Schneeanlage Sölden Süd-West Technische Beschreibung Wasserentnahme aus Rettenbachsee“ vom 16.10.2025, erstellt durch ILF Consulting Engeneers, Feldkreuzstraße 3, 6063 Rum, eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemäß § 3 Abs. 7 in Verbindung mit Anhang 1 Z 12 Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz 2000 (UVP-G 2000), BGBl. Nr. 697/1993 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2025, nicht durchzuführen ist.
In der Zeit ohne Schmelzwasserzufluss soll Wasser aus dem Rettenbachsee entnommen werden. Dies in der Form, dass maximal 250.000 m3 Wasser mit einer Wasserleistung von maximal 120 l/s über den Entnahmeschacht entnommen und zur Pumpstation Rettenbachgletscher abgeleitet werden. Der Wasserspiegel des Rettenbachsees wird dadurch insgesamt um etwa 4 m abgesenkt werden. Die Entnahme erfolgt ausschließlich in dem Zeitraum, in dem kein natürlicher Überfluss in den Rettenbach stattfindet. Für die Dauer des Füllens des Rettenbachsees (durch Schmelzwasser/Niederschlag) soll keine unmittelbare Überleitung in den Rettenbach mehr stattfinden, sondern über die oben erwähnte Pflichtwasserleitung eine, noch in einem allfälligen wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren festzulegende, Pflichtwassermenge an den Rettenbach abgegeben werden. In den Sommermonaten ist mit einem weitaus stärkeren Zufluss von Schmelzwasser zu rechnen, wodurch der Rettenbachsee zur Gänze gefüllt wird, bis der natürliche Überlauf wieder anspringt.

Quelle und Details: Ötztaler Gletscherbahn GmbH & Co. KG, Sölden; Schneeanlage Sölden Süd-West; Verfahren nach dem UVP-G 2000; BESCHEID
Es war ja nur eine Frage der Zeit bis die Medien darauf aufmerksam werden: Land sieht keine UVP-Pflicht - Wieso in Sölden ein Gletschersee angezapft werden soll
 
Noch zur Nutzung des Rettenbach-Gletschersees für für die technische Beschneiung:
In Sölden wird geprüft, ob Wasser aus einem natürlichen Gletschersee auf fast 2700 Metern Höhe für Kunstschnee eingesetzt werden kann. Es handelt sich um den Rettenbachsee, direkt neben dem Ziel der Weltcup-Piste am Rettenbachferner. Laut dem Land Tirol ist für diesen Plan keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erforderlich.
Die Liftgesellschaft reichte Ende 2025 einen Antrag ein, um prüfen zu lassen, ob die Nutzung des Sees automatisch eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfordern würde. Das Land Tirol entschied Mitte Januar, dass dies nicht der Fall ist. Damit ist der Weg frei für die weitere Planung, obwohl die Behörden betonen, dass dies keine endgültige Genehmigung bedeutet. Für die tatsächliche Umsetzung sind noch separate Natur- und Wassergenehmigungen erforderlich. Erst in diesen Verfahren wird beurteilt, welche Auswirkungen auf Ökologie, Wasserhaushalt und Landschaft entstehen.
Auffällig ist, dass auch der Tiroler Umweltschutz den Plan nicht direkt ablehnt. Laut der Landesumweltanwaltschaft ist es ökologisch günstiger, Wasser aus einem bestehenden natürlichen See zu nutzen, als in großer Höhe ein neues künstliches Becken mit schweren baulichen Eingriffen anzulegen.
Wichtiges Detail: Laut Glaziologen steht der See nicht mehr in direkter Verbindung mit aktivem Gletschereis. Die vorhandenen Eisreste werden als sogenanntes „Toteis“ betrachtet. Das war ein entscheidender Punkt, denn eine direkte Kopplung mit dem Gletscher hätte automatisch eine UVP verpflichtend gemacht.
Von einem schnellen Start ist keine Rede. Die Ötztaler Gletscherbahnen sprechen von einem Zeithorizont von maximal drei Jahren. Vorerst geht es vor allem darum, eine Option offenzuhalten, um das Gletscherskigebiet auch in Zukunft betriebsbereit zu halten.
Quelle: Gletschersee als Wasserquelle: Tirol gibt grünes Licht für Pläne in Sölden
 
Auf der Seite der Bike Republic stand bei den Betriebszeiten der Lifte bei der Langeggbahn vor einiger Zeit noch "Somme 2026 wegen Umbau geschlossen". Jetzt steht dort "Betriebszeit: Do, 04.06 - So, 04.10.26". Ich gehe daher davon aus, dass die 10 EUB Langeggbahn diesen Sommer nicht gebaut wird und damit auch nicht die 6KSB/B Seekogl.
 
wäre dann schon sehr komisch da man ja in den Pistenplänen die beiden Bahnen bereits angekündigt hatte
 
Puh es wäre sehr schade, wenn es um ein Jahr verschoben wird. Die neue Langeggbahn in Verbindung mit Seekogel wäre eine massive Qualitätssteigerung, wohingegen der Gratl eher "unnötig" erscheint.
 
Das wäre schon echt peinlich, wenn im Sommer nicht die angekündigten und beworbenen Bahnen gebaut würden. (Was auch immer der Grund sein mag) aber gab es ja schon öfters dass beworbene Projekte mit genauen Baujahr dann doch nicht kamen.
 
Pistenbully Ulli schrieb:
Puh es wäre sehr schade, wenn es um ein Jahr verschoben wird. Die neue Langeggbahn in Verbindung mit Seekogel wäre eine massive Qualitätssteigerung, wohingegen der Gratl eher "unnötig" erscheint.

Sehe ich genau andersrum!
Die Piste am Gratl ist eine meiner Lieblingspisten. Als Wiederholungspiste aber wg des lahmen Lifts nur bedingt attraktiv.
OK der Langegg war oft überlastet, aber ist er es immer noch? Ein nicht unwesentlicher Teil kann doch nun über die neuen Pisten "auf die richtige Seite" wechseln!?
 
Wir waren im Dezember und Januar je eine Woche vor Ort und je nach Uhrzeit war der Langegg, wie gewohnt, überlastet.
Ja, das Pistenkreuz nimmt dem Ganzen sicher etwas Druck, aber gerade zum Ende der Saison, wenn die Talabfahrten unattraktiv werden braucht es das Langegg Update.
Durch das Update am Einzeiger und der doch teils für Anfänger schwierigen eisigen Verhältnisse auf der Piste 30, war der Seekogl ebenfalls gut ausgelastet.
Dieser ist nach meinem Geschmack aber von der Geschwindigkeit und Komfort nicht mehr ganz Zeitgemäß.
Durch das Update am Gratl wird leider, ähnlich wie am Wasserkar, die Piste "leiden".
 
Ich empfinde es nicht gerade als Katastrophe wenn der 'doppelte Ersatz' (= neue 10 EUB Langegg statt 6KSB + 6KSB statt 4SB Sekogl) auf 2027 verschoben wird, es gibt schlimmeres :) . Persönlich ist mit die 6KSB Gratl eh wichtiger, Ersatz DSB durch 6KSB bringt sowohl was die Förderleistung betrifft als auch von der Fahrzeit her mehr als Ersatz 6KSB durch 10 EUB.

Trotzdem wäre es interessant zu wissen, warum man umgeplant hat. Wären 3 Baustellen in einer Bausaison einfach zu viel für die Baufirma/Montageteams und man hat sich das Vorhaben eben auf 2 Bausaisonen aufgeteilt, oder gibt es evtl. ernstere Probleme mit Langegg / Seekogl?
 
Angeblich wird wohl dafür kräftig in die Beschneiung investiert also eine Beschneiung auf den Gaislachkogl und auf den Schwarzkogl.

Das kann man schon verstehen da ja die Pisten vom Gaislachkogl und vom Schwarzkogl diesen Winter auch erst sehr spät geöffnet haben.
 
Das wäre ja sehr zu begrüßen, allerdings stellt sich mir dann schon die Frage, warum das jetzt auf einmal möglich sein soll, wenn seit Jahren von den Bergbahnen gesagt wurde, dass das technisch nicht umsetzbar wäre wegen des Permafrosts. Wäre aber in jedem Fall eine enorme Qualitätssteigerung.
 
Naja, der Permafrost taut ja auf. Vielleicht hat sich die Situation ja mittlerweile so geändert, dass es geht.
 
zu dem abgesagten Neubau der Langeggbahn (Sie fährt die ganze Saison im Sommer 26): Na ja, vielleicht ist man ja zu der Erkenntnis gekommen, dass der untere Teil der Piste 11 kurz vor dem Ziehweg am Restaurant Gampe Alp einfach nicht mehr Skifahrer verträgt. Auch der Ziehweg hat gerade mal eine Breite von ca. 5 m.
Gleiches gilt für den Pistenabschnitt zwischen der Stabele Talstation und der Langegg Talstation: Hier ist die Piste auch gerade mal maximal 25 m breit und dort sollen dann bis zu 3600 Personen mit dem Langegglift und nochmal einige Hundert bis mehrere Tausend z.B. kommend von der Piste 30 zusätzlich z.B. über die neue Talabfahrt gen Tal fahren. Unkontrolliert Stürzen oder eine unbeachte Kurve um einen Sulzbuckel im Frühjahr wird dann zum unkalkulierbaren Risiko, wenn dort z.B. bei 5000 Personen pro Stunde bis zu 83 Skifaher pro Minute entlang müssen.

Nicht umsonst wurde am Gaislachkogel für die Piste Nr. 1 die maximal mögliche Anzahl der Kabinen, die die Bahn transportieren könnte, aufgrund behördlicher Auflagen bisher noch nicht angeschafft. Dort dürfen über eine vergleichbare Engstelle nur rund 1800 Personen pro Stunde entlang.

Da warte ich doch lieber ein paar Minuten am Lift und habe Spaß auf der Piste, bevor mich irgendwer abräumt.

Die Kapazität des Langeggliftes nicht zu erhöhen, ist eine sinnvolle Entscheidung.
 
Die Langeggbahn würde ich auch stehen lassen, da sie ja auch
im Sommer für die Biker ohne Probleme zu fahren ist.

Allerdings beim Seekogl würde ich sagen, dass der
auf jeden Fall modernisiert gehört.
 
saas-zer schrieb:
zu dem abgesagten Neubau der Langeggbahn (Sie fährt die ganze Saison im Sommer 26): Na ja, vielleicht ist man ja zu der Erkenntnis gekommen, dass der untere Teil der Piste 11 kurz vor dem Ziehweg am Restaurant Gampe Alp einfach nicht mehr Skifahrer verträgt. Auch der Ziehweg hat gerade mal eine Breite von ca. 5 m.
Gleiches gilt für den Pistenabschnitt zwischen der Stabele Talstation und der Langegg Talstation: Hier ist die Piste auch gerade mal maximal 25 m breit und dort sollen dann bis zu 3600 Personen mit dem Langegglift und nochmal einige Hundert bis mehrere Tausend z.B. kommend von der Piste 30 zusätzlich z.B. über die neue Talabfahrt gen Tal fahren. Unkontrolliert Stürzen oder eine unbeachte Kurve um einen Sulzbuckel im Frühjahr wird dann zum unkalkulierbaren Risiko, wenn dort z.B. bei 5000 Personen pro Stunde bis zu 83 Skifaher pro Minute entlang müssen.

Nicht umsonst wurde am Gaislachkogel für die Piste Nr. 1 die maximal mögliche Anzahl der Kabinen, die die Bahn transportieren könnte, aufgrund behördlicher Auflagen bisher noch nicht angeschafft. Dort dürfen über eine vergleichbare Engstelle nur rund 1800 Personen pro Stunde entlang.

Da warte ich doch lieber ein paar Minuten am Lift und habe Spaß auf der Piste, bevor mich irgendwer abräumt.

Die Kapazität des Langeggliftes nicht zu erhöhen, ist eine sinnvolle Entscheidung.

Was hast Du den da zusammengerechnet? 5000? Wo kommt die Zahl her?

Wenn muss man die Skifahrerströme analysieren. Und das wurde mit Sicherheit gemacht.

Die Langeggbahn dient eher als Zubringer zum Gletscher und teilweise zum Giggijoch.
Wiederholungsfahrten werden sicher weniger sein. Also ist die Piste ausreichend. Sonst müßte es sich jetzt schon stauen.
 
Wenn 3600 Personen mit der neuen Langeggbahn fahren sollen (wollen) und ein weiterer Teil über die gleiche Pistenfläche zwischen Stabele und Langeggtalstation ins Tal fahren wollen, ist man sehr schnell im Bereich von 4500 bis 5000 Personen auf 25 m Pistenbreite
 
Wenn man Gaislachkoglbahn I hoch fährt und dann zum Langegg, dann wollen diese Leute meist zum Gletscher.
Wenn man Giggijochbahn und dann Silberbrünnl fährt, dann macht man eher Wiederholungen am Giggijoch.
Dann fährt man danach aber auch direkt zum Gletscher.

Die Piste zum Langegg und Stabele fährt man meist nur wenn man vom Giggijoch zum Gaislachkogl wechseln will.


Abends dann wenn alle vom Gletscher zurück kommen, dann nehmen die Fahrer der Piste 30 meist den Langegg um zum Giggijoch zurück zu kommen.
Durch den Neubau des Pistenkreuzes, hat man jetzt eine Alternative zum Schlange stehen am Langegg.
Da nutzt man den Langegg aber auch nicht für Wiederholungsfahrten.
 
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