Bolli schrieb:
Der Gemeindevorstand, Tourismusverein und die Bergbahnen Tschiertschen AG haben zusammen mit der HTW Chur eine Entwicklungsstrategie für Tschiertschen-Praden erarbeitet. Die Ergebnisse wurden kürzlich präsentiert. Als Basis-Handlungsstrategie empfiehlt die Studie:
Tschiertschen-Praden
* erhöht die Verfügbarkeit warmer und marktgerechter Betten
* verbessert die Jahresauslastung in Hotellerie und Ferienwohnungen
* setzt sich für Erhalt und Anschluss des Skigebiets an Arosa Lenzerheide ein
* fördert die Vielfalt der Gastronomie und der regionalen Kulinarik
* verbessert und entwickelt gezielt die Dorfatmosphäre
* setzt sich für eine kontinuierliche Erhöhung der Einwohnerzahl ein
* professionalisiert Marketing und Kommunikation nach innen und nach aussen
* baut gezielt Kompetenzen und Netzwerke in Abstimmung mit der Positionierung auf
Die Studie sieht für Tschiertschen-Praden im Sommer ein höheres Potenzial als im Winter, und im Winter verstärkt auch Nicht-Skifahrer als Gäste, deren Anteil weiter steigen werde. Die saisonale Gewichtung legt die Studie bei 60 Prozent Sommertourismus und 40 Prozent Wintertourismus fest. Der Fokus müsse vor diesem Hintergrund stärker auf den Sommer gelegt werden. (Quelle: Aroser Zeitung 30.11.1
Die Bergbahnen Tschiertschen AG schrieb im vergangenen Geschäftsjahr trotz des vielen Schnees wieder einen Verlust von 212’000 Franken. Der von VRP Martin Weilenmann angestrebte Anschluss des Skigebiets Tschiertschen an Arosa Lenzerheide wäre immer noch eine potenziell erfolgsversprechende Zukunftsstrategie. Realistischerweise käme wohl einzig eine pistentechnische Anbindung infrage. Bekanntermassen sind die Hürden auch diesbezüglich hoch. Entsprechend hat man über eine mögliche Umsetzung dieses Vorhabens in den letzten Jahren nichts Konkretes mehr gehört. Es ist leider zu befürchten, dass sich daran auch in Zukunft nichts ändern wird.