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Neues um die Rigi

Die über 50-jährige Luftseilbahn von Weggis nach Rigi Kaltbad hat in den letzten Tagen die Konzession erhalten, dass sie weiterfahren darf, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz» sagte.
Quelle: Sendung vom 12.09.2022

PS: Ein Teil der Gondelbahn Gegner könnte man mit einem Systemwechsel auf die TRI-Line wohlwollender stimmen. Mehr Seile im Gegenzug weniger Stützen und der Wald müsste nicht so tief gehalten werden. Wie bei einer normalen Gondelbahn. Vielleicht geht man in Goldau auch bei diesem Projekt noch einmal über die Bücher.
 
Chlosterdörfler schrieb:
Die über 50-jährige Luftseilbahn von Weggis nach Rigi Kaltbad hat in den letzten Tagen die Konzession erhalten, dass sie weiterfahren darf, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz» sagte.
Quelle: Sendung vom 12.09.2022

PS: Ein Teil der Gondelbahn Gegner könnte man mit einem Systemwechsel auf die TRI-Line wohlwollender stimmen. Mehr Seile im Gegenzug weniger Stützen und der Wald müsste nicht so tief gehalten werden. Wie bei einer normalen Gondelbahn. Vielleicht geht man in Goldau auch bei diesem Projekt noch einmal über die Bücher.
Noch ein Bericht dazu: Luftseilbahn Weggis-Kaltbad erhält eine letzte Konzession
...27. November stimmt die Gemeinde Weggis über die Festlegung des Seilbahnkorridors...
 
Gemäss Radio Regionaljournal SRF1 (heute 17.30 Uhr) verzichtet die Rigibahn auf die Möglichkeit einer späteren Kapazitätserweiterung der geplanten Gondelbahn. Von einer TriLine war keine Rede.
 
Gondelbahn Projekt

Aktuell werde das Projekt aufgrund der sich ständig verändernden Umwelt – Corona, Teuerung, generelle Volatilität – weiterentwickelt, heisst es in der Mitteilung weiter. Bis zum Start des Bewilligungsverfahrens beim Bundesamt für Verkehr Anfang 2023 müssen dabei alle wesentlichen Abklärungen und Planungen abgeschlossen sein.

Quelle: https://www.luzernerzeitung.ch/zent...uf-die-rigi-transportieren-koennen-ld.2344271
abgerufen am 15.09.2022

Dieser Text lässt noch Planungsraum offen.
 
ski-chrigel schrieb:
Gemäss Radio Regionaljournal SRF1 (heute 17.30 Uhr) verzichtet die Rigibahn auf die Möglichkeit einer späteren Kapazitätserweiterung der geplanten Gondelbahn. Von einer TriLine war keine Rede.
Nun ist der Text inkl. Podcast online:
https://www.srf.ch/audio/regionaljournal-zentralschweiz/rigi-bahnen-schraenken-kapazitaet-der-neuen-gondelbahn-ein?id=12254668
Maximal 850 Personen pro Stunde (bisher 650). Auf die Erweiterung auf 1200 wird verzichtet.
 
Chlosterdörfler schrieb:
PS: Ein Teil der Gondelbahn Gegner könnte man mit einem Systemwechsel auf die TRI-Line wohlwollender stimmen. Mehr Seile im Gegenzug weniger Stützen und der Wald müsste nicht so tief gehalten werden. Wie bei einer normalen Gondelbahn. Vielleicht geht man in Goldau auch bei diesem Projekt noch einmal über die Bücher.

In Hoch-Ybrig kostet die Tri-Line einige Millionen mehr als die ursprünglich geplante "normale" Gondelbahn. Im Ybrig macht das aufgrund des Geländes (ein Masten in der Mitte statt Mastenwald) Sinn, an der Rigi - wo das Geld ohnehin knapp ist ist die günstigere Gondelbahn weiterhin eine gute Lösung.

ski-chrigel schrieb:
Gemäss Radio Regionaljournal SRF1 (heute 17.30 Uhr) verzichtet die Rigibahn auf die Möglichkeit einer späteren Kapazitätserweiterung der geplanten Gondelbahn. Von einer TriLine war keine Rede.
Auch die 850 Personen pro Stunde sollte für die Nachfrage reichen. Die Rigibahnen hoffen vermutlich, mit dieser Reduktion weitere Stimmen für die kommende Abstimmung zu gewinnen. Ist diese erfolgreich, soll Anfang 2023 das Plangenehmigungsverfahren eingereicht werden.

Bei der alten Luftseilbahn wiederum wurde die Konzession bis 2027 verlängert.
 
Ich habe immer noch nicht verstanden, warum der Systemwechsel zu einer Einseilumlaufbahn so dringend notwendig ist, insbesondere wenn das Geld knapp ist. Sind die Stationsgebäude und Stützen marode, oder warum kann man die bestehende Pendelbahn nicht modernisieren? Die geplante Kapazität von etwas über 800 P/h lässt sich auch mit dem bestehenden System realisieren. Die Kabinen könnte man unbegleitet fahren lassen, wie an der Klewenalp, wo das super funktioniert.
 
Die Luftseilbahn muss neu gebaut werden, weil die Betriebsbewiligung nun 2027 ausläuft und nicht mehr verlängert werden kann. Mit Ausnahme der Kabinen von 1993 ist alles andere der Bahn von 1968 (!).

Die Rigibahnen möchten eine Gondelbahn anstelle einer Luftseilbahn, weil dieses Bahnsystem bei den Kunden beliebter ist und man den Zubringer Weggis-Kaltbad ggü. der stark ausgelasteten Zahnradbahn ab Vitznau aufwerten will.
 
Eine Mehrheit der Stimmbevölkerung sagen indirekt Ja zur neuen Gondelbahn Weggis- Rigi Kaltbad.

Die Weggiser Stimmberechtigten genehmigten an der Urnenabstimmung vom 27. November 2022 die Zonenplanänderungen Seilbahnkorridor/Bergstation Rigi Kaltbad mit 1'259 Ja- gegen 381 Nein-Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug der Vorlage 56,16 Prozent.

René Stettler: Der pensionierte Kulturwissenschafter von Rigi Kaltbad und Initiant der beiden Rigi-Petitionen ist sich sicher, dass sich die geplante Gondelbahn negativ auf die Natur, Umwelt und das Landschaftsbild auswirken wird. Er spricht von weit über 4000 Quadratmeter Rodungsfläche, welche die Schutzfunktion des Waldes stark beeinträchtigen würde, und befürchtet höhere Lärmemissionen und mehr Stromverbrauch.

Zum Abstimmungsergebnis sagt er: «Ich bedaure es, dass die Stimmberechtigten die Bedeutung einer intakten Landschaft an der geschützten Rigi-Südflanke sowie die eminent wichtige Funktion des Weggiser Schutzwaldes nicht erkannt haben.» Die Deutlichkeit des Resultats sei für ihn und seine Mitstreiter kein Grund, mit ihrer Kampagne gegen das Projekt aufzuhören. Im Gegenteil:

«Wir müssen uns noch verstärkt für den Schutz unserer Landschaften einsetzen. Wir fordern weiterhin den Eins-zu-eins-Ersatz mit einer umweltschonenden neuen Pendelbahn.»

Trotzdem ist die Gondelbahn noch längst nicht in trockenen Tüchern. Das alles entscheidende Genehmigungsverfahren beim Bund startet voraussichtlich erst im März 2023. Dann haben Schutzverbände und Direktbetroffene erneut die Möglichkeit, Einsprache zu erheben. Zu wünschen ist, dass sie ihre teils berechtigten Kritikpunkte im Dialog mit der Rigi Bahnen AG respektive mit den Bundesbehörden klären können – und nicht erst vor Gericht.

Quellen: https://www.gemeinde-weggis.ch/aktuell/aktuelle-meldungen/detail-meldungen.html/506/news/4694
https://www.bote.ch/nachrichten/zen...rridor-fuer-neue-rigibahn-klar-zu-art-1448875
https://www.luzernerzeitung.ch/zent...pass-fuer-den-bau-einer-gondelbahn-ld.2376618
abgerufen am 27.11.2022
 
Da scheint es beim Kulturwissenschaftler am Demokratieverständnis zu mangeln 🤷‍♂️
 
icedtea schrieb:
Da scheint es beim Kulturwissenschaftler am Demokratieverständnis zu mangeln 🤷‍♂️

Gut was ist schon demokratisch? Bin nicht sicher ob es schon auf kantonaler Ebene noch für eine Mehrheit reichen würde ;-)

So lange der Kulturwissenschaftler sich an den gesetzlichen Rahmen hält (der auch demokratisch ausgehandelt wurde), ist das sein gutes Recht. Kamm man persöhnlich nicht gut finden, muss man aber akzeptieren.
 
icedtea schrieb:
Da scheint es beim Kulturwissenschaftler am Demokratieverständnis zu mangeln 🤷‍♂️
Die Stimmbürger haben ja nicht direkt über die Gondelbahn abgestimmt, sondern über die Zonenplanänderung.

Alles andere ist das übliche bei Bauprojekten: Es braucht eine Baubewiligung und gegen diese kann man Einsprache erheben und als benachbarter Grundstückeigentümer ist Stettler zur Einsprache berechtigt. Ist leider so. Es gibt Fälle von Städten in der Schweiz, wo vom Stimmvolk bewiligte Fussballstadien wegen Einsprachen seit 10 Jahren (!) blockiert sind...

Chlosterdörfler schrieb:
Trotzdem ist die Gondelbahn noch längst nicht in trockenen Tüchern. Das alles entscheidende Genehmigungsverfahren beim Bund startet voraussichtlich erst im März 2023. Dann haben Schutzverbände und Direktbetroffene erneut die Möglichkeit, Einsprache zu erheben. Zu wünschen ist, dass sie ihre teils berechtigten Kritikpunkte im Dialog mit der Rigi Bahnen AG respektive mit den Bundesbehörden klären können – und nicht erst vor Gericht.

Da gibts nicht viel zu klären, die Positionen sind bekannt und keiner der Beteiligten weicht von diesen ab: Stettler will keine Gondelbahn sondern wieder eine Luftseilbahn. Die Rigibahnen wollen aber diese Gondelbahn.
Da die Rigibahnen Stettlers Forderungen nicht erfüllen, wird mindestens er Einsprache erheben. Diese Einsprache kann er zweimal weiterziehen (erst Bundesverwaltungsgericht, dann Bundesgericht), mit der Konsequenz, dass die Rigibahnen mehrere Jahre mit dem Bau warten müssen - immer mit dem Risiko, dass eines der Gerichte eine Einsprache befürwortet, bzw. dass die Baubewilligung nicht vor 2027 (Ablauf Betriebsbewilligung alte Luftseilbahn) eintrifft.
 
Ich habe immer noch nicht verstanden, warum der Systemwechsel zu einer Einseilumlaufbahn so dringend notwendig ist,
Vermutlich die Kosten und der Komfort.

Eine neue PB mit den selben Kennzahlen wird wohl deutlich teurer sein als eine Standard-EUB?
Zudem mögen es halt auch die Leute nicht besonders mit 100 anderen Nasen in eine Kabine rein gequetscht zu werden.
 
Gegen die Abstimmung zum Seilbahnkorridor in Weggis ist mindestens eine Beschwerde eingegangen.

Beschwerde durch Landschaftsschutzverband

Grund: Bei der Zonenplanänderung sei zu vieles noch unklar. In erste Linie gehe es den Landschaftsschützern um den Wald. Der Seilbahnkorridor führt nämlich über den Wald. Dies bedinge, dass eine Rodungsbewilligung vorliegt. Zudem müsse man zuerst wissen, wie viel Wald betroffen sei. Die Beschwerdeführer fordern daher, dass diese Punkte abgeklärt werden.

Quelle: Regionaljournal Zentralschweiz vom 19.12.2022 Abendausgabe
 
Projekt der Ersatzanlage der Seilbahn Weggis-Rigi Kaltbad ist ein Schritt weiter.

Nach intensiven Planungsarbeiten steht das Gondelbahnprojekt kurz vor der Baueingabe, wie die Rigi Bahnen am Donnerstagabend mitteilen.
Quelle: https://www.luzernerzeitung.ch/zent...hn-mit-ihr-steigen-auch-die-preise-ld.2442344

Betrieb

Die neue Gondelbahn erlaubt einen auf das Gästeaufkommen abgestimmten Betrieb. An frequenzstarken Tagen sind alle Gondeln im Einsatz, was ungefähr dem heutigen Dauerbetrieb der Pendelbahn entspricht. An frequenzarmen Tagen bzw. für die Erschliessungsfahrten zu Randzeiten ist ein Konvoibetrieb mit 3 talwärts und 3 bergwärts fahrenden Gondeln möglich, was dem heutigen Halbstundentakt der Pendelbahn gleichkommt.

Um den Ein- und Ausstieg zu erleichtern, hält jede Gondel in den Stationen komplett an (Komfort Stopp). Der Einstieg erfolgt barrierefrei ohne Niveau-Unterschied. Dies kommt nicht nur Familien und älteren Gästen zugute, sondern stellt auch die Umsetzung der Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetz für einen barrierefreien Zugang sicher.

Kabinen

Die 22 Kabinen der neuen Gondelbahn verfügen je über zehn zeitlos elegante Holzsitze und einen hohen Anteil an gewölbten und reflexionsarmen Scheiben. In Anlehnung an die neuen Gelenktriebwagen der Rigi-Zahnradbahnen sowie die bestehenden weissen Luftseilbahnkabinen ist das filigrane Gehäuse der Gondeln in weisser Farbe geplant.

Energiemanagement

Mit Fotovoltaikanlagen auf den Stationsdächern kann bis zu 20 % des Strombedarfs der Bahn gedeckt werden. Zudem ist vorgesehen, die Abwärme des Bahnantriebs konzentriert dem benachbarten Mineralbad zur Verfügung zu stellen. Diese kann bis zu 10 % der benötigen Energie des Bads abdecken.

Bau

Für den Bau der Stützenfundamente im schwer zugänglichen Gelände ist ein Unterlast-Transportsystem mit der bestehenden Luftseilbahn geplant. Damit können Helikopterflüge für Materialtransporte und temporäre Baupisten reduziert werden. Zur weiteren Reduktion der Transporte und zur Wiederverwertung der mineralischen Bauabfälle, wird mit dem Betonabbruch der alten Stationen und Stützen Recyclingbeton hergestellt und wieder verbaut.

Quelle: https://www.rigi.ch/ueber-uns/rigi-projekte/erneuerung-seilbahn-weggis
abgerufen am 14.04.2023
 
Die 22 Kabinen der neuen Gondelbahn verfügen je über zehn zeitlos elegante Holzsitze und einen hohen Anteil an gewölbten und reflexionsarmen Scheiben. In Anlehnung an die neuen Gelenktriebwagen der Rigi-Zahnradbahnen sowie die bestehenden weissen Luftseilbahnkabinen ist das filigrane Gehäuse der Gondeln in weisser Farbe geplant.
Ohhh man. Wieso muss man hier ums verrecken einen Bezug zu den hässlichen unbequemen und untauglichen GTW ziehen? Die Dinger sind eine Beleidigung für den Fahrgast und die schöne Landschaft. Wenn die neue Gondelbahn genau so werden soll, wissen wir was uns erwartet.
 
Die meisten Gäste kommen doch entweder mit Reisebussen oder mit dem Schiff. Und für die, die den Weg vom Schiff zur Bahn nicht laufen wollen, gibt es ja auch noch einen Bus. Wo liegt das Problem? Will der VCS eine U-Bahn von Luzern aus oder was? 🤪
 
Das Problem ist, dass für den VCS jedes Projekt, welches nicht gut an den öV angeschlossen ist, ein rotes Tuch ist. Man ist dort recht "extrem" unterwegs: "öV= gut, Auto = schlecht".
 
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